Hi!
Genau deine Frage habe ich mir auch vor nem Jahr gestellt; die an meine
FH angegliederte Uni bietet solch ein Aufbaustudium (Elektrotechnik) an
mit 6 Semestern. Nachdem ich Leute gesprochen und Altklausuren angesehen
habe, kann ich nur sagen, was für eine Unverschämtheit. Die fiesen
Grundlagenklausuren in Schaltungstechnik, ja sogar Grundlagen
Elektrotechnik hätte man nochmal schreiben müssen, mit immer den
gleichen Aufgaben. Man kann ja denken, als frischgebackener
Elektro-Ing., und schon bald Veteran in Punkto Klausurstress, kein
Problem -> aber überleg dir den Zeitaufwand, nur um nochmal alles zu
wiederholen? Eventuell kann man mit dem Prüfungsausschuss reden, dass
sie dir Sachen anerkennen, aber eine grossartige Zeitersparnis wirst du
nicht bekommen. Wenn ich nur daran denke- wieder semesterlange
Übungsgruppen etc kotz.
Eine ganz schicke Sache habe ich als meine persönliche Lösung gefunden;
bei mir gibt es an der Uni den Master Degree in angewandter Informatik.
Du steigst direkt im Hauptstudium ein und beschäftigst dich mit
interessanten mathematischen Fragestellungen in allen verschiedenen
Anwendungsgebieten. Dabei kommt jede Menge Signalverarbeitung, Regelung,
etc. zum Einsatz und die dort herumlaufenden Informatics verstehen- wie
nicht anders zu erwarten- nur Bahnhof. Und das beste ist- die
Regelstudienzeit von 4 Semestern kannst du bei Vollzeiteinsatz auf zwei
zusammenstreichen. Ich mach 4, weil ich nebenher 20 Stunden am malochen
bin :-/
Ich mach den Scheiss in erster Linie wg. Promotionsmöglichkeit, aber
Industriekontakte gibts auch an jeder Ecke.
Fazit: habe noch nix bereut, eher im Gegenteil, und sogar noch nette
Leute kennengelernt.
Selbst, wenn du nicht promovierst, hast du zwei Abschlüsse und zeigst
Breitenwissen. Dein zukünftiger Chef kauft zwei Experten in einem Körper
;-)
Ich kann dir nur raten, wenn du das packst, dann mach es auf jeden Fall.
Wer weiss, was studieren später kostet, und dann hast du sowieso keine
Lust mehr drauf.