Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Wasserkocher bleibt kalt- ehester Fehler


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von Lars B. (heiner56)


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Dieter D. schrieb:
> Lars B. schrieb:
>> Nachher krieg ich wieder die Hucke voll, ...

Weil jeder vernünftige Mensch vor dem
> Bestellen frägt, damit er nicht die falschen bestellt.
>
>Hab ich doch ! Lesen !

von Herbert B. (herba)


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Lars B. schrieb:
> Nochmal die Frage: Hab zwar schon 12v Dioden bestellt, würde aber gerne
> wissen, ob es 8V oder 12V sein müssen und mit welcher Wattzahl (250 ,
> 350 oder 500 mW)

wieviel mWatt haben denn die bestellten 12V Dioden? Wenn mehr Spannung 
an der Z-Diode abfällt, sollte sie auch etwas mehr Leistung verheizen 
können, sagen wir mal 500mW.

Die 5,1V Z-Diode muss zwingend, wenn ersetzt, auch eine 5V-Z-Diode sein, 
andernfalls kannst du den Kocher gleich wegschmeissen.

Hast du einen Lötkolben? Einen Widerstand könntest du aus dem 
Elektronikschrott auslöten, welcher in deiner Reparaturwerkstatt sicher 
reichlich anfällt, dann fehlen nur noch zwei 9V Blockbatterien...

von Lars B. (heiner56)


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die 12 Volt haben 250 mW,

Lötstation, Netzgerät bis 30 V und 1 A, mehrere Multimeter, 
Kondensatormessgerät (zwar neu, lt. Heinrich aber Schrott)
diverse Kleinteile, viele Trafos

von Harald A. (embedded)


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Hast Du auch die 5V bestellt? Dann könntest Du anstelle 2x8V auch 12+5V 
kombinieren.

von Herbert B. (herba)


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Da die Z-Dioden bei nicht angezogenem Relais den ganzen Strom aufnehmen 
müssen, würde ich doch eher 8V mit 500mW einbauen und hoffen, dass der 
Defekt nur an der 8V Z-Diode liegt...
Du kannst ja sonst mal mit der 12V Z-Diode probieren, aber ich glaube, 
die wird dann auf die Dauer zu warm. So könntest du auf die Schnelle 
schauen, ob der Kocher funzt.

: Bearbeitet durch User
von Lars B. (heiner56)


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ok, danke

von H. H. (Gast)


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Herbert B. schrieb:
> Defekt nur an der 8V Z-Diode liegt...

Die nicht existiert...

von Herbert B. (herba)


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H. H. schrieb:
> Herbert B. schrieb:
>> Defekt nur an der 8V Z-Diode liegt...
>
> Die nicht existiert...

Bin davon ausgegangen, dass es drei Z-Dioden gibt: Die unterste für den 
MC 5,1V, die zweite 8V, die dritte 12V, gibt zusammen 25V. Die 8 und die 
12V wurden in Serie geschaltet, um die Abwärme zu verteilen. Ob es 
wirklich so ist, könnte ich erst sagen, wenn ich das Gerät selber 
begutachten könnte.

von Lars B. (heiner56)


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H. H. schrieb:
> Herbert B. schrieb:
>> Defekt nur an der 8V Z-Diode liegt...
>
> Die nicht existiert...

Also anders wie im Schaltplan abgebildet?

von Herbert B. (herba)


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Lars B. schrieb:

> Also anders wie im Schaltplan abgebildet?

Hab den Schaltplan jetzt auch gesehen. Also 5,1V, -> 8,2V -> 8,2V gibt 
zusammen 21V. Das mit der 12V Z-Diode sollte für eine kurze Zeit und zum 
Testen reichen.

von Lars B. (heiner56)


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Ok

von Philipp K. (philipp_k59)


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Ich finde man erkennt abgenutzte Kontakte, ich hätte als erstes die 
Kontakte mit 1000er körnung angeschmirgelt und dann erst die Kiste 
aufgemacht.

Das war bei meinen letzten Wasserkochern immer das Problem.

von Lars B. (heiner56)


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Philipp K. schrieb:
> Ich finde man erkennt abgenutzte Kontakte, ich hätte als erstes die
> Kontakte mit 1000er körnung angeschmirgelt und dann erst die Kiste
> aufgemacht.
>
> Das war bei meinen letzten Wasserkochern immer das Problem.

Also da sind auf der Platine mindestens 2 Bauteile definitiv den 
hitzetod gestorben. Da hilft das Schmirgeln nichts mehr

von Herbert B. (herba)


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Lars B. schrieb:
> Also da sind auf der Platine mindestens 2 Bauteile definitiv den
> hitzetod gestorben. Da hilft das Schmirgeln nichts mehr

Wenn aber 2 Bauteile definitiv tot sind, wird es mit dem Wechseln einer 
Diode nicht getan sein...

: Bearbeitet durch User
von Lars B. (heiner56)


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Hatte ich ja schon erwähnt. Es fliegen zwei Z-Dioden raus, ein Relais, 
ein X2 und zwei Elkos

von Herbert B. (herba)


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Na dann, viel Glück!

von Michael B. (laberkopp)


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Philipp K. schrieb:
> Ich finde man erkennt abgenutzte Kontakte, ich hätte als erstes
> die Kontakte mit 1000er körnung angeschmirgelt und dann erst die Kiste
> aufgemacht.
> Das war bei meinen letzten Wasserkochern immer das Problem.

Wenn man erst mal die 10um Nickelschicht vom Blech runtergeschliffen 
hat, hat man mit Korrosion und Kontaktproblemen sicher dauerhaft Freude.

von Lord Magnet (lord_magnet)


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Michael B. schrieb:
> Philipp K. schrieb:
>> Ich finde man erkennt abgenutzte Kontakte, ich hätte als erstes
>> die Kontakte mit 1000er körnung angeschmirgelt und dann erst die Kiste
>> aufgemacht.
>> Das war bei meinen letzten Wasserkochern immer das Problem.
>
> Wenn man erst mal die 10um Nickelschicht vom Blech runtergeschliffen
> hat, hat man mit Korrosion und Kontaktproblemen sicher dauerhaft Freude.

Was liesse sich dagegen bloss tun...

von Thomas B. (thombde)


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He Lars

Hast du einen Trenntrafo?  (ich denke nein)
Oder zufällig 2 Transformatoren  mit 12V Sekundär,
Die kannst Du als Trenntransformator verwenden.
Dann kann man mal angstfrei messen.

von Lars B. (heiner56)


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Hatte mal einen Trenntrafo, den hab ich aber wieder verscherbelt, weil 
das ein riesen Klotz war. Bin jetzt wieder auf der Suche nach einem. 
Außerdem wusste ich nicht, dass man trotz Trenntrafo einen gewischt 
bekommen kann. Der Tipp beim Hantieren und Messen immer eine Hand in der 
Hosentasche zu haben, kam mir doch irgendwie "unhandlich" vor.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Lars B. schrieb:
> Der Tipp beim Hantieren und Messen immer eine Hand in der
> Hosentasche zu haben, kam mir doch irgendwie "unhandlich" vor.

Habe noch keinen Elektriker oder Elektroniker erlebt, der eine Hand 
tatsächlich in die Hosentasche gesteckt hat. Aber das können uns die 
Experten sicher genauer sagen.

Habe diesen Spruch mit der Hand in der Hosentasche eher im übertragenen 
Sinne verstanden: Konzentriert arbeiten und das nur mit einer Hand beim 
Messen, dabei über jeden Schritt mindestens kurz nachdenken. Die Gefahr 
ist eher die Routine und das Wiegen in falscher Sicherheit, weil bisher 
nix passiert ist.

Das bedeutet auch, dass ich z.B. beim Messen nicht das (geerdete) 
Oszilloskop bediene. Wenn ich die Messspitze bzw. den Tastkopf nicht am 
Messobjekt festklemmen und loslassen kann, wird bei gefährlichen 
Spannungen während der Bedienung des Oszilloskops eben nicht gemessen, 
d.h. solange unterlassen, bis am Oszilloskop der Schalter umgestellt 
ist.

In der Regel tritt das Problem eher selten auf. Meine alten 
(Röhren-)Geräte haben zwar hohe Spannungen, dort können auf der Platine 
die Tastköpfe gut festgeklemmt werden (Drahtenden der THT-Bauteile), so 
dass ich den Tastkopf loslassen kann, bevor ich am Oszilloskop fummele.

So geht das bei mir. Bin aber auf eure Meinungen zum Thema Hand in der 
Hosentasche gespannt.

von Tom (tom_major)


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Rainer Z. schrieb:
> Hand in der Hosentasche

Easy schnappen, relaxen und watch das Blinkenlights???

von Lars B. (heiner56)


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Denke, dass in anderen Threads das schon oft diskutiert wurde.
Denke auch,dass die sich einschleichende Routine und das Wiegen in 
falscher Sicherheit wirklich das größte Problem sind. Auch die Tageszeit 
und das Umfeld spielt dabei eine Rolle. Nicht umsonst sagt meine bessere 
Hälfte immer, dass ich nach 21 Uhr nicht mehr mit 230 Volt rumhantieren 
soll. Und sie hatte bisher recht. Die meisten Wischer bekam ich immer 
abends oder wenn ich mal kurz "so auf die Schnelle" noch was checken 
wollte. Seit längerem -und da werden jetzt wieder die Lästerer und 
Minus-Punkte-Verteiler ihren Spaß haben, nutze ich auch 
Isolierhandschuhe (bis 500 Volt), aber das nur in Ausnahmefällen, weil 
man mit den Dingern einfach nicht schaffen kann.
Auch die Denke, dass ja so ein "harmloser" Stromschlag einem nicht 
wirklich was anhaben kann, dürfte fatal sein. Gerade für die, und da 
muss ich mich leider dazuzählen, deren Pumpe schon einige Reparaturen 
hinter sich hat. So ein "Wisch" kann dann wirklich leicht mal der letzte 
sein.

von Mark S. (voltwide)


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Deine Missgeschicke bei der Elektroinstallation in Ehren, aber mit den 
Ableitströmen von Wandwarzen haben sie wenig zu tun.

von Mike J. (linuxmint_user)


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Philipp K. schrieb:
> Ich finde man erkennt abgenutzte Kontakte, ich hätte als erstes die
> Kontakte mit 1000er körnung angeschmirgelt und dann erst die Kiste
> aufgemacht.

Ich bin da einfach mit einem flachen Schraubenzieher rüber gegangen, das 
Zeug ist recht weich und die Krater kann man so auf der Kontaktfläche 
wieder recht glatt bekommen. Das scheint kein Kupfer zu sein, sondern 
irgend etwas was silbern und recht weich ist.

von Alfred B. (alfred_b979)


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@Mike J.:
Michael B. schrieb:
> Nickel
?

von Heinrich K. (minrich)


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Mark S. schrieb:
> Wandwarzen

?

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Heinrich K. schrieb:
> Mark S. schrieb:
>> Wandwarzen
>
> ?

Sowas hier...

: Bearbeitet durch User
von Lars B. (heiner56)


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Hallo Leute, was Neues von der Kocherfront.
Hab jetzt ne andere Z1 Diode eingebaut, Z2 hab ich belassen, neue 
Kondensatoren eingebaut und auch das relais mal belassen, weil es ja bei 
ausreichend Erregerspannung auch schaltet. Gestern abend getestet, war 
der Meinung, dass die Heizung jetzt warm wird. Wollte es heute aber 
genauer testen, da es gestern definitiv zu spät war.
Ergebnis: da wird nix warm, die Z1 ist in Ordnung, die Z2 zeigt jetzt 
seltsame Werte in beide Richtungen, um die 348 mV, was mir sagt, dass 
sie defekt sein muss. An der Spule liegen auch nur 10,7 Volt an. 
Eigentlich wie vorher. Werde jetzt die Z2 auch gegen eine 8,2 V 
austauschen. Nochmal die Frage: ist es wirklich egal ob bei der Z2 die 
Anode und der NC-Kontakt miteinander verbunden sind (Durchgang)

von Lars B. (heiner56)


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So, hab jetzt die Z2 ausgetauscht gegen eine 12V, 325mW-Version. 
Eingeschaltet und das Heizelement wird sofort warm. Heureka. An der 
Relaisspulle liegen jetzt 20 Volt an.  Das neue Relais werde ich 
trotzdem noch einbauen und wieder alles zusammenbauen. Die Platine sieht 
jetzt zwar nicht mehr so hipp aus, aber was soll's.

Danke für die wirklich viiiiiiiieeelen Tipps,Hinweise und die unendliche 
Geduld. Die Profis hatten ja schon gleich am Anfang den richigen 
Riecher.

Hätte ich ohne euch also sicher nicht geschafft.
,

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Lars B. schrieb:
> Eingeschaltet und das Heizelement wird sofort warm.

Brandblasen an den Fingern?

Lars B. schrieb:
> sicher nicht geschafft.

Nur durchs Forum. Zumindest diesmal noch stromunfallfrei geschafft. ;)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Lars B. schrieb:
> Das neue Relais werde ich
> trotzdem noch einbauen und wieder alles zusammenbauen.

Ergibt Sinn. Zum Einen, weil Du es ohnehin hast und zum Zweiten, weil es 
hohe Ströme schaltet, was eine gewisse Abnutzung des alten Relais 
vermuten lässt. Und auseinandergebaut ist die Maschine noch.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Rainer Z. schrieb:
> was eine gewisse Abnutzung des alten Relais vermuten lässt.

Es prellt dann auch mehr. Das belastet dann auch mehr das 
Kondensatornetzteil und die Bauteile dahinter.

von Lars B. (heiner56)


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Teil ist wieder zusammengebaut und getestet. Schaltet brav ein und je 
nach vorgewählter Temperatur wieder ab. Frage bleibt natürlich übrig, 
wieso es letztlich zu dem Durchbrennen von Z1 und Z2 gekommen ist. 
Einfach Alter der Dioden oder Verschleiß am Relais oder X2 oder alles 
zusammen.



Nochmals danke an alle !

von Mike J. (linuxmint_user)


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Lars B. schrieb:
> Einfach Alter der Dioden oder Verschleiß am Relais oder X2 oder alles
> zusammen.

Die Geräte sind teilweise einfach nicht gut entwickelt worden. Ich hatte 
hier mal ein recht teures Audio/Multimedia-Gerät repariert, das Problem 
war ein Relais welches mit zu viel Leistung betrieben wurde. Es diente 
dazu den großen Transformator einzuschalten, wenn man mit der 
Fernbedienung das Gerät aktiviert hat. Die Spule des Relais wurde aber 
nicht mit 9V, sondern mit 12V belastet. Das hat aber dafür eine ganze 
Weile gehalten, zumindest bis die Garantie rum war.

So eine kleine SMD-Z-Diode hält eben nicht so viel Wärme ab und kann 
deshalb kaputt gehen. Mit einer größer dimensionierten Diode wäre das 
wohl nicht passiert.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Es wird halt an allen Ecken und Enden gespart.
Koste es was es wolle.

von Lars B. (heiner56)


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Noch ne Frage: Der Temperatursensor im Kochbehälter war völlig verkalkt. 
Der Begriff des Entkalkens war dem alten Herrn ein absolutes Fremdwort. 
Kann dieser Kalküberzug des Sensor letztlich auch zum Schaden an den 
elektronischen Bauteilen führen?

von Mike J. (linuxmint_user)


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Lars B. schrieb:
> Kann dieser Kalküberzug des Sensor letztlich auch zum Schaden an den
> elektronischen Bauteilen führen?

Eigentlich nicht.
Was ist das für ein Sensor?

Ich habe hier einen Wasserkocher von Bosch, den CTWK15. Der hat einen 
kleinen Sensor wenige Millimeter über dem Heizbett.
Wenn bei dem die Kontakte des Relais mal defekt sein sollten, dann kann 
ich das einfach austauschen.

Vorher hatte ich immer diese Wasserkocher mit so einem Bimetallplättchen 
und offenen Kontakten, die konnte man nicht reparieren. Das war so 
verbaut und ungünstig, dass man da nur mit Mühe noch etwas retten 
konnte. An die Kontakte ist man auch nicht ran gekommen um die mal glatt 
zu ziehen und ersetzen konnte man die schon gar nicht.

Der Bosch TWK8613P kostet 65€, das ist nicht mal viel teurer als die 
anderen Wasserkocher die wir so hatten.

von Lars B. (heiner56)


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Siehst du ganz am Anfang im Bild

von Mike J. (linuxmint_user)


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Lars B. schrieb:
> Siehst du ganz am Anfang im Bild

Ach, auf Seite 1 ... hab nur hoch gescrolt und nicht gut genug geschaut.

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