Hallo Thomas,
ich habe mich mit meiner LS50 wegen des unergonomischen Lötkolbens
(starres Kabel, große Temperaturschwankungen) näher beschäftigt:
Die Station selbst ist nicht schlecht! Sie hat genügend Leistung, regelt
prinzipiell sehr schnell und hält die Temperatur konstant - wenn der
Billig-Lötkolben nicht wäre.
Die Regelung arbeitet auf Basis eines Thermoelementes. Der Kolben hat
eine Heizwendel, die in einem Keramikmaterial eingebettet ist.
Offensichtlich ist das Thermolement im Lötkolben thermisch hervorragend
von der Lötspitze und der Heizwendel entkoppelt.
Mit diesen Erkenntnissen habe ich dann einen älteren ERSA-Lötkolben
(TE50, Ersatz wäre der CT80, passende Typen erkannt man an der 4-poligen
Steckverbindung) an die Station angeschlossen. Der Effekt war Klasse:
Kurze Aufheizzeit, hervorragende Temperaturkonstanz, feinfühliges
Nachheizen bei großen Masseflächen! Es geht halt nichts über ein
leistungsstarkes PTC-Heizelement und einen engen thermischen Kontakt zur
Lötspitze.
Einziges Problem: Man braucht ein Thermometer mit einem Meßbereich bis
350°C, mit dem man die Station für die Kennlinie des ERSA-Lötkolbens
kalibrieren kann. Mit der Original-Einstellung läge die Temparatur der
ERSA-Lötkolben etwa 50°C unter der Anzeige (zu kalt).
Fazit: Die Station ist preiswert und brauchbar, der mitgelieferte
Lötkolben ist nahezu unbrauchbar.
Gruß
Michael