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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wireless LAN erlaubte Sendeleistung


Autor: Michael (Gast)
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Hallo!!

Ich habe da mal eine Frage:
Soweit ich weiss darf man ein WLAN nur mit maximal 100mW Sendeleistung 
betreiben.

Wir müssen aber eine weite Strecke (ich schätze es sind etwas weniger 
als 10km) überbrücken. Wir haben schon Richtantennen im Einsatz, aber 
die Datenrate ist sehr niedrig (2 MBit).
Da die Richtantennen 16dBi verstärken mussten wir die Sendeleistung 
(TX-Power) der Accesspoints herunterschrauben, so dass nicht mehr als 
100mW bzw. 20dBm rauskommt.

Wir haben mal probiert, die Sendeleistung der APs auf 20dbm eingestellt 
zu lassen. Somit hatten wir dann 20dBm + 16dB - 4dB (Kabelverluste + 
Blitzschutz + Stecker) = 32dBm!
Da hatten wir auf einmal 54MBit!
Da es ja so nicht erlaubt ist, haben wir es nur kurz getestet.

Gibt es eine Möglichkeit, legal mit mehr Leistung zu senden (Anmeldung 
bei der BNetzA, Lizenz)?
Ein Bekannter meinte, dass man mit einer Amateurfunklizenz das machen 
könnte.

Ich habe schon versucht, Informationen darüber von der BNetzA zu 
bekommen, aber auf EMails bekomme ich keine Antwort und per Telefon habe 
ich den zuständigen nicht erreicht.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Solange es sich nur um amateurfunkmäßige Mitteilungen und technische 
Versuchssendungen handelt, ist lizensierten Funkamateuren das Senden in 
verschiedenen digitalen Betriebsarten innerhalb der Amateurbänder 
erlaubt. Die WLAN-Frequenzen liegen (leider) großenteils im 
13cm-Amateurband das von 2320 bis 2450 MHz geht, WLAN soweit ich weiß 
2400 bis 2480.

Die Bündelung der Empfangsantenne ist für WLAN nicht eingeschränkt, also 
ein Gitterparabol mit 20dB Gewinn über Dipol ist zulässig.

Autor: Thomas Schildknecht (Gast)
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Leider ist diese Aussage nicht korrekt. Bei 2.4GHz wird die Abgestrahlte 
Leistung (EIRP) mit max 20dbm gesetzlich reglementiert. Das ist die 
Sendeleistung + der Antennengewinn. Deshalb kann man Richt- antennen mit 
Antennengewinn nicht legal an einem AP betreiben wenn dann EIRP über 
20dbm liegt.

Es gibt nur einen legalen Weg wenn man einen Accesspoint mit 
Antennendiversity verwendet. (2 Antennenanschlüsse wovon einer nur zum 
Empfangen verwendet wird.) Die Empfangsantenne darf dann einen 
beliebigen Antennengewinn haben. Zu empfehlen ist bei der Auswahl einen 
Accesspoint auf die Empfängerempfindlichkeit zu achten. Hier 
unterscheiden sich die Geräte. Empfängerempfindlichkeit ist genausogut 
wie höhere Sendeleistung und Gewinnantennen. Die 
Empfängerempfindlichkeit erhöht sich wenn man die Datenrate reduziert 
was wiederum die Reichweite erhöht.

Auch als Funkamateur darf man nicht dauerhaft gegen maximale 
Sendeleistungen verstossen.

Waren die 10km mit 54Mbit tatsächlich die zu überbrückende Strecke oder 
ein reiner Test mit idealen Bedingungen?

Man darf nicht erwarten dass bei dieser Entferung eine 105 Verfügbarkeit 
besteht. bereits 99% bedeutet dass man im JAhr 3 Tage keine Verbindung 
hat. Ich würde nicht erwarten dass man über 80% kommt dass heisst 2 
Monate im Jahr keine Verbindung.

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