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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Navtex


Autor: Joachim ... (zinnkruemel)
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Soooo ... Jungens, nun gehts langsam wieder los. Herbstzeit ist 
Bastelzeit.

Ein befreundeter Funkamateur und ich hatten im Sommer die verrückte 
Idee, daß es doch ganz nett wäre, wenn wir uns einen eigenen 
NAVTEX-Receiver zusammenfrickeln würden... wobei die Arbeitsteilung es 
vorsieht, das jener die HF-Seite übernimmt und ich den Rest (Umsetzung 
auf ein Display) übernehme. Unter dem Link:
http://www.busse-yachtshop.de/da_furuno-nx-300.html
ist so ein schnuckeliger Empfänger zu sehen.

Konzept:
- 12V Betrieb, evtl 6V batteriebetrieben
- LCD-Display oder Matrix-Display 128x64
- Tasten für up/down, Enter etc.
- integrierter HF-Empfänger 512kHz
- Decodierung des FSK-Signals mit NE567 (eine PLL für NF)

Speicher: Der Furuno hat Platz für 28.000 Zeichen. Erst dachte ich das 
sei verschwenderisch; wenn man aber bedenkt das eine Aussendung bis zu 
500 Zeichen lang sein kann und evtl. alle paar Minuten eine neue 
Wettermeldung reinkommt ist der Speicher im ungünstigsten Fall 
vielleicht schon nach ein paar Stunden voll (Speicher als Ringpuffer 
ausgeführt).

-8-Bit uC PIC18 oder 8051-Derivat (Atmel eher nicht, keine Erfahrung, 
keine Hardware-Programmierumgebung)

Das war's im Groben in Sachen Hardware.

Das Bit-Stuffing:
Das Protokoll Forward-Error-Correction sieht nur ein 7-bit Zeichen vor, 
von Start-und Stopbits ist leider weit und breit nichts zu sehen; 
lediglich ein ''ZCZC'' am Anfang einer jeden Aussendung könnte man als 
Bezugspunkt für eine Art Synchronisation verwenden... Hm. Hat jemand 
eine bessere Idee?

Speicher:
Wie schließt man am Besten ein externes paralleles 32kB RAM am PIC an? 
Die Doku beschreibt, daß ein Port des PIC18 als Datenport konzipiert 
ist. Wie aber soll die Adressgestaltung aussehen? Schließlich brauche 
ich noch einige I/O für das allgemeine Handling, d.h. zwei Ports für die 
Adressleitungen zu opfern ist sehr schade. Irgendwie ginge wohl auch 
multiplexen oder so ('373?) oder ansteuerern eines 
seriell/parallel-Schieberegisters ('595). Gibt es eine einfachere 
Lösung? Serielle RAMs mit I2C?


Joachim

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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Hallo Joachim,

sehr schönes Projekt!!

>Das Bit-Stuffing:
>Das Protokoll Forward-Error-Correction sieht nur ein 7-bit Zeichen vor,
>von Start-und Stopbits ist leider weit und breit nichts zu sehen;
>lediglich ein ''ZCZC'' am Anfang einer jeden Aussendung könnte man als
>Bezugspunkt für eine Art Synchronisation verwenden... Hm. Hat jemand
>eine bessere Idee?

Schau Dir mal bitte genau den Aufbau des Protokolls bzw. der Datenbits 
an.

Jedes Zeichen wird sicherlich mit einem Start-Bit versehen sein.

Denn irgendwie muss man ja erkennen, wo ein Zeichen beginnt.



> Speicher:
> Gibt es eine einfachere Lösung? Serielle RAMs mit I2C?

65K I2C EEPROM (ST24C512). Lässt sich aber nicht unendlich oft 
beschreiben.


Gruß

Bernhard

Autor: crazy horse (Gast)
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falls häufiges Schreiben (und was für mich meist noch wichtiger ist: 
kurze Schreibzeiten):
http://www.ramtron.com/
Gibts inzwischen bis 512kBit, sowohl für SPI als auch I2C. Sind einfach 
genial die Teile

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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@ crazy horse

>genial die Teile

woher bekommt man diese und was kosten sie?

Autor: crazy horse (Gast)
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für den kleinen Bedarf gibts Muster. Segor hat auch ein paar Typen, ich 
kaufe meine bei MSC.

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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Man bräuchte quasi einen Mittelwellenempfänger, ein XR2211 als 
FSK-Demodulator, ein AVR, Speicher, Display und paar Tasten.

Klingt interessant.

Autor: Frank W. (frankw) Benutzerseite
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> Ein befreundeter Funkamateur und ich hatten im Sommer die verrückte
> Idee, daß es doch ganz nett wäre, wenn wir uns einen eigenen
> NAVTEX-Receiver zusammenfrickeln würden

Ein tolles Projekt.
Ich hoffe doch sehr, dass Ihr es hier vorstellt, wenn es soweit ist.
Das würde mich - und sicher nicht nur mich - sehr interessieren.

Ich weiss nicht wie weit Ihr schon seit ....
Unter http://sourceforge.net/project/showfiles.php?group_id=82362
findet Ihr z.B. hf - linux ham pactor soundcard program
Darin ist Amtor mit FEC implementiert. Vielleicht kann man ja dort was 
abschauen.



Gruss
Frank

---
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Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Hi,
die FSK-Demodulation kann der uC gleich miterledigen, oder?
N4TXI hat da schon mal was gemacht (APRS).
http://www.knology.net/~gdion/whereavr.html
APRS zwar was ganz anderes, aber die FSk_demodulation könnte man sich 
abschauen...
Viele Grüße
AxelR.

Autor: Joachim ... (zinnkruemel)
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Huch...! Soviel Resonanz innerhalb weniger Stunden...:-)

Hallo Frank, yep - ich habe mich bereits mit Tom Sailer in Verbindung 
gesetzt, allerdings hat er schon ziemlich viel darüber vergessen, der 
Ursprung liegt ja bereits schon 10 Jahre zurück...


>http://www.ramtron.com/
Danke für den Tip mit den seriellen RAMs, ich werde mir wohl ein paar 
Samples zuschicken lassen.
Die Idee mit dem XR2211 gefällt mir gut, der Demodulator kann auch den 
Tonträger erkennen. Ich werde mich heute abend mal einlesen.

Paul Stoffregen hat für seinen mp3-Player ein 24x8 Char LC-Display 
genommen (vermutlich ein Telefondisplay, gibt's in Europa bei voti.nl) 
und läuft mit einem 8051. Der Source ist offen und es sollte wohl 
möglich sein, alles mit in das ROM mit reinzupacken. Hat jemand hier 
zufällig schon etwas damit gemacht?


Mal was anderes:
Wie seht ihr grundsätzlich Yachtelektronik als Absatzmarkt? NMEA2000 
basiert auf dem CAN-Bus, ist also nicht wirklich was neues. Induktive 
Wasserstands/Dieselsensoren etc. sollten sich vielleicht sogar am 
Standort D. herstellen lassen können, zumal ich glaube das Yachties noch 
eine der wenigen Menschen sind, die ein paar Euro übrig haben. 
Allerdings verlangt nmea.org $3990.- nur alleine für die 
Protokollspezifikation. Uff. Damit wird kleinen Unternehmen das Wasser 
abgegraben. Auffällig ist, daß sich Bootsbau in Europa gut etablieren 
konnte, Elektronikhersteller scheint's aber nicht viele zu geben... 
vieles ist in der Hand unserer amerikanischer Freunde...



Joachim

Autor: Frank W. (frankw) Benutzerseite
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> Paul Stoffregen hat für seinen mp3-Player ein 24x8 Char LC-Display
> genommen (vermutlich ein Telefondisplay, gibt's in Europa bei voti.nl)
> und läuft mit einem 8051.

Hmm habe eben mal geschaut.
Ds steht :   LCD-04 niet meer in voorraad


Autor: Joachim (Gast)
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Hi zusammen,
ich möchte die Decodierung der 170Hz Shift des FSK-Signals mit einer PLL 
(Exar XR2211, Bild im Anhang)) realisieren. Jedoch zeigt der 
Steckbrettaufbau der in dem Datenblatt angegebenen Schaltung auf eine 
Frequenzänderung an Pin 2 (NF in) überhaupt keine Reaktion; weder an Pin 
11 noch sonstwo (als ob der Eingang vom Phasendetektor getrennt wäre). 
Oder mache ich einen  wüsten Denkfehler, wenn ich glaube das die 
Eingangsfrequenz für Pin 11 einen Einfluß hat? Der IC scheint i.O. zu 
sein, der VCO schwingt nach Vorschrift und ist laut Schaltung zwischen 
1000 und 2500 Hz einstellbar. Pin 5 u. 6 schalten im Takt des VCO um. 
Vermutlich ist dies ein Folgefehler der PLL...

Joachim

Autor: Michael (Gast)
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Hasst du mal bei www.kolumbus.fi/oh2aun geschaut?  Er hat genau das was 
du wollst schon gebaut.   Die Idee der 8 kB Speicher eines graphisches 
Display zu verwenden is nett!  (Billiges Display bei 
www.vandijkenelektronica.nl zu bekommen)
Ich habe versucht es nach zu bauen, aber die Dekoder tut es leider 
(noch) nicht.  Meine ZF habe ich auf 1,5 Khz gelegt, damit ich den 
Empfanger testen kann mit z.B. SeaTTY oder MixW.  Ich habe mal in die 
Software geschaut, denn bei eine abweichende ZF muss da was geaendert 
werden natuerlich. Ich glaube uebrigens nicht dass die SW Dekoder 
zuverlaessig ist.  Ich habe noch einige NE567 herumliegen und werde mal 
eine Testafubau damit machen.
Viel spass mit dem Projekt
Michael PE1ROK

Autor: Frank W. (frankw) Benutzerseite
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Joachim Xxx wrote:
> Soooo ... Jungens, nun gehts langsam wieder los. Herbstzeit ist
> Bastelzeit.

Hallo Joachim,

so, der Herbst ist nun vorüber :-)
Nein - im ernst.
Wie geht es denn Deinem Projekt.
Würde mich interessieren zu hören wie es vorangegangen ist.
Gibt es das Projekt noch ?

Gruss
Frank
---
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