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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik spannungsteiler vs. vorwiderstand


Autor: MacGailer (Gast)
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hallo

der spannungsteiler wird ja wie der name schon sagt dazu verwendet die 
spannung herabzusetzen.

aber mit einem vorwiderstand geht das ja genau so gut, oder täsche ich 
mich da.
hat der vorwiderstand nicht sogar vorteile?

was ist jetzt genau der unterschied zwischen spannungsteiler und 
vorwiderstand?

mfg

: Gesperrt durch Moderator
Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Komischerweise hat ein Spannungsteiler wei Vorwiderstände.
Es ist nämlich egal, ob der Vorwiderstand vor oder hinter dem 
schutzwürdigen Bauteil sitzt.
Mit einem Vorwiderstand und einer LED wird auch ein Spannungsteiler 
gebildet, wobei der eine Widerstand ein ohm'scher/linearer und der 
andere ein nichtlinearer (LED) ist.

Die Frage meinst du aber nicht wirklich ernst, oder?

Autor: Pete (Gast)
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2R,1R

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

ein Vorwiderstand ist auch nur Bestandteil eines Spannungsteilers.
Der zweite Teilerwiderstand wird durch die Last gebildet.

Genau da liegt auch das Problem: ein Vorwiderstand teilt nur dann auf 
eine konstante Spannung, wenn die Last einen konstanten Widerstand 
darstellt, also immer den gleichen Strom bei konstanter Spannung zieht.

Mit einem Spannungsteiler kann man dieses Problem zumindest entschärfen:
wenn der Strom durch den Spannungsteiler merklich größer als der 
Laststrom ist (5...10x), dann schwankt die Spannung bei Laständerung nur 
relativ wenig.

Vorwiderstände vor einer LED bilden zwar auch einen Spannungsteiler mit 
der LED, hier ist das Ziel aber eigentlich ein anderes: man will, daß 
der Strom vorrangig durch die Größe des Widerstandes bestimmt wird, weil 
eine LED eigentlich ein stark stromabhängiger Widerstand ist. Mit 
steigendem Strom verringert sich ihr Widerstand beachtlich. ;)

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: xxx (Gast)
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hallo

na könnt ich dann für einen µC auch einen spannungsteiler verwenden oder 
muss ich einen 7805

Autor: Herr Mueller (herrmueller)
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Nur, wenn Deine Speisespannung konstant ist und der Controller 
konstanten Strom zieht. Das ist aber nicht so, also schwankt Deine 
Betriebsspannung mit dem Strom - also nix gut.
Oder Du machst den Strom durch den Spannungsteiler viel grösser als den 
Betriebsstrom des uC, dann halten sich die Schwankungen in Grenzen 
(falls Speisespannung konstant), es geht aber jede Menge Leistung 
"verloren". eigentlich auch - nix gut.

Autor: xxx (Gast)
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Was ist nicht so?

keine konstante speisespannung oder zieht der controller keinen 
konstanten strom.

ich habe nämlich ein netzgerät welches 13 volt liefert. da das konstant 
13 volt liefert dachte ich es ginge über einen spannungsteiler jedoch 
sehe ich hier im forum oft dass man einen 7805 verwenden sollte.

denn leistung geht sowieso verloren sei es über den 7805 oder den 
spannungsteiler

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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Naja ihr müsst mal drüber nachdenken: Zusammen mit dem Spannungsteiler 
bildet der µC wieder einen Spannungsteiler. Wenn der µC keinen Strom 
zieht, bekommt er die volle spannung des Spannungsteilers. Wenn er 
jedoch viel Strom zieht(d.h. er hat einen kleinen widerstand) dann 
bricht die spannung zusammen.

Nicht umsonst ist ein 7805 ein SpannungsREGLER.

Autor: Winfried (Gast)
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Ein wenig Grundlagen, und die Situation wird klar:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ohmsches_Gesetz

Autor: xxx (Gast)
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@winfried

ich weiß nicht was mir dadurch klar werden soll

Autor: antworter (Gast)
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Klar wird, daß das Ohmsche Gesetz die Grundlage ist, zu verstehen, wie 
das mit dem Strom und der Spannung funktioniert.
Ohne Verständnis des Ohmschen Gesetzes wirst es Dir auf ewig ein Rätsel 
bleiben, warum ein 7805 in Deinem Fall angemessen ist.

Autor: antworter (Gast)
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..."wirst" sollte "wird" werden ;-)

Autor: ..... (Gast)
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lach bist du Fliesenleger? aaaalsooooo da durch den Mikrocontroller ein 
kleiner Strom fliesst wenn eine Spannung anliegt ... kann man diesen 
Mikrocontroller auch als Widerstand betrachten sagen wir einfach R, nun 
hat der Mikrokontroller die Angewohnheit mal mehr Strom mal weniger 
Strom zu verbrauchen z.B. brauchen 2 geschaltene OutPutPorts mehr Strom 
wie einer. Du hast also eine veränderliche Stromaufnahme.

Nun lautet das Ohmsche Gesetz  R=U/I (R=Widerstand)da der Strom I, der 
dort fliesst, sich ständig ändert, ist auch das daraus resultierende R, 
der Widerstand unterschiedlich.

jetzt kommt der Kracher:

An deinem Vorwiderstand auch ein R aber ein festes! fällt wenn ein Strom 
fliesst eine Spannung ab. Da nun dein Mikrocontroller eine feste 
Spannung, die 5 Volt benötigt, müssen an dem Vorwiderstand 8 Volt 
abfallen!!!!

Das Problem:

Um jetzt zu berechnen wie gross dein Widerstand sein muss, brauchst du 
einen Strom der fliesst. Das wirst du mir aber nicht sagen können, da 
wir oben festgestellt haben das der Strom der fliesst unterschiedlich 
sein kann. Und was sagt uns das?

Richtig:

Wir können es nicht sagen! Da sich mit dem Strom an einem festen 
Widerstand die Spannung am Vorwiderstand und damit die Spannung am 
Kontroller ändert haben wir eigentlich nur eins erreicht: ständig 
undefinierte Pegel im und ein sinnloses herumgeschalte an unserer 
Controllerschaltung.

Die Lösung:

wir sorgen dafür das immer ausreichend Strom fliessen kann. Wir legen 
einfach eine feste, vom Stromverbrauch unabhängige Spannung, von 5 Volt 
am Kontroller an (7805 z.B.) nun kann der Controller sein R und I 
verändern, wie er möchte ohne undefinierte Pegel in der ALU zu 
hinterlassen.

kann man das so verstehen ?????????

Autor: xxx (Gast)
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ich hoffe es war für dich amüsant!!!

ja so kann man es verstehen und ich kenne mich auch halbwegs mit dem 
ohmschen gesetz aus nur ich dachte dass am µC ein konstanter strom 
fließt. woher hätte ich das wissen sollen

und es gibt ja bestimmt auch genügend fliesenleger die hier fragen 
stellen es müssen ja nicht gleich alle von dieser sparte kommen. oder 
kommunizieren hier nur leute mit kenntnissen

Autor: HenrikJ (Gast)
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Sauber!

Ich denke, das klärt hier so einiges! :) Well done!

Autor: ..... (Gast)
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Nicht PIPI in Auge bekommen :D das sah aber zu beginn wirklich nach 
Fliesenleger aus. Nach den oberen Erklärungsversuchen musste so was 
einfach kommen, das sollte dir klar sein! Und der Lerneffekt ist 
dadurch, dass es dir peinlich ist, gleich doppelt so gross ... Nur durch 
Fehler lernt man....

Autor: ..... (Gast)
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Nachtrag LOGBuch Captain Picard:
...mir geht es da nicht besser wie dir...

Autor: xxx (Gast)
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eine frage hätte ich noch

was wäre wenn ich einen belasteten spannungsteiler verwende wo ich schau 
dass bei r2 ein 10mal größerer strom fließt als bei r3 (ausgenommen dass 
ich viel leistung verbrauche)


so große spannungsveränderungen könnte es ja dann nicht geben wenn der 
strom vom µC schwankt

mfg

Autor: ..... (Gast)
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probieren geht über studieren^^, so teuer sind die Spannungsregler nun 
auch nicht. Wenn du nun unbedingt Strom-verheizender Weise, ohne Regler 
auskommen möchtest, mach dat mit ner Z-Diode.

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