Hi, Uwe,
Erde ist nicht gleich Erde, hast Du schon festgestellt. Sondern links im
Gebäude anders als rechts, und stecken wir in das Blumenbeet einen
Schweißdraht und messen die Potentialdifferenz zum Nulleiter der
Schuko-Steckdose im Labor, dann messen wir die Asymmetrie im
Drehstromnetz.
Damit hat mein Vater mich als Kind mal beeindruckt, eine
Taschenlampenbirne flackerte dunkel, hell, und blitzte verbrennend auf,
als in der Waschküche dann die Waschmaschine anlief.
Heute brauchen Gebäude eine gemeinsame Nulleiterschiene, aber je größer
der Abstand von ihr, desto deutlicher wirken sich die Asymmetrien aus.
Folgerungen:
Auf kurzen Strecken entweder koaxial oder abgeschirmt.
Auf langen Strecken: Galvanisch trennen mit Übertrager oder Optisch.
Du: "Meine Messschaltung muss nun von mehreren entfernten Punkten ein
(am
entfernten Punkt) massebezogenes Signal abgreifen."
O.k., also keine hohen Baudraten, sondern etwas statisches.
Dann braucht Du eine gemeinsame Potentialreferenz.
Nimm den Punkt der Potentialreferenz als Sternpunkt, und führe zu jedem
Sensor
a) Potentialreferenz.
b) Signal in Gegenrichtung.
c) Abschirmung, schirmt a) und b) -gemeinsam- ab, im Sternpunkt genullt.
Zum googeln: Schau mal nach Thermoelementen als Temperaturfühler, und
wie viele davon vernetzt werden.
Die Bühnenausstatter und Studios mit vielen Mikrofonen.
Vielleicht auch bei den Sprengmeistern für die elektrische Zündung. Die
mögen nämlich auch keine Einkopplungen.
Ciao
Wolfgang Horn