Filterschaltung

OP #447003
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Hallo!

Ich möchte mit einem A/D Wandler eine Spannung messen. Jetzt hab ich von 
einem Freund eine Schaltung bekommen die vor den Eingang des 
A/D-Wandlers geschaltet werden soll. Ich weiß nur nicht wieso die 
Widerstände da dabei sind. Der Kondensator filtert die hohen Frequenzen 
aber wofür die Widerstände?

Hier die Schaltung: http://www.blackpuma.org/elektronik/t-glied.png

LG
blackpuma
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite #447016
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>die sind auch wie der Kondensator zur EMV-Minderung gedacht.so wird das
>öfter gmacht

Nein, das ist ein Anti Aliasing Filter, welches die Frequenzen 
unterdrückt, die größer 1/2 der Samplerate sind (Nyquist Theorem, 
Tiefpaß)

>Die Widerstände kannst du auch weglassen, dann hast du weniger
>Signalverluste.

Dann wirkt das Filter nicht mehr, siehe oben.
Gast #447021
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> Nein, das ist ein Anti Aliasing Filter, welches die Frequenzen
> unterdrückt, die größer 1/2

Ach, deshalb R1/2?
Mensch, da hätte ich die Schaltung doch glatt für 3/4 der Samplingrate 
dimensioniert. Grossartig, einfach R1 und R2 nehmen und schon hat man 
das ideale Tiefpassfilter, das für jede Samplerate funktioniert und im 
Sperrband 100% unterdrückt.
Gast #447756
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Also ich weiß ja nicht, warum in diesem Thread plötzlich R3 und R4 
auftauchen, also versuche ich mal, mich auf Dein erstes Posting zu 
beziehen.

Die Kombination R1,C ist ersteinmal ein Tiefpaß. Dieser sorgt dafür, daß 
Frequenzen passieren, die unterhalb seiner sog. Grenzfrequenz liegen 
(die Grenzfrequenz wird durch die Werte von R1 und C bestimmt).
Wenn Dich die Thematik interessiert, findest Du u.a. hier wichtige 
Grundlagen:

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0206172.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Nyquist-Shannon-Abtasttheorem

Ein wichtiger Hinweis: Du solltest sicherstellen, daß die Signale, die 
in Deinen D/A-Wandler gehen eine obere Grenzfrequenz haben, die unter 
der halben Samplerate liegt. (Fmax < Fsample/2) - dazu kannst Du z.B. 
auch die Samplerate erhöhen.

Hintergründe dazu findest Du, wenn Du dem zweiten Link folgst.

Viel Spaß noch beim basteln !

P.S: R2 würde ich nur drinlassen, wenn der D/A durch interne Dioden 
gegen Überspannung geschützt ist und ein zu kleiner R1 den Strom nicht 
genug begrenzt (so daß die Gefahr besteht, daß die Schutzdioden 
kaputtgehen).
#447841
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Richtig. Der Tiefpass am Eingang hat auch noch den Vorteil, daß 
hochfrequente Störeinstrahlungen ferngehalten werden.
Ach und nochwas: Für den C bitte einen Folienkondensator nehmen, 
Keramikkondensatoren können da nämlich ganz eigenartige Meßfehler 
produzieren (Piezoeffekt).

Gruss
Jadeclaw.
Gast #447861
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Also ehrlich gesagt werde ich aus R2 nicht ganz schlau... wozu soll der 
sein? Wenn der was begrenzen soll, dann mach doch gleich R1 grösser. Ein 
C direkt am Eingang ist noch aus einem dritten (neben Anti-Aliasing und 
EMV) Vorteil: Kickback-Unterdrückung. Und die geht mit R2 wiederum 
ziemlich flöten!
OP #447920
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antworter wrote:

> Ein wichtiger Hinweis: Du solltest sicherstellen, daß die Signale, die
> in Deinen D/A-Wandler gehen eine obere Grenzfrequenz haben, die unter
> der halben Samplerate liegt. (Fmax < Fsample/2) - dazu kannst Du z.B.
> auch die Samplerate erhöhen.

Wie verhält sich das in bezug auf das messen mit Dehnungsmessstreifen? 
Ich möchte einen Impuls messen zB von einem Aufschlag einer Kugel auf 
einer Platte. Wie kann man da die Frequenzen annehmen?
Gast #448057
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Um die Amplitude von Einzelimpulsen zu messen, würde man einen 
Peak-Detector einsetzen (Schaltungen sollten zuhauf im Netz zu finden 
sein).

Aber ist das momentan relevant für Dich ? Ich dachte daß Du Temperaturen 
mißt.
OP #448101
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Ja mit Temperaturen hab ich angefangen. Das war nur ein Testlauf. Ich 
möchte ein DAS (Data Aquiration System) bauen für meine Modellraketen.

In die Modellrakete kommt ein Temperatur und Drucksensor.

Für meine Motoren möchte ich einen Teststand bauen. Der hat am Anfang 
einen recht hohen Schub und dann einen kontinuierlichen abklang. Das 
bedeutet ich hab am Anfang eine Spitze und dann wird des weniger.

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