Rätsel rund um einen Röhrenmonitor

#7249031
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Hallo liebes Forum,

Tauche hier (mal/schon wieder) in völlig unbekannte Gewässer ein.

Also es geht um einen Röhrenmonitor von einer Dreh oder Fräsmaschine. 
Tut aber eigentlich nichts zur Sache.

Probleme:
- Es geht ewig, bis ein Bild kommt, bzw. scharf wird
- Von dem Monitor gibt es 2. Der bei mir, der die Probleme extrem hat 
und ein zweiter, der akutell noch an der Maschine angeschlossen ist, 
aber auch schon lange braucht, bis damit gearbeitet werden kann.

Das Problem ist temperaturabhängig. Wenn es in der Halle kälter ist, 
dauert das ne Stunde, bis der Monitor "da" ist.

Laut Besitzer soll es wieder laufen, wenn man den Zeilentrafo tauscht. 
(Philips AT2077/32   V9537-BP)

Kann das sein? Ich hab halt genau null Plan von Röhrenmonitoren.

Er hat schon versucht einen "modernen" Flachbild anzustöpseln (VGA)
Da läuft das Bild dann von oben nach unten. Gesehen hab ich das leider 
nicht, aber laut ihm unbrauchbar.

Woran könnte das liegen? Ich denke da an eine Art Wandler für den 
Flachbildschirm? Oder verschiedene Monitore einfach mal Ausprobieren?

Was da an Auflösung oder Frequenz von der Maschine kommt ist leider auch 
unbekannt. Deswegen als Rätsel deklariert :-)

Danke schonmal und viele Grüße,

Flo
#7249045
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Da kann ich momentan auch wenig dazu beitragen. Gib aber die Möglichkeit 
eines VGA Flachbildschirm noch nicht auf. Es gab früher sogenannte 
"Multisync" LCD Monitore. Vielleicht kann so einer damit etwas anfangen.

Siehe auch hier:

https://en.wikipedia.org/wiki/Multisync_monitor

https://www.amazon.ca/Monitors-NEC-Computers-Accessories/s?rh=n%3A677246011%2Cp_4%3ANEC

Da müsste man auch die Specifications studieren.
(Firma: matzetronics) #7249052
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Ich vermute, das die Röhre selber schon sehr alt ist. Die emittiert nur 
noch wenig und wird am Ende der Lebensdauer sein. Man kann da nochmal 
mit einem CRT Regenerierer ran, aber das bringt oft nur ein paar Monate.
Das Ding lief vermutlich viele Jahre während der Arbeitszeit.
Sicher spielen auch alte Elkos da rein. Ich bezweifele allerdings, das 
es nach einer Austausch Orgie die Röhre rettet.

Florian K. schrieb:
> Tut aber eigentlich nichts zur Sache.

Insofern doch, als das man dann weiss, welches Timing der Monitor hat 
und was man braucht, um ihn zu ersetzen.
Gast #7249057
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Gebrauchte NEC Multisync Monitore bekommst Du für ganz kleines Geld.
Wäre doch einen Versuch wert.

Du könntest auch mal Ross und Reiter benennen.
Du wirst ja nicht der Erste sein der diese Probleme hat.
Gast #7249066
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Florian K. schrieb:
> Das Problem ist temperaturabhängig. Wenn es in der Halle kälter ist,
> dauert das ne Stunde, bis der Monitor "da" ist.

Dann benuzte einen Fön, einfach nacheinander die Bauteile erwärmen, bis 
du rausfindest, welches Bauteil warm genug sein muss.
Kältespray ist auch hilfreich
Gast #7249106
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Sauron schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Zweifellos wäre Umrüstung die bessere Lösung.
>
> Den Monitor kannst auch in 20 Jahren noch Reparieren,

Klar, Ersatzbildröhren und Zeilentrafos wachsen ja an den Bäumen.


> einen neumodischen Billig Monitor hast bis dahin schon mindestens 3 mal
> ersetzt

Einfach keinen Billigmonitor nehmen.
(Firma: nix) #7249108
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Ich habe in meiner Jugend dutzende Röhrenfernseher repariert, das 
Prinzip ist ja gleich. Das Fehkerbild passt nicht wirklich zum 
Zeilentrafo und auch nicht zu trockenen Elkos. Eher schon zu lecken 
Papierkondensatoren (oder anderen Wickel-Cs) und mitunter zu schlecht 
isoliereden E-Reglern der Bildröhrenansteuerung.
Wenn es nicht auf Originalität ankommt, dann auf LCD umrüsten! Ein 
durchlaufendes Bild deutet auf falsche Syncronisation hin oder das 
System läuft nicht mit den üblichen 50Hz (2x25 Halbbilder)
Ältere LCD-Minitore sollte man aber noch händisch synchronisieren können 
(innen ein Regler)
Das Röhrendingens hat eben zwei tötliche Schwachstellen: Der Zeilentrafo 
und die Bildröhre! Da wurd man heute nirgends mehr Ersatz bekommen.
In Spanien gab es noch eine Bude, die für fast alle Zeilentrafos Ersatz 
hergestellt hat, ob die noch existiert, keine Ahnung.

Old-Papa
Gast #7249109
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Holger schrieb:
> Kannst denn die Horizontal und Vertikal Frequenz irgendwie
> herausfinden
> ?
>
> Moderne TFTs haben oft probleme mit niedrigen (alten) Frequenzen
> aber da gibt es wohl konverter

Wobei die Bildfrequenz ehr keine Probleme macht. Evtl war ja das 
Adapterkabel falsch konfiguriert.
Gast #7249113
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Problem1:
Die Steuerung kann kein VGA (das gab es damals noch garnicht). Mit dem 
Videotiming der Steuerung kann man keinen heutigen Monitor mehr 
ansteuern, auch die erwähnten Multisync nicht, da die Mindestfrequenz 
für fast alle Monitore die von VGA ist und das gibt keine antike 
Steuerung aus.

Problem2:
Es gibt Spezialfirmen, die Flachbildschirme an alte Steuerungen mit CGA 
usw. oder mit ganz exotischen Timings anpassen mit einem Wandler. Dafür 
brauchen Sie natürlich das Timing des vorhandenen Ausgangs. Das Problem 
besteht darin, dass das viel Know How erfordert, was zu bezahlen ist, 
für ein Einzelstück, das extra angepasst werden muss ist mit etwa einem 
Tausender zu rechnen.

Für eine mechanisch noch gute alte Werkzeugmaschine, die mal Zigtausende 
gekostet hat lohnt sich das leicht, allerdings kommt das für User die 
hier im Forum fragen fast nie in Frage, da wird eher was kostenloses 
erwartet, und es melden sich dann gleich Forumsmitglieder wie Falk, der 
nichts anderes dazu zu sagen hat als schmeiss weg den alten Scheiss. Das 
kann man so sehen, hilft aber dem TO nicht weiter.

Georg
(Firma: nix) #7249127
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Georg schrieb:
> Problem1:
> Die Steuerung kann kein VGA (das gab es damals noch garnicht). Mit dem
> Videotiming der Steuerung kann man keinen heutigen Monitor mehr
> ansteuern, auch die erwähnten Multisync nicht, da die Mindestfrequenz
> für fast alle Monitore die von VGA ist und das gibt keine antike
> Steuerung aus.

Wenn er einen VGA-Monitor versucht hat, sollte also auch eine VGA-Buchse 
vorhanden sein. VGA gib es schon seit sehr vielen Jahren.....

> Für eine mechanisch noch gute alte Werkzeugmaschine, die mal Zigtausende
> gekostet hat lohnt sich das leicht, allerdings kommt das für User die
> hier im Forum fragen fast nie in Frage, da wird eher was kostenloses
> erwartet, und es melden sich dann gleich Forumsmitglieder wie Falk, der
> nichts anderes dazu zu sagen hat als schmeiss weg den alten Scheiss. Das
> kann man so sehen, hilft aber dem TO nicht weiter.

Richtig! Ich bin ja nicht nur in Elektronik, sondern auch (inzwischen 
mehr) in Werkzeugmaschinen zuhause.
Allerdings geht auch dort der Trend eher dahin, alte Monstersteuerungen 
rauszuwerfen und was kleines feines vom Chinamann zu verbauen.

Old-Papa
Gast #7249130
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Old P. schrieb:
> Wenn es nicht auf Originalität ankommt, dann auf LCD umrüsten! Ein
> durchlaufendes Bild deutet auf falsche Syncronisation hin oder das
> System läuft nicht mit den üblichen 50Hz (2x25 Halbbilder)
> Ältere LCD-Minitore sollte man aber noch händisch synchronisieren können
> (innen ein Regler)

Erst mal klären, ob es VGA ist.
Dann sollte es keine Problem geben.
Wenn es EGA ist, dann lieber mit einem TV probieren.

Hierzu gab es mal einen Thread im Forum.
#7249132
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Hab mir das Video mal angesehen und das beschreibt leider ein anderes 
Problem. An dem Monitor hier gibt es auch keine Lötstellen, da ist ne 
Platine hinten drauf gesteckt und mit antiken Flachbandkabeln 
angeschlossen.

Ich hab ihm mal den Link zu dem Umbausatz geschickt.

Wenn der Monitor nicht auf VGA Standard läuft trifft es sich fast gut. 
Habe nichts derartiges mehr im Bestand um testen zu können.

Also Danke an alle, ich warte jetzt mal ab, was er zu dem Umbau sagt.

Gruß, Flo
(Firma: nix) #7249142
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Georg schrieb:
>
> Und wer programmiert das feine Stück?
>
> Georg

Niemand! Dafür gibt es fertige Steuerprogramme wie Mach3, Estlecam und 
und und. Die "Intelligenz" der früheren Monstersteuerungen ist aus deren 
Hardware (Eproms und andere Speicherchips) längst in den PC gewandert.
Viele CAD-Programme generieren den Code dann automatisch.

Old-Papa
Gast #7249179
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H. H. schrieb:
> Klar, Ersatzbildröhren und Zeilentrafos wachsen ja an den Bäumen.

Das sind mit die Haltbarsten teile, gehen so gut wie nie Kaputt.

Ein Zeilen Trafo ist nur ein Haufen aufgewickelter Draht, notfalls 
wickelt man sich nen neuen.

Und Bildröhren kann man auch neu mit Phosphor beschichten und 
evakuieren.
alles kein Hexenwerk

so einen Monitor kann man (genau wie einen VW Käfer) praktisch ewig 
betreiben
#7249217
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Georg schrieb:
> Problem1:
> Die Steuerung kann kein VGA (das gab es damals noch garnicht). Mit dem

das dachte ich die ganze Zeit, ich denke es ist eine hor. Frequenz von 
15625 Hz bis 18kHz lange vor VGA mit 31 kHz

> Videotiming der Steuerung kann man keinen heutigen Monitor mehr
> ansteuern, auch die erwähnten Multisync nicht, da die Mindestfrequenz
> für fast alle Monitore die von VGA ist und das gibt keine antike
> Steuerung aus.

äh mein NEC Multisync machte 15kHz Atari color bis 31kHz Atari monochrom
Gast #7249237
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Florian K. schrieb:
> Es geht ewig, bis ein Bild kommt, bzw. scharf wird

Diese Roehren haben haben ja verschiedene Anschluesse:
Heizung,Kathode,Gitter und Schirmgitteranschluesse etc...
An das Schirmgitter wird meist eine Spannung  von bis zu 800V 
angelegt(kommt auf die Monitorgroesse an).Die Spannung wird vom 
Zeilentrafo abgeleitet und ueber einen Widerstand an das Schirmgitter 
angelegt.Zugleich befindet sich dort auch ein Kondensator (10nF-100nF) 
vom Schirmgitter zur Masse(ein Art "Siebung").Waere es mein Monitor 
wuerde ich - je nach eigenem Fehlerbefund - diesen Kondensator in 
Augenschein nehmen.Messen mit einem normalen Kapazitaetsmessgeraet 
bringt nichts:das Messgeraet wird sehr wahrscheinlich ein OK 
ausgeben.Das Problem ist,dass bei hohen Spannungen (hohe Feldstaerke) 
der Kondensator durchbricht.Er macht dabei keinen Kurzschluss sondern 
stellt einen veraenderlichen/zappeligen hochohmigen Widerstand dar der 
die Spannung extrem belastet (die Spannungsquelle ist ziemlich hochohmig 
wobei auch der Vorwiderstand mit eine Rolle spielt).
Es genuegt schon mit einem (1000V)Voltmeter mit 10MOhm Innenwiderstand 
den Monitor deutlich abzudunkeln.
Wenn so ein Kondenator defekt ist hat man Anfangs meist 
Helligkeitsflackern  was dann irgendwann zum voelligen Abdunkeln 
fuehrt.Solche Fehler sind tueckisch weil der sich Kondensator - je nach 
Gesundheitszustand- wieder etwas erhohlt und das Spielchen beginnt von 
neuem.Der Fokus kann je nach Roehre und Beschaltung auch davon betroffen 
sein.

Das ist nur eine von vielen Moeglichkeiten aber wer versiert genug ist 
koennte ja einfach mal den Kondensator zum Test erneuern.

Florian K. schrieb:
> Da läuft das Bild dann von oben nach unten

Also wenn das Bild als solches zu sehen ist,dann sind entweder Die 
Sync-Signale nicht angeschlossen worden oder aber es gibt die 
Moeglichkeit innerhalb des Monitors per Trimmer den Durchlauf zum 
Stoppen zu bringen.
#7249239
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Bei alten Maschinensteuerungen kamen auch völlig exotische Bildparameter 
vor. Ich hatte auch einstmals mit einer solchen Aufgabe zu tun. Der 
Ersatz durch den Originalhersteller war prohibitiv teuer, der Versuch 
mit einem Wandler ging in die Hose, weshalb man sich an einen der oben 
erwähnten Anbieter speziell angepasster LCDs wandte.

Die boten an, vorbeizukommen um auszumessen. Gegen Geld natürlich. Da 
dachten unsere Betriebselektriker, das könnten sie auch selber. Konnten 
sie dann doch nicht (*), und so kam ich ins Spiel ;-). Ich fand bei 
denen ein sehr schönes altes HP Analogscope mit zweiter Zeitbasis. Und 
hatte etwas Glück, denn ich bekam das Bild stabil und konnte 
durchzählen. Nix mit irgendeinem Standard.

*: Ein einfaches USB-DSO mit 2k Speichertiefe hilft da nicht weiter.
#7249292
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Mach ein Experiment:

Lege an den Heizfaden der Bildröhre mit nem
getrennten Heiztrafo / Netzteil 8 Volt an.
Achte darauf, das der Faden wirklich vom Monitor getrennt ist,
also beidseitig vom Monitor trennen und an den trafo / das
Netzteil anschließen.
Kommt die Röhre dann richtig, ist die Kathode "am Taubwerden"
und müßte regeneriert werden.

mfg
#7249326
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El Capitan schrieb:
> mal ein Messgerät in die Hand genommen?

Was ist das?

Aber ja, mal ein Multimeter an "wichtige" Stellen, wie z.B. 
Betriebsspannungen, halten, wäre sicherlich mal ein Anfang. Vielleicht 
sieht man schon dabei, daß sich irgendeine Spannung reichlich Zeit läßt, 
um sich aufzubauen.
Ein Oszi wäre natürlich auch nicht schlecht - sollte man aber nicht 
unbedingt zum Messen der Hochspannung und ähnlicher Potentiale nutzen 
...
Gast #7249333
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Ich hatte von einem Kollegen den Monitor Heidenhain BE 212 auf dem 
Tisch, dort war der Zeilentrafo gestorben, Kurzschluß.
Der Monitor hatte zufällig auch einen 15pol. Anschluß...

Beitrag "Heidenhain Monitor BE 212 für TNC 351"

Ich habe dann eine Adapterplatine gebaut, Gatter für H- und V-Sync und 
Mischen von Intensität und dem Videosignal und dann das Signal in ein 
GBS-8200 Board eingespeißt, woran ein normaler VGA Monitor hängt.

Beitrag "Re: Heidenhain Monitor BE 212 für TNC 351"



Inspiriert von Beitag zum Bosch MOT Bildschirm

Beitrag "Bosch MOT 250 Bildschirm"
(Firma: nix) #7249357
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Peter schrieb:
>
> Das sind mit die Haltbarsten teile, gehen so gut wie nie Kaputt.

Was ich schon an Zeilentrafos wechseln musste, konnte man kaum Zählen.
Ja, verbrannt, meistens durch Windungsschluss. Das konnte man mitunter 
schon riechen (wie Essig)

> Ein Zeilen Trafo ist nur ein Haufen aufgewickelter Draht, notfalls
> wickelt man sich nen neuen.

Dann wickel mal am Küchentisch rund 10 bis 20.000 wdg mit 0,01mm Draht. 
Aber immer schön mit Lagenisolation und dann noch vakuumtränken.
Kann man machen, habe ich einmal durch (habe eine Maschine dafür), nie 
wieder!

> Und Bildröhren kann man auch neu mit Phosphor beschichten und
> evakuieren.
> alles kein Hexenwerk

 Ehrlich? Du hast nen Vogel!
Klar, auch das geht, ist aber extremes Hexenwerk.

> so einen Monitor kann man (genau wie einen VW Käfer) praktisch ewig
> betreiben

Der Käfer läuft auch nur, wenn er neue Ersatzteie bekommt.

Old-Papa
#7249455
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Philips war da wohl recht speziell. Bei ner etwas älteren Grundig 
Steuerung lief, läuft eventuell sogar heute noch ein ganz simpler Grün 
BAS Monitor.
Ersatz für das Teil gibts jedenfalls genug, liegt aber alles im Bereich 
500€ und aufwärts. Da würd ich doch eher mal probieren, die Elkos zu 
tauschen. Die Dinger kosten ja nicht viel.
(Firma: matzetronics) #7249518
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Uli S. schrieb:
> Philips war da wohl recht speziell.

Philips hat hier nichts damit zu tun. Sie haben die Bildröhre 
hergestellt und den Zeilentrafo. Der Rest scheint von Maxl Grundig zu 
kommen.

Peter schrieb:
> Und Bildröhren kann man auch neu mit Phosphor beschichten und
> evakuieren.
> alles kein Hexenwerk

Schöner Quatsch. Das ist ne Farbbildröhre, du Spezialist. Da 
beschichtest du nichts neu.

Lotta  . schrieb:
> Lege an den Heizfaden der Bildröhre mit nem
> getrennten Heiztrafo / Netzteil 8 Volt an.

Lasst das mal besser sein. Die Gefahr, der Röhre den Rest zu geben, ist 
bei einem Laien einfach zu hoch. Wir haben hier auch keine Heizung mit 
galvanischer Trennung.
Gast #7249531
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Peter schrieb:
> Ein Zeilen Trafo ist nur ein Haufen aufgewickelter Draht, notfalls
> wickelt man sich nen neuen.

Ja ein Haufen simpler gewickelter Draht - wirklich?
Davon mal abgesehen.Der Zeilentrafo wird ja auch oft in einem Waschgang 
dazu verwendet mehrere 1000V Hochspannung zu erzeugen.Bei Farb-TVs waren 
das etwa 27kV und die mussten bis zu 1mA Strahlstrom liefern - das ist 
die Leistung einer 30W Gluehbirne.Wer an diesen 27kV die Pfoten dran 
haelt wird mehr als nur kreideweiss im Gesicht....
Fuer Schwarz-Weiss-Roehren genuegten 17kV  - da gab es keine Lochmaske 
die unnoetig Energie verpulverte.
Kleinmonitore duerften mit 1000V-2000V ausgekommen sein.
Wie dem auch sei:die Isolation eines solchen Trafos stellt hohe 
Anforderungen um Durchschlaege zu vermeiden.Hatte genuegend Trafos die 
ein wahres Feuerwerk veranstalteten.
Hatte als Lehrling/Azubi/Auszubildender mal versucht sowas 
abzudichten.Tonnenweise Klebstoff,Klebeband etc kamen zum 
Einsatz:vergeblich...habe es nicht hinbekommen.
Das Hochspannungskabel zur Bildroehre war fuer mich immer 
faszinierend.Ein Stueck Draht und ein "bischen" Kunststoff drumherum - 
aber was fuer Kunststoff.
Gast #7249538
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Letztendlich wird der CNC-Apparat vom TO irgendwas mit RGB und 15 Khz 
sein.

Man könnte also eine alte Röhren-Glotze mit RGB Scart benutzen oder nen 
Scandoubler mit einem VGA Monitor.. Oder das Ding hat RGBI, aber das 
wäre schon Reichlich ausgefallen
Gast #7249579
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60/40 schrieb:
> Oder das Ding hat RGBI

Meinst du damit RGB mit Koax und dazu sync?
Wie damalige Profi-Monitore?

Florian K. schrieb:
> Er hat schon versucht einen "modernen" Flachbild anzustöpseln (VGA)
> Da läuft das Bild dann von oben nach unten. Gesehen hab ich das leider
> nicht, aber laut ihm unbrauchbar.

Deshalb nochmal die Frage, was ist an der Maschine für ein Anschluß?
Ein exotischer Anschluß scheint es nicht zu sein.
Irgend ein billiges Kabel muß es gewesen sein.

Toxic schrieb:
> Das Hochspannungskabel zur Bildroehre war fuer mich immer
> faszinierend.Ein Stueck Draht und ein "bischen" Kunststoff drumherum -
> aber was fuer Kunststoff.

Lupolen.
Gast #7249609
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H. H. schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>> Matthias S. schrieb:
>>> Schöner Quatsch. Das ist ne Farbbildröhre,
>>
>> dachte ich auch, aber ich sah kein PIC mit rot und vermute diese blau
>> grün Schimmer sind nur auf dem Foto
>
> Siehe Anhang. Eindeutig Farbbildröhre.

Richtig, es ist eine übliche 34er/14“ Farbbildröhre, die in Monitoren 
verwendet wurde, siehe Anhang.
Angehängte Dateien:
#7249723
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Matthias S. schrieb:
> Lt. Internet scheint es eine H-Frequenz von über 15kHz, aber unter 31
> kHz zu sein

widerspricht aber den

https://www.mikrocontroller.net/attachment/576791/Datenblatt_M34EDC_Philips.pdf

halten wir mal fest, wir raten alle immer noch hier rum!

Nicht mal der H.Hinz gibt klarere Auskünfte.

Das Einzige was nun klar ist scheint Color zu sein, welcher Standard 
immer noch nicht, die Ratereien reichen von FBAS über RGB & CGA bis VGA
Gast #7250022
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Joachim B. schrieb:
>
> Das Einzige was nun klar ist scheint Color zu sein, welcher Standard
> immer noch nicht,

Etwas mehr wissen wir schon. Irgendein VGA-Monitor wurde ja schon 
(irgendwie) angeschlossen und (angeblich) rollt das Bild nur von oben 
nach unten. Das deutet daraufhin, dass die 
Zeilen-/Horizontalsynchronisation möglich ist und nur die 
Bild-/Vertikalsynchronisation fehlt.
#7250028
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Old schrieb:
> Irgendein VGA-Monitor wurde ja schon
> (irgendwie) angeschlossen und (angeblich) rollt das Bild nur von oben
> nach unten. Das deutet daraufhin, dass die
> Zeilen-/Horizontalsynchronisation möglich ist und nur die
> Bild-/Vertikalsynchronisation fehlt.

stimmt:

Wenn die Aussagen stimmen dann liegt >=31kHz horizontal vor und der 
vertikal Impuls ist falsch oder zu klein oder nicht vorhanden, 
vielleicht muss man ein Amplitudensieb eine Synchronabtrennstufe 
nachbauen und den V-Impuls passend nachliefern, oder ihn suchen und 
finden und dann passend nachliefern.
#7250665
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Also meine erste Suche ergab, dass der Zeilentrafo aus einem 
Wasserkocher ist ...
Die zweite Suche ergab, dass es einen Ersatztypen gibt - welches ein 
Staubsaugerbeutel ist ...
Aber alle guten Dinge sind drei:
Der Trafo ist ein Teil, welches auch in TV-Monitoren verbaut wurde. Also 
15kHz.
Mit einem Monitor/TV mit Scart-Anschluss wird man vermutlich weiter 
kommen.

Gruß
Jobst
Gast #7250786
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Jobst M. schrieb:
> Dann würde ich nun mit dem Scope die H/V Timings messen.

Nach 70 Diskussionsbeiträgen wird es auch allmählich Zeit. Eigentlich 
macht man das bevor man überhaupt fragt welchen Monitor man anschliessen 
könnte. Aber das ist wohl zu technisch gedacht, auf die Art bringt man 
keine Endlosdiskussion zum laufen, weil das Problem womöglich gleich 
gelöst wird, und wer hat da schon Interesse daran.

Georg
#7254608
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Dirk J. schrieb:
> Florian K. schrieb:
>> Tauche hier (mal/schon wieder) in völlig unbekannte Gewässer ein.
>>
>> Also es geht um einen Röhrenmonitor von einer Dreh oder Fräsmaschine.
>> Tut aber eigentlich nichts zur Sache.
>
> Lass es einfach sein - oder bist du der Besitzer?

Ne, aber der Besitzer ist ein guter Freund, dem ich gern helfe, bzw 
versuche zu helfen.

Sorry, daß ich kurzfristig nicht mehr Infos bringen kann.
#7254838
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Dergute W. schrieb:
> Das Fehlerbild passt nicht gut zu "kaputtem Zeilentrafo". Wenn's der
> ist, riecht's eher komisch und/oder macht komische Geraeusche - bis
> irgendwas richtig kaputt geht, dann passiert eher temperaturunabhaengig
> garnixmehr.
Sehe ich auch so, aber im Zeilentrafo ist eine Hochspannungskaskade 
verbaut
die Ärger machen kann, also Hochspannung mit geeigneten Tastkopf messen.
Vorsicht Lebensgefahr, stand aber oben schon.

Matthias S. schrieb:
> Ich vermute, das die Röhre selber schon sehr alt ist. Die emittiert nur
> noch wenig und wird am Ende der Lebensdauer sein. Man kann da nochmal
> mit einem CRT Regenerierer ran, aber das bringt oft nur ein paar Monate.
> Das Ding lief vermutlich viele Jahre während der Arbeitszeit.
> Sicher spielen auch alte Elkos da rein. Ich bezweifele allerdings, das
> es nach einer Austausch Orgie die Röhre rettet.
An den Elko`s wird wahrscheinlich nicht liegen, eher an einer alten 
Röhre.
Ein Bildröhrenmessgerät wir ja wohl keiner mehr haben.
Mach mal ein Bild vom Bildschirm, wenn das Bild da ist, wahrscheinlich 
kann mann am Bild den Fehler sehen, zumindest ob die Röhre noch in 
Ordnung ist und was die Hochspannung sagt. Als ich noch als 
Fernsehklempner unterwegs war, haben wir 90 % der Fehler ohne messen 
erkannt.
HolgerR
#7254869
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Holger R. schrieb:
> im Zeilentrafo ist eine Hochspannungskaskade verbaut

Dürfte ein Diodensplittrafo sein (abwechselnd Wicklung/Diode in Reihe).

Was mir auffällt: Auf den Fotos sehen Chassis, der H-Trafo, das 
Anschlusskabel zum Anodenanschluss der Bildröhre und die Rückseite der 
Bildröhre recht sauber aus. Bei intensivem Gebrauch hätte es in diesen 
Bereich mehr Staub gegeben, der wird von diesen Teilen geradezu magisch 
angezogen. Da schafften TV's schon im Wohnzimmern mehr Staub. :)

Mich würde auch ein Foto vom Monitor im Betrieb interessieren, die Röhre 
kann ich mir bei diesen Fotos nicht ausgelutscht vorstellen.
Gast #7254927
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Rainer Z. schrieb:
> Was mir auffällt: Auf den Fotos sehen Chassis, der H-Trafo, das
> Anschlusskabel zum Anodenanschluss der Bildröhre und die Rückseite der
> Bildröhre recht sauber aus. Bei intensivem Gebrauch hätte es in diesen
> Bereich mehr Staub gegeben, der wird von diesen Teilen geradezu magisch
> angezogen. Da schafften TV's schon im Wohnzimmern mehr Staub. :)

Dort wo solche Maschinen stehen ist Pressluft nicht weit.
Gast #7257057
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Florian K. schrieb:
> - Es geht ewig, bis ein Bild kommt, bzw. scharf wird

Bauteile altern. Die Fokusspannung stellt sich verzögert ein oder die 
Bildröhre ist taub = Verschlissen.

Heizspannung feststellen und Emission erhöhen in Voltstufen - Das kann 
man einige Male wiederholen und den Tod um einige Jahre verzögern.

Florian K. schrieb:
> Er hat schon versucht einen "modernen" Flachbild anzustöpseln (VGA)
> Da läuft das Bild dann von oben nach unten. Gesehen hab ich das leider
> nicht, aber laut ihm unbrauchbar.

Die Vertikalsync stimmt dann nicht überein, aber ohne Film keine Analyse 
:(
Beitrag #7257060 wurde von einem Moderator gelöscht.

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