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Forum: PC Hard- und Software Gute alte Zeiten :)


Autor: Johannes A. (Gast)
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Nachdem sich jemand in einem anderen Thread darüber aufgeregt hat, dass 
sich einige Leute, meinereiner inklusive, etwas off-topic "von damals" 
und ihren ersten Rechnern mit 8080, Z80, 6800 und 6502 erzählt haben, 
mache ich jetzt mal einen neuen Thread auf, der für alles, was jünger 
als 25-30 Jahre ist und mehr als 8Bit hat "streng verboten" ist. :-)

Ich wünsche allen, die sich beteiligen, viel Spaß.

Gruß Johannes

Autor: Wolfgang Weinmann (Gast)
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Hallo,

mein erster Rechner war ein VC20 und dann ein Apple II. Auf den Apple 
war ich damals richtig stolz. Damit began dann auch meine 
Computerkarriere, indem ich damals die Bücher von Rodnay Zacks gelesen 
habe. Die hatten außen wunderbare Phantasie-Bilder von irgendwelchen 
Prozessoren drauf und der Inhalt war meineserachtens spitzenmäßig.

Damals konnte man ein System noch voll im Griff haben - heute bin ich 
froh, wenn der PC mich nicht in den Schwitzkasten nimmt. Richtig 
durchblicken - ich meine wirklich das komplette System - kann man da 
heute eigentlich nicht mehr.

Gruß

Wolfgang

BDK - Brushless Development Kit
www.ibweinmann.de

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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1. Rechner C64, später dann mit Floppy;
2. Rechner Atari St 1040, später dann mit einer 20 MB Seagate 
Festplatte.
3. Rechner Vobis PC 1 MB Ram, 40 MB Platte

ja ja, wie die Zeit vergeht.

MW

Autor: Sebastian Heyn (Gast)
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Mein erster Rechner war ein KC87, später dann ein KC85/ äähh 3 glaube 
ich. der 87er hat nach der Wende nur noch 80 Mark neu gekostet, und der 
85er war ausrangiert von der Stadtverwaltung... Von C64 und 
Atari-dimensionen war nicht
Dann kamen lange Zeit nur Sega-konsolen, bis ich meinen ersten 286er 
hatte.
der KC87 war lange zeit nach der Wende noch unterrichtsgegenstand bei 
uns in der Schülerakademie. Da gab es auf einmal spiele und 
erweiterungen noch und nöcher.

Autor: Thorsten (Gast)
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Der 1. Rechner war natürlich ein C64!

Die Liebe ist ungebrochen, habe inzwischen 2 Stück und programmiere
Assembler Spielereien mittels CrossCompiler ACME für den guten alten
MOS6510...

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>jemand in einem anderen Thread darüber aufgeregt

Sollte ich damit gemeint sein:
Nein, aufgeregt habe ich mich bestimmt nicht. Ich finde es nur klasse, 
wie man von einem Thema (serielle Schnittstelle unter Bascom) zu 
"Heim"-Computern der ersten Generation übergeht.

1. Rechner: Apple ][ kompatibler mit 2 Diskettenlaufwerken (und grünem 
Monitor), steht noch bei mir im Schrank...(Z80 Erweiterungskkarte, 
80Zeichen-Karte, 128KB Speichererweiterung...) 1-2MHz Taktfrequenz
2. 386SX mit 1MB RAM, 40MB Festplatte und Schwarz-Weiß-VGA-Monitor (Der 
Monitor ist auch noch in meinem Besitz, und funktioniert noch).
3. 486DX2-66 mit 16MB, 540MB SCSI-HD, 2fach CD-LW und VLBus, 16MHz, 
15"-Belinea Monitor
augerüstet auf
4. Cyrix 166+ (16MB RAM?), 133  "echte" MHz, 3,5GB SCSI-HD (IBM, 
Quantum, Conner; in umgekerhter Reihenfolge gestorben...), Elsa 
S3Virge-GraKa, Yamaha CDRW4416S (CD-Brenner)
5. Athlon 700 (Slot-A, weil ja zukunftsicher, so wie VLB...eher 
museumssicher...) 256MB RAM, 10GB ATA-IBM-HD...Matrox G450MAX-DH
6. P4-3000 1GB RAM, inzwischen >1TB HD, irgendne Monstergrafikkarte 
wegen Directx9...

Bis zum Athlon waren die alle passiv gekühlt, wobei der Apple auch schon 
recht warm wurde...

Der Thread gehört aber eigentlich eher ins Offtopic.

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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Hihi, auch mein erster war ein C64. Er funktioniert noch einwandfrei und 
auch sämtliche Disketten sind noch lesbar. Was ich von den 
3,5"-Disketten meines PCs definitiv nicht sagen kann.

Autor: SiO2 (Gast)
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Atari800XE, selbst aufgerüstet auf 130XE.
Richtig guter 8Bitter. Hat sogar nen Kurzschluss aufm Adress/Datenbus 
ausgehalten, als mein  selbst gebauter Eprombrenner schief drin steckte.
Meiner Meinung nach im Handling besser als C64. flame ;)
Ein paar 800XL sind nachher noch dazugekommen.

Autor: Mario (Gast)
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Mein ersten Rechner kaufte ich 1990 oder 1991 im Quelle-Katalog: ein 
286er mit 1MB Ram, 52MB Quantum-Platte und 8/16Mhz Taktfrequenz - das 
war high-end damals!
Allerdings war ich vorher schon immer bei einem Kumpel, der einen 
Robotron PC1715 (glaube ich) hatte - ein XT-Rechner 8088 mit 4.77Mhz, 
schon mit MFM-Platte und TEAC-Floppys. Darauf lief irgendso ein DDR-DOS 
und verschiedene abgekupferte Programme wie REDABAS (dBase-Klon) oder 
TPAS (Turbo Pascal-Klon).

Mich würde interessieren, ob jemand noch in der DDR 
entwickelte/abgekupferte Software kennt?

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

die erste Schaltung war der Elektor Junior Computer mit einem 6502.

Dann kam ein Z80 mit 8MHz auf Europakarten mit ECB-Bus und CP/M als OS.
Mit einer 256KB Eprom-Floppy, 1MB Ram-Floppy, 2x 8"Floppy und 1x 5,25" 
Floppy und einem Bios in dem man ca. 1000 Diskettenformate einstellen 
konnte.
Dagegen waren die ersten XTs am Lehrstuhl mehr als lahm.
Mit Turbopascal und Wordstar und dem OS auf der Eprom-Floppy hatte man 
sogar das Erlebbnis das der Rechner bereits auf Eingaben wartete bis der 
Bildschirm warm war.
 Ein Teletype mit 110 Baud hat auch einen gewissen Charme.

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Hab gerade gemerkt, dass ich gar nicht gemeint war...
Zum Thema Kosten vielleicht noch eine Anmerkung:
Apple ][ 1984/85: 1500 DM
386SX-16 1992/93: 750 DM
486DX2-66 1994: 3900 DM
Aufrüstung auf CY166+ 1997 ~800 DM (Mainboard, CPU, Graka)
                            800 DM CD-Brenner
Athlon 700 ??? (~1000 DM? Weiß ich echt nicht mehr)
P4-3000 1150 Euro (Grund-Aufrüstung)

Autor: Dieter D. (Gast)
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Ein Robotron A7150 (CM1910?) war mein erster Rechner (hab ich immer 
noch). Mit 4,xxx MHz, 512kByte RAM, 20MB 5 1/4 Zoll HDD und 2 x 5 1/4 
Zoll Floppy und grünem Monitor. Ein echt schweres Teil. Natürlich war da 
mal ein Robotron DOS drauf. Durch Virenbefall ist jetzt ein MS3.3 drauf.

Das geniale war...da gab es mal so ein Programm....das simulierte eine 
Waschmaschine..wässern, waschen, trocknen.
Bei meinem Kumpel (268er mit PC Speaker) kamen lustige Töne aus dem 
Speaker). Bei mir rödelte die Festplatte rythmisch. Beim "Modus 
Trocknen" so, wie wenn die Bahn über die Gleise rollt. Aber die Platte 
geht noch. :-)

MfG!

Autor: Marko (Gast)
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Ich hatte den Megaeinsteiger Computer ...
Ein ... Trommelwirbel .... C16/+4
der hatte über Funtktionstasten aufrufbar
diverse eingebaute Software, u.A. eine
Textverarbeitung ... wow

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Apropos Virenbefall: Erster Kontakt auf einem XT in der Schule der 
"Stoned Virus"

Auf dem Amiga gab es auch einen netten Virus: Da kam ein Monster auf den 
Bildschirm und verlangte nach einem Keks - und zwar solange, bis man ihm 
einen (virtuellen) gab...

Autor: Konrad Z. (Gast)
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Keiner da, der einen 4-Bit-Rechner mit Röhren aufgebaut hat - ääh, 
zumindestens versucht hat?

6502, 8080 oder Z80 sind doch neumodisches Zeugs!


Wenn jetzt noch einer postet, das er einen Rechner mit Relais gebaut 
hat, erstarre ich in Erfurcht!

Autor: Browncoat (Gast)
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@Mario

Der PC1715 hatte einen U880-prozessor (Z80), keinen 8088. Festplatte 
hatten die garnicht und es lief CP/M drauf, bzw. die DDR-variante davon. 
Schätze mal du meinst einen EC1834 oder A7150, hatten aber beide nen 
8086 Prozessor.

Mein erster war ein C64, mit Datasette. Später kam eine Floppy, 
Epromkarte, Eprombrenner... dazu. Zwischendurch bekam ich noch nen 
KC85/4 geschenkt, war ja nach der Wende alles nichts mehr Wert :( Den 
hab ich heute noch. Dann kamen noch einige KC87 dazu, sollten auch alle 
weggeschmissen werden. Davon hab ich auch noch einige. Kurzzeitig ein 
A500, 1994 der erste PC (386, 4MB RAM, 280MB HD). Später aufgerüstet aus 
Computerschrott auf 486/50, der immer nach zehn Minuten abstürzte, dann 
nochmal nach ner halben Stunden danach lief er anstandslos. Dann P100, 
P200MMX, Athlon 500, aufgerüstet auf Athlon TB 800, dann Athlon XP1800, 
inzwischen XP2600+ @ XP3200+ .

Den C64 hab ich zwischendurch verkauft, ich Depp. Den A500 meinem Bruder 
vermacht, ich Depp.

Inzwischen stehen hier noch so ca. 20 A500, zwei A1200, drei A2000, 
diverse C64, diverse KC85/2/3/4 (mit Floppy, RAM, ADU, DAU, PIO, 
SIO-Modulen), diverse KC87 mit ebenfalls massig Modulen.

Zwischenzeitlich standen hier noch ein Robotron PC1715 und ein A7100 
rum, die ich allerdings nie zum laufen bekommen hab :( . Einen Atari 520 
hab ich letztens vom Schrott gerettet, einen Atari STFM und 1024FM 
(glaub ich) standen hier zwischenzeitlich auch mal rum. Zwei C128 (128 
und 128D) sind auch noch eingemottet.

Diverse A500 und C64 hab ich vom Schrott gerettet, den einen A1200 (mit 
HD und Turbokarte) auch, teilweise Komplettsysteme.

Reicht das fürs erste ?

MfG BC

Autor: tex (Gast)
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... nicht ganz aus Röhren und Relais, aber ich finde meinen Thomson T07 
schon recht antiquarisch. Der hatte immerhin schon so eine Art Maus, 
einen Stift, mit dem man Linien auf dem Bildschirm malen konnte ...
Inzwischen ist er aber den Weg alles Irdischen gegangen... wobei man 
sagen muss, dass es vermutlich das einzige Mal war, wo er wirklich 
gegangen ist.
Immerhin habe ich was von ihm zurückbehalten.
Ich mache einen grossen Bogen um alles, wo Thomson drauf steht ;-)

Autor: Patrick (Gast)
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Den ersten Kontakt hatte ich mit einem Apple ][e von einem Freund. 
Danach habe ich dann in der 'Heimcomputer'Abteilung eines Eletronik 
Geschäfts bei uns im Ort gestanden und Listings in die 
Ausstellungsstücke eingehackt. (ärgerlich war es, wenn man von einem 
Verkäufer verjagt wurde bevor man fertig war)

Dann habe ich mir einen C16 gekauft. Da es zu dem Zeitpunkt nahezu keine 
Programme für den C16 gab, habe ich viele Programme für andere 
Heimcomputer umgeschrieben und somit viel gelernt. Kurz nachdem der C16 
von Aldi populär gemacht wurde ist mein Gerät meiner Bastelleidenschaft 
erlegen.

Danach folgte ein Schneider Joyce. (Z80 - Betriebssystem CP/M) Aus 
meiner Sicht war der Rechner in Deutschland völlig unterschätzt. In UK 
hatte er im Hinblick auf die Popularität den C64 in den Schatten 
gestellt.
Als ich mir dann für den Joyce eine Festplatte kaufen wollte, musste ich 
feststellen, dass ich für das selbe Geld einen AT bekomme... und damit 
habe ich mich dann aus der 8Bit Welt verabschiedet.

Autor: dkm (Gast)
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Kennt jemand noch den Befehl "WAIT 6502" auf einem Commodore 30XX (geht 
auch auf 80xx und wahrscheinlich PET)?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Wie bereits erwähnt, mein erster Rechner war ein Jupiter ACE. Davor 
hatte ich (an der Schule) bereits Kontakt mit Apple ][ bzw. Apple //e 
(oh, und wie schick fand man es, deren Namen so zu schreiben). Basic, 
Pascal - dann aber weigerte ich mich, den Kram zu benutzen, weil man für 
das tolle UCSD-Pascal Unmengen von Disketten durch die Laufwerke 
schieben musste, immer und immer wieder. Dann kam kurzzeitig ein Forth 
("GraForth") und etwas 6502-Assembler.
Das Forth setzte sich dann ja auf dem Jupiter ACE fort(h).
Mit der Programmiersprache können nur Leute was anfangen, die 
HP-Taschenrechner mit der Muttermilch aufgesogen haben.

Ein PC-1500 von Sharp wurde kurzzeitig in Assembler (handassembliert) 
programmiert (gehörte mir nicht), und dann kam ein Rechner mit einem der 
besten, schönsten und tollsten 8-Bit-Prozessoren überhaupt, einem 6809.
Danach gab es einen selbstgestrickten 68K-Rechner, auf dem ein 
kommerzielles RTOS quasi "halblegal" lief. Bedienung war unixoid über 
ein serielles Terminal.
Naja, dann irgendwann hat sich die PC-Seuche eingeschlichen, erster war 
ein 10MHz-AT, dessen Motherboard ich geschenkt bekommen hatte, weil es 
"nicht ganz in Ordnung" war. Der Chipsatz war in fünf ICs im 
PLCC-Gehäuse untergebracht, und die Sockel auf der Platine waren aus so 
weichem Kunststoff, daß sie sich aufbogen und nur die Kontakte an den 
Ecken des Gehäuses halbwegs sicher funktionierten ...
Da folgten einige Stunden Freude an der Weller-Entlötstation, fünf neue 
Sockel eingelötet und der Rechner lief so stabil, wie sowas nur laufen 
kann.

Für wahnwitzige 1000 DM wurde dann ein 368-33-Motherboard angeschafft, 
das bis auf die Cache-Bausteine vollkommen Intelfrei war. Für Unsummen 
wurden da 16 MByte RAM 'reingesteckt (8 in SIMMs, 8 in SIPPs) und es 
lief -tadaa- Windows NT 3.1 darauf.

Danach ging es stetig abwärts ...

Autor: karadur (Gast)
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@Konrad Z

wir hatten in der Schule ( 70er Jahre ) von Kosmos einen "Computer"
der bestand aus Schaltern und Lampen vor die man Folien stecken konnte.
"Programmiert" wurde der durch umverdrahten.
Man konnte aber z.B. das Problem "Kohlkopf, Schaf und Wolf über einen 
Fluß bringen, wobei immer nur 2 ins Boot passten" lösen.

Während meiner Studienzeit ist mir mal der Ringkernspeicher einer PDP11 
in die Hände gefallen. War faszinierend.

Autor: Stefan (Gast)
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Hi!

Also mein erster Computer war ein Sinclair ZX81  , 1 KB Hauptspeicher.
De gabs damals auf der Messe auf der er ausgestellt wurde als Bausatz zu 
kaufen um 650 DM.

Das war halt noch ein Gerät......

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>Apple //e

Der wurde aber "Apple ][e" gschrieben (Europa-Nachfolger des Apple ][ 
mit PAL-Video)

Die "//"-Schreibweise gehörte zum "Apple //c", dem Apple mit Griff zum 
durch die Gegend tragen...
Das war auch der erste Apple mit den Apfeltasten neben der Space-Taste.

Die Schreibweise mit den eckigen Klammern wurde dann etwas adabsurdum 
geführt, als man dann auf die Idee mit den deutschen Buchstaben kam: das 
war dann auch einmal ein "Apple ÜÄ"...

Meine erste Programmiersprache war LOGO (nicht das Siemensding, sondern 
das mit der Schildkröte "REP 4 Ä VW 40 LI 90Ü" (oder so ähnlich) malte 
dann ein Quadrat auf den Bildschirm...
Da war ich 10 oder 11 Jahre alt.

In der Schule wurde dann auch der Fischertechnik Computing-Kasten (graue 
Bausteine) mit dem Teach-In-Roboter etc. angeschafft...
Und in Computer-Abteilungen durfte man seine Zeit damit verbringen, 
irgendwelche komischen Sachen auf den Ausstellungsrechnern zu 
programmieren. Das hatte dann ganz schnell ein Ende als PCs mit 
Festplatten aufkamen und die gelegentliche Verwendung des "Format 
c:"-Befehls in Mode kam...

Autor: Frank W. (frankw) Benutzerseite
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Kennt jemand von Euch (noch) den Kiss II?
Das war mein erster Rechner.
Eine leuchtend orange-farbene Kiste,
8085, 48K Ram, ca. 60 kB Diskette, Eigenes Basic,  später mit CP/M
das war schon ne tolle Kiste. Kostete damals so um die 3000 DM und wurde 
wohl in Deutschalnd hergestellt.

Leider habe ich ( Trottel ) sie dann später weggeworfen. :-(

Wnen jemand noch einen im Keller findet - bitte melden :-)


Gruss
Frank

Autor: Dirk K. (millenniumpilot)
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Hallo Ihr,

mein erster Rechner hatte 4 Bit und war mit Relais und Glühbirnen 
aufgebaut ;-)
Also eigendlich nur ein kleines Rechenwerk für einfache einstellige 
Additionen.
Davor mein erster Detektorempfänger mit einer Uuuralt-Röhre als Diode, 
Draht für die Antenne und einen Kopfhörer. Nichts weiter, keine Batterie 
nichts. Und ich konnte etwas hören ;-)

Dann kam ein kleiner Einplatinencomputer aus der Funkamatuer mit U880, 
PIO, Hexanzeige usw. Das gute an dem alten Z80 und dessen Peripherie 
war, das man sich seinen Computer noch wirklich selbst "konstruieren" 
konnte. Man kannte jeden Pin und jedes Signal noch mit Vornamen und 
hatte die Mnemonics des Z80 im Kopf. Sogar Asembler war noch unbekannt.
Später kam dann ein CPM-Rechner, dann C16/+4, Amiga500 usw.
Leider bin ich zu oft in meinem Leben umgezogen, so das ich leider 
nichts über die Zeit retten konnte. Heute mit meinen >40 Jahren denke 
ich oft an die Alte Zeit und versuche viel rüberzuretten, in dem ich 
mich nach alten Fachbüchern, Geräten und Röhren bei Ebay umschaue.
Früher dachte man, was soll man mit dem ganzen alten Kram und hat es 
entsorgt. Mann, war ich dumm.

Gruß Dirk

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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@karadur
zum Thema "Kosmos Logikus" hatte ich hier schon mit Link u.a. zu den 
Handbüchern als PDF erwähnt, eigentlich ging es um Elektronikbaukästen
Beitrag "Suche Philips Elektronik Experimentierkästen d. EE20xy Reih"

ja das war auch mein erster Computer, dann 1979 der AIM65, zu dem in der 
Funkschau/mc, oft zusammen mit dem etwas älteren KIM, Programme 
erschienen.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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@Rahul:
Nö, die Kisten, mit denen ich zu tun hatte, hießen eindeutig Apple //e. 
Das war das alte Pultgehäuse des Apple ][ mit einem unter der Tastatur 
angebrachten Umschalter ...

http://www.zock.com/8-Bit/D_Apple-IIe.HTML

Die Beschriftung ist auf dem Bild eindeutig zu erkennen.
Warum allerdings ein altes Diskettenlaufwerk angeschlossen ist, entzieht 
sich meiner Kenntnis.
"Meine" Apple //e hatten ein zum Design des Monitors und Rechners 
passendes Doppeldiskettenlaufwerk namens "DuoDisk" - mit einer ganz 
besonders unsäglichen Laufwerksverriegelungsmimik.

http://www.zock.com/8-Bit/D_DuoDisk.HTML

So sah die Kombination aus:

http://www.allaboutapple.com/museo/pictures/donazi...

Kostete damals 5000 DEM, wenn ich mich recht erinnere.


Könnte es sein, daß Du den Apple ][ Europlus mit dem //e verwechselst?

http://www.zock.com/8-Bit/D_Apple-II+.HTML

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>Könnte es sein, daß Du den Apple ][ Europlus mit dem //e verwechselst?

ja...

Autor: Joe (Gast)
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Schon mal was vom TRS-80 Model 1 gehört ? das war mein erster Computer, 
satte 4K RAM, 4K ROM.

Dann Model 4P etc... Passt heute alles in einen MC ;-))

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>Schon mal was vom TRS-80 Model 1 gehört ?
ja... der stand AFAIR damals zwischen den "Spielkisten" (C64 etc), nicht 
bei "Erwachsenen-Rechnern"... ;-)

Autor: Kola (Gast)
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Mein erster Computer war ein HP-67. Eigentlich ein Taschenrechner mit 
LED-Anzeige und Magnetkartenleser. Programmierbar bis zum "Geht nicht 
mehr", mit indirekter Adressierung und allem Schnickschnack.
Ein paar Verrückte haben dafür mal einen Turingmaschinensimulator 
programmiert, und sogar einen Prozessor darauf simuliert.
Und alles mit 244 Programmschritten!

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Kennt jemand denn noch den Epson HX-20?
Son Ding hätte ich beinahe mal geerbt. Mit Cassettenlaufwerk, Drucker 
und vierzeiligem Display...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Ja, der war schick. Mit gleich zwei CPUs, die sich die Arbeit(?) 
teilten. Waren, wenn ich mich recht erinnere, HD6301, was ein 
6800-Derivat von Hitachi war. So ein Ding stand bei mir in der Schule 
auch herum, hatte aber entweder keinen Kassenbondrucker oder kein 
(Micro-)Kassettenlaufwerk.

(nachgesehen: Ha! Richtig erinnert!)

http://www.zock.com/8-Bit/D_HX20.HTML

Autor: Andreas (Gast)
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...ich habe noch vor dem Fernseher gesessen und Rolf-Dieter Kleins NDR 
Comuputer nachgebaut...

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Dafür gab es sogar eine Schutzfolie... zumindest hatte einer unserer 
Pizza-Händler son Ding mit HX-20-Kondom...

Mein Notebook ist zwar etwas schwerer (12,1" Subnotebook), dafür kann es 
etwas mehr...

War trotzdem toll das Ding.
Damals hat es auch noch Spaß gemacht, auf die CeBit zu fahren.

Autor: Dave (Gast)
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Zuerst hatte ich nen 8086.
Dann habe ich einen C64 in die Hände bekommen, was für ein Gerät!
Den unvergleichlichen Sound des Brotkastens liebe ich bis Heute.
Das war allerdings zu Zeiten, als Andere schon die ersten 486er hatten.
Man entdeckt die Computerwelt halt nach dem Kapital, das man dafür 
opfern kann. :-)
Ich finde nur schade, dass ich zur Akustik-Koppler Zeit zu jung war, um 
mich mit sowas zu beschäftigen. Die Dinger machen mich tierisch an . . .
Mittlerweile gibt´s in meiner Sammlung funktionsfähige Brotkästen mit 
1541 und Datasette, ein C128 mit 1571 und ein oller Apple II, den meine 
Schule damals wegwerfen wollte (Sünde!) Dazu noch 286, 386, und leider 
nur einen Cyrix 486er. Gutes Stichwort eigentlich, ich müssete die 
ganzen Kisten mal wieder anwerfen!

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>ein oller Apple II
Willst du dich unbeliebt machen?

Autor: Dave (Gast)
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Nein!
Es war ein "oller", weil die Schule ihn hat versiffen und vergammeln 
lassen im Archiv. Aber nach viel liebevoller Pflege hat er jetzt ein 
wieder vorzeigbares Gehäuse! :-)

Autor: uCler (Gast)
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Habt Ihr damals im CC gesehen wie einer der beiden Wolfgangs mit einem 
präpariertem HX-20 einen Geldschein ausdruckte und damit bezahlen 
wollte.

Meine Rechner schreibe ich nicht auf. Ist mit Euren zu ähnlich (ZX81, 
C64, Apfel....)

Aber einen möchte ich erwähnen weil hier noch nicht aufgeführt wurde. 
Ich hatte mal in der Firma einen Schlepptop. War ein IBM-PC mit 
eingebautem Bernstein Monitor und Doppelfloppy (Typ weiss ich nicht 
mehr). Man habe ich dieses Ding gehasst. Es wog ca. 30 kg - und 
Kundenbesuche mit diesem Ding machten überhaupt keinen Spass.

Gruss Udo

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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In der Art gab es den C64 auch...Was der wog kann ich aber nicht sagen 
(findet sich vielleicht auch auf www.zock.com...)

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Der von mir bereits erwähnte Jupiter ACE ist auch dort beschrieben

http://www.zock.com/8-Bit/D_JupiterAce.HTML

allerdings ist die im Artikel beschriebene Verwandschaft zum ZX81 eine 
Mär.

Die Videoausgabe des ZX81 erfolgt mit Interaktion des Prozessors, 
während der Jupiter ACE eine vom Prozessor vollkommen unabhängige echte 
Videohardware hat. Die erzeugt auch dann ein Videosignal, wenn der 
Prozessor fehlt.

Mittlerweile kursieren die kompletten Schaltpläne des Jupiter ACE im 
Netz, und im Gegensatz zum ZX81 ist das Teil auch heute noch ohne große 
Probleme nachbaubar, weil nur Standardbauteile verwendet wurden. Der 
ZX81 verwendete einen sogenannten "custom chip" (würde man heute ASIC 
nennen), der den Nachbau deutlich erschweren dürfte.

Hier mehr über den Selbstbau eines Jupiter ACE:

http://home.micros.users.btopenworld.com/JupiterAc...

Autor: Olaf Stieleke (Gast)
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Nannte sich dann "SX-64".

Meine Karriere begann 1983 mit einem ZX81, gefolgt '84 von einem C64, 
lief über einen CPC664 (der bessere Rechner) in die PC-Schiene. Vom 
286er bis zum jetzigen P4-530 hatte ich jede CPU-Generation im Gehäuse - 
damals hatte man ja noch Geld...

Hab extra ein Zimmer im Haus reserviert für meine "Ahnensammlung". Dort 
finden  sich alle 8-Bit-Maschinen, mit denen ich je zu tun hatte. 
Natürlich in bestmöglichem und funktionstüchtigem Zustand. Hier finden 
sich mein alter C64, diverse in anderen Gehäusen, etliche 1541, 1571, 
ein Blech-C128D, ZX81 mit 16K und Cassettenrecorder, C16, C116, mein 
CPC664 und ein Epson-artiges Rechenwerk mit eingebautem 4-Farb-Plotter - 
dafür bekomme ich nur leider keine Stifte mehr...

Besondes stolz bin ich auf den CPC664: Den habe ich irgendwann anfang 
der 90er meinem Freund gegeben, als ich mich schon längst auf PC-Ebene 
bewegte und hier versuchte, sowas wie einen Rasterzeileninterrupt zu 
produzieren...

Vor vier Jahren kaufte ich das Haus, mit eben jenem Zimmer und natürlich 
fehlte der CPC. Nur drei Wochen später stand mein Freund in der Tür und 
hatte meinen CPC in der Hand.

Der war inzwischen von ihm zu seinem Nachbarn, dessen Tochter, deren 
Bruder, dessen Freund von nebenan, dessen Schwester, deren Dachboden und 
schlußendlich deren Sperrmüll gewandert. Ein krasser Zufall, das mein 
Freund da vorbeikam, sofort den selbstnachgerüsteten Reset-Taster 
erkannte und zugegriffen hat. An den ebenfalls aufgefundenen Grünschirm 
angeklemmt - lief auf Anhieb tadellos.

Bin ich froh, das ich den "Schrott" von damals nicht entsorgt habe. Es 
ist noch immer ein Riesenspaß, ein selbst in Basic nachprogrammiertes 
"PONG" zu spielen...

Autor: Marc Meise (bytewood) Benutzerseite
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Meine ersten Rechner:

C16, dann C64 (was für ein Quentensprung, ich empfand es so...)
Atari-ST (nur noch geil)

Meine ersten PC-Gehversuche machte ich auf einen NCR-DM5 (8088).
Der hatte ein eigenes, zu anderen Systemen inkompatibiles, NCR-DOS 3.3 
drauf und kam als Monitor mit 2 integrierten 5 1/4" Laufwerken. Dazu 
eine externe Festplatte, die der Freund unterm Tisch versteckte und die 
Größe eines Minitowers hatte. Beim Einschalten der Festplatte (20MB) 
hatte ich immer das Gefühle, dass das örtliche AKW ein paar zusätzliche 
Brennstäbe in den Reaktor schieben musste :-))
Hatte aber immerhin schon eine abgesetzte Tastatur und eine Maus.
Dort habe ich auch mein erstes GW-BASIC Programm geschrieben.
BASIC-das verfolgt mich bis heute...

Bei mir folgten:
286, dann 386, 486DX/33 ...das übliche

Zwischendrin hatte ich einen Arcorn RISC-PC.
Einfach nur genial.
In guter Manier war das OS in ROMs vorhanden, trotz IDE oder SCSI Platte 
und hatte einen ARM610 "Motor", später einen ARM710.
War wohl hauptsächlich in UK erfolgreich.
Leider der Mangel von Nieschenprodukten: kaum Software und alles sehr 
teuer, leider.
Das beste war das stapelbare Gehäuse ohne Schrauben.

Irgendwann hatte ich dann mal angefangen, alte Rechner zu sammeln, bis 
meine Ex-Freundin, später Frau, bald Ex-Frau meiner Sammlerleidenschaft 
ein Ende setzte. Am meisten hat mich der Apple LC475 beeindruckt, den 
einer wegwerfen wollte. Ist "reasonably" schnell und kann die meisten 
heutigen Aufgaben, die so täglich anfallen immernoch gut bewältigen 
(ausser Surfen) und Software gibt's en Mass.
Genauso gilt das gesagte für den Atar-ST (Schwelg)





Autor: Joerg Miehle (Firma: TU Wien) (pinning)
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Mein erster Compi war ein PET 2001 von Commodore mit Datarecorder und 
Minitastatur. Mit dem Rechner  habe ich einen Schaltplan (!!!!!) 
dazubekommen.
Ich habe das Stück dann per Eigenbau auf 16KB(!!!) RAM aufgerüstet (mit 
Nibble-RAMs). Hat mich ein kleines Vermögen gekostet. das einzige Spiel 
das ich für diesen Rechner hatte war SPACEINTRUDERS (Kicher!!).
Das war noch ein bastelfreundlicher Rechner.
Zur gleichen Zeit habe ich mir einen SC/MP Computer mit 
HEX-Ziffern-Anzeige zusammengeschustert. Von wegen Assembler! Alles in 
Hex eingegeben!
Danach habe ich mir einen VC20 zugelegt. Hier war eine selbstgebaute 
Relaiskarte dran, mit der habe ich dann allerlei Fischertechnik 
gesteuert.
Der SCHNEIDER CPC folgte. Auch hier wieder reichlich Hardware dran 
geschmiedet. Gab dazu auch reichlich Literatur von DATA BECKER.
Parallel dazu habe ich auf der HOBBY- Elektronik (damals trug sie den 
Namen noch zurecht) auf dem Killesberg einen ZX81 Bausatz gekauft. 1KB 
Speicher!! WOW!!
Weiter ging es mit einen XT ohne Festplatte (nur was für Diskjockeys). 
Dann eine 20MB(!!!) Riesenplatte für schlaffe 700DM.
Etc. etc. !!!!!!!!! Kinder was die Zeit vergeht!

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Kann sich eigentlich noch jemand an die höllenlaute Festplatte von Atari 
erinnern? Oder den Atari-Laserdrucker?
PC30-II von Comodore mit EGA-Grafikkarte...
4000 DM für ein System...

Autor: Unbekannter (Gast)
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Ach, dieses neumodisches Zeug hier!

Mein erster Computer bassierte auf einem 4-Bit-Prozessor TMS-1600 mit 64 
Bytes (ja Bytes, nicht Kilobytes) RAM. Getaktet war diese Höllenmaschine 
mit sagenhaften 500 Kilohertz!

Autor: Joerg Miehle (Firma: TU Wien) (pinning)
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4-Bit-Prozessor TMS-1600 mit 64
Bytes!!

500kHz!!

COOL!

Das kann so leicht niemand unterbieten!

Heute lachen wir alle darüber. Doch war es alles mal Stand der Technik 
und hat uns fasziniert. Alles konnte so hardwarenahe (:-)) programmiert 
werden (PEEK und Pokes), dass war das, was mir immer gut gefiel. Alles 
war so schön übersichtlich.

Autor: Dirk K. (millenniumpilot)
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peek und poke ist ja schon Hochsprache.
Ich bitte dich,... ;-)

Dirk

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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"poke" zusammen mit "data": auch eine Art, Assembler zu programmieren...

"call -151" lässt grüssen...
Ich glaub', ich bau' das Ding demnächst mal wieder auf.

Autor: Ronny (Gast)
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Im Handbuch zum Robotron KC8x gab es ein Basic-Beispiel wo per 
Poke/Data-Befehl ein Maschinenspracheprogramm geladen wurde.Hexbyte für 
Hexbyte... Und dann wurde das ganze vom integrierten Basicinterpreter 
per call/call* angesprungen.

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Das gab es nicht nur bei Robotrons...
Meist war es so, dass sich ein Basic-Programm (zumindest beim Apple und 
C64) um die "hübschen" Sachen wie TastaturEingabe und Bildschirmausgabe 
kümmerte und ein Assembler-Programm, dass durch poke/data und eine 
Schleife ins RAM gespeichert wurde, um die geschwindigkeits-relevanten 
Sachen kümmerte. Das Einbetten von Assembler-Programmen in den 
Basic-Quellcode auf diese Weise hatte den Vorteil, dass man das Programm 
abtippen konnte...
Die MC hatte dann irgendwann einen Barcode-Leser vertrieben und die 
Quellcodes entsprechend codiert. Mit einem Decodierungsprogramm konnte 
man dann die Codes einlesen, abspeichern und ausführen...Da gab es noch 
keine Beipack-CDs geschweige denn Beipack-DVDs...

Autor: Marko (Gast)
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Pah, im C64 waren mitunter so tolle Listings, die mit nem
extra Editor eingegeben wurden. Nur Hex, Seitenweise ...
Ich kann mich da noch an n Programm erinnern, da war ich mit
nem Kumpel 4 Tage (!!) dagesessen beim Diktat (Damal Ferien, morgends 
bis
abends) C0 A9 20 D4 19 18 70 etc .... ätzend !!!! und dann bei Seite
was weiß ich spuckt das Tool "Fehler" aus und das wars dann. SUPER!
FREUDE! ... Hätt ja n softlink dabei sein können :o(

Autor: Dave (Gast)
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Hehe,ja. Die Listings in der 64er waren immer geil. Ich weiss noch, wie 
ich einmal meine Mutter überreden konnte, mir ein paar Seiten vom "Fluch 
des Pharao" abzunehmen. Elendige Tipperei! Damals hatte ich auch noch 
keine Floppy. Da musste die Kiste dann eine Woche oder so anbleiben, bis 
ich das Spiel satt hatte. War das ein Segen, als ich endlich die 1541 
bekam. :-)

Autor: SiO2 (Gast)
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Tja abtippen kenn ich auch. Ausm Handbuch vom atari, ping pong (basic) 
abgetippt (war nur 1 seite) und gespielt. Ohne Floppy/Datasette...
Als wir mal Turbobasic abgetippt haben ,haben wir nach 2 seiten Hexcode 
gemerkt, das seiten fehlen :((

Autor: Johannes A. (Gast)
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Hallo an alle,

ich bin ja nur noch platt, was hier sprudelt :-)

Aber zu meiner Geschichte: Meine erste Kiste war ein 
ECB-Z80-Steckkarten-Rechner mit völlig selbstgestrickten (Fädeltechnik!) 
Karten für die CPU nebst wegschaltbarem (!) 2716 EPROM, LED-Zeilen- und 
Hextastatur-Interface auf Basis des 8279, Audio-Tape-Interface mit 
stolzen 4800 Baud Aufzeichnungsrate und einer schon richtig 
professionell gefertigten RAM-Karte für insgesamt 64KB, die mir damals 
ein Mit-Studi zu einem guten Preis anbot, bevor ich meine bereits 
angefangene 32KB Eigenlösung (ebenfalls gefädelt) fertig hatte.

Das 19-Zoll-Einschub-Gehäuse hatte ich beim Abverkauf der 
Ausstellungsstücke auf der Hannover-Messe ergattert (inzwischen 
undenkbar :-) und das Netzteil bestand aus einem 30VA/2-Spannungstrafo 
von Völkner mit wiederum selbstgebauter Linear-Reglerschaltung - wenn 
ich mich recht erinnere, brachte die so zirka 3A auf der 5V-Schiene, und 
dazu vor allem die "Nebenspannungen" für die 4116er RAMs.

Was die Bauteilpreise angeht, erinnere ich gerade noch, dass die CPU, 
als ich sie kaufte, gerade von über 50 auf 34 DM gefallen war, und dass 
ich für die RAMs, die auf meine Platine passten, ein 
Völkner-Sonderangebot nutzte und gleich den gesamten Bestand des 
hiesigen Ladens (Hannover) aufkaufte... Diese Maßnahme habe ich nicht 
bereut, denn als ich so zirka ein Jahr danach mein System soweit 
CP/M-fähig hatte, lagen die RAM-Preise bei knapp dem vierfachen dieses 
Sonderangebots, zumal die dann gehandelten Chips langsamer waren als 
meine aus dem Sonderangebot, und für meinen 4-MHZ-Z80 schon kritisch.

Zurück zu meinem Ur-System: Damit habe ich dann erstmal die 
Weiterentwicklung meines eigenen Rechners betrieben, konkret die nötigen 
Routinen für die parallele ASCII-Tastatur erstellt, die mich gebraucht 
damals noch 75 DM gekostet hat, und vor allem die für das 
Video-Interface sowie deren Einbindung in mein erstes CP/M-BIOS. Daneben 
sind auf dem System aber auch schon meine ersten Machenschaften in 
Sachen Embedded Control entstanden, welche für die damalige Zeit (um 
1980) ungewohnt fähige Münzsteuerungen für Fotokopierer waren.

Dieser Steckkarten-Rechner hat mich dann über etwa 10 Jahre begleitet. 
Mit diversen, teils erheblich einschneidenden Änderungen zwar, und 
letztlich war es nur noch eine der Original-Karten, die bis zum Schluss 
überlebt hat: Das 8279-basierte Tastatur-Interface mit seinem 
8-Byte-FIFO, wogegen bis heute tatsächlich keine einzige entsprechende 
1-Chip-Lösung anstinken kann.

Erst nach 1990 war für mich auch ein normal käuflicher Rechner fällig, 
welches ein 33MHz-386er AT mit 4MB RAM und state-of-the-art 
57MB-Festplatte war, weil ich den einfach für meinen neuen Job als 
freier Platinenlayouter brauchte. DOS war damals, glaube ich, noch V3.x 
und Windows noch nicht in Sicht, allerdings habe ich damit durchaus den 
PC-Rodeo gelernt...


Genug einstweilen, und nochmal danke fürs Mitmachen bei diesem Thread.

Gruß Johannes

Autor: wayne (Gast)
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Ich habe den Thread nicht komplett gelesen, aber soweit ich das hier 
sehe hatte keiner einen TI99 4a.
Dabei war das doch eine der ersten "Kultkisten".
Hatte leider selbst keinen, aber das Basic war das einfachste, was man 
sich vorstellen konnte, bis man TI extended Basic kennenlernte.

Selbst hatte ich nur VC20, C16(Brotkasten, nicht plus4),C64.
Jetzt habe ich einen C64-II (leider keinen "echten") und einen ST520.
Den Atari hat eine Kundin mir geschenkt, mit den Worten "Ich habe leider 
nur noch die Tastatur..." Maus, Floppy und Handbuch hat sie dann auch 
ncoh gefunden.

Schön waren auch die TA Dinger mit eingebautem Kassenrollendrucker.
Kennt noch jemand Schneider Joyce? Mein Vater hatte 2 davon, nachdem 
sein 286er (einer der ersten für 14000DM) "ausgedient" hatte.

Meine schönste Begegnung war aber erst vor 3 Jahren, als ich erfuhr, daß 
bei uns an der Uni im Haupquartier der Informatik noch eine Cray stand. 
Leider nicht mehr in Betrieb, aber wir haben dann viel Zeit miteinander 
verbracht

Autor: Walter (Gast)
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Na, dann will ich mal was neues beitragen:

eine Eurocom 2 Platine mit 6809 Prozessor.
einen Assembler selber gebastelt und als Hexcode eingetippt,
mit dem Assembler dann einen Texteditor geschrieben, eine Quelle 
Typenradschreibmaschine angeschlossen und damit Studienarbeit und 
Diplomarbeit gedruckt ...
"Betriebssystem" und Texteditor sind übrigens nie abgestürzt (was ich 
von Windows leider nicht behaupten kann)

Grüße
Walter

Autor: Johannes A. (Gast)
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Was ich noch vergaß, beim letzten Mal dazuzuschreiben:

Mein Steckkarten-CP/M-Rechner besaß zum Schluss
a) eine c't180-CPU-Karte mit auf 12MHz getaktetem HD64180,
b) eine 256KB-EEPROM-Disk mit allen meinen Standard-Tools, und
c) eine 1MB-RAM-Disk für die laufende Arbeit.

Ich musste das Floppylaufwerk also immer nur jeweils einmal beim
Start einer Session anwerfen, um mein/e jeweilige/s Projekt/e auf
die RAM-Disk zu überspielen, und einmal zum Schluss für die Sicherung.

Dazwischen war der Rechner dann immer absolut still - kein Vergleich
mit den heute ständig "jaulenden" Lüftern, Festplatten etc...

Gruß Johannes

Autor: Johannes A. (Gast)
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@wayne

Ja, der TI99 war ne "Kultkiste", nur, soweit ich erinnere, zu spät 
und/oder zu teuer, um damals noch echt mitmischen zu können.

@Walter

Ungefähr dasselbe galt für den 6809 - den ich selber übrigens sehr 
geschätzt habe. Eher theoretisch zwar, aber das war schon ein 
"saugeiler" Prozz.

Was ich übrigens sonst noch vergessen hatte: Bevor ich/wir uns 
seinerzeit anfing/en, mit den Mikroprozessoren beschäftigten, waren noch 
die frühen programmierbaren Taschenrechner dran. Und da besitze ich noch 
einen TI-59, seinerzeit die totale High-End-Klasse, inklusive 
Drucker-"Unterteil"...

Gruß Johannes

Autor: Detlef _a (detlef_a)
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Ist jetzt Schluß mit dem thread?

Schade, sonst hätte ich noch Geschichten vom Programmierkurs an der TU 
Berlin '81 oder '82 erzählt. Der ganze Kurs hat sich einen Rechner 
geteilt, der im Nebenraum hinter einer Scheibe einen Höllenlärm machte. 
Studentische Hilfskräfte liefen um den rum und hielten ihn am Laufen. 
Programmiert wurde Fortran auf Lochkarten, die Stanzen waren Wunder der 
Mechanik, sahen aus wie nen großer Fernschreiber und haben die 
Lochkarten schnell und absolut flüssig durch das Gerät befördert. War 
der Stapel dann fertig getippt, in die Schlange vor dem Lochkartenleser 
eingereiht, war man dran, Stapel in den Schacht eingelegt, ne 
anscheinend selbstgefräste Beschwerungsscheibe obendrauf und nen dreißig 
Zentimeter hoher Haufen (eine Zeile pro Karte, Vorsicht, nich 
durcheinanderwerfen) war in 2sec oder so durch. Dann Kaffee holen und in 
die Schlange vor den Drucker. Auch son Höllengerät, der hat das 
Endlospapier in Fahrradfahrgeschwindigkeit durchgezogen, hatte nen 
eigens konstruierten 'Papierfänger'. Der Drucker bedruckte in 10min 
einen Kasten Papier, den man kaum heben konnte. War nen Walzendrucker, 
alle druckbaren Zeichen rotierten sehr schnell vor dem Papier auf einer 
Walze und die 130 Hämmerchen für eine Zeile haben zum richtigen 
Zeitpunkt gehämmert. Um die Ausdrucke haben die Studis sich dann 
gescharrt und aus dem Wust das Ergebnis ihrer eigenen Bemühungen 
rausgesucht.  Alle hatten Kürzel, die riesig auf ein ganzes Blatt 
gedruckt waren, sodaß man sein Zeug finden konnte. Eine Runde 
(schreiben, compilieren, drucken) dauerte so halbes Stündchen. Sich vom 
Compiler Syntaxfehler finden zu lassen war keine gute Idee.

Ja, so war das.

gute Nacht
Detlef

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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ENDLICH MAL EIN GEILER THREAD MIT ECHTEN EXPERTEN! - sind wohl doch 
nicht alles Jünglinge hier :-)

>4-Bit-Prozessor TMS-1600 mit 64 Bytes!!
>500kHz!!   - Das kann so leicht niemand unterbieten!

Das hast Du wohl Recht. Bei mir war es 1982 und der erste Rechner hiess 
Moppel - (modulares Prozessorprogramm der ELO) ein Selbstbaurechner 
also.

Dann kam der VC20, der C-64 und C128 und der Amiga mit dem ich vor über 
15Jahren C gelernt habe. Auf dem C64 habe ich Assembler-Spiele 
geschrieben, SID programmiert ... DAS WAREN ZEITEN.

Das Coole ist, daß man Vieles aus der "8-Bit-Zeit" wie ich es nenne, 
heute noch gut benutzen kann. Die AVRs liegen ja in etwa in der 
Preislage eines VC20 und die Commandostruktur der ARM errinnert 
verdächtig an den 6502 :-)



Autor: Johannes A. (Gast)
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Und noch ein Nachtrag:

@Wolfgang

Ja, Rodnay Zacks war damals die Referenz. Dummerweise hatte er in seinem
Z80-Buch einen Fehler drin, ich glaub zum NEG-Befehl, der dann "über 
Generationen" immer weiter verbreitet wurde... :-)

Ansonsten @Rahul und andere, mich selber eingeschlossen:

PCs mögen zwar zur persönlichen Geschichte gehören, sind aber von der 
weiteren Debatte ausgeschlossen. Siehe ganz oben.

Auch wenn dies ein ausdrücklicher Spaß-Thread ist ;-)

Gruß Johannes

P.S.; Übrigens Danke, Andreas, dass Du den Thread verschoben hast.
(Du warst das doch, oder?)
Sorry, das war unaufmerksam von mir, ihn im µC-Forum zu posten.

Autor: Johannes A. (Gast)
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@Detlef

Wie kommst Du darauf, dass mit diesem Thread schon wieder Schluss
sein soll? Er ist doch mal gerade erst losgegangen! Und prompt mit >50 
Postings in <24 Stunden :-o

@Jürgen

Nicht-Jünglinge gibt es eigentlich genug hier, nur die meisten müssen 
sich heutezutage leider mehr oder weniger verstellen, um nicht von 
vornherein anzuecken :-( Ausnahmen bestägigen die Regel, und nachdem ich 
letztens eher zufällig in ein Wespennest getreten bin, habe ich einfach 
mal diesen Thread speziell für Nicht-Jünglinge aufgemacht.

Zu Deinem "DAS WAREN ZEITEN" kann ich eigentlich nur sagen "DAS SIND 
ZEITEN", denn ich finde, wir erleben heute gerade den Boom der 8-Bitter, 
mag sein, dass wir damals, als wir diese Technik erlernten, nicht damit 
gerechnet haben und auch keine Ahnung von den heutigen Chips hatten, 
aber trotzdem geht es heute an allen Ecken und Enden ab mit Controllern, 
und (noch) überwiegend mit den 8-Bittern.

In dem Sinne,
Gruß Johannes

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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> Eine Runde (schreiben, compilieren, drucken) dauerte so halbes
> Stündchen.

Wow. Da hattet ihr ja richtig schnelle Durchlaufzeiten :-)
In meinem ersten Uni-Jahr gabs auch noch Lochkarten auf einem
IBM-360 Klone. Allerdings musste man seine Lochkarten abgeben,
die wurden dann 2 mal am Tag geholt und in der Nacht lief der
Job dann irgendwann durch (oder wegen JCL Fehler eben auch nicht :-)
Am nächsten Morgen gabs dann die Ergebnisse, fein säuberlich
ausgedruckt und vom Operator-Team in Fächer eingeordnet.
Langer Rede, kurzer Sinn: Pro Tag ein Compiler-Lauf. In den Übungen
hatte man 14 Tage für jeweils 3 Programme Zeit. d.h. Alles was nach
dem 5. Anlauf wegen Syntaxfehler nicht durch den PL/I Compiler
lief, wurde schon eng.
Als Neuling war es gut, sich bei höher-Semestrigen einzuschleimen.
Die hatten Accounts auf dem GUTS (Gotheborg University Timesharing
System) und bei viel Glück konnte man als einer von 300 auch eines
der insgesammt 9 Terminals ergattern, die für Studenten zur Verfügung
standen. Nur Dienstag Nachts ging nichts. Da lief von 22 Uhr bis
5 Uhr früh die Systemsicherung, aber ansonsten war im Terminalraum
immer Betrieb rund um die Uhr. Das war das erste mal, dass ich einen
24 Stunden Job durchzog. Ein absolut geiles Gefühl.
Im Jahr darauf wurden dann die Lochkarten durch Phillips P2000
Rechner ersetzt. Das Prozedere war allerdings im Grunde dasselbe:
Die P2000 fungierten als Editoren auf dem man sein Pgm schrieb,
das wurde dann auf 2 speziellen Übertragungs-P2000 ins Rechenzentrum
geschickt, wo sie dann wieder in der Queue landeten. Da die Dinger
im Vergleich zu den IBM-massiv-Lochkartenstanzen bei weitem nicht
so alltagstauglich waren, war der Phillips Techniker Stammgast.
Hat dann nicht lange gedauert und wir hatten ihm ein Servicemodul
(das Ding hat so einen Slot in die man Cartridges stecken konnte)
ausgehängt. Damit haben wir dann erst mal ein UCSD-Pascal auf den
Rechner portiert und angefangen selbst ein rudimentäres BS zu schreiben.
Basic, Schach usw. waren dann nur noch eine Frage der Zeit.


Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Meinen im Studienplan vorgeschriebenen FORTRAN-Kurs machte ich 1976 auf 
einer Univac 1108 des Karlsruher Rechenzentrums. Lochkarten waren viel 
zu teuer für uns Studenten. Wir mußten die Software auf 
LO15-Fernschreibern auf gelbe 5Bit- Baudotcode-Lochstreifen stanzen, 
dann im Rechenzentrum abgeben und ein paar Stunden später einen 
Ergebnisausdruck abholen. Der Computerraum stand unter leichtem 
Überdruck, da wohl die Luft gefiltert wurde.

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>Der Computerraum stand unter leichtem Überdruck, da wohl die Luft >gefiltert 
wurde.

Das drückt den Staub aus dem Raum heraus bzw. lässt keinen Staub hinein.
Kommt bei militärischen Fahrzeugen auch häufiger vor...

Autor: Gast (Gast)
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Wohl eher aus ABC-Gründen.

Aussenluft wird durch einen Filter angesaugt.
Damit ein ständiger Luftaustausch stattfinden kann, gibt es
definierte Abluftöffnung bei denen mittels Durchflussmesser die Funktion
geprüft werden kann.

Autor: Patrick (Gast)
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Wo wir gerade bei Systemen wärend des Studiums sind:
Wir durften uns mit einer Krupp-Atlas-Elektronik EPR1300 vergnügen. Als 
CPU hatte das Mehrplatzsystem eine 8085. Mit Lochkarten mussten wir uns 
nicht mehr zwangsläufig herum schlagen, allerdings mussten wir unsere 
Programme auf 8" Disketten sichern.

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Mit Lochkarten habe ich zwar nur irgendwelche Sachen gebastelt, aber 
8"Laufwerke habe ich 1994 bei der Marine kennenlernen dürfen...
Da kann ich eigentlich nur sagen: Mensch, seid ihr alle alt!
Während der Zeit, die ich an der Uni verbracht habe, war das Internet 
gerade im kommen... An sowas wie Flash hat damals noch keiner gedacht 
(14,4kbaud waren schon schnell...).

Autor: Uli Leweke (Gast)
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Hallo zusammen

Angefangen habe ich mit Taschenrechner: TI58 und TI59, ein klein wenig 
auch HP 41CV.
1980 kam ein gebrauchter Sharp MZ80K für 3000 DM.
Hier gibt es Bild zu dem Gerät 
http://www.homecomputermuseum.de/comp/detail/124.jpg
Dazu gesellte sich ein gebrauchter Epson 9-Nadeldrucker. Die Anbindung 
gestaltete sich etwas schwierig, wurde aber mit Hilfe des Hamburger 
Sharp MZ80K Club dann doch gelöst. Programmiert wurde in Basic und ein 
wenig in Assembler.
Dann kam ein IBM 8088 mit 2 Disklaufwerken. Kurze Zeit später eine 5 MB 
Festplatte für 1000 DM. Dann ging es den üblichen Weg weiter: 286 486 
Athlon ...

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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A propos alte Laufwerke, eine nette Geschichte die ich vor kurzem aus 
erster Hand gehört habe:

Als man für ein russisches Raumvehikel (MIR?) einen Datenrecorder 
gebraucht hat, haben die DDR-Techniker einen Grundig Radiorecorder 
beschafft und umgebaut. Besfestigt wurde der dann mit einem Lederriemen 
(!) an der Wand der Raumstation. Ganz ohne West-Technologie ging's eben 
doch nicht ;)

Autor: Profi (Gast)
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Wie ihr wisst, bin auch ich schon lange 'im Geschäft'.
Ich hätte nicht gedacht, dass sich hier doch so viele Alte Hasen 
'herumtreiben'. Da wird es einem richtig warm ums Herz.

Die eine oder andere Geschichte könnte fast meine sein.

Mein Vater war ServiceTechniker und hat mich ab und zu mit in die 
Rechenzentren genommen (ab 1971). Klar, dass das abfärbt und die Zukunft 
prägt.

1974 folge das erst Programm: Lehrer Lerch erzählte uns die Geschichte 
vom Regenten, dem langweilig war, und dem Erfinder des Schachspiels, der 
dessen Gefallen fand und als Lohn auf das erste Schachfeld ein Reiskorn, 
auf das 2. 2 und auf das 3. 4 etc. forderte.
Der Lehrer wollte also wissen, wieviel 2 ^ 65 -1 ist.

Mein Programm (natürlich hand-gecodet) druckte auf einem Walzendrucker 
(s. Detlef _a (detlef_a) Datum: 27.10.2006 00:32 ) alle Vielfachen von 2 
aus, und zwar solange, bis die Zahl 132-4=128 Stellen (3 Stellen 
brauchte ich für das Numerieren) lang war (2^422=1,083074e+127).

Später kaufte ich ein TV-Terminal (64x16 Zeichen), eine Cherry-Tastatur 
und einen Lochstreifenleser / -Stanzer). Das verbanden wir mit einem 
System, dessen Prozessor noch auf zwei ICs verteil war (weiß die 
Bezeichnung nimmer).

Andere Bekannte hatten dann einen 1-Platinen-Basic-Rechner, mit dem ich 
viel programmierte.

In dieser Zeit stand in der Quelle-Filiale ein CBM PET2001, da hatte ich 
unzählige Stunden verbracht. Bald darauf hatte die Schule einige CBM4016 
und 8032 angeschafft. Klar, dass ich fast rund um die Uhr dort war.

Verschiedene 1/2" Bandstationen hatte ich auch (2 existieren noch).

Freund Floh gab mir mal einen Apple ][ zur Reparatur.

Danach die ganze Palette: 8080, 8085, Z80, HD84780, 6809 (super!)
Z8001, NS32016 mit Floatingpoint NC32081, MMU....,

RDK-Basic für Z80 (aus dem Buch abgetippt ...)
Cassetten-Interface mit Bandlaufsteuerung (habe das AIWA6900/2-Deck mit 
original µC-Steuerung und IR-Fernbedienung)

1985 Typenrad-Schreibmaschine (keine Gaby, sondern eine von Quelle (mit 
Schaltplan, NEC µ7800 Prozessor).

Erste Berechnung von Mandelbrot- und Juliamengen.
Darstellung in Farbe mittels LogAbax-s/w-Bildschirm und Farbfiltern 
(Schrittmotor mit auf eine Single-Schallplatte geklebten Farbfolien), 
meine Contax 139S-Quartz hatte schon einen elektischen Auslöser. Ging 
alles vollautomatisch:
Kamera auf (in der Dunkelkammer)
1. Farbe aufbauen, Farbfilter setzen mit Schrittmotor, Bild 1s 
helltasten.
2. Farbe ...
Kamera schließen.
Ich muss endlich mal wieder die Fotos heraussuchen.

1986 CBM Typenraddrucker (10 Stück bei Völkner? in Hannover gekauft, von 
IEEE auf Centronics umgebaut und weiterverkauft), CBM610 / 710, CBM8250 
? (2x8" Floppies)

Erster Floppy-Controller mit WD1797 mit 400DM-Teak-Laufwerk

1987 hatte ich erstmals Kontakt mit einem echten IBM 8088/4,7MHz PC (2 
360kB-Floppies, grüner Hercules-Monitor, SPSS Statistik, HP Plotter) bei 
Deckel-Werkzeugmaschinen.

Erster Farbmonitor (NEC Multisync 1401) an einem HD83484 
Display-Controller.

Erste µC kommen auf (NEC µPD, PIC16C54).

AtariST1040+ (natürlich selbst aufgerüstet bis zum geht-nicht-mehr, 
Eprommer).
Komischerweise hatte ich keinen Amiga.

Irgendwann kaufte ich eine ISEL CNC-Maschine (nur die Mechanik, die 
komplette Ansteuerung incl. SW selbst gestrickt), hauptsächlich zum 
Platinen-Bohren und Fräsen).

Danach 286/287, CBM286/40MB HDD, 386/387, zwei Amstrad 386/25 (der 
größte Fehlkauf meines Lebens)....


Das ganze kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Ohne Internet, 
ohne Datenbücher...., das war mühsam. Im ganzen Landkreis gab es 
vielleicht ein Dutzend Gleichgesinnte, mit denen man sich ab und zu 
austauschen konnte.

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Der Lehrer wollte also wissen, wieviel 2 ^ 65 -1 ist.

Na, entweder war der Lehrer doof, oder Du hast nicht aufgepasst!

Auf dem ersten Feld liegt ein Reiskorn, also 2^0 (!), auf dem zweiten 
Feld zwei Reiskörner, also 2^1 bis zum 64. Feld, auf dem 2^63 Reiskörner 
liegen.

Die Summe ist also 2^64-1, nämlich: 18446744073709551615

Autor: Michael (Gast)
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Ein Mikrocontroller-Forum und keiner hat den guten alten 8048er benutzt?

Ich habe mir damals aus dem 8048 meinen ersten Rechner gebastelt. 
Selbstgestrickter Eprom-Emulator dran, den internen ROM deaktiviert und 
los ging es. Schön mit Paging noch, wenn man den gesamten Speicher 
nutzen wollte.

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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8048, hat das was mit dem 8749 zu tun? Das war mein erster µC mit dem 
ich zu tun hatte. Hatte den damals aus einer Tastatur ausgebaut, auf ne 
Platine gesetzt, ein 28C64 und ein Latch drauf. Hehe, die Platine habe 
ich heute noch :)

Autor: Profi (Gast)
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@Unbekannter:
Tja, das hatte ich übersehen, meine Überlegung war:
Ist die Zahl der Körner auf dem 64. Feld gemeint oder die Summe aller 
Felder, da nahm ich 65. Du hast besser aufgepasst und Recht.

@Michael:
Uuups, den habe ich vergessen, natürlich ist der auch dabei.
Der 8749 hat doppelt so viel Speicher und ist UV-löschbar.
Damit habe ich einen Shuttle-Drucker mit 4 Nadeln angesteuert.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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> RDK-Basic für Z80 (aus dem Buch abgetippt ...)

Hast du das Buch noch?
IM selben Buch war der Hex-Dump eines 12K Basics, das ich
brauchen könnte. Ich hab RDK schon mal deswegen angemailt,
er wollte mir den Hex-Dump auch besorgen, hat aber anscheinend
(das war vor 2 Jahren) darauf vergessen und jetzt will ich
ihn nicht mehr deswegen anhauen. Wenn du das auf einen Scanner
schmeissen könntest, wär mir geholfen.

Autor: Profi (Gast)
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Brauchst Du das Listing oder das File?
Ich habe sicher noch beides, aber frage mich bitte nicht, wo.
Im Abdruck sind einige Zeilen verschoben (Absicht?)

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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> Brauchst Du das Listing oder das File?

Egal. Ich nehm alles, was ich kriegen kann. (File wär
mir natürlich lieber, da brauch ich nichts abtippen).
Ich meine aber das 'grosse' 12KBasic. Vom Tiny hab ich
noch ein File (und das hat mir schon öfter gute Dienste
erwiesen).


Autor: Kunz von Kaufungen (Gast)
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Hier gehts zu wie im richtigen Leben, alle können nur Digitaltechnik.

Keiner da, der so um 1968 mit selbstgebauten Operationsverstärkern 
gebastelt hat? Der erste integrierte OpAmp µA702 war noch umbezahlbar. 
Aber den Nachfolger µA709 hab ich mir dann doch gegönnt.
Und mit dem NachNachfolger µA741 waren denn endlich alle(fast) 
Analogprobleme beherrschbar.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Hallo
Mein erster Computer war der auf meiner Arbeitsstelle. Das war ein 
Kleinrechnersystem KRS4201,
welches einen Raum von 20 Quadratmetern füllte. Das Gerät hatte einen 
4kbyte Hauptspeicher
mit Lochkernen. Der Prozessor war ein U808. Weiterhin besaß die Anlage 
noch 64kByte externen
Speicher in Form von 4 Magnettrommelspeichern a 16kbyte. Man konnte 
mittels Lochstreifen einen
Urlader installieren und danach vom Magnetband das Betriebssystem auf 
die Trommel laden.
Als BS lief UDOS und man konnte mit Algol oder Forth Programme 
schreiben.

Auf der Anlage wurden sämtliche "Rechnereien" für einen Betrieb mit ca. 
1200 Beschäftigten
erledigt.

Ich habe mir für zu Hause einen CP/M kompatiblen Rechner mit U880 (Z80) 
mit Sio, pio und Ctc
gebaut. Der hatte 64 Kbyte Arbeitsspeicher und 8Kbyte Eprom (4*2716) und 
ein 720 K Diskettenlaufwerk.
Ich glaube, die Schaltung war aus der Zeitung "RFE". Das war eine 
"Sauarbeit", die Eprom-Inhalte
von Hand zu brennen. Mal sehen, ob ich das Ding noch finde; dann mache 
ich mal ein paar Bilder.

MfG Paul

Autor: Johannes A. (Gast)
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@Kunz

Hi, Du "Analogrechner",

freut mich, dass Du das Thema ansprichst. Ich kann zwar mit 
selbstgebauten Operationsverstärkern nicht mithalten, denn Ende der 
1960er war ich selber noch mehr HF-interessiert. Aber wenigstens 
theoretisch bin ich damals auch an den diskreten OpAmp-Schaltungen 
vorbeigekommen, sowie an den "halb-diskreten" Vorläufern der modernen 
OpAmps mit bereits integrierten Differenzverstärkern wie dem legendären 
CA3028.

Meine Praxis in der Hinsicht begann dann in den 1970ern durch 
Vermittlung eines Physiklehrers, der seinerzeit eine freiwillige AG 
anbot, bei der auch wir Schüler an der "Phywe-Wand" eigene Experimente 
machen durften. Ich meine zu erinnern, dass damals noch der µA702 in den 
"Bauklötzen" steckte...

Gruß Johannes

Autor: Profi (Gast)
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@Kunz von Kaufungen (Gast) Datum: 28.10.2006 12:58
Oh, in der oberen Liste habe ich
 a) nur die digital Seite aufgezählt
 b) einiges übersehen.

zu a)
Angefangen hat das ganze so um 1968, da konnte ich nur
'Olstograf' (ein Tek 453B) sagen, aber schon recht gut damit umgehen.

71 folgten dann erste Blinklicht- und Netzteilgeschichten.

75 ergatterte ich einen PAL-Farbfernseh-Lehrgang von Telefunken.
Leider hatte ich noch recht wenig davon verstanden.

80 baute ich Lichtsteuerungen, Audio-Endstufen (STK050) etc., eine 
110Bd-Teletype-Steuerung, 50V 50A-Netzteil ...

zu b)
6502 sollte auch erwähnt werden.

Einen der ersten 68020 in Deutschland hatte ich bei einer Veranstaltung 
von Motorola gewonnen. Damals noch mit 4 Seiten Errata.

Autor: Johannes A. (Gast)
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@Profi

Magst Du zu Deinem 68020-Gewinn und den 4 Seiten Errata näheres 
erzählen?

Auch wenn das meinem selbst-aufgestellten Grundsatz zu diesem Topic 
widerspricht...

Gruß Johannes

Autor: Profi (Gast)
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Ja gerne, das war so:
Der Lehrstuhl für Integrierte Schaltungen hatte damals jede Woche einen 
der namhaften Prozessorhersteller eingeladen, um seine aktuellen 
Produkte vorzustellen.
Intel und Co waren alle unterschiedlicher Qualität, aber recht trocken 
vorgetragen.

Doch PR-Mann von Motorola hatte es echt drauf: Er hatte auf der 
Ankündigung einen Gewinn versprochen, falls man nach dem Vortrag eine 
Frage richtig beantworten würde.
Damals bastelte ich viel, und zusammen mit einem Freund ging ich gut 
ausgerüstet (alle Datenbücher, die wir bekommen konnten) in die 
Veranstaltung.
Seine Ausführungen waren rhetorisch derart ausgefeilt und gut 
vorbereitet, dass es eine echte Freude war. Seine immer wieder gestellte 
Frage war: Was braucht man, um echte Performance zu machen: Cache, 
cache, cache.
Und was macht man mit Motorola-Prozessoren? Cash, cash, cash.

Naja, die Frage lautete endlich: wieviele Pins hat der 68020?
So was simples hätte ich wirklich nicht erwartet, die Antwort (114 im 
13x13 PGA) kam wie aus der Pistole geschossen, und da ich gleich in der 
ersten Reihe saß, hielt ich die noble Schachtel mit dem 'Goldstück' bald 
in den Händen.

Es war wirklich eines der ersten Muster in D, deshalb die lange Liste 
mit den Silicon-Bugs. Ich muss das ganze Zeug wieder mal hervorkramen.

Am selben Tag zogen wir in die Schillerstraße, um uns mit Fassung, 
Oszillator, 74F... und 74S... einzudecken.

Möchtest Du noch mehr wissen?

Autor: Johannes A. (Gast)
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Ähm, wo war die Schillerstraße der Anlaufpunkt für Elektronikteile?

Ich kenne mich nur in Hannover aus, und da heißen die betreffenden 
Straßen "anderst" :-)

Gruß Johannes

Autor: Michael (Gast)
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In München natürlich :-)

Autor: Kunz von Kaufungen (Gast)
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Die Schillerstrasse in München ist die "Symbiose" aus Rotlichtmileu und 
High-Technologie-Vendors. - Naja, so ungefähr...

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>Die Schillerstrasse in München ist die "Symbiose" aus Rotlichtmileu und
>High-Technologie-Vendors. - Naja, so ungefähr...

Stimmt... Wie kommt sowas bloß zustande? Hängt damit dann auch die 
Verbreitung entsprechender Inhalt im Internet zusammen?

Autor: Kunz von Kaufungen (Gast)
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Also, Rotlichtmilieus sind aus Marketinggründen in der Nähe von Hbfs 
angesiedelt :-)

Und die div. Elektronik-Händler haben wohl nur die Nähe zum 
Platzhirschen Bürklin gesucht. Vielleicht spielt noch ehemals 
Radio-RIM(Ecke Bayerstr.) eine Rolle?

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Hab da gerade was interessantes zu dem Thema gefunden:
http://www.achatz.nl
http://www.sbprojects.com/projects/apple1

Autor: Michael (Gast)
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>>"Symbiose" aus Rotlichtmileu und High-Technologie-Vendors.<<

War in Dortmund genauso. Brückstraße: van Winsen + Radio Ritter
Ebenfalls Bahnhofsnähe - allgemeiner Reisebedarf :-)

Autor: Tobias (Gast)
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"Ich habe mir für zu Hause einen CP/M kompatiblen Rechner mit U880 (Z80)
mit Sio, pio und Ctc gebaut. Der hatte 64 Kbyte Arbeitsspeicher und 
8Kbyte Eprom (4*2716) und ein 720 K Diskettenlaufwerk. Ich glaube, die 
Schaltung war aus der Zeitung "RFE". Das war eine "Sauarbeit", die 
Eprom-Inhalte
von Hand zu brennen. Mal sehen, ob ich das Ding noch finde; dann mache
ich mal ein paar Bilder."

Das wäre klasse.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Ich glaube, das Z80-Buch vom dicken RDK hab ich auch noch, da könnte ich 
auch was abscannen

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Als er es schrieb, war nur das Buch dick ...

Autor: Paul Baumann (Gast)
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@Rufus
Volltreffer! :-))

MfG Paul

Autor: Johannes A. (Gast)
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Die Schillerstraße war also in München...
Na da kann ich Nordlicht echt nicht drauf kommen :-)

Zur Symbiose von Elektronik und Roten Lichtern:
Auf die Tour bin ich überhaupt das erste Mal in meinem Leben
in eine Puffstraße geraten. (Ups, was ist DAS denn jetzt? :-o)
Ich weiß nicht mehr, wo das war, nur dass es irgendwo in
Norddeutschland und ich damals noch nicht volljährig, aber
trotzdem schon allein unterwegs war.

@Rufus und Paul
Ja, auf den Bildern von damals hatte RDK so etwa die Statur
wie ich (heute immer noch) :-)))

@Christoph
Hatte RDK in seinem Z80-Buch auch nur die Befehlsbeschreibungen
von Rodnay Zaks abgekupfert? Oder hatte er wirklich die richtigen
Flags zum NEG drin stehengehabt?

Gruß Johannes

Autor: Schoaschi (Gast)
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AChja... die gute alte Zeit ggg. Aber in sachen Computer bin ich froh, 
dass sie vorbei ist ;-)

Also mein 1. Computer war ein Wang. Kennt jemand von euch dieses Teil?
Ich glaube der hatte nicht einmal einen Mhz, 128kB Ram oder so... auf 
jedenfall war es nicht gerade lustig damit zu arbeiten.

Danach gab es eine Quantensprung zu einem 486 mit 55MHz, 4 oder 8MB Ram 
und einer 350MB Festplatte. Ansich war das Teil nicht so schlecht. Da 
liefen sogar Spiele, die eigentlich nur ab einem P1 geeignet waren, 
problemlos.. nur halt etwas langsam.

Durch die Schule musste dann endlich einmal ein neuer, etwas flotterer 
Rechner her und ich wurde stolzer Besitzer eines AMD Duron 800MHz .. und 
endlich ein Besitzer eines Monitors, von dem einem nicht übel wurde 
gg.

Jetzt tuts ein Sempron. Im grossen und ganzen bin ich mit meinen alten 
Rechnern sehr zufrieden... und sie laufen auch noch alle und sind 
Teilweise auch noch regelmässig in verwendung. Aber drotzdem sind die 
neuen Rechner doch um einiges angenehmer gg

Autor: Tobias (Gast)
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Mein erster Computer war ein C64, mit dem habe ich meine Facharbeit fürs 
Abi geschrieben; damals noch mit Ausgabe auf einem 9-Nadel-Farbducker 
von Star (LC-10C). Meine Güte war das ne Höllenmaschine, Ausdruck am 
Sonntag war unmöglich, da haben sich die Nachbarn beschwert :) Der 
Drucker läuft heute noch (theoretisch), selbst das uralte Farbband gibt 
noch etwas Farbe von sich.

Dann kurz vor dem Abi kam mein erster PC mit einem 486er mit 33MHz, 4MB 
RAM und einer 250MB Festplatte und mit dem "sensationell" schnellen VESA 
Local Bus und einer passenden Grafikkarte. Naja, unter Windows 3.1 war 
das nur bedingt sinnvoll. Dieser PC hatte damals 3.399,00 DM gekostet 
und stammte von ESCOM (leider, war ein Sauladen). Die CPU hatte ich dann 
irgendwann auf 40MHz übertaktet und ihr noch einen Lüfter spendiert. 
Auch wurde der RAM und die Festplatte verdoppelt und mein erstes 
CDROM-Laufwerk (Mitsumi 2-fach mit zusätzlicher Controllerplatine) wurde 
eingebaut. Ergänzt wurde der Rechner dann schließlich mit einer 8-Bit 
Soundblaster.

Dann irgendwann kam ich günstig an ein Notebook von Toshiba mit einem 
Pentium 120 und 64MB RAM. Betriebssystem war Windows 95 und diese Kiste 
war ein echter Quantensprung. Gerade die Mutimediafeatures waren doch im 
Vergleich zu der alten Kiste enorm. Hab das Teil aber nach einem halben 
Jahr gewinnbringend wieder abgegeben da es mit zu unbequem war.

Naja dann kam ein PII-350 von Aldi, den ich immerhin über 6 jahre 
benutzt habe, und jetzt habe ich einen Athlon XP 2800+ der völlig 
oversized ist und einfach nur tierisch viel Strom verbraucht.

Für meinen nächsten PC überlege ich ernsthaft, auf die Mini-ITX-Schiene 
zu wechseln. Stromverbrauch und Geräuschpegel sind da wohl unschlagbar 
niedrig. Aber das gehört hier nicht her :)


Autor: Johannes A. (Gast)
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Schoaschi! Ein Wang! Welcher? Einen 700er hätte ich mir beinahe selber 
gekauft - brauchte das Geld aber dann doch für was anderes...

Im zweiten Anlauf wurde es dann halt ein Selbstbau-Z80er, und damit war 
das Arbeiten, zumal mit CP/M durchaus "lustig" ;-)

Gruß Johannes

Autor: detlef _a (Gast)
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Hallo Freunde von RDK. Kannte den Mann und die Sache bisher nicht, aber 
Ihr meint nicht zufällig jenes downloadbare Basic bei 
http://www.drcrazy.de/nkc/ ?!

Cheers
Detlef

Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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Na da geb ich doch meinen Senf dazu:

Das Teil hieß "LC80" (LernComputer aus DDR-Produktion), hatte einen 
Z80-Klon (U880) und einige dazugehörige Peripherie. Alle Komponenten 
waren auf einer ca. DinA4-großen Platine aufgelötet, Diese wiederum war 
in einer Art Aktenordner untergebracht.. (Laptop-Idee? :-)

Display war eine 6-stellige 7-Segment-Anzeige, Eingabe war ein in der 
DDR populäres Taschenrechner-Gehäuse mit den Tasten 0-F, INT und RESET. 
Nix Assembler - Maschinencode eintippen war angesagt (C3 für "Jump" kann 
ich immer noch auswendig..). Den fertigen Code konnte man über eine 
Diodenbuchse auf ein Tonband aufnehmen / wieder einspielen.

Das Handbuch war für Anfänger denkbar ungeeignet, der Kopf hat einem 
geraucht, da gab es so Signalflußdiagramme usw.. Zusätzliche 2KB oder 
4KB RAM konnte man einlöten. Und - man konnte schon einen EPROM stecken, 
um ein festes Programm beim Einschalten laufen zu lassen. Inkl. lästige 
UV-Lampe und banges Warten beim Löschen/re-programmieren, ob denn alle 
Zellen überlebt haben..

Naja, trotzdem hat die Kiste Messungen durchgeführt, Lichtorgel 
angesteuert, auf 'nem Parallelport-Drucker ausgedruckt, Mehrstimmige 
Sounds erzeugt usw.. Was noch lustig war: Als "Lautsprecher" war ein 
Teil aus einem Telefonhörer aufgeschnallt, das irre kreischende 
Geräusche von sich geben konnte.. Wahrscheinlich bringt man nur als 
Jugendlicher so einen Enthusiasmus auf, sich da einzuarbeiten, nur mit 
Versuch und Irrtum, ohne Internet .. :-)

Autor: Elektrikser (Gast)
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Hallo,

ich habe ja, wie ich schon mal schrieb mit dem '51er-µC angefangen. Mein 
erster PC war ein 386er, davor der C128er. Da schauen hier einige viel 
weiter in die "gute alte Zeit"...

Warum ich hier poste? Ich habe letztes Jahr etwas vom Sperrmüll gerettet 
und es sowiet wieder einsatzbereit gebracht. Schaut mal selbst...

Gruß Elektrikser

Autor: Elektrikser (Gast)
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Bild 2...

Autor: Schoaschi (Gast)
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Ich weis leider nicht welcher Wang es ist. Nirgens steht das wo drauf.

Ich weis nur, das er eine Winchesterfestplatte hat und das die 
Grafikkarte so gross ist wie 2 Motherboards ggg..

So.. ich glaube, der Wang 700 ist es nicht, denn meiner hat schon einen 
Monitor dabei.

So ähnlich sieht er aus: 
http://personas.confidare.cl/blog/wp-content/galle...

Autor: Tobias (Gast)
Datum:

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> Den fertigen Code konnte man über eine Diodenbuchse auf ein Tonband
> aufnehmen / wieder einspielen.

Meine Güte, das erinnert mich an die gute alte Datasette, die es für den 
C64 gab. Was hat man doch geduldig darauf gewartet, bis der langwierige 
Ladeprozess endlich abgeschlossen war :)

Autor: Millenniumpilot (Gast)
Datum:

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Hallo,

wir hatten nichteinmal eine Datasette für unseren C16/Plus4. Haben uns 
ein Interface gebaut und einen ganz normalen Kasettenrekorder 
missbraucht ;-)
Aber die Spiele von damals haben mich mehr gefesselt als die Heutigen.

Gruß Dirk, der in 3 Wochen 41 wird.

Autor: Tobias (Gast)
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> Aber die Spiele von damals haben mich mehr gefesselt
> als die Heutigen.

Irgendwie schon. Hatte das neulich mal wieder ausgegraben und Giana 
Sisters gespielt. Hat tierisch Spaß gemacht, hatte nach so langer Zeit 
nur etwas Probleme mit dem digitalen Joystick.

Autor: Dieter Werner (Gast)
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Jaja, das war wirklich noch was mit den Kassettenrecordern. Einmal der 
Kühlschrank angelaufen oder eine Leuchtstoffröhre eingeschaltet und 
schon gabs einen Fehler und man fing wieder von vorne an.

Ich kam 1975 das erste Mal mit µC in Berührung nachdem ein 
Arbeitskollege in München ein 5-tägiges Intel Seminar über 8048 besucht 
hatte. Weil das so teuer war musste er sich verpflichten einen Teil der 
Kosten zurückzuzahlen wenn er innerhalb der nächsten 2 Jahre kündigt.
Programmiert wurde auf einem PROPMPT48 weil das ISIS Entwicklungssystem 
einfach das Budget gesprengt hätte.
Ich hatte bis dahin nur mit 74er TTL und OPs zu tun und habe den 
Kollegen dann wochenlang genervt und gelöchert bis ich die 
Funktionsweise eines Prozessors / Controllers kapiert hatte.
1978 hab ich dann bei Holzinger ein Kontron Z80 Kit gekauft, das hat 
sagenhafte 799 DM gekostet und war mit 512 Byte Monitorprogramm in einem 
TTL PROM und 256 Byte RAM ausgestattet; selbstverständlich mit Hex 
Anzeige und Tastatur. Das beste an dem Teil war die Tatsache dass es 
einen ECB-Bus mit 5 Steckplätzen hatte von denen nur einer von der CPU / 
RAM / ROM Karte belegt war.
Im Sommer 81 habe ich dann für 1470 DM PRO STÜCK !! 2  8 Zoll 
Diskettenlaufwerke (SS / SD) gekauft und mit CP/M (500 DM !) angefangen.
Das ganze System wuchs noch um einige selbstgefädelte Platinen (EPROM 
Karte, 256kB RAM, EPROM Programmierer, CPU Karte mit DMA und Bank-Logik) 
und wurde 1988 durch einen Commodore PC40 (286er mit 40MB HD) abgelöst.
Alle nachfolgenden PCs waren selbstgestrickt bis zum aktuellen, 
inzwischen auch schon wieder 2 Jahre alten AMD Athlon 64 3000+.

Vielen Dank an Johannes A. für diesen wirklich netten thread.

Autor: Freddy (Gast)
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Hallo!

Mein erster Rechner war auch ein C64 der erst 1994 durch einen PC 
ersetzt wurde als ich in die Lehre kam. Dort hatten wir einen Ausbilder 
der "alten Schule". Wir haben an einem Z80-System die Grundlagen gelernt 
das eine Hex-Tastatur zur Eingabe und ein paar 7-Seg-Anzeigen zur 
Ausgabe hatte. Wir mussten die Programme in Assembler auf Papier 
schreiben und per Hand in Hex übersetzen um sie dann einzugeben. Das hat 
automatisch dazu geführt das man sich Gedanken gemacht hat möglichst 
effizient zu programmieren um nicht soviel abtippen zu müssen.

Ausserdem haben wir in der Ausbildung noch 8085 und 80c535 programmiert.

Es hat viel fürs Verständnis gebracht an so "veralteten" Systemen zu 
üben und vor allem mit dem Oszilloskop zu "debuggen".

Gruß, Freddy

Autor: Johannes A. (Gast)
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@Schoaschi
So sah der Wang 700 aus, wie ich ihn mir beinahe gekauft hätte:
http://www.homecomputermuseum.de/comp/detail/267.jpg

Neupreis anno 1971 so 25000 DM, und ich hätte ihn für lockere 4 Mille 
kriegen können zu einer Zeit, als ein noch voll vergessliches 
8080-Minimalsystem so um 2000 DM kostete... aber wie gesagt, wurde 
daraus nichts - worüber ich ein paar Jahre später gar nicht mehr so 
unglücklich war :-)

Denn da hatte ich mir schon für alles in allem deutlich weniger Geld 
nicht nur meinen Z80er mit für damalige Verhältnisse "unbegrenzten" 
64KB-Speicher, Schreibmaschinentastatur und einem 
Kassettenrekorder-Interface realisiert, dass 16mal so schnell 
aufzeichnete wie das seinerzeit verbreitete Kansas-City-Verfahren, 
sondern zudem noch ein feines Sony-HiFI-Tapedeck erworben, das außer zur 
Datenspeicherung auch richtig gut für Musik taugte.

Speziell zum Tapedeck erinnere ich noch, dass meine damalige Freundin 
über meine nicht ganz abgesprochene Investition zunächst zwar nicht 
wirklich erfreut war, dasselbe dann aber recht schnell auch für sich 
entdeckt hat...

@Dieter
Ich hatte bei meiner Selbstbau-CPU-Karte, in Anlehnung an das Kontron 
Z80 Kit (dessen Schalbild noch ganz normal vollständig im 
Kontron-Katalog abgedruckt war), zunächst selbst an TTL-ROM gedacht und 
dafür auch schon einen Hexcode entworfen. Nur konnte mir damals keiner 
im Bekanntenkreis TTL-ROMs so zuverlässig brennen, wie es nötig war, und 
für die neuen 2716 EPROMs brauchte man noch kein spezielles Löschgerät - 
denen reichte noch ein Tag draußen in praller Sonne :-)

Mein erstes 8"-Floppy-Laufwerk hab ich übrigens in einem Glücksgriff für 
schlappe 400 DM ergattert, dafür kosteten mich meine ersten Disketten 
noch 20 DM pro Stück, hatten allerdings schon 239KB netto, für die die 
späteren 5-1/4-Zöller erst laaaange üben mussten - weswegen ich mir 
tatsächlich nie das Floppy-Blocking/Deblocking im CP/M-BIOS angetan 
habe.

@alle, die hier mitmachen
Für das, was hier so abläuft, habe ich echt nur noch ein Wort: "geil" 
:-)
Ich mein, warum ich diesen Thread aufgemacht habe, steht ganz oben, aber 
dass er binnen nur ein paar Tagen auf über hundert Postings anwachsen 
würde, hätte ich ehrlich nie gedacht. Und auch nicht, das sich dabei 
nicht mal die kleinsten Kabbeleien ergeben würden.
Danke für diese angenehme Überraschung!

Gruß Johannes

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>Ich kam 1975 das erste Mal mit µC in Berührung

Da war ich 3 Jahre alt...

Autor: SiO2 (Gast)
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@Johannes
>>Und auch nicht, das sich dabei nicht mal die kleinsten Kabbeleien ergeben 
würden.

Hmm, dann Flame ich mal ATARI ;), Naje, ich muss zugeben, daß'der C64 
bessere Grafik hatte. Und im endeffekt ist es ja wohl egal was man hat. 
Ich hatte halt meine 8Bit Ataris, aber wenn ich mir so durchlese, was 
manche so gemacht haben z.B. LC80 (ich wolte mal nen Z1013 haben, aber 
dann kam die Wende) dann kann nur Neid und Respekt aufkommen, und ich 
mich kleinlaut mit meinem Ready2Play System in die Ecke zurückziehen.

PS: Echt gute Idee der Thread. Es macht einfach Spass das hier alles zu 
lesen.

Autor: T.Stütz (Gast)
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Angefangen auf einem "Laser 2000" (Na kennt den jemand ???) Prozessor 
Z80 und eingebautes MINIMAL-Basic.

Danach habe ich mir einen ZX Spectrum 48K geleistet (ging damals noch in 
die Schule). Datenträger war ein Kassettenrecorder (kennt jemand noch 
das Kreischen das aus dem Lautsprecher kam während man geladen hat?), 
Ausgabe auf den Fernseher, in Farbe (aber nur Sonntags wenn Mutti und 
Vati nicht da waren).Irgenwann hat es den Plastiktatsturstecker 
zerbröselt, danach hat der Spectrum eine "Sonderbehandlung" erfahren 
(Eine alte Tastatur ausgeschlachtet und ein neues (stabiles) Gehäuse, 
nimmt mich wunder das Teillebt noch)

Nun ja danach gings dann gleich in die vollen 32Bit: einen Amiga 500, 
dazu dann nach einiger Zeit eine Festplatte.

Dann imLaufe des Studiums der Rückschritt zum PC (386) und Laptop.

War eine schöne Zeit und ist heutzutage unbekannt.

Gruss

Autor: Dirk K. (millenniumpilot)
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Hallo T.Stütz,

> Nun ja danach gings dann gleich in die vollen 32Bit: einen Amiga 500,
> Dann imLaufe des Studiums der Rückschritt zum PC (386) und Laptop.

Das kannst Du aber laut sagen!!!!
So haben wohl viele hier damals (und auch heute) gedacht.
Man war das eine Umstellung vom AmigaOS zum DOS mit NortonCommander. 
Windows 3.1 kam ja erst später und ist doch wohl nicht vergleichbar.

Gruß Dirk

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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Wo hier auch schon Spiele angesprochen wurden:
kennt einer von euch noch Impossible Mission für den C64? Das hat mich 
damals hin- und hergerissen.

MW

Autor: Michael (Gast)
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"kennt einer von euch noch Impossible Mission für den C64? Das hat mich
damals hin- und hergerissen."


There's another visitor, stay a while - and stay forever ;)


http://www.kultpower.de/external_frameset.php3?sit...

Autor: Dave (Gast)
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"kennt einer von euch noch Impossible Mission für den C64? Das hat mich
damals hin- und hergerissen."

Allerdings!
Das habe ich sogar noch auf ner  5 1/4" Disk.
Es gab nur ein Spiel, dass mich mehr gefesselt hat: Die dunkle 
Dimension!
Schwärm Von solch atmosphärischen Spielen können sich die 
Game-Designer heute durchaus noch was abgucken . . .

Autor: Mike R. (thesealion)
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Ich komme mir ja richitg jung vor, ich hab irgendwann (so um ich glaube 
1992) mit dem Amiga 500 angefangen. Davor war nur ein wenig basteln mit 
Widerständen und Kondesatoren angesagt :-)

Beim Stöbern auf Kultpower sind mir dann die richtig schönen alten 
Spiele aufgefallen: SO etwas wie Battle Isle auf dem Amiga oder später 
dann
System Shock auf dem PC. Das waren noch Spiele mit Anspruch.

Autor: Johannes A. (Gast)
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> Angefangen auf einem "Laser 2000" (Na kennt den jemand ???)

Ihich :-) Zumindest dem Namen nach.

> (kennt jemand noch
> das Kreischen das aus dem Lautsprecher kam während man geladen hat?),

Ihich :-) Oft genug aus dem Nebenraum mit den "bastelnden" Kollegen 
gehört, wenn es nach dem normalen Feierabend ruhiger wurde.

> System Shock auf dem PC. Das waren noch Spiele mit Anspruch.

System Shock war wohl das erste Spiel für den PC, wo man wirklich 3D 
denken musste. Und für die Zeit, wo es rauskam, war es der Hammer 
schlechthin: Dermaßen viel Feinheiten in so wenigen MB - ich hab es vor 
ein paar Jahren nochmal wieder rausgekramt und auf nem modernen Rechner 
unter Win98SE aus der RAM-Disk gespielt. Und trotzdem wieder einige Tage 
bis zum Ende gebraucht.

Danach hat mich eigentlich nur noch "Descent" beeindruckt. Vor allem das 
eine Mal, als ich einmal mit 3D-Helm da eintauchen durfte...

Gruß Johannes

Autor: Marko B. (Gast)
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Hmm, ich habe mit dem Amiga angefangen, also ist es bei mir umgekehrt 
als bei den meisten Postern hier: danach ging es nur Abwärts (PCs) und 
heute sitze ich vor einem Laptop mit Windows XP. :P

Rufus T. Firefly: hast Du den Jupiter Ace noch?

Autor: Peter (Gast)
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@Michael:

Klar kenne ich Impossible Mission noch...das Spiel hatte eine wahrlich
düstere Atmosphäre, trotz der für heutigen Verhältnisse schlechte
Auflösung.
Gut fand ich auf dem C64 auch noch dieses Spiel, wo man als ägyptischer
Sklave =) eine Pyramide hochwetzen und dabei Steinblöcken ausweichen
musste. Einfach, aber fesselnd. Nur das Ende nach dem 3. Level war
sehr enttäuschend, weil man einfach wieder beim 1. Level anfing.

Oder Bob'n'Rumble, wo man als blonder BodyBuilder durch die Gegend lief
und Kampfhunde und Omas verprügelt hat =) Einfach genial!

Auf dem Amiga waren es dann Spiele wie Norh&South, Rick Dangerous,
Alien Breed, R-Type oder auch IK+, für die ich sogar die Schule
geschwänzt habe =)

Heute auf dem PC spiele ich gar nicht mehr. Als die ersten PCs
aufkamen habe ich mich noch gewundert, das die beim Windows-
Bildschirmschoner nicht mal ein ruckelfreies Scrolling hinbekommen
haben, das habe ich ja auf dem Amiga schon mit Interrupts in
Assembler perfekt hinbekommen =) Ich hatte damals nicht gedacht,
dass sich so etwas durchsetzen kann...wie man sich täuschen kann!

Peter.

Autor: Avr Nix (avrnix) Benutzerseite
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Ich habe damals mit einen ZX-81 angefangen der hatte schon seine stolze 
1KByte RAM die später auf 16 KByte aufgerüstet habe, ich dachte der 
Spricher würde nie voll -lol. Und die Programme die auf einer Cassette 
aufgenommem wurde, dadurch enstand doch Techno ( hört sich genau so an 
;-) ),das Hard Bit Rock auf Cassette! Mit der Blockgrafik und SW - LOL . 
Die Tastertur musste ich selber nachbauen, da ich keine 200-300 DM dafür 
gehabt habe.

Aber schönes Teil :-)

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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@Marko B.
Ja, den gibt es noch irgendwo. Allerdings sieht er ziemlich mitgenommen 
aus, da ich daran recht heftig herumbastelte (VHF-Modulator durch 
"richtigen" Videoausgang ersetzen, vernünftiger Stecker auf externen 
Bus-Anschluss (64pol. VG-Leiste), Anschluss für externe Tastatur 
(parallel zur vorhandenen Tastaturmatrix).
Das Gehäuse aus höchstwertigem Material (Joghurtbecher) hat darunter 
auch gelitten.

Die erste Erweiterungsplatine, die ich für den Ace gebaut hatte, war 
eine Speichererweiterungskarte, die dem Ace gnadenlose 6 kByte mehr 
verschaffte.
Später gab es eine Neuauflage dieser Platine, an die ich noch einen 
"Eprom-Emulator" anschließen konnte. Das war ein SRAM mit Bustreibern an 
Adress-, Daten- und Steuerleitungen, das mit zwei Flachbandkabeln und 
Steckern in zwei Rechner eingesetzt werden konnte. Mit einem Schalter 
wurde umgeschaltet, welcher der Rechner Zugriff auf das SRAM erhält.

Damit habe ich meinen ersten Selbstbaurechner zum Laufen gebracht, 
kleine Progrämmchen von Hand assembliert und in den "Emulator" 
eingetragen (auf der Gummitastatur des Ace gar kein Vergnügen, aber auch 
meine Erweiterung war kaum besser). Dann den Schalter umgelegt, auf dem 
anderen System auf den Resettaster gedrückt ...

Autor: reimay (Gast)
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Das war mein erster: ein Sharp MZ800

http://www.computermuseum-muenchen.de/computer/sha...

Autor: Lanius (Gast)
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-Busch Elektronikbaukasten, nur Analog- und Digitaltechnik, kein MC
-ZX Spectrum
-Atari 1040 STF
-Atari F030
-Laptop 386SX
-Pentium 150MHZ
-PII 400MHZ
-AMD Duron 1000MHZ

Autor: Amateurfunker (Gast)
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Hallo Leute,
es war der VC20 mit 7 Jahren. Dann kam der C64. Der läuft heute noch als 
Firewall und Rechner für Packet Radio. Dann kam der 386. Dann der Laptop
Yakumo mit den neuen und alten Anschlüssen. Dann kam ein kleine 
Mainframe OS390 und dann kam der Amateurfunk mit den Widerständen, 
Kondensatoren, Dipper, HF Antennen , Kommunikation round the world, 
Linkverbindung über 92Kilometer Entfernung, Digipeater und DLC7. Vieles 
hat sich seit damals 1977 geändert. Vieles ist besser. Was ist 
geblieben. Die Liebe zu Mutter Natur und Väterchen Zeit. Man kann alles 
ändern, diese sollte man nicht ändern. Es gibt noch viel zu tun. Carpe 
Diem.

Autor: Tony W. (snowcrash)
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Hi,
dann schwelge ich auch mal in Erinnerungen ;-)

-Dragon 32 (6809er mit -glaub ich- 0,9MHz)
-Dragon 64 mit Floppy-Station
-Sinclair Spectrum (nur kurz, die Gummitastatur war nix)
-C64 mit Datasette, spaeter doppel-Floppy
 und dann fuer laecherliche 2000DM ein 286er mit Drucker

Danach hab ich meine immer selber zusammengepfriemelt.

cu Tony

Autor: dkm (Gast)
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Das Spiel Impossible Mission hat mich damals ganz von selbst auf die 
Idee gebracht, ein Komprimierungsprogramm zu schreiben, weil es sehr 
gross war und in der Datei vieeeele Null-bytes und gleichartige 
Bytefolgen waren. Ich hab dann (ohne zu wissen das es das gibt) einen 
RLE-Algorithmus in Basic geschieben und habe dann das Programm 
tatsächlich um EINEN Block auf der Diskette kleiner gekriegt......

Autor: Browncoat (Gast)
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WOW ein Block, das hat ja dann eine Zeitersparnis beim laden von knapp 
fünf Sekunden gegeben :) . Siehst und jetzt ist es auf'm DTV drauf, da 
klick ichs an und da isses. Ist schon merkwürdig wie schlampig und 
Ressourcenfressend heutzutage programmiert wird, da hat man sich früher 
echt mehr Gedanken gemacht. Aber so isses halt, merkt man ja selber 
auch, je größer die Festplatte, desto schneller isse voll.

MfG BC

Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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Ich würde das mit der Festplattegeht so ausdrücken:

"Die Zeit, die ein bestimmter PC-Benutzer braucht, um eine beliebig 
große Festplatte voll zu kriegen, ist eine Konstante." :-)

Betr(ü?)ieblich Beispiele für Leute mit kleiner Zeit-Konstante: Der 
Kontrollfreak, der "immer alles mithaben" will und die Marketing-Leute, 
die gerne 10 Versionen der gleichen Grafiken/Filmspots aufheben, "damit 
man die Änderungen sehen kann" :-) Wer kennt keinen von diesen..?

Gut, daß man von der Welt (noch?) kein Backup machen kann, ohne 
Rekursion zu verursachen.. :-)

Autor: Johannes A. (Gast)
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Carsten, damit hast Du glatt ein neues "Gesetz" formuliert :-)

Aber was mir bei "immer alles mithaben wollen" noch einfällt:

Zu Zeiten von Windows 3.1/3.11 war es noch möglich, Windows so zu 
konfigurieren, dass es quasi als DOS-Extender ohne die grafische 
Oberfläche lief. Was dabei herauskam, habe ich für mich immer WinDOS 
genannt, und bevorzugt für meine damaligen TurboPascal-7-Entwicklungen 
genutzt.

Insbesondere beschleunigten die 32bit-Festplatten-Zugriffe von Windows 
mein damaliges Katalog-Projekt pro Durchlauf auf unter 1 Minute, während 
das normale DOS rund 20 Minuten je Durchlauf brauchte.

Wenn ich mich recht erinnere, belegte das "WinDOS" mit so zirka 1,5MB 
auf der Festplatte auch noch ausdrücklich wenig Platz.

Gruß Johannes

Autor: Lanius (Gast)
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hier gibt es alte NEWs:

http://www.stcarchiv.de/hc1985/06_atarist.php


träum

Autor: Lanius (Gast)
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http://www.eymann.info/hc/verzeichnis_000_050.html

Happy Computer hab ich auch gelesen und Basic-Programme abgetippt die 
ich überhaupt kein Stück verstanden habe.

Autor: Kalle DL4DBY (Gast)
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Hallo liebe Mit- Nostalgiker!
Toll, dass ich hier als "alter Knopf" auch mal in Erinnerungen schwelgen 
kann! Also mein "Erster" war der ALPHA-1 der Berliner Firma MCS. Ich 
wollte damals Ende 1978 auch einen Computer haben, habe mir die erste 
"CHIP" gekauft und gleich den darin getesteten "ALPHA" bestellt - und 
war 2 Monate pleite ;-))
Habe 6 endlose Wochen gewartet und dann kam der Bausatz. 20 Stunden 
löten (am Stück!) und ich hatte 6 Ziffern auf dem Display. Toll, aber 
kapiert hatte ich nichts. Nach ein paar HEX- Eingaben und gekauften 
Audio-Kassetten mit adaptierten Spielen aus dem "First Book of KIM" (für 
schlappe 50 DM das Stück) war ich irgendwann "Schach" (das berühmte 1,25 
KB- Programm) und "Mondlandung" leid. BASIC musste her. Nochmal an die 
1.000 DM für Tastatur, Video- Terminal, Speichererweiterung und TINY 
BASIC investiert, ein dickes Netzteil und los ging's.
Dann vom Geld eines Semesterferien- Jobs ein "Video- Genie" geleistet - 
wow. Irgendwann kam dann auch da die Speichererweiterung und ein 
Expansion- Port- Nachbau mit getrennten Floppy- Disks und NEWDOS. Später 
wieder alles zu Geld gemacht und eine kurze unglückliche Verbindung mit 
einem Modell 100 mit 8KB RAM gehabt. Dann fürs Büro einen TRS-80 Modell 
4 portabel.
1982 kam dann ein Turbo- XT mit V20 ins Haus. Erst nur mit einem 
Disklaufwerk, das zweite habe ich noch in der gleichen Woche gekauft 
;-))).
Naja jetzt sitze ich an einem Laptop mit XP....
Aber einige Rechner aus der Zeit habe ich wieder - jetzt kann ich sie 
mir wieder leisten: KIM-1, Elektor Junior- Computer, ALPHA-1, AIM-65, 
PET-2001.
Meine Güte, was haben wir damals mitgemacht! 1 KByte RAM für 100,- DM; 
Disklaufwerke 300,- (ohne Controller), Festplatten so teuer wie Autos.
Und die seligen Zeiten, wenn endlich die "mc" herauskam und für den 
eigenen Computer ein Programm dabei war. Fotokopien vom Thermodrucker- 
oder Fernschreiberausdruck waren das Beste. Musste das 8 oder 0 heissen? 
Abtippen, speichern, starten, Absturz!
Aber gelernt habe ich doch einiges.

Autor: unsichtbarer WM-Rahul (Gast)
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Kennt eigentlich noch jemand "Fifth"?

Autor: dkm (Gast)
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nö, nur FIG-Forth

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Ja wie schon geschrieben, bei mir wars auch der 6502, mit dem AIM65 
(1979), auch ein Fernschreiber als Zweitdrucker, neben dem eingebauten 
Thermodrucker und etwas später einer Typenradschreibmaschine mit selbst 
eingebautem Druckerport. Video-Textausgabe auf dem "Elekterminal" und 
einem portablen Schwarzweiß-TV mit selbst eingebautem Videoeingang.

Preis damals für das 4kByte-Eprom 2532 über Beziehungen nur 120 DM pro 
Stück. Programmieren am Erweiterungsanschluß des AIM, löschen mit einer 
Briefmarken-UV-Lampe, später mit einem "Ozongenerator" vom Flohmarkt.

So ca. 1984 dann zwei AppleÜÄ-Nachbauten vom Flohmarkt, mit umgebauten 
5-1/4Zoll-Floppylaufwerken, 140 kByte , dazu den Floppylocher um auch 
die Rückseite benutzen zu können, die billigesten Floppies kosteten so 5 
DM pro Stück, oft waren noch defekte darunter.

Autor: Wolfgang Jansen (Gast)
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Das mit der 8085-CPU ist nicht richtig. Die CPU des EPR-1300 war aus 
Bitsclice-Prozessoren (AMD 2900, 2910) aufgebaut. Der 2900 war ein vier 
Bit Prozessor, davon vier in Reihe macht 16 Bit, dazu den 2910 als 
Steuereinheit. Taktraten 16 MHz  20 MHz für die militärische  zivile 
Version. Das Ganze wurde über einen 48-Bit Microcode gesteuert. Da 
Architektur, Microcode, Betriebssystem (MOS, EOS) und Sprache (META-S) 
aufeinander abgestimmt waren, war die Kiste zum damaligen Zeitpunkt 
recht flott. Ich habe von 1980 bis 1984 selbst mit dem EPR-1300 
gearbeitet, Programmiersprachen Pascal und META-S.

Autor: Thomas (Gast)
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Kennt noch einer die 3"-Disketten von Schneider? Als die Geräte nicht 
mehr so verbreitet waren hab ich 60 DM für ein Zehnerpack bezahlt.
Allerdings waren die auch robuster als die wabbeligen 5 1/4".

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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Ich habe 1982 für meinen ersten Diskettenpack (10 St. 5 1/4) Döblin und 
Böder) für den C64 auch über 50,- gezahlt. Heute kriegt man dafür das 
Laufwerk mit dabei :-)

Autor: uneinnehmbarer WM-ahul (Gast)
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ein 5,25"-Laufwerk wirst du zu dem Preis nicht bekommen, geschweige die 
Disketten...
Meine erste Diskette war von Memorex und hat 5 DM gekostet.
Der erste Zehnerpack NoName hat dann 30 DM gekostet...

Autor: uCler (Gast)
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Angehängte Dateien:

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Wo Ihr gerade bei Disketten seid - ein Bild von unserer damaligen 
Laboruhr. Die Zusatzeinteilung stammt von unserem Oberkümmerer 
höchstpersönlich, nachdem wir uns nicht einigen konnten ob wir um 12:15 
oder 12:30 Essen gehen sollten.

Gruss Udo

Autor: Wolfram (Gast)
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Sehr treffendes Bild!
Für eine FLOPPY ist es heutzutage wirklich 5 nach zwölf...

Autor: uCler (Gast)
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Nun ja - ehrlich gesagt - wir hatten damals schon keine 8"-Laufwerke 
mehr

Autor: Wolfdieterich Müller (Gast)
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Hier meine Story:
Bis 1972 mit „billigen“ Taschenrechnern das Arbeiten mit fünfstelligen 
Algorithmen-Tafeln und Rechenschiebern (wer kennt noch die komfortablen 
„Aristo“ und „Faber“) abgelöst.
Mit Vorkenntnissen an großen Maschinen erste Programmierversuche in 
HP-Basic mit Rechner HP9825 (32k RAM), 8“ Disk-Laufwerke, 
DaisyWheel-Drucker, 4Farben-Tischplotter. Programme für das Vermessen 
von RADAR-Geräten; Übernahme der Geländedatenbank vom FTZ (Bundespost) 
auf 8“-Disk’s.
Taschenrechner HP-41C (Nachfolger des HP-67) mit Card-Reader, Printer, 
Barcode-Reader = „Kabel mit was dran“. Von den letzten Dollars HP-15 und 
HP-16 (Taschenrechner) aus den U.S.A. mitgebracht – man staune über die 
Dauerhaftigkeit der Knopfzellen!
Eigenbau eines „Apfel2“-Verschnitts – Selbstmontage auf Motherboard, 
geregeltes Netzteil selbst entworfen und gebaut. CPU 6502. Fernseher zum 
Monitor umgepfriemelt. Erst mit Mäuseklavier als Binär-Tastatur und 
Kassetten-Laufwerk für Abspeicherung. Dann 2 Disketten-Laufwerke 5¼“ 
selbst bestückt, justiert. DOS 3. Eine Cherry-Tastatur. EProm-Brenner. 
Von 64 auf 128 Charakter umgebaut, damit Groß- und Kleinschreibung (im 
ROM „Microsoft“ gefunden). Weihnachten 1973 Drucker EPSON MX-100 bei 
VOBIS in Aachen abgeholt. Von Applesoft auf CP/M umgesattelt. Erste 
Gehversuche mit „C“.
1984 Olivetti-Rechner für Steuerberater programmiert.
1988 Arbeiten mit ’286.
1989 Erster ’386.
AutoCAD, „C“. Plottserver-Programm entworfen und ganz schön verkauft. 
Die ersten Viren werden entdeckt.
Ab 1990 Programme in „C“: RADAR-Vermessung – jetzt privat.
Alles durchlaufen: Windows 3.1 … Windows XP.
Und heute: aus brauchbaren Resten immer wieder einen brauchbaren Rechner 
zusammenbauen und jemandem damit eine (Anfangs-)Freude machen.
Und weiter heute: in „C“ ein Gleisbildstellwerk für die Modellbahn 
schreiben und probieren, dann die Hardware dazu bauen. Macht Riesenspaß.
Schön, wenn ich Freunden mit Tipps aus der Patsche helfen kann.
Und meine Anfrage zu dem PC, der XP nicht wollte: heute akzeptiert er 
XP, noch ehe ich es mit der Empfehlung zur Taste F5 versucht habe. 
Window 98 hat die Platte zu putzen, XP braucht Platz. Danke

Autor: Johannes A. (Gast)
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Yepp! Mit Logarithmus-Tabellen und Rechenschieber hab ich noch mein Abi 
bestritten. Und die Überschlagsrechnung, die man mit dem Rechenschieber 
einfach brauchte, übe ich bis heute gerne, weil sie einfach nützlich 
ist, um "mal eben kurz" eine Digitalschaltung zu dimensionieren - oder 
um die Kassierin im Supermarkt zu verblüffen, indem ich ihr das Geld in 
die Hand drücken kann, noch bevor sie den Betrag zuende ausgesprochen 
hat :-)

Und zum Thema Taschenrechner: Mein erster hat mich, auf heutigen 
Geldwert umgerechnet, rund 500 Euro gekostet...

Autor: mch (Gast)
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@Profi

K.R.?

Die ganze Geschichte mit dem 68020 kommt mir so bekannt vor :)

Auch an den 16032 erinnere ich mich noch, nach dem habe ich nämlich 
gerade per google gesucht und da bin ich hier gelandet.

Na, für alle anderen auch ein Stückchen "Gute alte Zeiten":

- erster "Rechner" 4 bit,
gebaut aus 74181 (ALU), 7489 (Speicher), 7475 (als Adressregister 
benutzt) und (prinzipiell) 72S188 (oder so) als PROM für Programme.
Das mit dem PROM blieb dann aber weg, weil mir schon die ersten 
"handgetakteten" Programme zeigten, dass ich mit dem Teil wenig würde 
anfangen können ...

- zweiter Rechner 8 Bit
8080, auch selbst entworfen, allerdings angelehnt an eine Vorlage (Pelka 
hiess der Autor). Hatte 256 Bytes RAM, sonst nichts dazu.
Weil ich da noch kein EPROM hatte, musste ich alle Programme per "DMA" 
mit einer weiteren selbstentwickelten Schaltung reintasten. Das war 
sogar VIEL komfortabler als das "Original", da hätte man mit lauter 
Kippschaltern die Adressen und Daten einzeln eingestellt (also 24 
Schalter) und zwar für jedes Byte. Bei mir ging das dann schon mit einer 
Hardware-"Automatik" mit 16 Tasten und HEX-Kontrollanzeigen inkl. 
"Adressinkrementierung".

Damit liefen dann schon erste richtige Programme. Die Eingabedaten 
musste ich vorher auch im RAM ablegen und nach Programmende (HALT des 
uP) habe ich dann im RAM das Ergebnis ausgelesen :)

Das System wurde dann noch ausgebaut, erst kam ein 8255 (PIO) dazu, dann 
ein 8251 samt Tondiskrimintor zwecks Speicherung der Daten auf Kassette.
Sonst war ja immer alles weg :/
In Analogelektronik war ich aber damals nicht gut, deswegen habe ich 
zuverlässig bloss Datenraten von so 100 bit/s hinbekommen. War aber ein 
Riesenfortschritt ggü. jedesmal neu eintippen. Kurz danach kam auch noch 
ein 2708 (EPROM) dazu, da hatte ich dann sogar die 
"Save-/Restore"-Routinen ohne Eintippen mit drin.
Ausgabe immer noch über Siebensegmentanzeigen am 8255, aber aufgerüstet 
auf 1k RAM.

Dann bekam ich von einem Freund (Profi??) eine fertige Platine mit einer 
CRT-Ansteuerung, d.h. ich konnte damit 80x25 (oder so) Zeichen in 
Schwarzweiss auf einem Fernseher darstellen.

Das war der Durchbruch, denn damit baute ich den dritten Rechner aus:

- Z80 als CPU (war damals brandneu)
- 2716 als EPROM (da passte ein selbstgestrickter Monitor rein)
- eine Cherry-8-bit-Tastatur als Eingabemendium
- der CRT als Ausgabe
- die Kassette als Bandspeicher

Ich hatte auch versucht, ein paar dynamische RAM (4k x 1) zum Laufen zu 
bringen, aber da bekam ich leider jede Menge Bitfehler, ich glaube, kich 
habe die Ansteuerung damals noch nicht im Griff gehabt). Sonst hätte ich 
diesen Superrechner auf 16KB RAM hochgerüstet :)

An das RDK-Buch erinnere ich mich auch, da waren zwei Basics drin, ein 
Tiny und ein "normales" von TDL. Die habe ich beide reingehackt 
(Profi??) und die liefen sogar. Mit dem TDL hat es aber gedauert, das 
waren so 12K und die wollten ja auch erstmal richtig abgetippt werden.
Da hatte ich dann den Rechner auch mit SRAM soweit hochgerüstet, dass es 
reinpasste. Man musste es bloss noch von der Kassette laden, die war 
aber so unzuverlässig wie eh' und je und deswegen dauerte das immer ...

Spätere Rechner:

- ein Z8001 (16 bit Zilog, an RAM/ROM erinnere ich mich nicht mehr)
- ein 6809 (ein Spielzeugrechner)
- ein 8749, da habe ich ein Schachprogramme rein-"angepasst"

Ja und dann kam das Glanzstück, ein 16032
Der war damals so exklusiv, dass ich mehrfach mit dem Distri verhandeln 
musste, dass ich den überhaupt als "Nichtfirma" bekomme.
Da ich in der Digitalelektronik dann doch schon ziemlich fit war (da war 
ich immer noch Schüler), habe ich mir da ein "richtiges" 19"-System 
gebaut:

Karte 1: CPU mit Anpassungslogik
Karte 2: DRAM (128KB glaube ich)
Karte 3: CRT, diesmal selbst entworfen mit 7220, d.h. Vollgrafik 720x350
Karte 4: Floppycontroller mit WD2793 (oder 2797?)

Dazu habe ich mir dann auch eine Art Mini-Betriebssystem geschrieben, 
d.h. ich konnte Disketten formatieren (eigenes Format, logisch), da 
Daten abspeichern, ich hatte einen Assembler, einen Disassembler und 
einen Editor. Das war von 0 weg alles selbst gebaut und geschrieben, 
ohne Vorlage, das würde ich heute nicht mehr tun. Aber ich hatte wenig 
Geld und dafür Zeit ...

Ja, und dann kam die Erkenntnis, dass esan SW fehlte und natürlich für 
"mein" BS nie geben würde.

Da bin ich dann zum Stand der Technik "heruntergestiegen" und habe einen 
Rechner mit 68180 (Z80-Klon, aber besser) gebaut, dazu ein BIOS 
geschrieben und dann ein CPM 2.2 angepasst.
Voila, plötzlich hatte ich WordStar, TurboPascal, M80/L80 und so fort am 
laufen!
Damit habe ich meine ersten 2 Studienjahre bestritten ...

(Für eine Fremdfirma hatte ich noch zwischendurch einen Rechner mit 
Z80/Z8001 Dual-CPU gebaut, dazu ein paar Ausflüge in die 4bit-Welt, 
75P02 oder so). So Kleinkram halt, heute sagt man "embedded systems".

Als letztes eigenes Projekt habe ich mir dann einen Rechner fürs 
Schachspielen gebaut, der war als Einsteckkarte für einen IBM-PC 
ausgeführt. Hatte eine von mir definierte 16bit-RISC/VLIW-Architektur.
Alle Befehle waren 40 bit lang, er rannte mit 25MHz, brauchte pro Befehl 
einen Takt, hatte 256k DRAM als "Hintergrundspeicher" und als Highlight 
hatte ich ihm sogar einen Automaten (in einem PAL 16KL8) eingebaut, mit 
dem er eine 16x16-Multiplikation ausfuehren konnte. Das dauerte dann 
aber 16 Takte. Natuerlich waren die Befehle aufs Schachspielen 
ausgerichtet.
Dazu hatte ich in Pascal einen Assembler/Linker geschrieben, weil es 
sowas natuerlich fuer meine CPU nicht geben konnte.
Später lief das Ganze unter Windows 3.1, die Kommunikation ging per 
Treiber und ein anderer Freund hat ein Schachprogramm entwickelt.
Wir kamen damit bis ziemlich an die damalige Weltspitze ran, aber eben 
nur fast.

Tja, und seitdem bin ich faul geworden und nehme nur noch fertige CPUs 
(ARM, AVR, so Zeugs halt) und fertige BS, Compiler, Editoren.

Man wird eben älter.

mch




Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Argh, Horst Pelka. Ja, der war irgendwie ganz besonders finster.

Autor: mch (Gast)
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Stimmt, Horst war der Vorname.
Aber so finster fand ich den gar nicht, oder mich täuscht die 
Erinnerung.
Er hatte nur ein paar ganz spezielle Eindeutschungen, ich glaube, die 
hat er von Siemens damals übernommen.

So war zum Beispiel der "Stack" bei ihm der "Kellerspeicher" und 
konsequenterweise der SP der "Kellerspeicherzeiger".
Mir war das ganz zu Anfang Hose wie Jacke, weil ich erst mal gar keine 
Unterprogramme geschrieben habe :)

Die 8080-Befehle hat er auch leider (in meinem Buch) nicht so ganz klar 
erläutert, und weil ich ja sonst nichts hatte, habe ich dann versucht, 
mir anhand der Beispielprogramme oder des Namnes die Funktion eines 
Befehls herzuleiten. Nicht immer 100% erfolgreich:

ROL (oder so ähnlich) hat den Akku um eine Stelle nach links rotiert.
Eigentlich klar. Aber irgendwie habe ich oder Pelka das mit der "eine 
Stelle" übersehen, jedenfalls suchte ich dann nach einem Beispiel, wo 
das vorkam.
Das war dann bei einem "Zufallsgenerator", da wurde der Akku in einer 
Schleife solange per ROL "rotiert" bis ein neuer Tastendruck kam.
Blöderweise stand genau neben dem "ROL" als Kommentar: "erzeugt eine 
Zufallszahl". Mit der Schleife und er Annahme, dass die Zeiten zwischen 
zwei TAstendrücken zufällig sind, ist das schon klar.
Aber ich dachte damals: Aha, klar: mit ROL fängt der Akku zu rotieren an 
und irgendwann hört er dann wieder auf und wo er stehenbleibt -  das ist 
der Zufall!

Dann gab es noch die "RESTART"-Befehle, die hiessen eigentlich 
"Re-Start", also "Wiederbeginn" und waren Ein-Byte-Calls.
Für mich damals mangels Verständnis des "Kellerspeichers" unsinnig und 
unklar. Die wurden auch in einem keinem Beispiel verwendet.
Also dachte ich: Aha, klar, die heissen (Deutsch!) REST-ART weil es der 
traurige REST an Befehlen ist, die halt auch noch da sind, aber sinnlos 
sind.

So gings ganz am Anfang ...

mch

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Was ich beim Pelka furchtbar fand, war sein Umgang mit der Fädeltechnik; 
durch die Verwendung von "Fädelkämmen" hat er das HF-Verhalten (sofern 
man bei 8080 & Co überhaupt von HF sprechen kann) verhunzt - alle 
Signalleitungen wurden so schön parallel geführt, was interessante 
Auswirkungen auf das Übersprechverhalten hatte.
Wenn man beim Fädeln nur logisch zusammengehörende und gleichzeitig 
schaltende Signale parallel führt (also Adressleitungen, Datenleitungen 
etc.), dann lässt sich ein wesentlich geeigneteres HF-Verhalten 
hinbekommen. Mit so einer Fädeltechnik lassen sich bei anständigem 
Design der Stromversorgung (dickere Drähte, SMD-Kondensatoren) 
problemlos 25 MHz Taktfrequenz hinbekommen (in meinem Fall mit einem 
68020).
Na gut, das dem Pelka vorzuwerfen, ist nicht gerecht. Aber dessen 
schwerstfällige Siemens-Normsprache ... mich schauderts jetzt noch, über 
20 Jahre, nachdem ich das letze Mal eines seiner Bücher in der Hand 
hielt.

Assemblerprogrammierung habe ich mit Rodnay Zaks (im Original) gelernt 
...

Autor: mch (Gast)
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Nun gut, gefädelt habe ich sowie nie. Ich habe immer mit Lackdraht (bei 
dem der Lack unter Hitze beim Löten verdampft) "Direktverbindungen" 
gelegt. Weil damals die Pins auch bei Adress- und Datenbus bei vielen 
Bausteinen noch wie Kraut und Rüben durcheinandergingen, gab es kaum 
Parallelbusse. Ich würde mal sagen, so eine Kraut/Rüben-Platine war 
übersprechtechnisch ziemlich unempfindlich. Und eigentlich war mit 
HF-Übersprechen bei einem Takt von 2-6 MHz eh' nicht viel los. Im Radio 
hören konnte man die Dinger natürlich schon , wegen der Oberwellen auch 
schön gut im UKW :)
Aber zum Glück lebte ich auf dem Land und bis zum Nachbarn reichte die 
Sendeenergie dann doch nicht ...

Wenn schon, dann haben eher Groundbounce und Konsorten zugeschlagen, das 
ist mir aber erst VIEL später bei dem 25MHz-RISC-Design so richtig 
heftig passiert. Da war halt in jedem Takt richtig viel an allen Ecken 
und Enden los.
Ich war damals (und bin es heute noch nicht) so richtig mit HF warm 
geworden, das war wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass ich diese 
4K-DRAMs nicht zuverlässig zum laufen kriegte. Ich nehme rückblickend 
an, dass ich auf RAS und CAS (wegen der starken kapazitiven Last und der 
vielen löttechnisch bedingten Taps) einfach Reflexionen von den nicht 
abgeschlossenen Leitungen hatte.
Damals wurden Serien-R's als Dämpfung empfohlen, aber die hatte ich, 
ganz schlau wie ich war, nicht so ernst genommen :/

Die ganze 68000-Serie war zugegebenermaßen so ziemlich das Einzige, was 
ich an "Mainstream" komplett ausgelassen hatte (also gut, ein x86 kam 
mir auch nicht ins Haus bis auf eine schwache Minute mit einem V30). Der 
'020 hat mir schon ganz gut gefallen, aber der kam erst raus, als ich 
vom Totalselbstbau die Schnauze voll hatte bzw. einfach keine Zeit mehr 
(Studium).

Was die "Siemens-Normsprache" betrifft, da gebe ich Dir recht. Das 
wusste ich aber damals gar nicht, dass das eine rein deutsche 
"Erfindung" war.

Der Zaks kam für mich dann zu spät (in D), aber der wäre am Anfang 
sicher gut gewesen. Allerdings war der (in meiner Erinnerung, habe den 
nur mal in einer Bibliothek angelesen) auch nur für ASM-Programmierung 
gut.

Erst viel später (als meine Z80-Zeit lange vorbei war) ist mir zum 
Beispiel aufgefallen, dass sich die IX/IY-Register ja wunderbar für 
Compiler eignen:

IX als Basepointer für "Global/Static"
IY als Framepointer für automatische Variablen auf dem Stack

Aber ich konnte ja kein "C" oder so und daher habe ich die Dinger als 
weitere Zeigerregister benutzt, fast immer mit displacement 0 und mich 
geärgert, dass das Sch* Dispbyte erstens Speicher und zweitens Takte 
"umsonst" gefressen hat (bei d=0).
Würde ich heute einen C-Compiler für den Z80 bauen, dann würde ich mich 
wie  ein Schneekönig drüber freuen und nach 16bit-disp's schreien (die 
der Z280 dann hatte).

mch


Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Nun gut, gefädelt habe ich sowie nie. Ich habe immer mit Lackdraht
> (bei dem der Lack unter Hitze beim Löten verdampft)
> "Direktverbindungen" gelegt.

Das ist das Fädeln, das ich meine. Nicht etwa "Wire-Wrap", was spezielle 
Sockel mit sehr langen Stiftleisten und eine Wrap-Zange erfordert.

Die Fädelkämme waren kleine Plastikteile, die man auf die Unterseite der 
Platine stecken sollte, um daran entlang schön parallel alle Fädeldrähte 
führen zu können.

Der lötbare CuL-Draht kam übrigens entweder von Siemens oder Vero, war 
auf kleinen Röllchen (wie die Unterfadenrolle einer Nähmaschine) 
gewickelt und schweineteuer.

Ich habe damit vor dem 68K-System einen Winzrechner mit 6504, ein 
6809-System und unwesentliche Basteleien mit einem kleinen Z80-Rechner 
gemacht. Meine DRAM-Karte für den 6809 funktionierte auch nie richtig 
... obwohl ich so stolz auf meine Timingerzeugung, die schönen 
SMD-Kondensatoren auf der Lötseite und den 1.5mm²-Draht für VCC/GND war. 
'S werden wohl auch die Serienwiderstände gewesen sein, die mir das 
Genick brachen. Mein Oszi hat den Kram mich jedenfalls nie sehen lassen.

Tjaja, damals ...

Autor: Günter R. (galileo14)
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Mein erster Rechner war ein Z80-System, das ich auf Vero-Karten mit 
händischer Verdrahtung selbst aufgebaut habe; steckt in einem 
19"-Einschub; der extra 19"-RAM-Einschub hatte 16 selbstgeätzte Platinen 
mit je 16 Stück 2102-RAM-Bausteinen (1024 * 1 Bit), das sind zusammen 
32K Bytes; dieses Teil hatte 7A Gleichstrom verbraucht bei 5V. Dazu habe 
ich aus USA ein Selbstbau-Floppy-Disk-System bestellt und 
zusammengelötet (North Star Micro Disk, S100-Karte), mit einem 
North-Star-DOS (das war Prä-CP/M). Als Peripherie hatte ich ein Soroq 
IQ-120 Terminal, Lochstreifenleser und -Schreiber (Tally) mit 
selbstgebautem Controller, über UART angekoppelt, dazu einen DECwriter 
als Drucker (mit 110 Baud!). Später kam Lifeboat CP/M 2.22 dazu ... und 
die Microsoft-Tools M80, L80, LIB und MBASIC.

Später kam ein Compaq Portable ins Haus (4.77 MHz, mit 10 
MByte-Harddisk), dazu eine Baby-Blue-Z80-Karte, sodaß die alten 
CP/M-Programme auf dem Compaq liefen.

Autor: mr.chip (Gast)
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Leute, das müssen ja geile Zeiten für Elektronikbastler gewesen sein! - 
Mir fallen beinahe die Augen aus dem Kopf, wenn ich das so lese. Man 
bekommt richtig Lust, sowas selbst zu versuchen ^^ (In der heutigen Zeit 
aber auch nicht besonders motivierend...)

In einem anderen Thread habe ich ja davon geschrieben, eine einfache 
Farb-Grafikkarte für den Fernseher bauen zu wollen. Nun schreibt mch, 
dass er bereits 'damals' so etwas gebaut hat - hast du eventuell noch 
Informationen/Quellcode/Konzepte/Schaltpläne dazu?

Autor: mch (Gast)
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Rufus:

Ja, ich hatte in der Tat bei Deinen Worten an WireWrap gedacht!
Dann haben wir ja ziemlich dasselbe gemacht. Den dünnen CuL nehme ich 
heute noch für Reparaturen an Prototypplatinen her, der passt nämlich 
sogar durch Vias mit diameter 12 und man kann ihn an dem restring dieser 
Vias auch noch anlöten (wenn man das da braucht).
Den "fetten" 1.5 CuL habe ich auch für die Stromversorgung probiert, 
aber der hatte als Lack entweder was anderes oder die Lackschicht war zu 
dick. Jedenfalls musste ich da ewig hinbrutzeln, bis der Lack mal 
wegging und das war mir auf Dauer zu lästig. VCC/GND habe ich dann meist 
mit "normalisolierter" Cu-Litze gelegt. Gesund ist die CuL-Brutzelei eh’ 
nicht in einem Keller ohne Lüftung.

Fädelkämme sind mir bis heute unbekannt, deswegen dachte ich, das hat 
was mit WW zu tun.

Mit Deiner 6809-DRAM-Karte hattest Du es ohnehin schwerer als ich beim 
Z80, weil Du Dich beim '09 selber um den Refresh kümmern musstest.

Mr chip:

> Leute, das müssen ja geile Zeiten für Elektronikbastler gewesen sein!

Ich kann jetzt nur für mich sprechen, nehme aber an, andere hatten 
häufig dasselbe Problem: kein Geld + Zeit (ich war damals Schüler).
Es war also nicht so geil, eher machte halt Not erfinderisch.

> Man bekommt richtig Lust, sowas selbst zu versuchen ^^
> (In der heutigen Zeit aber auch nicht besonders motivierend...)

Kommt drauf an. Wenn man heute (noch) HW-Entwicklung lernen will, dann 
kann man das immer noch mit genug Motivation betreiben. Die Methoden 
sind jetzt eben anders, Du würdest mit einem FPGA anfangen und Deine HW 
in VHDL beschreiben. Wenn die Schaltung dann funktioniert, dann ist das 
genauso motivierend wie die TTL-Bastelei und wesentlich gesünder (kein 
Lötrauch) und es geht schneller.

> In einem anderen Thread habe ich ja davon geschrieben,
> eine einfache Farb-Grafikkarte für den Fernseher bauen
> zu wollen. Nun schreibt mch, dass er bereits 'damals'
> so etwas gebaut hat - hast du eventuell noch
> Informationen/Quellcode/Konzepte/Schaltpläne dazu?

Kenne den anderen Thread jetzt nicht, erste Frage wäre sonst: warum 
Fernseher und nicht Farb-TFT-Panel?
Solche Panels bekommt man ja heutzutage bis 800x600 fast umsonst 
nachgeworfen (hier in München ca. 30-50 Euro, je nachdem).
Aber egal. "Damals" war das eine Monochromkarte, weil ich bloss einen 
Schwarz/Grün-Monitor hatte (Farbmonitor unerschwinglich).
Der hatte einen BAS-Eingang, da musste ich auch nicht UHF-Modulieren.
Die Karte lungert noch wo im Keller rum, Schaltpläne natürlich lange weg 
oder in einem nicht auffindbaren Uraltordner. Macht auch gar nichts, 
denn wenn Du unbedingt heute eine Farbgrafikkarte für einen Fernseher 
bauen willst, dann würde ich heute so was machen:

Kartenausgang (Ende des Selbstbaus) in jedem Fall bei RGB+Sync.
Dies dann entweder direkt per SCART in den Fernseher oder an einen 
gekauften UHF-Modulator geben.

Nun due Konzepte:

a) Zentrale Logik am allereinfachsten mit einem vollintegrierten 
LCD-Grafikchip (Epson, OKI, ...)

Da ist schon der Displayspeicher als embedded DRAM mit drin, die 
Timingerzeugung sowieso und, nach Erinnerung, in manchen Teilen der D/A 
für RGB. Sonst kommt RGB digital daher, da hilft ein primitiver externer 
Video-DA. Eventuell brauchst Du noch ein paar Gatter Logik, um aus 
LCD-Timingsignalen was für SCART zusammenzumuxen. Wenn nötig, wird ein 
16L8 wohl schon reichen, sonst irgendsoein MiniCPLD (Xilinx, Lattice).
Zudem gibt es für einige Teile auch C-Treiber vom Hersteller, das hat 
schon was, denn da musst Du erst mal eine Menge Register richtig 
einstellen, bevor da zum ersten Mal was zuckt :).


b) Wenn es unbedingt ein "echter" Selbstbau sein soll, sozusagen zur 
Motivation oder zum Lernen :), dann würde ich ein FPGA für die 
Timingerzeugung und die Ansteuerung des RAM bzw. das Interface zur CPU 
nehmen. Das ganze in VHDL beschrieben. Bei einem Fernseher geht das 
Ganze sicher leicht mit SRAM, das ist von der Ansteuerung her 
unkritischer. Da kannst Du natürlich gleich alle Signal "perfekt" für 
SCART bzw. den DA dazwischen erzeugen, da gibt es dann keine oder kaum 
Einstellregister.
Ausserdem kennt man dann jedes Register persoenlich, man hat es ja 
selber definiert, da ist man seine eigene Doku :)
Das ist die BareBone-Version, da muss dann der Treiber aber jedes Pixel 
einzeln schrubben.

c) Wenn es eine Terminalkarte werden soll, dann muss halt noch eine CPU 
mit drauf, ein etwas grösserer AVR oder ein mittlerer ARM (als 
Beispiele).
Es gibt auch das Ganze als "SoC", also 
ARM+ProgFlash+eDRAM+LCD-Controller in einem Chip, aber da wird es 
schwerer mit Samples und ausserdem braucht man eine eventuell ungewohnte 
spezielle Entwicklungsumgebung. Diese letzte Methode ist eher was für 
eine Serie, das würde ich für ein privates Einzelstück bleiben lassen.



Meine allererste CRT-Karte war die Variante (b), aber ohne FPGA, weil es 
das nicht gab. Da habe ich alle Zeiten fix per TTL-Grab erzeugt, aber 
immerhin gab es einen "Charactermode", also eine optionale 6x8-Tabelle 
pro Zeichen in einem extra RAM für Textausgabe.

Mein zweite CRT-Karte (die zuerst erwähnte) war dann die damalige 
Version von Variante (a), das Timing und das CPU-Interface waren in 
einem Grafikcontroller von NEC (upd7220). Extern musste ich da bloss 
noch das DRAM anschliessen (eher primitiv) und die Bitschieberei für das 
Videosignal hinbekommen. Das waren aber auch nur noch ein paar 
Schieberegister und ein paar Gatter. Heute wäre das alles in einem CPLD 
verschwunden.

Das (a) würde ich Dir heute auch empfehlen, mit den heutigen Teilen 
halt.

mch

Autor: Günter R. (galileo14)
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mch wrote:
> Solche Panels bekommt man ja heutzutage bis 800x600 fast umsonst
> nachgeworfen (hier in München ca. 30-50 Euro, je nachdem).

Kannst Du diese Quelle benennen? Solch ein Panel zu diesem Preis würde 
mich sehr interessieren.


Weil ihr gerade von Video-Ausgabe sprecht:

Mein erstes Video-Ausgabegerät war ein Hameg HM312-Oszilloskop mit einem 
selbstgebauten Terminal-Adapter, der über zwei D/A-Wandler 
Treppenspannungen erzeugte und so ein Zeilenmuster wie beim TV erzeugte; 
ein ROM als Charactergenerator und ein kleines RAM als Zeichenspeicher 
waren die Kernelemente; in Ermangelung einer Hell/Dunkeltastung wurde 
der Elektronenstrahl bei den "dunklen Stellen" mit einer Art 
Open-Collector-Ausgang soweit nach unten gezogen, daß er außerhalb des 
Abbildungsbereichs lag. Damit habe ich, wenn ich mich recht erinnere, 8 
Zeilen zu 32 Zeichen recht schön darstellen können. Das ganze ist auf 
mehreren Vero-Karten auch wieder händisch verlötet.

Autor: mch (Gast)
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Quelle LCD:

Der Laden, der sowas ständig führt, ist in der Schillerstr. in München. 
Nummer 21 oder knapp (19, 23) daneben, das habe ich jetzt nicht im Kopf.
Er hat nur ein Schaufenster, da liegt immer dasselbe Sortiment an IC's 
rum, das ist aber irreführend.

Denn im Laden ist das interessanteste immer sein Angebot an diesen 
LCD-Panels, er hat meist NEC und Sanyo für die größeren Grafik-TFT's.

Datenblätter hat er zwar auch oft, aber besser, man hat Stift+Papier 
dabei.
Dann schreibt man sich von den interessanten Teilen die genaue P/N ab 
und googelt halt danach.

Letzthin hatte er ein SIEMENS-beschriftetes Teil (wohl eher OEM), das 
war mit 1200cd tageslichttauglich.

Noch etwas: Nicht so einfach, die Spezialstecker zu kriegen, die man für 
den Anschluss oft braucht. Da hat Farnell (nach meiner Erfahrung) häufig 
was passendes, aber das kann schon mal in eine längere Suche ausarten.

Er hat daneben oft auch passive QSTN-LCDs (monochrom, QVGA oder so).
Die gibt er in der Gegend von 10 Euro ab, aber nach eigener Erfahrung 
würde ich sagen: Finger weg, der Kontrast ist der heutigen 
Erwartungshaltung nicht mehr angemessen.

Gegenüber ist ein Laden namens "Hartnagel", der hat manchmal auch 
sowas, aber in den letzten Jahren immer seltener. Der ist mehr für 
billige Kleinteile gut, Schalter und so.

mch

Autor: mch (Gast)
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Hameg:

Ja, sowas habe ich auch probiert, mit einer Röhre aus einem 
Philips-Experimentierbaukasten. Aber da bin ich dran gescheitert, meine 
Darstellungen waren immer schief und nichtlinear. Zu klein war das Bild 
auch, das hat gar keine Freude gemacht.
Von der HF-Analogseite habe ich dann die Finger gelassen und in den 
"richtigen" Monitor investiert, der hatte schon die ganze Ablenkung 
drin, der wollte bloss noch Sync+Bildsignal und die konnte ich alle per 
TTL-Opencollector erzeugen (weil er Schwarzschultern sehen wollte, 
musste es "Pseudoanalog" sein).

Wie gesagt, HF war und ist nicht meine Stärke.

mch

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Gibts den Laden in der Schillerstrasse noch? Ich dachte, der wollte 
zumachen.

Meine Samsung 320*240 Pixel-LCDs für 15 Euro habe ich von einem 
britischen Elektronikschrotthändler, der auf deutschen 
Amateurfunkflohmärkten anzutreffen ist:
http://stores.ebay.co.uk/Sinequanon-Surplus-Electronics

Autor: mch (Gast)
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> Gibts den Laden noch?

Keine Ahnung, war die letzten 3 Monate, also dieses Jahr, noch nicht in 
der Schillerstr.
Da er aber schon bisher keine nennenswerten Mengen von Kunden hatte (ich 
war oft genug der Einzige in einer halben Stunde) und er davon seit 
Jahren gelebt hat, müsste es ihn wohl noch geben :)

Im Ernst:
Von dem Strassenverkauf da kann der nach menschlichem Ermessen nicht 
leben.
Ich habe aber auch nie gefragt, von was der wirklich lebt :)

Zur Kontrolle, ob wir vom gleichen reden:
Da war immer der gleiche männliche Kassier gleich hinterm Schaufenster, 
richtig?


mch

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Eine Liste der Elektronik/Computerläden rund um die Schillerstrasse:
http://www.toter-stein.de/schillerstr/schilltab_js.html

Ich meinte den kleinen Laden in der Schwantalerstrasse, vermutlich der:
http://www.balzer-cfs.de/City-Shop/city-shop.htm
aber der hat hier nur PC-Zubehör. In der Liste steht nochmal Balzer für 
Schillerstrasse 37 "auch Gebrauchtes" http://www.balzer-electronic.de/ 
das könnte er sein.

Autor: Günter R. (galileo14)
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Christoph Kessler (db1uq) wrote:
>
> Ich meinte den kleinen Laden in der Schwantalerstrasse, vermutlich der:
> http://www.balzer-cfs.de/City-Shop/city-shop.htm

In diesem hochinteressanten Laden war ich im letzten November. Eine 
super Fundgrube alter Oszilloskope und jeder Menge interessantem 
Elektronik-Material, ideal für Nostalgiker, aber es gibt auch aktuelles 
PC-Zubehör, wie bereits geschrieben.

Leider wohne ich weit weg ...

Autor: mch (Gast)
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nein, der balzer ist es nicht, den kenne ich auch.
der ist auch weiter "unten" :) in der schillerstr., also richtung 
goetheplatz/bürklin.
wenn der zugemacht hat, ist es für mich eher nicht so schade, der 
hatte zwar viel altes gebrauchtzeugs, aber keine elektronikteile.

wenn man eine 8"-floppy (das gerät) braucht, dann ja, super. für den 
elektronikentwickler aber nicht so interessant.

ich bin richtig erschrocken, als du mir damit drohtest, der "meine" 
hätte zugemacht. da muss ich gleich mal die nächsten tage vorbeischauen, 
nicht dass der auch noch kränkelt :)

mch

Autor: mr.chip (Gast)
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Gibts denn solche Shops nur in München? Sowas würde ich mir in der 
Schweiz auch endlich mal wünschen...?!? (EGAL wo...)

Autor: mr.chip (Gast)
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>> Man bekommt richtig Lust, sowas selbst zu versuchen ^^
>> (In der heutigen Zeit aber auch nicht besonders motivierend...)

> Kommt drauf an. Wenn man heute (noch) HW-Entwicklung lernen will, dann
> kann man das immer noch mit genug Motivation betreiben. Die Methoden
> sind jetzt eben anders, Du würdest mit einem FPGA anfangen und Deine HW
> in VHDL beschreiben. Wenn die Schaltung dann funktioniert, dann ist das
> genauso motivierend wie die TTL-Bastelei und wesentlich gesünder (kein
> Lötrauch) und es geht schneller.

Immerhin habt ihr damals beinahe state-of-the-art Computer 
zusammengebaut - sowas kriegt man heute nicht annähernd hin, man muss 
sich schon sehr spezielle Aufgaben ausdenken. CPLDs habe ich kürzlich 
bestellt, an FPGAs traue ich mich noch nicht so recht heran (löten und 
beschaffen...). Mal sehen, wie viel in so nem CPLD Platz hat. ^^

Autor: mch (Gast)
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Erstens waren "wir" (sage ich mal) auch nicht state-of-the-art, sondern 
ebenfalls hinterher. 1970 gab es schon die pdp-11, ein 16bit 
universalrechner. aus TTL. nur so ein beispiel WIE weit wir von 
state-of-the-art weg waren.
ich habe ja schon geschrieben, dass meine erste DRAM-schaltung nicht 
brauchbar funktioniert hat und da war ich offenbar nicht alleine.
sowas wäre einem profi nicht passiert.
oder siehe mein versuch, aus einer experimentierbaukasten-bildroehre ein 
CRT zu machen. das hatte ich sogar bis gestern wieder voellig vergessen, 
weil es halt nicht brauchbar funktioniert hat.
ein profi ...

zudem waren kleinstcomputer damals eben genau das: eine NISCHE.
der "mainstream" war analoge unterhaltungselektronik.

heute sind beispielsweise quantencomputer eine nische, wer weiss, ob 
nicht in 20-30 jahren irgendwer davon schwärmt, wie er damals seinen 
ersten QC mit 4 Qbits gebaut hat :))
inklusive der rückschläge...

wichtig erscheint mir eines:
selbermachen, kreativ. auch fehler machen und daraus lernen.
was genau das nun ist, das ist zu jeder zeit was anderes und letzlich 
eher unwichtig.

also nur zu mit dem CPLD. du wirst sehen, dass du dich über die erste 
schaltung, die dann SELBST DEFINIERT da drin läuft noch drei tage danach 
freust. ganz egal, ob da ein "profi" drüber lachen würde oder nicht.
der hat nur seine eigenen anfänge vergessen :))

mch

Autor: No.1 (Gast)
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Ich habe noch einen ZX81 mit 1K Ram

Autor: FRAGENSTELLER (Gast)
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hatte damals meinen zx81 auf wahnsinnige 8kb frisiert, der läuft heute 
noch. da ging es auch darum bei solchen lötorgien, schaffe ich das oder 
nicht. mit dem selber bauen von computern lernte man eher etwas als wenn 
man sich ein fertiggerät hinstellte und drauf lostippte.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Einen ZX81 habe ich auch noch. Der hat 16kByte externen RAM und ein 
Paralleliterface mit mit einem russischen 8055. (Eigenbau) Geht immer 
noch, der Gute.

MfG Paul

Autor: HansKa (Gast)
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Hallo Leute,

ich habe irgendwann in den 80'er Jahren mir einen ersten "Laptop" 
gebaut. Damals hat wahrscheinlich noch niemand gewusst was das ist.
Der bestand aus einem ZX80 (Vorgänger vom ZX81), den ich in das 
leergeräumte Gehäuse eines batteriebetriebenen Schallplattenspielers 
eingebaut hatte.
Die 5 Monozellen im Batteriefach lieferten die Spannungsversorgung und 
ich brauchte im Wohnzimmer nur noch den Fernseher um loszuprogrammieren.
Um die Programme ausdrucken zu können konnte ich den ganzen Rechner in 
den Keller tragen und sie über einen ausrangierten Fernschreiber 
ausdrucken.
Dazu hatte ich mir ein Baudot Interface selbstgebastelt.
Der Fernschreiber war ein schwarzes Monstrum schätzungsweise aus den 
50'er Jahren, in einem massiven Holzschrank und mit einer 
eindrucksvollen Mechanik. Es war toll dem Teil beim Drucken zuzusehen.
Wie sich das alles bewegte war einfach grandios.
Ich glaube mein "Laptop" steht noch irgendwo im Keller rum. Wenn ich ihn 
finde und Interesse vorliegt kann ich ja mal ein Bild von dem Teil hier 
einstellen.

Gruss
Hans

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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Naja, mein VC20 und ein Sinclair Spectrum liefen auch auf Akkus und 
robbten auf einem Roboter durch die Gegend, wobei der Spectrum die 
bessere Figur machte.

Aber gab es da nicht einen klappbaren Dragon Computer mit 
Minibildschirm?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Als einer der ersten Laptops wird im allgemeinen der Epson HX-20 
angesehen. Das Teil kam 1982 auf den Markt:

http://oldcomputers.net/hx-20.html

Nett.

Autor: Der fünfte Ludolf (Gast)
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Das war mein erster Schlepp-Top:

http://www.zock.com/8-Bit/D_OsborneE.HTML

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Ich hab auch noch einen gebraucht gekauften Olivetti M10, der war dem 
Epson HX20 sehr ähnlich (oder baugleich?) mit 8085-Prozessor

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nein, 8085 ist was ganz anderes als 6801.

Autor: Joerg Wolfram (joergwolfram)
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Interessanter Thread, da will ich gerne noch was zusteuern.
Nach zwei erfolglosen Versuchen, einen funktionsfähigen Computer mit dem 
U880 hinzukriegen, habe ich mir dann damals einen LC80 für ich glaube 
770 Mark. gekauft. Nach kurzer Zeit habe ich den dann auf satte 4,47 MHz 
"aufgebohrt" (Fernsteuerquarz) und mit einer "Grafikkarte" mit sage und 
schreibe 64x64 Bildpunkten in 4 Helligkeitsstufen versehen. Später kam 
dann ein ZX Spectrum Plus (gebraucht und für eine astronomische Summe) 
dazu. Dann kam eine Grafikkarte (luftverdrahtet) mit 192x128 Pixeln und 
4 Graustufen für den LC80  und eine Rechnerkopplung zu einer PIO-Karte 
für den Speccy. Mit zu Flachbandkabel verbügeltem Klingeldraht. Auf dem 
Spectrum konnte ich dann z.B. Apfelmännchen berechnen lassen und auf dem 
LC80 dreidimensional darstellen lassen. Allerdings hat der ganze Aufbau 
den VHF-Fernsehempfang in der Umgebung völlig lahmgelegt.
Dann später natürlich Microsoft-frei, zuerst mit Atari Mega-ST, dann TT 
und zuletzt Falcon, der aber den Umzug in ein 19" Gehäuse nicht 
überlebte. Als Linux dann einigermaßen brauchbar war, habe ich mir erst 
nen PC aus Komponenten zusammengebastelt und später ein IBM Thinkpad 600 
gekauft, welches ich auch heute noch außer einem "Server für alles" im 
Flur als alleinigen Rechner nutze.

Gruß Jörg

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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> Mit zu Flachbandkabel verbügeltem Klingeldraht

:-)
Auf solche Ideen muss man erst mal kommen.

Autor: Johannes A. (Gast)
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Ich komm gerade, nach langer Zeit, mal wieder vorbei. Toll, dass der 
Thread noch lebt :-)

Der Verursacher

Autor: Frank (Gast)
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Hm, der erste "Computer" war ein Brett von Sharp mit ner HEX-Tastatur 
und ein paar 7-Segmentern. Jede Speicherzelle musste einzeln adressiert 
und beschrieben werden aber man konnte damit schon kleine Steueraufgaben 
programmieren. Ne Uhr und ein paar Relaisausgänge gabs auch. Dann kam 
irgendwann der ZX81 zum selbst zusammenlöten und danach der 
obligatorische C64 mit Allem was es so an Zubehör gab, sogar mit CP/M 
Modul. Eine SX-Version steht immernoch im Schrank, genau wie der ZX81 
mit Speichererweiterung und Alufoliendrucker. Irgendwann einen 
IBM-PC-Junior geerbt und dann auf PCs umgestiegen. Zwischendurch einige 
Ausflüge in Richtung Mac und ATARI durchgemacht und als Spielkram 
abgetan. Tja und dann eben immer neuere und schnellere PCs. Erster 
Laptop war ein Olivetti mit 2 Diskettenlaufwerken und ohne Platte. 
Danach kam ein Toshiba T1000, der zwar auch keine Platte hatte aber 
immerhin ausm ROM booten konnte. Aber damals brauchte man noch nicht 
mehr. Die Anfänge des Internet waren ja auch noch nicht bunt bebildert 
sondern eher textbezogen und so kam man tatsächlich ohne Grafik und mit 
Akustikkoppler rund um die Welt wenn man dann das Glück hatte sich per 
Datex-P in einen beteiligten Uni-Rechner einwählen zu dürfen. 
Internetprovider gabs ja damals auch nicht.

bye

Frank

Autor: Johannes A. (Gast)
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Ja, Frank, das "gabs ja damals nicht" war es, war uns damals hat machen 
lassen. Oder?

Gruß Johannes

Autor: Netbird (Gast)
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Hallo,

>das "gabs ja damals nicht" war es, war uns damals hat machen
lassen...

So ist es. Ein eher banaler Beitrag dazu: Mein erster Apple Euro 2+ 
kannte nur Großschreibung. Das hat viele Benutzer nicht ruhen lassen und 
es gab schnell jemanden, der einen Weg fand, mit einem neuen 
Zeichensatzgenerator - Chip und einigen kleinen Umbauten dem Apple 
Kleinschrift beizubringen. Diese Tricks wurden in der Vor-Internetzeit 
nach guter deutscher Art clubmäßig ausgetauscht im "AUGE" = "Apple User 
Club Europe", da freute man sich über jede neue Clubzeitung, die im 
Briefkasten lag, weil man dann wieder manches Neue probieren konnten ...

Ich habe den 2+ nach einem solchen Trick umgebaut, er hat heute noch ein 
kleines angebautes Kästchen an der Seite mit zwei Schaltern: Einer 
aktiviert Gro-/Kleinschreibung, der andere schaltet zwischen 
amerikanischem und deutschen Zeichensatz um, das war wichtig, um 
zwischen {}[] und ä-s , ö-s ü-s zu unterscheiden.

Die erste Tabellenkalkulation Visicalc verstand m.E. aber trotzdem nur 
Großbuchsatben, während die Textverarbeitung Apple Writer tatsächlich 
Groß-/Klein unterschieden konnte. ...

Gruß, ..

Autor: Netbird (Gast)
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Hallo,
"AUGE" steht natürlich für Apple User Group Europe ...
Na ja, die "Alten" wissen das, für die "Jungen" ist es eh nur 
anekdotisch.

Autor: Gast (Gast)
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... und ja , es waren "Geile Zeiten" für bastler , viele Computer waren 
halt hausgemacht und net der AMDXXX von "der stange" von wegen karte 
rein und fertig ... Damals hat man noch 8k weise seine Speicher 
zusammengelötzt und viel ärger wenns mal net so lief , wie man sich das 
gedacht hatte :)
Natürlich hat mal heute das Tausendfache des speichers auf einem 
daumennagel .. (miniSD) aber es war schon ein geiles gefühl , wenn dein 
selbstgebauter computer "Hallo Welt" auf seiner anzeige stehen hatte.
Damals konnten Programmierer auch noch programmieren und meinten nicht 
"Programm ruckelt ? ... okai für die nächste CPU generation" ...
Denkt mal über z.B. M$ pleite diesjahr auf der Cebit nach ^^^GrinZZ !
"Ist warscheinlich für die nächste CPU generation" , die mit dem 
"selbstFehlerBereinigungsCore3" oder so :)

Autor: Johannes A. (Gast)
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Der Verursacher hat zwar ne andere Parole ausgegeben, aber vista was, 
wir skippen das Thema einfach :-)

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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> Denkt mal über z.B. M$ pleite diesjahr auf der Cebit nach ^^^GrinZZ !

Hast du da mehr Informationen? Hat sich M$ blamiert oder
was war los? (Hab nichts mitbekommen).

> aber es war schon ein geiles gefühl , wenn dein
> selbstgebauter computer "Hallo Welt" auf seiner
> anzeige stehen hatte.

Yep. War schon geil als mein erster Z80 das erste mal
seine HALT Led aufleuchten lies. Hardware-Debugging: Eine
Led als Spannungsanzeiger musste genügen, Messgeräte
hatte ich keine. Damit und mit viel Geduld, nachdenken
und manchmal auch ein bischen raten konnte ich tatsächlich
die gefädelte Hardware soweit debuggen, dass die CPU anlief.

Meine ersten 64K kosteten ein Vermögen, die 2 Stück 180KB
Floppy Drives ebenfalls. Nach einem (blödsinnigem) Kurzen
waren die Floppys dann hinüber. Krokoklemme abgefallen
und 220V Phase auf Masse kurzgeschlossen :-)
Allerdings bekam man damals noch Schaltpläne zu gekaufter
Hardware dazu. Damit und mit ein paar Huckepack-ICs konnte
ich dann zumindest bei einem Drive die ausgefallenen
Komponenten im Haupt-IC umgehen und funktional ersetzen.

Als Drucker hatte ich ein umgebautes schwedisches Kassadruckwerk,
dem ich einen neuen Steuerrechner spendierte (ebenfalls ein Z80).
Drucken durfte ich nur tagsüber. Nachts hat das Teil zuviel
Lärm gemacht.

In der c't war dann mal der Bauplan für einen Akustikkoppler.
Den musste ich haben. Das Mikro und der Lautsprecher wurden
direkt an die Telephonmuscheln gehalten, dann jeweils ein
Handtuch drumherum gewickelt und das ganze unter 2 Polster
zur weiteren Schallisolierung begraben. Damit gings dann mit
heissen 300 Baud in die nächste vernünftige BBS, die in München
war. Für mich also Auslandsgespräch mit dementsprechenden Kosten.
Wenn du damals in einer BBS den Schnickschnack wie heute im Web
gehabt hättest, hätten dich die User mit einem nassen Fetzen
erschlagen. ASCII war angesagt und Rahmen um Menüs waren purer
Luxus.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum:

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Netbird
Großbuchstaben beim Apple-Writer gingen aber noch nicht so einfach mit 
der Shift-Taste, wenn ich mich recht erinnere. Irgendeine 
Ctrl-..Tastenkombination  war nötig um den folgenden Buchstaben groß zu 
schreiben.

wie bei Dilbert: "Ihr hattet Nullen ? Wir mußten das kleine O benutzen"

Autor: Christian Lohr (Gast)
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Hi leute,

ihr seid ja alles "alte Hasen" und schon lang dabei. Ich bin zwar erst 
1988 geboren und damit wohl eher jung hier aber möchte trotzdem was 
erzählen, ich bin nämlich auch ein bisschen komisch :)

Mein Vater hatte auch schon sein leben lang mit PCs zu tun und mir immer 
von den guten alten Zeiten, als er noch jung war erzählt. So kam ich 
also auch dazu diese alten, sehr beeindruckenden Gerätschaften zu mögen.

Nachdem ich immer an den PCs meiens Vaters spielen durfte und ihm beim 
Programmieren zusah, wurde es auch für mich zeit meinen ersten eigenen 
PC zu organisieren.

Mein erster PC war im Jahre 2001 ein mit Cyrix CX 486DX Prozessor 
http://de.wikipedia.org/wiki/Cyrix_Cx486DX, 32MB RAM und 1 MB Herkules 
Grafik karte ausgestattetes Schmuckstück. Darin befand sich keine 
Festplatte, weil diese PCs als Workstation in einem Schulnetzwerk 
eingesetz wurden. Ich habe dann eine 250MB Platte ergattern können und 
die eingebaut.

Auf diesem System mit DOS 6.2 und Win 3.11 habe ich also meine ersten 
Gehversuche gemacht. Zuerst habe ich viel über die Hardware gelernt. 
Dann machte ich mich auf die ersten Programmierversuche zu starten. Da 
ich in der Schule problemlos Anleitungen aus dem Internet ausdrucken 
konnte habe ich also erstmal BATCH gelernt und später QBASIC. Mein Vater 
hatte sogar noch ein altes BASIC Buch.

Tja wie die entwicklung so geht habe ich mir natürlich auch immer 
"bessere" PCs zugelegt und mich dem Stand der dinge angepasst allerdings 
läuft der alte PC heute noch und macht mir oft sogar noch mehr Spaß als 
jedes Spiel was heute auf den Markt kommt.

Das war zwar auch gerade ein bisschen offtopic aber ich denke das ihr 
mir da verzeihen könnt ;)

Autor: oldmoppel (Gast)
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Hi,
Bin über den Suchanfragethread Moppel in diese Sparte gerutscht.
Tja angefangen hat es bei mir wie meist üblich über die Radiobastelei, 
dann die KOSMOS Experimentierkästen / hab sie noch die Kästen 7 A+B .
Elektor wurde von Anfang an gelesen ( nimmt heute sehr viel Platz ein) 
und 1974 erschien dort der Artikel Computer74 was mich reizte es 
nachzubauen.
Später folgten dann SC/MP, wo man noch die Bits per Dilschalter eingeben 
mußte.
Irgendwann sah ich bei Völkner einen defekten Einplatinencomputer mit 
Hex Anzeige von Fa HMS wo ich auch ein neues Eprom bekam. Ab 1983 folgte 
dann der MOPPEL der ELO der noch funktionstüchtig in 2 Exemplaren 
vorhanden ist. Kurz vor Einstellung des Moppel Artikels seitens der ELO 
hatte ich gerade den EPROMMER 2 entwickelt für 2764 - 27256 Eproms mit 
intelligent Modus. R.Gößler (HMS) konnte den fertiggeschriebenen Artikel 
auch nicht mehr unterbringen - naja einige Mitglieder des MOPPEL CLUBS 
haben ihn dann gern erworben. Später bin ich dann lange Zeit und auch 
heute noch (MEGA ST4) beim ATARI ST hängen geblieben was mit MIDI zu tun 
hat. Irgendwann in den späten 90ern folgte dann der erste PC.
Mit der ganzen Bastelei hat sich viel angesammelt und von einigen Dingen 
trenne ich mich nun mehr oder weniger.
Wer also ATARI Festplatten, Laserinterface etc braucht oder für seine 
alten Rechner noch Disklaufwerke 3" beidseitig ( Schneider ) sucht oder 
alte Literatur kann sich gern mal melden, schaue regelmäßig rein hier.
@johannes a.
Wie ich mitbekommen habe stammt man aus dem Raum Hannover.
Vielleicht erinnert man sich noch an einen Elektronikladen in der 
Paserelle
direkt unter dem HBF um die Zeit 1976 - 1980. Soweit ich mich erinnere 
hieß der Laden HOBBYELEKTRONIK . Würde gern mit dem damaligen Besitzer 
wieder Kontakt aufnehmen kann mich jedoch leider nicht an den Namen 
erinnern.
ciao
oldmoppel

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