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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Schrittmotorstrom bei Belastung


Autor: ralf123 (Gast)
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Ich steuere einen kleinen bipolaren Schrittmotor über zwei H-Brücken 
(diskret mit Transistoren) an. Funktioniert soweit alles problemlos.
Jetzt möchte über den Strom des Schrittmotors herausfinden ob der 
Schrittmotor stark belastet bzw. blockiert ist. Ich habe in die 
gemeinsame Groundleitung der beiden H-Brücken einen 500 milliohm 
Shunt-Widerstand zum Strommessen eingebaut.
Wenn ich jetzt das Oszi am Shunt anschliesse kann ich mir den 
Spannungsverlauf anschauen.
Wenn ich nun den Motor stark belaste bzw. blockiere ändert sich die 
Spannungshöhe am Shunt nicht. Der Schrittmotor zieht immer den gleichen 
Strom. Ist das bei Schrittmotoren normal? Hängt das mit den zwei 
Wicklungen zusammen?

Bei einem normalen Gleichstrommotor funktioniert dies ja problemlos.

Autor: let (Gast)
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Bei normalen Motoren gibt es wie bei Trafos im Leerlauf eine ausgeprägte
Gegen-EMK durch die die Impedanz der Wicklungen ansteigt. Schrittmotiren
bestehen dagen einfach nur aus zwei in Reihe geschalteten E-Magneten
die je nach Beschaltung den Dauermagneten bewegen oder halten.
Die Stromaufnahme dürfte imho immer gleich sein.

 - Michael

Autor: let (Gast)
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> ...aus zwei in Reihe geschalteten E-Magneten...

...aus zwei mal zwei...

Autor: ralf123 (Gast)
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Schade, dann kann ich diese Überwachung so nicht realisieren.

Danke.

Autor: Unbekannter (Gast)
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Nein, so kannst Du die Belastung nicht messen. Das Drehmoment entsteht 
beim Schrittmotor aus dem Winkelversatz des Stators und des Rotors.

Allerdings könntest Du die Induktivität (indirekt) messen, denn die 
ändert sich logischerweise bei Belastung, weil sich der "Luftspalt" 
zwischen Rotor und Stator je nach Belastungswinkeln ändert.

Eine genaue und verlässliche Messung ist allerdings nicht so einfach...

Autor: Martin Kreiner (maart)
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Soweit ich weiß können professionelle Schrittmotorsteuerungen die 
Belastung des Motors feststellen. Die Spulen im Schrittmotor erzeugen 
doch auch eine EMK genauso wie im normalen Gleichstrommotor, nur wird 
sie hier nicht so stark ausgeprägt sein.
Wenn der Schrittmotor im Leerlauf dreht, folgt der Rotor "sofort" dem 
Magnetfeld, bei starker Belastung eben nicht mehr ganz so schnell. Ich 
könnte mir schon vorstellen dass dieses Verhalten sich in gewisser Weise 
auf den Spannungs- und Stromverlauf an den einzelnen Spulen auswirkt. 
Versuche das doch mal mit dem Oszilloskop herauszufinden.

Gruß, Martin

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