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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Empfehlung für eine Lötausrüstung (Anfänger)


Autor: Matthias (Gast)
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Hallo,

ich würde gern erste Versuche mit der Mikrocontroller Programmierung 
anstellen und mir dazu eine einfache Schaltung für einen ATmega8 (wie im 
AVR-Tutorial beschrieben) aufbauen. Leider habe ich nur sehr geringe 
Löt-Erfahrung (bisher habe ich nur mal gelegentlich ein Kabel 
umgelötet). Welche Ausrüstung ist für den Anfang zu empfehlen, ist eine 
regelbare Lötstation zu empfehlen? Wieviel Watt sollte ein Lötkolben für 
diesen Zweck haben? Welches Lötzinn ist das richtige?
Auch für Hinweise auf entsprechende Webseiten währe ich dankbar.

Grüße,

Matthias

Autor: Hansi Lein (fabian87)
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MULTITIP 920BD

den hab ich schon ewigkeiten und löte damit auch smd!

Autor: Jens P. (jmoney)
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Hi,

für eine Schaltung aus dem Tutorial würde ich noch keine Lötstation 
anschaffen. Ich hab meine ersten Aufbauten auch mit nem 25W Ersa oder 
nem gleichstarken 3Euro-Lötkolben gebastelt. Das geht auch, solange man 
die Spitze mit nem feuchten Schwämmchen richtig sauber hält. So ein 
Kolben ist halt ohne Last etwas heißer als ne Station und unter Last 
(Massefläche) bricht er in der Temperatur schnell ein.
Verbruzzelte Bauteile hatte ich trotzdem nie. So empfindlich, wie alle 
schreiben, sind Halbleiter gar nicht..
Wichtiger für schnelle Erfolge ist die Ausrüstung drumherum. Zum 
Beispiel eine Entlötsaugpumpe. Von den beiden die ich hab finde ich die 
Edsyn Soldapullt 750 LS besser als die Ersa Vac3 oder Vac5 (weiß nicht 
mehr genau;) Letztere saugt einfach nicht so stark..
Misslungene Lötstellen, bei denen das Flussmittel schon verraucht ist, 
kann man durch Zugabe von Flussmittel reparieren. Da hab ich den FL 88 
Fluxi von Edsyn. Das ist ein sehr dünnflüssiges Flussmittel in einem 
Stiftförmigen Spender. Ich komm gut damit zurecht und es hält 
erstaunlich lange. Einige Leute schwören aber auch auf "Löthonig" von 
Conrad. Der ist wohl etwas zäher. Alternativ kannste dir auch ein 
Döschen Kolophonium zulegen und in Alkohol lösen. Ich hab's ausprobiert 
und fand es sehr unpraktisch. Die paar Euro für den Flussmittelstift hab 
ich nicht bereut.
Lötzinn nimmste am besten das gute alte bleihaltige, solange du deine 
Geräte nicht offiziell verkaufen willst. Lässt sich einfach leichter und 
bei niedrigeren Temperaturen löten. 1mm ist ok für fast alle 
Anwendungen. Ich hab auch noch ne Rolle 0,5mm aber benutz sie kaum..
Weiterin nützlich sind ein paar Abschnitte Loch- oder Streifenraster und 
ein Breadboard, damit man nicht für alles gleich zum Lötkolben greifen 
muss.
Was man auch sehr selten liest, ist eine Lötrauchabsaugung. Ein 
12cm-Lüfter, der den Qualm einfach wegsaugt und im Zimmer verteilt, 
verringert die Konzentration bei offenem Fenster schon ganz erheblich. 
Ansonsten kann's schon mal im Hals kratzen, wenn man länger am Stück 
lötet.

Wenn du dich dann entschließt, bei dem Hobby bleiben zu wollen und öfter 
mal was zu basteln, dann ist eine Lötstation nicht verkehrt. Ich hab 
eine EP5 von Reichelt. Ich find die schon um Längen besser als so ein 
ungeregelter Kolben. Ich hatte leider noch keine Gelegenheit, teurere 
Weller- oder Ersa- oder sonstwas zu testen aber diejenigen, die sie 
kennen, schwören hier im Forum darauf.

Autor: Winfried (Gast)
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Such mal, die Frage kommt immer wieder. Stichwort Ersa, Weller, 
Lötstation...

Autor: Matthias Ochs (oxo)
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Danke für die ausführlichen Hinweise. Ich habe schon eine Bestellung 
losgeschickt um mich mit dem Nötigsten zu versorgen ;-)

Gruß,

Matthias

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