Hallo zusammen,
über den 16-Bit-Timer beim ATmega8 generiere ich am PORTD eine Frequenz
von ca. 1,15 KHz mit einem externen Quarz. Am Oszilloskop zeigt der
Ausgang aber extreme Schwankungen, die sich so gut wie gar nicht an die
einprogrammierten Zeiten halten. Der Nulldurchgang zur 1 kommt zwar zur
richtigen Zeit, aber danach flattert es nur "irgendwo" rum, mal hier,
mal da (im Simulator klappt das Programm zumindest). Betrieben wird der
Mikrocontroller auf dem Pollin Board V2. Ich habe momentan keine Ahnung,
woran das liegen könnte. Habt ihr eine Idee?
Vielen Dank!
Matthias
Ohne Code keine Infos! Wie leider so oft, sind unsere Glaskugeln alle
ausgefallen.
Es gibt eine ganze Reihe Möglichkeiten, mit einem AVR irgendwelche
Frequenzen zu erzeugen. Und solange Du nichts darüber sagst, welche
dieser Varianten Du benutzt, kann man nur raten...
Wenn Du tatsächlich am Port D die Signale ausgibst, heißt das zumindest
schon mal, dass Du nicht die Hardware-Compare-Pinansteuerung verwendest.
Also vermutlich irgendwas Interrupt-gesteuertes. Und da kann alles
Mögliche dazwischenkommen, v.a. andere Interrupts.
Du solltest den CTC-Mode einschalten. WGM12 (Bit 3) in TCCRB, sonst
läuft dein Zähler immer bis zum Ende und wird nicht beim Compare-Match
auf null gesetzt.
Das sieht eher nach einem Problem mit der Messung aus. Sollten
eigentlich saubere Rechteckimpulse sein. Hast du eine Brummschleife
drin? Oszi-Schutzleiter liegt auf Masse und evtl. noch der Schutzleiter
des Netzgerätes?
Ist das jetzt ein anderer Conroller?
Wie wäre es, wenn du den alten dann wegwirfst? Das sieht mir ganz
strange aus. Der DIO soll doch nur 5V oder 0V schalten. Aber der landet
ja auch ab und an mal dazwischen. Das geht gar nicht. Ich würd noch nen
dritten Controller ausprobieren. Falls der auch ok ist, geht der erste
in die Tonne.
Aaaalso :-)
Ich habe hier ein gekauftes Gerät mit einem einfachen Microcontroller
drin. Dessen Ausgang (von dem stammt das zweite Bild, das richtig ist),
möchte ich mit einem ATmega8 simulieren (davon stammt das erste Bild).
Ich habe inzwischen auch noch einen anderen ATmega8 probiert, aber
gleiches Symptom.
Muss ich vielleicht an der äußeren Beschaltung irgendwas wichtiges
beachten?
Irgendwie sieht das ganze immer noch stark nach einem Messfehler aus.
Das Programm ist zwar nicht so geschickt, aber eine Fehelr sehe ich da
drin bisher nicht.
KOntrolliert noch einmal genau, wie du dein Signal mißt, evtl. den
Controller von der restlichen Beschaltung des Pins trennen um Störungen
auszuschließen.
Im Endeffekt wird an den Ausgang ein Funkmodul angeschlossen. Am
Empfänger, der sowohl das gekaufte Gerät empfängt als auch mein eigenes,
erhalte ich bei dem gekauften das richtige Schaubild, während bei meinem
dieses "verkrüppelte" ankommt, womit der Decoder natürlich nicht
klarkommt. Da der Anschluss des Oszilloskops ja genau gleich erfolgt
beim Empfänger für beide Sender, muss mein Sender falsch sein ;-)
Andere haben auch schon in diese Richtung gepostet, trotzdem:
Die Periodendauer des überlagerten Signals beträgt etwa 20x Pulsbreite
des gewünschten Rechtecksignals. Bei einer Umschalt-Rate von ca.1kHz
würde das für den überlagerten Sinus sehr stark auf die 50Hz
Netzfrequenz hindeuten.
Vermutung: Du hast die Masseleitung vom Oszi nicht korrekt mit der
GND-Referenz des Outputs verbunden oder hast eine Masseschleife übers
Netzteil.
Der Sender ist nicht angeschlossen, Masse ist richtig (ist auf dem
Evaluation-Board von Pollin), Port ist auf Ausgang geschaltet.
Ich hab den AVR jetzt mal an eine Batterie angeschlossen, aber das
Problem ist dasselbe. Als Oszi benutze ich (schäm) meine Soundblaster,
was natürlich nicht optimal ist, aber da ja der andere Sender (auch mit
Batterie) ein sauberes Rechtecksignal liefert, müsste die Soundblaster
ja richtig angeschlossen sein.
Langsam bin ich am verzeifeln...
Kann es sein, dass da eine ganze Reihe von AVRs defekt geliefert wurden?
Das würde das Problem erklären, aber es ist schon unwahrscheinlich.
Ich brauche doch nur dieses gerade Rechtecksignal ;-)
Ich habe die Soundblaster über einen npn-Transistor an den AVR
angeschlossen, das ist doch korrekt? Wiegesagt, beim anderen Sender
klappt es ja :-/
Hab grad kein Schaltplanprogramm parat:
--------------------------------------------
______ Soundkarte Links
___ | /
| |D0 |/
| AVR |-------|\ npn
| | | \
| |GND |
| |---------|
| | |________ GND
| |
|_____|
--------------------------------------------
Dann halt an XTAL1 und 2 den Quarz mit 22 pF zur Masse, 0,1 µF zwischen
VCC und GND, da hab ich auch verschiedene Bauteile erprobt.
Guten Mittag!
Ich konnte jetzt irgendwie ein sauberes Rechtecksignal erzeugen und nun
mache ich mich an die korrekten Timings. Der Simulator des AVR Studios
zeigt die korrekten Timings an, in der Realität weichen sie aber schon
ein Stück ab. Hat der Simulator beim 16-Bit-Timer irgendwelche Probleme?
In meinem Sendeprotokoll gibt es sozusagen zwei Zeitlängen, ca 300 µs
und 800 µs. Eine 0 entspricht 800 µs an und 300 µs aus, bei der 1 ist es
genau andersrum, also 300 µs an und 800 µs aus. Das Verhältnis der
an-Zeiten untereinander stimmt, die aus-Zeiten sind jedoch stets zu
lang, obwohl sie im Simulator korrekt sind.
> die aus-Zeiten sind jedoch stets zu lang
Noch mal.
Über welche Differenzen reden wir? Sind das 10%, 50%, 100%.
Macht der Timer in 1 Sekunde eine Millisekunde zuviel oder eine
Halbe?
Hintergund: Auch dein Quarz ist nicht absolut auf der Frequenz
die draufsteht. Ein bischen Abweichung hast du immer.
Wenn dein Timing also nur im kleinen Bereich abweicht, könnte
es sowas sein. Ist der Fehler aber größer, muss man woanders
suchen.
Ich hab jetzt nochmal genau nachgeschaut: Die Pause bei der 0 ist etwa
3x zu lang, also ca. 900 µs (etwas länger als das Signal). Die Pause bei
der 1 ist korrekt. Im Programm sind aber die Zeiten des Signals der 1
genauso groß wie die der Pause der 0.