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Forum: PC Hard- und Software Notebook-TFT durch eines mit höherer Auflösung tauschen


Autor: Stefan M. (phreakshow)
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Servus mitnander!

Ich besitze ein Acer Travelmate 292LMi mit Radeon Mobility 9700 und 
einem XGA (1024x768) Panel. Da das für die Bildschirmgröße doch etwas 
grob ist, wollte ich mir ein SXGA+ Panel einbauen, denn dieses Notebook 
wurde mit beiden Panels verkauft.

Soweit zur Idee; vor kurzem hab ich dann bei eBay ein Panel aus nem HP 
Omnibook 6100 entdeckt, welches laut längerer Recherche pinkompatibel 
mit einem Ersatzdisplay für das Travelmate sein sollte.
Logische Folgerung, a=b und b=c, also a=c gezogen und zugeschlagen...

Nun sitze ich hier mit meinem zerlegten Travelmate und es sieht eher 
madig aus.

Das "neue" Panel zeigt ein Bild, BIOS und Windows-Bootscreen werden 
dargestellt wie üblich. Sobald aber Windows geladen ist, wird das Bild 
grottenschlecht. Schriften sind nur mit viel Erfahrung und Phantasie 
lesbar. Bild ist aber nicht verzerrt, sieht nur irgendwie nach 
vertikalem Halbzeilenmodus aus :)

Dann hab ich mir beide Datenblätter ergooglet, eines davon ist 
angehängt.
Auf Seite vier ist die Belegung abgedruckt. Das Datenblatt des andren 
Panels ist ähnlich. Einzige Unterschiede:

-Pin vier bis sieben sind nicht belegt (imho nicht unbedingt nötig, 
oder?)
-die Signalleitungen von odd und even Pixel sind jeweils vertauscht 
(also odd steht bei even und umgekehrt)

Ansonsten ist die Belegung gleich.

Die Frage ist jetzt, soll ich das versuchen umzubauen oder exisistiert 
unter Garantie keine Chance, dieses "eBay"-Panel am Laptop zu betrieben?
Hat jmd weitere Informationen, die jetzt hilfreich wären?

Gruß Stefan

Autor: Stefan M. (phreakshow)
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Noch was:

Ich hab das Kabel zum Panel zerlegt, da sind nur vier Adernpaare drin, 
die even-Signalleitungen.

Wird es was bringen die dort abzulöten und an die odd-Leitungen zu 
hängen, oder wird das Bild trotzdem schlecht bleiben weil jetzt die 
even-Informationen fehlen?

Autor: akw (Gast)
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Wenn Bootscreen und Bios noch richtig angezeigt werden, hast du dann 
auch schonmal an Treiber gedacht?

Autor: Stefan M. (phreakshow)
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Ja, das war mein erster Anhaltspunkt, ein falscher Treiber

Deswegen die Treiber von Monitor und Grafikkarte mehrmals neu 
installiert, keine Änderung. Dann noch eine Knoppix-LiveCD gebootet, 
gleiches Bild wie unter Windows.
Deswegen schließe ich ein Softwareproblem mal aus...

Gestern abend wollte ich anfangen den Stecker des alten Displays an die 
Belegung des neuen anzupassen. Dabei fiel mir auf, dass der alte Stecker 
garnicht voll belegt ist. Die Leitungen für die odd-Leitungen fehlten. 
Das würde auch erklären warum das Bild so unscharf und unvollständig 
angezeigt wird, auf höheren Auflösungen.
Ich suche jetzt mal nach einem passenden Kabel...

@dms:
Das hat imho mit dem Graka-Bios nichts zu tun. Denn die Graka bringt die 
Auflösung ja.

Gruß

Autor: Nachdenklicher ... (dms)
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@Stephan - jeep die Graka muss nicht wissen wieviele Pixel das Display 
hat ... worin liegt sonst der Unterschied bei gleichem Chipsatz und 
komischen krummen 16:9 Display-Pixelzahlen?

Autor: Stefan M. (phreakshow)
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Ich nehme an der erste Satz war ironisch gemeint?
Muss eine Desktop-Graka wissen was für ein Monitor angeschlossen ist?
Sie "liefert" das Bild, wie das dargestellt wird, dafür ist doch nicht 
die Grafikkarte verantwortlich, oder erzähl ich hier grad Käse?

Das ist kein 16:9 Verhältnis am neuen Display, das sind beides 4:3 
Panels.

Der Unterschied liegt entweder nur am Kabel, welches nicht vollständig 
beschaltet wurde (und die billigste Alternative wäre ;)), und/oder an 
einem andren Controller am Mainboard des Notebooks.
Wobei ich einen anderen Controller ausschließe, sonst wäre doch das 
Panel gänzlich inkompatibel?

Danke für eure Antworten, freue mich auf weitere!
Gruß Stefan

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Muss eine Desktop-Graka wissen was für ein Monitor angeschlossen ist?
> Sie "liefert" das Bild, wie das dargestellt wird, dafür ist doch nicht
> die Grafikkarte verantwortlich, oder erzähl ich hier grad Käse?

Edamer, Gouda oder meinetwegen auch Greyerzer.
Bei der direkten Ansteuerung nackter TFT-Panels muss die Graphikkarte 
genaustens "wissen", welche Betriebsdaten das Panel hat, sonst kann sie 
es nicht ansteuern.
Bei Notebooks, die mit unterschiedlichen Panels vertrieben werden, wird 
entweder ein an das Panel angepasstes BIOS-Image oder aber eine von der 
Graphikkartenhardware auslesbare Konfigurationsschnittstelle 
(Dip-Schalter, Lötbrücken o.ä.) verwendet.

Egal, welche PC-Auflösung die Graphikhardware gerade verwendet, die 
Graphikhardware steuert das angeschlossene Panel immer mit seiner 
nativen Auflösung an. Die gegebenenfalls erforderliche Skalierung wird 
auch von der Graphikhardware durchgeführt, so daß das Panel immer mit 
seiner korrekten Auflösung angesteuert wird. Auch sorgt die 
Graphikhardware für das korrekte Timing, so werden TFT-Panels immer 
mit 60 Hz Bildwechselfrequenz angesteuert.

Du hast ein Notebook, dessen Graphikhardware ein XGA-Panel ansteuert. 
Also erzeugt die Hardware aus egal welchem Graphikmodus immer ein Bild 
mit 1024x768 Pixeln - auch aus dem "Textmodus".

Damit betrieben wird ein höherauflösendes Panel nur zu Teilen mit 
Bilddaten versorgt und sollte bestenfall rechts und unterhalb der 
genutzten Fläche eine schwarze oder mit Zufallsdaten gefüllte Fläche 
anzeigen.

Wenn das höherauflösende Panel eine völlig andere Art der Ansteuerung 
benötigt, dann geht die Angelegenheit erst recht in die Hose bzw. der 
Käse wird zum Harzer Handkäse.
XGA-Panels werden üblicherweise mit vier LVDS-Kanälen angesteuert, bei 
höherauflösenden Panels können aber auch mehr LVDS-Kanäle erforderlich 
werden und das Display beispielsweise in zwei parallel angesteuerte 
Hälften geteilt werden (bei recht alten XGA-Panels gab es das auch 
schon).
Ein solches Panel kann mit den Daten für ein einfaches XGA-Panel rein 
gar nichts anfangen.

Seeehr Verwunderlich ist, daß Deiner Aussage zufolge die 
BIOS-Startmeldungen dev Notebooks auf dem neuen Panel korrekt angezeigt 
werden; das kann eigentlich gar nicht sein bzw. Deine Interpretation 
dessen, was ein "korrektes Bild" ist, ist merkwürdig. Das Bild dürfte 
bereits hier exakt dieselben Fehl- bzw. Aussetzerscheinungen anzeigen, 
die bei höheren Auflösungen auftreten.
Auch dürfte der (Windows-) Graphikkartentreiber Dir auch nicht die 
native Auflösung des neuen Panels, sondern nach wie vor nur die des 
alten anbieten.

Das Problem kann natürlich trotzdem am Kabel liegen; es ist nicht 
auszuschließen, daß die von mir erwähnte Konfigurationsschnittstelle der 
Graphikkarte aus einigen Kurzschlussbrücken im zum jeweiligen Panel 
gehörenden Displaykabel besteht.

Autor: Stefan M. (phreakshow)
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Danke für deinen sehr informativen Beitrag (nein, das war NICHT ironisch 
gemeint)!

Das bringt mich schonmal weiter. Wie du sagtest wird das XGA mit vier 
LVDS Kanälen angesteuert, das deckt sich mit der Belegung des Steckers 
wie er verbaut war.

Im Datenblatt für das SXGA+ stehen doppelt so viele Kanäle, eben acht. 
Das passt zusammen, denn es wird das Bild in einer Art vertikalem 
Halbzeilenmodus dargestellt, ganze Spalten sind dunkel.
Das Bild wird aber auf dem kompletten Panel dargestellt, also es gibt 
keine komplett schwarzen Flächen!
Der Windows-Treiber bietet mir die "neue" Auflösung an, 1400x1050. Auch 
die Linux LiveCD schaltet automatisch auf 1400x1050 um!
Daraus schließe ich, dass lediglich die zusätzlichen Datenleitungen für 
die weiteren Pixel im Kabel fehlen.

Denn Acer hat damals dieses Notebook mit beiden Displays verkauft. Es 
wäre doch nur wirtschaftlich sinnvoll, wenn zwischen beiden Geräten nur 
geringe Unterschiede bestünden, zB identische Mainboards.
Das lässt mich hoffen, dass es mit dem Anschluss eines andren Kabels 
getan ist.

Wo würdet ihr so ein Kabel kaufen? Ich kann ja nicht irgend ein 
x-beliebiges 30 poliges Kabel nehmen, LVDS ist da ein "bißchen" 
anspruchsvoller ;)

Danke, Gruß Stefan

P.S.: Ich hab mal ein Bild gemacht, das verdeutlichen soll was ich mit 
dem Halbzeilenmodus meine:
http://mitglied.lycos.de/phreakshow/Bilder/100_1167.JPG
Das vertikale Streifenmuster ist erkennbar!

Autor: Nachdenklicher ... (dms)
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> Denn Acer hat damals dieses Notebook mit beiden Displays verkauft. Es
> wäre doch nur wirtschaftlich sinnvoll, wenn zwischen beiden Geräten nur
> geringe Unterschiede bestünden, zB identische Mainboards.
> Das lässt mich hoffen, dass es mit dem Anschluss eines andren Kabels
> getan ist.
>
....deshalb mein Bioshinweis

Autor: Stefan M. (phreakshow)
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Zur Aufklärung, hab diesen Thread ganz vergessen...

Ich habe das Problem gelöst, indem ich das Gehäuse des mainboardseitigen 
Displaysteckers aufgeötet habe. Dort fand ich noch vier unbestückte 
Lötpads.
Dann habe ich vier weitere Adernpaare dort angelötet, dsa andre Ende am 
displayseitigen Stecker mit jeweils einem Massepin nach zwei Datenpins.

Und es funzt. Es funzt einfach einwandfrei :)

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