EBV Elektronik berichtet von steigenden Lieferzeiten im Mikrocontrollermarkt, während eine Adapterplatine die Verwendung von Raspberry Pi-Kameras am Arduino Uno Q ermöglichen soll. Das LLNL sucht derweil nach Hilfe bei der Wartung des Antennensimulators NEC.
Raspberry Pi – RP2350 auf mehr als 800 MHz übertaktet
Dass die Raspberry Pi-Mikrocontroller oft erhebliche Taktreserven mitbringen, zeigte sich unter Anderem in der “Nachqualifizierung” des RP2040. Beim zweikernigen RP2350 dürfte eine ähnliche Anpassung vorstellbar sein, erreichte der Kern in Tests bei PiMoroni doch Taktraten von mehr als 800 MHz.

Bildquelle: https://learn.pimoroni.com/article/overclocking-the-pico-2
Relevanter als die Experimente mit massiven Kühlkörpern war die Feststellung, dass der RP2350 selbst mit nahe am Auslieferungszustand liegenden Betriebsparametern zu massiv höheren Taktraten befähigt ist.

Bildquelle: https://learn.pimoroni.com/article/overclocking-the-pico-2
Zu guter Letzt findet sich noch ein Hinweis darauf, dass die RISC-V-Kerne ihren ARM-basierten Kollegen in manchen Betriebszuständen überlegen sind:
1 |
I found that CoreMark actually gave a slightly higher performance per MHz using the RISC-V cores - just under 5% faster. So if you have an integer-only use for the RP2350 it is definitely worth checking if the RISC-V cores might give better performance! |
IQL Camera Bridge – Raspberry Pi-Kamera für den Arduino Uno Q
Der Arduino Uno Q bietet sich ob seiner hohen Rechenleistung für verschiedene Aufgaben im Bereich Computer Vision an. Problematisch war bisher, dass es für die Platine keinen Adapter gab, der die Verbindung mit den weit verbreiteten Raspberry Pi-Kameras ermöglicht. Im Hause IQL lanciert man nun ein Crowdfunding-Projekt, das wie in der Abbildung gezeigt die Lösung dieses Problems zum Ziel hat.

Bildquelle: https://www.crowdsupply.com/image-quality-labs/iql-camera-bridge-for-arduino-uno-q
Edge Impulse x Arduino – Plan für Arduino Uno Q-Giveaway
Wer noch keinen Arduino Uno Q besitzt, aber eine Projektidee für eine AI-getriebene Applikation mit sich trägt, könnte von Qualcomm bald mit einem kostenlosen Board beschenkt werden. Am offiziellen Instagramkanal der Arduino erschien vor wenigen Stunden die hier gezeigte Ankündigung, die auf den baldigen Start eines diesbezüglichen Wettbewerbs hinweist.

Bildquelle: https://www.instagram.com/arduino.cc/p/DVGeoDEjqkG/?hl=hu
CircuitPython 10.1.3 behebt I2C-Fehler auf ESP32
Im Hause Adafruit mag man es mit der Qualitätssicherung halten, wie man es da will. Nun erschien jedenfalls eine weitere Version des hauseigenen Python-Interpreters, die neben einer aufgrund eines Tagging-Fehlers zwei Mal inkrementierten Versionsnummer eine Fehleerbehebung im I2C-Modul des ESP32 vornimmt:
1 |
(The 10.1.2 release was discarded due to incorrect tagging.) |
2 |
Highlights of this release |
3 |
• Adafruit MagTag: auto-detect different versions of e-ink display on 2025 MagTag. |
4 |
• Espressif: fix board I2C object deinit(). Fixes crash with Adafruit Qualia library. |
5 |
--- via https://blog.adafruit.com/2026/02/20/circuitpython-10-1-3-released/ |
Lawrence Livermore National Laboratory sucht Hilfe für die Pflege des NEC-Antennensimulators
Der vom LLNL entwickelte Antennensimulator NEC hat sich nicht nur im Amateurfunkbereich erheblicher Beliebtheit erfreut. Leider stagniert die Entwicklung seit einiger Zeit. Unter der URL https://softwarelicensing.llnl.gov/product/nec-v50 finden sich nun die folgenden Passagen, die erstens auf Probleme mit Windows 11 und zweitens auf die Suche nach einem Distributor bzw Weiter-Pfleger hinweisen:
1 |
Note: NEC5 is no longer being maintained or supported. Windows 10 is the last version of Windows in which the NEC5 GUI can run. The GUI is not compatible with Windows 11. |
2 |
. . . |
3 |
LLNL continues to seek qualified distributors who are interested in maintaining and supporting NEC. Companies interested in commercializing NEC can contact softwarelicensing@llnl.gov. |
Erschwert werden dürfte die Sache dadurch, dass der Code sehr wahrscheinlcih unter ITAR-Regulationen fällt. Die unter https://groups.io/g/antenna-research/topic/100265497 bereitstehende Diskussion ist in diesem Zusammenhang höchst relevant.
RF & Microwave Toolbox für Android bekommt neuen Leistungskonverter
Faust Nijhuis bietet mit seinem RF-Rechner für Android ein durchaus nützliches Werkzeug an, das häufige Berechnungen im Funkbereich durch vorgegebene Formulare zu vereinfachen sucht. Der im RF-Bereich sehr bekannte Ralf Fanz berichtet auf seinem Linkedin-Kanal nun nach folgendem Schema über einen neuen Leistungskonverter, der im EMV-Bereich häufige Einheiten verarbeitet:

Bildquelle: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7430125878321451009/
EBV Elektronik – Preis- und Lieferzeiterhöhungen auch im Mikrocontrollerbereich
Dass die Gefechte um Nexperia und der AI-Boom die Lieferzeiten im Bereich Discretes und Speicherchips nach oben treiben, ist logisch und erwartbar. Im vor wenigen Tagen versendeten EBV-Markttiefenbericht sticht allerdings auch die Seite zu Mikrocontrollern hervor, die – wie in der Abbildung gezeigt – über Verknappungen und Preissteigerungen in Sachen MCU berichtet.

Bildquelle: https://tk-gm.com/Newsletter/EBV/2026_Commercial/02/Commercial_Newsletter_Feb_2026.pdf? via https://www.instagram.com/tam.hanna/p/DVDTJG2Dfti/
Cyberagentur – Experimente zur Aufnahmeort-Lokalisierung aus Audiodateien
Wer ein Audiotape abhört, geht normalerweise nicht davon aus, auf “Metaebene” weitere Informationen über den Aufnahmeort zu erhalten. Die Cyberagentur hatte vor einiger Zeit zu Einreichungen für ein Projekt aufgefordert, das die Evaluation ebendieser Möglichkeiten zum Ziel hatte. Nun gibt es zwei Forschungsprojekte, die nach folgendem Schema mehr Daten aus Audiodateien zu extrahieren suchen:
1 |
Das Projekt AnFAng – Angewandte Forschung für Audioforensische Untersuchungen wird von der marinom GmbH als Auftragnehmer mit der Hochschule Bremen (Institut für Wasserschall, Sonartechnik und Signaltheorie) als Unterauftragnehmer umgesetzt. Ihr Ansatz ist die Entwicklung eines Systems zur nahezu echtzeitfähigen Analyse von Audiosignalen. Ermittlungsbehörden sollen mit Hilfe des entwickelten Systems akustische Hinweise und Metadaten ableiten können, um über den reinen Sprachinhalt hinaus Informationen zum Aufenthaltsort der anrufenden Person zu gewinnen. Ein zentrales Anwendungsszenario ist der Notruf, ergänzt um Fragestellungen der Terrorabwehr und der äußeren Sicherheit. Mithilfe des robotischen Agenten RAFA (Robotic Agent for Field Acoustics) wird ein hochauflösender Referenzdatensatz durch detaillierte Raumvermessungen erzeugt. Analysiert wird unter anderem der Signalzustand vor der Anwendung gängiger Filter wie Rauschunterdrückung, um belastbare raumakustische Charakterisierungen zu identifizieren, mit denen sich auch unter schlechten Bedingungen Aussagen über Geometrie und Beschaffenheit des Aufenthaltsraums treffen lassen, und die auch einer späteren gerichtlichen Überprüfung standhalten. |
2 |
Das Projekt SAFIRA – Sound & Audio Forensic Investigation and Research Activity wird von der Binaurics Audio GmbH als Auftragnehmer realisiert. Unterauftragnehmer sind die Ferncast GmbH sowie das Institut für Kommunikationssysteme der RWTH Aachen. Als assoziierter Partner bringt Dr. Patrick Naylor vom Imperial College London internationale Expertise ein. SAFIRA zielt darauf ab, robuste forensische Methoden zur Charakterisierung und Identifikation von Aufzeichnungsorten selbst unter widrigen Bedingungen zu entwickeln, etwa bei stark verrauschten, komprimierten oder nur eingeschränkt referenzierbaren Audiodaten. Kern des Ansatzes ist die Erzeugung eines dynamisch erweiterbaren „akustischen Fingerabdrucks“ auf Basis raumakustischer Parameter. Dieser soll auch zeitliche Verläufe abbilden und perspektivisch ein Geotagging spezifischer Standorte ermöglichen. Grundlage bildet eine Audio-Forensik-Datenbank aus Aufnahmen realer Situationen an vielen verschiedenen Orten, von Messengern und Social-Media-Diensten. Untersucht wird ein hybrider Ansatz aus klassischer Signalverarbeitung und ML-basierten Strategien, ergänzt um Simulationswerkzeuge zur auditiven und automatisierten Ergebnisüberprüfung. Zuverlässigkeits- und Vertrauensmaße sowie die Möglichkeit manueller Eingriffe sind integraler Bestandteil, um den Anforderungen realer forensischer Praxis gerecht zu werden. |
Interessant ist außerdem, dass sich die Cyberagentur der Fehlschlagsrisiken durchaus bekannt sind – wer dies von vornherein einkalkuliert, kann potentiell disruptive Forschung leichter durchbringen:
1 |
„Mit AuFo betreten wir bewusst wissenschaftliches Neuland. Ob und in welchem Umfang sich Aufnahmeorte aus Audiodaten geringer Qualität rekonstruieren lassen, ist derzeit offen. Genau darin liegt aber das disruptive Potenzial dieses Programms“, |
LoongArch: Verbesserungen in Linux 7.0 ante Portas
In China arbeitet man pausenlos daran, die hauseigene LoongArch-CPU voranzubringen. Phoronix berichtet unter der URL https://www.phoronix.com/news/Linux-7.0-LoongArch nun nach folgendem Schema über Erweiterungen im Kernelsupport:
1 |
- Select HAVE_CMPXCHG_{LOCAL,DOUBLE} |
2 |
- Add 128-bit atomic cmpxchg support |
3 |
- Add HOTPLUG_SMT implementation |
4 |
- Wire up memfd_secret system call |
5 |
- Fix boot errors and unwind errors for KASAN |
6 |
- Use BPF prog pack allocator and add BPF arena support |
7 |
- Update dts files to add nand controllers |
8 |
- Some bug fixes and other small changes |
Lesestoff: von der Zulässigkeit, Kunden in Webshops zur Konten-Anlegung zu zwingen
Wer einen Webshop besucht, wird oft zum Anlegen eines Kontos genötigt. Unter https://mailchi.mp/schoenherr.eu/contentnorth-macedonia-cpc-issues-fines-in-food-retail-sector-cartel-decision-in-insurance-market-5238779?e=0c4ed9dfa1 findet sich nun eine durchaus lesenswerte Zusammenfassung dazu, wie die ungarische Wettbewerbsbehörde diese Thematik sieht – in anderen EU-Ländern dürfte man ähnlich vorgehen...
Lesestoff, zur Zweiten: vom Design von versenkbaren Sensoren
Wer einen Sensor versenkt, kann wertvolle Messdaten einsammeln. Das als Bildquelle angegebene Instructable bietet dazu lesenswerte Gedanken und eine nach Ansicht des Autors neuartige Bauweise.

Bildquelle: https://www.instructables.com/Sensea-DIY-Underwater-Explorer-With-Raspberry-Pi-C/





