Hallo Leute,
da mir das Programieren der Fuses mit avrdude zu kompliziert war, habe
ich ein GUI für avrdude geschrieben, mit dem man das ganze recht
kompfortabel machen kann. (Die Fuses können auch in eine Datei
geschrieben und geladen werden.) Natürlich kann man damit auch den Flash
und das EEPROM schreiben und lesen.
Ich konnte das Programm noch nicht ausreichend testen. Deshalb wär ich
euch dankbar, wenn ihr mich da unterstützen könntet und das Programm mal
ausprobieren würdet.
Das Programm ist in Java geschrieben und sollte unter Linux und Windows
funktionieren. (Ich hab es bis jetzt nur unter Linux getestet.) Wünsche
für Erweiterungen nehme ich gern entgegen.
Hier könnt ihr es runterladen:
http://aaa.gmxhome.de/avr8_burn_o_mat_avrdude_gui.html
MfG, Bri
Ähm, gab's doch schon. Kommt mit WinAVR mit, aber ist afaik nicht für
Linux geeignet. Von daher ist dein JAVA Teil doch ein Fortschritt,
schliesslich hast du Recht, was die Fuses betrifft und diese mit
Kommandozeile zu programmieren ;-)
Naja, also avrdude-gui ist nichts anderes als ein Programm, dass die
Kommandozeilenoptionen eins zu eins abbildet. Da musst du die HEX-Werte
für die fuses auch selbst ausrechnen, und das ist echt lästig. Ich hab
deshalb bis jetzt die fuses immer unter Windows mit Ponyprog
programmiert. Aber nun ist es ja auch unter Linux kein Problem mehr.
Super Tool fehlt nur noch die Bedeutung der Fuses in der XML Datei.
"Details siehe Tabelle 82" ist zwar sehr schön, aber wenn ich doch
wieder zum Datenblatt greifen muß ist mir nicht wirklich viel
weitergeholfen.
Vielleicht lassen sich ja noch Änderungen in dieser Richtung
realisieren.
Siehe beispielsweise auch AVRProg von Atmel.
Schönes Programm, das im Gegensatz zu avrdude-gui auf einen 800*600
Bildschirm passt.
Super wäre es, wenn man einfach auswählen könnte zwischen
-Interner Oszillator 1,2,4,8 MHz
-Quarz X MHz
-Uhrenquarz 32.... kHz
u.s.w. und das Programm würde in die Tabelle 82 schauen und die Fuses
passend setzen.
Schön wäre auch eine Ausgabe der Kommandozeile, ohne avrdude zu starten.
Dann könnte man einmal zu Beginn die Zeile in ein shellskript oder
makefile kopieren und dann später bei Bedarf ohne Mausberührung flashen.
Bei nicht angeschlossenem STK200 und einer antiken avrdude Version kommt
bei mir nach dem (natürlich nicht erfolgreichen) Flashen ein "Flash
successfully written"-Fenster.
"Von daher ist dein JAVA Teil doch ein Fortschritt, schliesslich hast du
Recht, was die Fuses betrifft und diese mit Kommandozeile zu
programmieren ;-)"
Ich denke, Linux-Freaks brauchen das wie andere ihren Kaffee?
Die Idee, z.B. den Quarz oder die brown out Spannung direkt auszuwählen
anstatt die Fuses zu setzen, kam mir auch schon. Aber ich hatte mich bis
jetzt vor dem Aufwand gescheut. Da ich euch aber keinen Wunsch
abschlagen kann ;-) programmier ich das noch dazu. Ich hab schon mal
einen Screenshot angehangen, der zeigt, wie es in aussehen wird.
Aufreger deluxe wrote:
> "Von daher ist dein JAVA Teil doch ein Fortschritt, schliesslich hast du> Recht, was die Fuses betrifft und diese mit Kommandozeile zu> programmieren ;-)">> Ich denke, Linux-Freaks brauchen das wie andere ihren Kaffee?
Zugegebenermaßen gibt es ein paar Leute die meinen, wenn sie für alles
und immer die Kommandozeile zu verwenden, seien sie besonders toll. Soll
jeder sehen wo er bleibt. Wer die optimal an das jeweils zu lösende
Problem angepasste Lösung aus derartig niederen Beweggründen ablehnt,
nur um "Freak" genannt zu werden, hat halt einen besonderen Schaden.
Kurz, um beim gegebenen Beispiel zu bleiben, ein Kommandozeilenprogramm
ist halt optimal, um durch anderer Werkzeuge angesteuert zu werden. Will
man händisch die Fuses verdrehen ist man doch schneller, wenn einem ein
GUI die Informationen schon serviert und man nicht extra das Datenblatt
aufschlagen muss?!
So, mittlerweile habe ich wieder etwas Zeit gefunden, um in das GUI für
avrdude neue Features rein und Bugs (hoffentlich) raus zu machen.
Jetzt gibt es einen Dialog, bei dem man direkt die clock options
einstellen kann, ohne dafür im Manual nach den Fuses gucken zu müssen.
Im Anhang könnt ihr einen Screenshot sehen.
Hier nochmal die Seite für den Download:
http://aaa.gmxhome.de/avr8_burn_o_mat_avrdude_gui.html
MfG, Bri
Hallo Bri,
ändere bitte deinen Aufruf "-P LPT1" in "-P lpt1" und wahrscheinlich
auch zutreffend für die anderen Ports.
Ich erhalte nämlich einen Fehler:
avrdude.exe: can't open device "LPT1"
avrdude.exe: failed to open parallel port "LPT1"
Teste ich deinen Aufruf im CMD-Fenster, erhalte ich ebenfalls den
Fehler, bei Kleinschreibung des Port's funktioniert es korrekt.
Gruß
Holger
Ich habe es auch gerade gesehen... einfach LPT1 in Kleinbuchstaben
eintragen - es ist sogar nach dem Neustart des Programms noch in
Kleinbuchstaben eingetragen :-)
Gruß
Holger
Vielen Dank, dass ihr das Programm testet. Ich hab das mit dem LPT auf
Kleinschreibung umgestellt.
Ich hab in der neuesten Version noch ein Dialog für das Einstellen der
brown out detection, des boot vectors und der boot loader size
eingebaut. (funktioniert im Moment, wie der Dialog für die Clock
options, nur für ATMega 8, 16, 32, 64, 128, 8515, 8535)
Als nächstes werde ich das Einstellen der clock options und der anderen
Fuses noch für die anderen Mikrocontroller programmieren. Wenn ihr noch
Ideen oder Wünsche habt, schreibt es mir.
MfG, Bri
Hallo Bri,
Ich hätte da doch noch eine Frage, und zwar habe ich versucht
den Tiny15 in die *.xml Datei aufzunehmen, das geht leider nicht,
weil er keine hfuse oder lfuse hat, sondern einfach nur fuse :-(
Wie mach ich das denn am besten ?
Oder steht es auf Deiner TODO Liste ? ;-)
Gruß Sebastian
Aus diesem Grund habe ich den Tiny15 nicht in die XML Datei aufgenommen.
;-) Ich würde vermuten, dass die fuse die lfuse ist, aber sicher bin ich
mir nicht. Im Datenblatt habe ich auch nichts dazu gefunden.
Ich hatte mal wieder bissl Zeit am AVR8-Burn-O-Mat zu programmieren.
Hier ist eine Liste mit den Änderungen:
1. Einen Verify Button gibt es jetzt für die Fuses, für das EEPROM und
das Flash.
2. Für die Dateinamen wird eine History mitgeführt, so dass schon
verwendete Dateinamen über die ComboBox ausgewählt werden können.
3. Die Fuses in der XML Konfigurationsdatei heißen jetzt so wie bei
avrdude, d.h. lfuse, hfuse, efuse und fuse (für AVRs mit nur einer
fuse). Falls jemand bei dem ATtiny15 rausfindet, welche Bits zu den
Fuses gehören, kann er jetzt die Bits in die XML Konfigurationsdatei
eintragen.
4. Das Look and feel ist jetzt umschaltbar über den Menüpunkt
"Settings->Look and feel" (damit das Programm z.B. wie ein Windows
Programm aussieht). Mir persönlich gefällt das Look and feel
"Substance", welches als Standard eingestellt ist, am besten. Was sagt
ihr dazu?
Webseite ist zur Zeit noch: http://aaa.gmxhome.de
(So langsam wird dort der Speicherplatz knapp. Also werd ich mich nach
einem richtigen Webhoster umsehen müssen.)
Mich interessiert das weiterhin und beim nächsten Programmieren werde
ich das Tool sicher mal einsetzen. Auch in die Artikelsammlung habe ich
es gerade verlinkt (Artikel AVR_Fuses).
In der Kommandozeilenversion von AVRDUDE 5.1 hatte ich letztens
Probleme, den Programmertyp stk500v2 so zu übergeben, dass andere
Parameter nicht gelöscht wurden. Mal sehen, ob das mit GUI besser
klappt.
Bri wrote:
> Aus diesem Grund habe ich den Tiny15 nicht in die XML Datei aufgenommen.> ;-) Ich würde vermuten, dass die fuse die lfuse ist, aber sicher bin ich> mir nicht. Im Datenblatt habe ich auch nichts dazu gefunden.
Hallo, irgendwie hab ich Deine Antwort überlesen...
Ja im Dattenblatt steht wirklich sehr wenig darüber, man kann die Fuses
bei Tiny 15 im Terminalmodus mit fuse ansprechen ....
Am sonsten find ich Dein Programm sehr gut und benutze es regelmäßig,
danke für die Mühe, die Du Dir damit gemacht hast.
Gruß Sebastian
Hallo Bri,
Danke für Deine Antwort.
Tja, unter Debian ists bei derzeit nix mit neuinstallieren von irgendwas
- ohne DSL macht das keinen Sinn mehr .. unter Win hab ich mal neues
Java geschlürft .. nur kann ich da meinen USB-Progger nicht nutzen ...
seufz.
Hallo Bri!
Bin grad dabei nen ATTiny45 zu programmieren und hab dein super Tool
gefunden!
Funktioniert soweit auch ganz gut ... nur bei den Fuses zum Tiny45
scheint was schief gegangen zu sein.
Ich hab mal den entsprechenden Abschnitt in der XML Datei verändert und
als Textdatei angehängt.
Mit diesen Einstellungen macht mein Tiny nun auch das was ich will :-)
Schön wäre es wenn du die Änderung auch noch ins Programm aufnehmen
könntest, bzw. die Einstellungen für die Clock auch beim Tiny45 über die
Dropdowns aktivierst (hab auf die schnelle nix gefunden wo ichs
hinzufügen könnte)
Viele Grüße, und vielen Dank für dein Proggi (die fuses mitm avrdude
waren wirklich ne qual)
Bernhard
Vielen Dank. Ich hab deine Änderung gleich noch bei dem Tiny25 und
Tiny85 reinkopiert.
Der Dialog für die Clock Options kann nicht über Dateien konfiguriert
werden. Das muss im Quellcode programmiert werden. Ich hab mir schon
vorgenommen, den Dialog für die anderen Controller Typen zu erweitern,
bin aber noch nicht dazu gekommen. Ich werd versuchen, das am Wochenende
zu machen. Dann werd ich auch gleich den Quellcode unter GPL stellen und
zum Download bereit stellen. Vielleicht findet sich ja jemand, der noch
etwas dazu programmieren möchte.
MfG, Bri
Hallo,
Ein wirklich super Program :)
Wie schaut es aus wenn man mit deinem Programm mit dem AvrISP mk2
prgrammieren will? Der hängt ja ma USB Port.
Danke im Voraus
mfg Robert
Man kann den USB Port direkt dort wo der Port ausgewählt werden kann
eingeben. Es wird auch gespeichert, so dass das nur einmal gemacht
werden muss. Was muss als USB Port bei Windows und Linux angegeben
werden? Ich würde das gleich mal in die Liste aufnehmen.
wenn man Usb braucht, beim avrisp mk2 erforderlich, braucht man die
libusb um die Schnittstelle anzusprechen. Jörg Wunsch hat mir das
erklärt.
Siehe: Beitrag "AvrISP mk2 und Avrdude"
In dem Zusammenhang:
Ich suche AVRDUDE mit GUI oder ein ähnlich komfortables Programm, dass
aber nicht die Installation des WinAVR oder AVR Sudio erfordert.
Ziel ist ein portabler Programmen für Windows CE oder Mobile auf einem
Palmtop oder sogar einen PNA (Navi) mit USB.
Das AVR Prog ist zu dumm, es setzt z.B. die CKOPT des mega32 nicht, und
zu umständlich. Man muss Fuses, Flash und EEPROM einzeln programmieren.
schau dir mal mein BurnAVRBurn an...
http://janhbade.ja.funpic.de/
benötigt ebenfalls Java hat aber zB schon DropdownMenüs
Und das trennen von Brennen des Flash epprom und Fusues ist gewollt...
Ich brenn die Fuses ein bis zweimal
den EPPROM häufig gar nicht
und den Flash sehr oft
bei einem Projekt...
@stefan, ich brauche ein Standalone Programm, das ohne WinAVR und den
ganzen Sch... läuft. Nur AVR Dude plus GUI ist ok.
@Gast, leider läuft die Webseite nicht. Einzige Information: Strato,
aber das sagt eigentlich schon alles, hab mit denen auch Ärger
gehabt.....
Die Seite von DOcean funktioniert bei mir. Da scheint ein Problem auf
deiner Providerseite vorzuliegen.
Den "WinAVR und den ganzen Sch..." brauchst du bei AVRDUDE und den
diversen GUI Programmen nie. Du kannst dir locker AVRDUDE und eine GUI
ohne WinAVR beschaffen.
WinAVR macht es seinen Benutzern allerdings bequem und bringt AVRDUDE
mit. Eine GUI ist soweit ich weiss nicht im WinAVR-Paket enthalten.
AVRDUDE wird bei WinAVR IMHO über make oder per Kommandozeile gesteuert.
> Die Seite von DOcean funktioniert bei mir. Da scheint ein Problem auf> deiner Providerseite vorzuliegen.
Möglich, aber warum? Seite vielleicht wegen illegalen Inhalts gesperrt?
Die Links gehen nicht.
> Den "WinAVR und den ganzen Sch..." brauchst du bei AVRDUDE und den> diversen GUI Programmen nie. Du kannst dir locker AVRDUDE und eine GUI> ohne WinAVR beschaffen.
Ohne WinAVR gibt's bei mir aber zig Fehlermeldungen, das ist für eine
Installation von Laien auf einem PDA unbrauchbar. Da kauf ich lieber den
ChipBlaster- ist am Ende billiger, weil ich damit weniger Zeit
vertrödle.
Danke.
> Da kauf ich lieber den ChipBlaster- ist am Ende billiger, weil ich damit >
weniger Zeit vertrödle.
Das ist aus Sicht des Geschäftsmannes eine gesunde Einstellung.
Ziemlich schwach, ein Closed-Source-Programm das auf ein
Open-Source-Programm angewiesen ist.
Ausserdem ist "AVR8 Burn-O-Mat" glatt illegal, da es gegen die
GPL-Bestimmungen verstößt:
- avrdude ist unter der GPL-2
- "AVR8 Burn-O-Mat" ist auf avrdude angewiesen, ohne
funktioniert es nicht.
Siehe auch:
http://www.gnu.org/licenses/gpl-faq.html#GPLInProprietarySystem
Nicht, dass es wichtig wäre, aber das sehe ich anders.
AVR8 Burn-O-Mat ist keine Non-Freeware und AVR8 Burn-O-Mat wird vom
Autor nicht zusammen mit GPL-Software (Avrdude) verbreitet.
Aber ich finde es schade, dass der "Kampf um den Anwender" zu derartigen
Blüten führt.
> Nicht, dass es wichtig wäre, aber das sehe ich anders.
Es geht nicht um ansichten, es geht um Lizenzen.
> AVR8 Burn-O-Mat ist keine Non-Freeware und AVR8 Burn-O-Mat wird> vom Autor nicht zusammen mit GPL-Software (Avrdude) verbreitet.
Die Gnu Public License handelt nicht von "Freeware", sondern von
Open-Source. Es geht um den Source-Code und nicht darum ob das Programm
was kostet oder nicht.
Die GPL regelt den Zugriff auf den Source-Code, und wer, wie nach
welchen Regeln den Source-Code erweitern, verändern oder verwenden
darf.
Burn-O-Mat verwendet den Source-Code von avrdude nicht direkt, sondern
indirekt. Burn-O-Mat funktioniert ohne avrdude nicht, es kann keine AVR
programmieren. Avrdude ist effektiv ein Teil von Burn-O-Mat.
Dabei spielt es auch keine Rolle dass Burn-O-Mat den avrdude nicht
mitliefert oder dass Burn-O-Mat den avrdude "nur" indirekt benutzt.
Die entsprechenden Passagen in der GPL und die entsprechende Hinweise
der FSF zu diesem Thema sind eindeutig und werden schon tausendemale mit
immer dem gleichen Ergebnis ausdiskutiert.
> Aber ich finde es schade, dass der "Kampf um den Anwender" zu> derartigen Blüten führt.
Es gibt keinen "Kamp um den Anwender", und das sind auch keine "Blüten".
Der Autor von Burn-O-Mat hat sich allerdings an die Lizenz von avrdude
zu halten, möchte er es verwenden. Wenn ihm die Lizenz von avrdude nicht
passt, kann er sich gerne seine eigenen AVR-Programmer-Software
schreiben.
Wenn ihr avr-gcc, dieses Forum, den Firefox usw. benutzt, verwendet ihr
lauter Software die unter Open-Source-Lizenzen steht. Ausser dass die
euch keinen müden Cent kostet ist es wohl mehr als selbstverständlich,
dass die Lizenzen dieser Software befolgt werden.
Und wenn die Lizenz die Bedingung hat, dass abgeleitete Werke (in diesem
Fall Burn-O-Mat) ihren Source-Code unter den gleichen Bedingungen zu
veröffentlichen haben (die GPL), wie das Original-Programm (avrdude),
dann haben das die Autoren gefälligst zu tun.
Die Menschen die Open-Source-Lizenzen nicht beachten sind deutlich
perversere Schmarotzer als die, die Bezahl-Software kopieren.
> Das allein macht noch keine `derived software' daraus.
Sicher:
http://www.gnu.org/licenses/gpl-faq.html#GPLInProprietarySystem
"[...] The substantive part is this: if the two programs are
combined so that they become effectively two parts of one
program, then you can't treat them as two separate programs.
So the GPL has to cover the whole thing. [...]"
Frontend und Backend sind zwei Teile des Ganzen.
Wenn du weiter in diese Richtung argumentierst, werde ich mich
eigenhändig bei den AVRDUDE-Entwicklern dafür einsetzen, dass sie
die Lizenz schnellstens von GPL auf BSD-like umstellen. Die
Diskussion ist hahnebüchen. Es ist nur eine reichliche Handvoll
an Entwicklern, die daran mitgewirkt haben, das ist durchaus
realistisch, die Lizenz noch zu ändern.
Ich habe andere Dinge, die ich an derartigen Frontend-GUIs vom
Design her hässlich finde, und weshalb ich ein ins AVRDUDE
integriertes GUI bevorzugen würde. Haarspalterei über die Lizenz
ist hier das letzte, was irgendwie Sinn hat -- vor allem, wenn sie
von jemandem betrieben wird, dessen Name mir im Zusammenhang mit
der Entwicklung von AVRDUDE bislang noch nie untergekommen ist und
der offenbar auch sonst keinerlei konstruktive Beiträge dafür
geleistet hat, ja, der seinen Namen nichtmal kund tun will.
Tschüss!
@Unbekannter:
Nach deiner Interpretation der GPL - die ich übrigens nicht
teile - wäre jedes Programm das z.B. nur unter Linux lauffähig ist
automatisch auch GPL. Denn die sind dann ebenfalls auf ein GPL-Werk
angewiesen.
Wenn ein Programm zur Laufzeit Teile einer GPL-Bibliothek verwendet,
steht das Resultat unter der GPL. Aber das ist eine andere Situation.
Ich bin ja selbst seit nunmehr elf Jahren ein Linux-Anhänger und halte
die GPL für eine gute Sache. Aber der "Burn-O-Mat" Author ist nach
meiner Auffassung nicht an die GPL gebunden.
- Michael
Abgesehen davon, dass ich das Burnomat für legal halte, ist es ganz
nett, aber auch wieder umständlich zu handhaben. Warum es bei manchen
Eingaben in die Ecke fährt und mir alle Buttons wegnimmt, wird mir wohl
ewig verschlossen bleiben.
Von den Möglichkeiten gefällt mir im Moment ChipBlaster am besten und es
läuft auch auf Anhieb ohne irgendwelche DLLs. Was da fehlt, ist die
komfortable Einstellmöglichkeit der Fuses ohne Handbuchstudium.
Hilfsweise mach ich den Trick, dass ich die Fuses mit AVR Prog schreibe,
dann mit ChipBlaster einlese, den CKOPT setze und dann hab ich's für die
Serie.
> Nach deiner Interpretation der GPL - die ich übrigens nicht> teile - wäre jedes Programm das z.B. nur unter Linux lauffähig ist> automatisch auch GPL.
Nein. Siehe:
http://www.gnu.org/licenses/gpl-faq.html#GPLInProprietarySystem
"[...] If the two programs remain well separated, like the
compiler and the kernel, or like an editor and a shell, then
you can treat them as two separate programs--but you have
to do it properly. [...]"
Einfach mal die Bedingungen der GPL genau lesen und die Erläuterungen
der FSF. Dass diese Fragen diskutiert werden ist ja nicht das erste mal
und wird auch nicht das letzte mal sein,
> Ich bin ja selbst seit nunmehr elf Jahren ein Linux-Anhänger und> halte die GPL für eine gute Sache.
Tja, da hab' ich die Nase vorn, bei mir sind es fast 14 Jahre... ;-)
> Abgesehen davon, dass ich das Burnomat für legal halte, ist es ganz> nett, aber auch wieder umständlich zu handhaben.
Siehst Du, ein ähnliches Problem habe ich auch. Würde sich der Autor an
die Lizenz-Bestimmungen halten, könntest Du oder ich den Code auf die
eigene Bedürfnisse anpassen.
Das ist insbesonders dann wichtig, wenn der Autor nicht mag oder dafür
zu lange benötigt.
> Wenn du weiter in diese Richtung argumentierst, werde ich mich> eigenhändig bei den AVRDUDE-Entwicklern dafür einsetzen, dass sie> die Lizenz schnellstens von GPL auf BSD-like umstellen.
Das sei Dir unbenommen. Der Vorteil für avrdude und Dich persönlich kann
ich allerdings nicht erkennen.
Das schöne an Lizenzen ist ja: Einmal GPL, immer GPL. Und falls avrdude
mal BSD wird, kann dazu parallel völlig problemlos die GPL-Variante den
BSD-Code übernehmen. Das ist eben die Stärke bzw. die Schwäche der
BSD-Lizenz.
> Die Diskussion ist hahnebüchen.
Nein, ist sie nicht. Es geht mir um die Sache und ich möchte nur darauf
hinweisen und ein problembewusstsein dafür schaffen, dass auch
Open-Source-Lizenzen bindend sind.
Vermutlich hat der Autor von Burn-O-Mat nicht mal absichtlich gehandelt,
sondern "ausversehen" weil er sich um solche Fragen noch nie Gedanken
gemacht hat.
Und dass ich mein Name nicht nenne, spielt keine Rolle. Ich kann Dir
soviel verraten, dass wenn Du Linux benutzt, zwangsweise Software
verwendest die auch aus meinen Fingern stammt, übrigens unter der GPL...
hmm interessante Diskussion..
so stark hab ich mich damit noch gar nicht beschäftigt...
ABER
bei mir gibts die Quellen dazu:
http://janhbade.ja.funpic.de/
seit 0.3.5 extra und vorher in den jars mitdrin...
> Nein. Siehe:> http://www.gnu.org/licenses/gpl-faq.html#GPLInProp...
Danke für den Link. Vielleicht solltest du auch mal genau lesen:
"However, in many cases you can distribute the GPL-covered software
alongside your proprietary system. To do this validly, you must make
sure that the free and non-free programs communicate at arms length,
that they are not combined in a way that would make them effectively
a single program."
Auch wenn das Frontend (Born-o-mat) ohne das Backend (avrdude) nicht
viel tun kann, bleibt das Backend selbst unangetastet und unabhängig
lauffähig. Die Kommunikation zwischen den Anwendungen erfolgt über
Kommandozeilenparameter - dabei läuft jedes Programm auch noch in
seinem eigenen Adressraum.
Es sind keine modifizierten Quellen nötig um avrdude mit dem Frontend
zu betreiben. Die Rechte Dritter bleiben bleiben damit erhalten.
Etwas ähnliches schreibt auch die FSF:
"If a program released under the GPL uses plug-ins, what are the
requirements for the licenses of a plug-in?
It depends on how the program invokes its plug-ins. If the program
uses fork and exec to invoke plug-ins, then the plug-ins are
separate programs, so the license for the main program makes no
requirements for them."
Und andersrum:
"Can I apply the GPL when writing a plug-in for a non-free program?
If the program uses fork and exec to invoke plug-ins, then the
plug-ins are separate programs, so the license for the main program
makes no requirements for them. So you can use the GPL for a
plug-in, and there are no special requirements.
If the program dynamically links plug-ins, and they make function
calls to each other and share data structures, we believe they form
a single program, which must be treated as an extension of both the
main program and the plug-ins. This means that combination of the
GPL-covered plug-in with the non-free main program would violate the
GPL. However, you can resolve that legal problem by adding an
exception to your plug-in's license, giving permission to link it
with the non-free main program."
- Michael
Unbekannter wrote:
>> Wenn du weiter in diese Richtung argumentierst, werde ich mich>> eigenhändig bei den AVRDUDE-Entwicklern dafür einsetzen, dass sie>> die Lizenz schnellstens von GPL auf BSD-like umstellen.>> Das sei Dir unbenommen. Der Vorteil für avrdude und Dich persönlich kann> ich allerdings nicht erkennen.
Der Vorteil liegt auf der Hand: ich muss nicht weiter Zeit in derartig
unsinnige Diskussionen wie diese hier verschwenden.
Im Nachhinein kann ich gar nicht mehr wirklich verstehen, warum Brian
damals überhaupt die GPL benutzt hat. War wohl eher auf Drängen von
Ted Roth hin, denn eigentlich kommt Brian aus der BSD-Ecke und hatte
das Programm ursprünglich unter BSD-Lizenz.
All diese Haarspalterei (auch die von der FSF zitierte da oben) --
wohlgemerkt, ja nicht etwa von den Autoren oder Entwicklern, sondern
von völlig Unbeteiligten ins Rennen geworfen, die bislang kein
Krümchen zum Gelingen des Projekt beigetragen haben und sich nun in
die Rolle eines Abmahnvereins berufen fühlen -- sind eigentlich genau
das, was mich an der GPL am meisten anpiept.
läuft zwar, aber die avrdude configdatei wird anscheinend nicht mehr
unterstützt - ich kann jedenfalls keinen programmer auswählen.
C:\WinAVR-20100110\bin\avrdude.conf