Neben einer Aktualisierung von KiCad gibt es eine neue Version von Raspberry Pi Connect, die auch zur Auslieferung von Softwareupdates befähigt ist. Der npZero geht in die Serienproduktion, während ROHM in Verkaufsgerückte verstrickt ist. Was es sonst Neues gibt, vermelden wir wie immer hier.
NXP stellt i.MX 93W vor – AI-Beschleuniger, CPU und Wireless-Modul in einem
Aufgrund der Aufmerksamkeit um die Embedded World ging NXPs Erweiterung der i.MX-Produktfamilie unter. Mit dem i.MX 93W steht ein neuer Kombinationsprozessor ante Portas, der neben einem AI-Beschleuniger auch ein Funkmodul mitbringt.

Bildquelle: NXP.
Im Rahmen der Ankündigung vermeldet man dann unter anderem die folgenden Eigenschaften:
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Der i.MX 93W Applikationsprozessor kombiniert eine dedizierte NPU für KI-Anwendungen mit sicherer Tri-Radio-Konnektivität in einem einzigen Package. Dadurch entfallen bis zu 60 diskrete Komponenten, was die Leiterplattenfläche, die Design- und Lieferkettenkomplexität sowie die Systemkosten deutlich reduziert. Der i.MX 93W verfügt über einen Dual-Core Arm® Cortex® A55 Applikationsprozessor mit einer dedizierten Arm Ethos NPU, die bis zu 1,8 eTOPS erreicht. Das integrierte IW610-Tri-Radio vereint Wi-Fi® 6, Bluetooth® Low Energy sowie 802.15.4-Konnektivität und unterstützt Implementierungen von Matter und Thread. Dadurch entfallen aufwendige HF-Abstimmungen und Koexistenzprobleme, die Entwicklungs- und Zertifizierungsprozesse bislang verzögern, wodurch die Zeit bis zur Markteinführung verkürzt werden kann. |
Geplant ist, dass der Chip im Rahmen der zweiten Jahreshälfte als Sample verfügbar wird - auch hierzu noch eine offizielle Meldung:
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Der i.MX 93W wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 als Muster verfügbar sein. Weitere Informationen finden Sie unter NXP.com/iMX93W. |
uPyPi – PyPi-Paketmanager für MicroPython
Eine der wichtigsten Argumente pro Python ist die Verfügbarkeit eines umfangreichen Bibliotheksökosystems, das Nutzern von Python das bequeme Einbinden der verschiedensten Komponenten in ihre Applikationen ermöglicht. Nutzer von MicroPython waren von diesem - durchaus komfortablen - Feature bisher ausgenommen. Nun gilt allerdings, dass ein diesbezügliches Projekt startet.

Bildquelle: https://github.com/orgs/micropython/discussions/18904
Raspberry Pi Connect: Nun mit A/B-Upgrader und Remote-Kommandoausführung
Der von der Raspberry Pi angebotene Remote-Zugriffsdienst war auf Mikrocontroller.net in der Vergangenheit immer wieder Thema. Nun steht eine Erweiterung des Funktionsumfangs ante Portas, die die Aktualisierung der auf entfernten Geräten befindlichen Software-Pakete ermöglichen soll.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/new-remote-updates-on-raspberry-pi-connect/
Interessant ist, dass die als Artefakt bezeichneten Software-Pakete nicht nur für den A/B-Upgradeprozess vorgesehen sind. Im Rahmen der Ankündigung vermelden die Uptoniten explizit, dass die Artefakte auch - nach folgendem Schema - zur Auslösung von mehr oder weniger beliebigen Aktionen auf dem Remote-Gerät herangezogen werden können/dürfen/sollen:
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Up until this point, artefacts and deployments have been described in terms of software updates, but they can also include arbitrary tasks to be performed on your devices. An artefact can contain one or more scripts to execute, along with data files that these scripts can use. These scripts are run as root so that they can access all of the file systems. I’ve already referred to running apt upgrade, but for custom software updates, you could create an artefact containing a .zip file and a script to extract its contents. Alternatively, it could just do something simple, like triggering music playback or turning on an LED. |
ROHM Semiconductor im Fokus der großen Politik.
Der japanische Halbleiterhersteller ROHM fiel in der Vergangenheit immer wieder mit der Ankündigung interessanter Produkte auf. Vom „Lärm der Embedded World“ überdeckt wurde, dass gleich zwei Übernahme- bzw. Kooperationsvarianten ante Portas stehen. Spezifischerweise berichtet Ralf Higgelke unter der URL https://www.linkedin.com/pulse/ralfs-gan-sic-news-march-19-2026-ralf-higgelke-73mmf/ folgendes:
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Rohm Co. and Toshiba Corp. will begin talks on the possible merger of their power semiconductor operations, it was learned Thursday. |
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The move comes as automotive parts maker Denso Corp. is seeking to acquire Rohm, whose special committee is believed to be currently examining the acquisition offer. |
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Rohm is expected to consider which offer would increase its corporate value more. |
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--- via https://www.nippon.com/en/news/yjj2026031201390/ |
Google: Mehr Informationen zum Sideloading von Applikationen in Android 17
Ein klassisches Alleinstellungsmerkmal von Googles Handcomputerbetriebssystem war bisher die Möglichkeit, Applikationen unter Umgehung des offiziellen Distributionskanals auszuliefern. Laut Medienberichten wollte Google diese Funktion in Android 17 eliminieren, um den diversen Betrügereien “einen Riegel vorzuschieben“. Wohl aufgrund des immensen negativen Medienechos rudert Google nun insofern zurück, als die Funktion in Android 17 - wenn auch abgespeckt - weiter zur Verfügung stehen wird. Spezifischerweise gilt, dass das Aktivieren des Sideloading-Features nun - wie in der Abbildung gezeigt - eine 24 Stunden-Wartezeit voraussetzt.

Bildquelle: https://android-developers.googleblog.com/2026/03/android-developer-verification.html?m=1
Liquid Instruments liefert MokuOS 4.2 aus
Liquid Instruments - das Unternehmen bietet verschiedenste FPGA-basierte Messtechnik an - kündigt nun die Bereitstellung einer neuen Version seines Betriebssystems. Spezifischerweise gilt, dass die aktuellste Variante auf unterstützter Hardware bis zu fünf Geräte gleichzeitig ausführen kann.

Bildquelle: https://liquidinstruments.com/blog/faster-more-powerful-real-time-customization-with-mokuos-4-2/
Im Hintergrund gibt es außerdem Erweiterungen im Bereich Bandbreite:
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MokuOS 4.2 introduces key performance upgrades for all Moku devices. For Moku:Delta, Liquid Instruments’ flagship reconfigurable test platform, this release unleashes its full 5 GSa/s sample rate for custom FPGA-based DSP, opens up 6 GHz of analog input bandwidth for undersampling-based RF measurements, and adds a new 5-slot Multi-Instrument Mode for running more high-speed instruments simultaneously. |
KiCad 10.0 verfügbar
Die Weiterentwicklung der quelloffenen PCB-Software KiCad schreitet plangemäß voran. Unter der URL https://www.kicad.org/blog/2026/03/Version-10.0.0-Released/ findet sich nun die Ankündigung, dass die Version 10.0.0 allgemein verfügbar gemacht wurde. Die nach Ansicht des Newsautors wichtigste Meldung betrifft eine Optimierung der Bibliotheksgenerierung. Die Erzeugung der Footprints soll für fast 80 % der Bauteile automatisiert erfolgen, was in der Praxis erstens zu Erleichterungen der Wartung und zweitens einer Beschleunigung der Importierung neuer Komponenten führen dürfte:
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There have been significant developments with the official KiCad libraries since KiCad 9 was released - early on in the V9 cycle we switched the default 3D model format to STEP, and starting with KiCad version 10 we are shipping STEP files only - this dramatically reduces the install size of the 3D models and gives better geometric accuracy and fewer differences between visualization and exports. We have added new user contributions amounting to 952 new symbols, 1216 new footprints, and 386 new 3D models to the libraries. 5 new library team members joined us in 2025, helping with both tooling and reviews of user contributions. After extensive tooling rework, the vast majority of footprints in the library are now generated - over 78% of all footprints now get generated from data rather than being manually drawn. We now also have several integrated generators that produce both 3D model data and footprints from the same data definitions. Our median merge request processing time dropped from 3 days to 18 hours, despite receiving more merge requests than ever before (2105 new merge requests in 2025, compared to 2010 in 2024). |
Im Bereich der Visualisierung gibt es neben einem „Night Mode“ die Möglichkeit, nicht verbundene, aber kreuzende Tracen - wie in der Abbildung gezeigt - durch einen Bogen grafisch hervorzuheben.

Bildquelle: KiCad
Die Schaltplan-Erfassung wurde auch sonst erweitert: So ist es nun beispielsweise möglich, mehrere Varianten einer Schaltung in einer gemeinsamen Projektdatei zu verwalten. Außerdem gilt, dass in Popup-Fenstern durchgeführte Änderungen nun direkt rückgängig gemacht werden sollen - laut dem Entwicklerteam soll dies zu Experimenten mit den Parametern animieren. Zudem lassen DRC-Regeln nun - wie in der Abbildung gezeigt - in einem grafischen Editor konfigurieren.

Bildquelle: KiCad
Wie immer gilt, dass wir hier - schon aus Platzgründen - nur einen Teil der neuen Funktionen besprechen können. Im unter der URL https://forum.kicad.info/t/post-v9-new-features-and-development-news/58848/ bereitstehenden Thread findet sich eine Auflistung von allem, was an neuen Funktionen zur Verfügung steht.
Leopard Imaging x STMicroelectronics – Fortschritte im Bereich “Robotic Vision”
Die von Altera gezeigte Holoscan-Technologie ermöglicht NVIDIA-GPUs das „schnelle“ Aufnehmen von Sensordaten über eine Ethernet-Verbindung. STMicroelectronics lanciert nun im Zusammenarbeit mit Leopard Imaging das in der Abbildung gezeigte und an einen Kinect erinnernde Modul, das Robotern umfangreichere Informationen über die Umgebung zur Verfügung stellen soll.

Bildquelle: ST
Über die enthaltenen Komponenten vermelden die Franco-Italiener dann folgendes:
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Für die bildbasierte Erfassung den ST VB1940 Automotive-Grade RGB-IR 5,1-Megapixel-Bildsensor mit kombiniertem Rolling-Shutter- und Global-Shutter-Modus. ST hat außerdem eine Massenmarkt- und Industrieversion V**943 veröffentlicht, die zur ST BrightSense-Produktfamilie gehört und in Monochrom oder RGB-IR, als Die oder verpackter Sensor erhältlich ist. |
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Für die Bewegungserfassung die LSM6DSV16X 6-Achsen-Inertialmesseinheit (IMU), die den ST Machine-Learning-Core (MLC) für KI am Edge, Sensor-Fusion mit niedrigem Stromverbrauch (SFLP) und Qvar-Elektrostatsensorik für die Benutzeroberflächenerkennung integriert. |
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Für die 3D-Tiefenerfassung das VL53L9CX dToF All-in-One LiDAR-Modul, Teil der ST FlightSense-Produktfamilie, das 3D-Tiefenerfassung mit präziser Reichweite bis zu 9 Metern bietet. Mit einer Auflösung von 54 x 42 Zonen (nahezu 2.300 Zonen) kombiniert mit einem weiten Sichtfeld von 55°x42° und einer Winkelauflösung von 1° sind Kurz- und Langstreckenmessungen sowie die Erkennung kleiner Objekte mit bis zu 100 fps möglich. |
npZero – Serienproduktion beginnt
Der Niedrigenergie-Sensorüberwacher npZero war in der Vergangenheit immer wieder Thema auf Mikrocontroller.net. Auf Messeständen versprach man den treudoof anwesenden Interessenten stets die Zusendung eines Samples, diese dann allerdings nie eintrafen. Unter der URL https://nanopowersemi.com/news/press-release-the-npzero-ic-is-in-volume-production? findet sich nun die folgende Passage, in der man den Beginn der Serienproduktion vermeldet. Im Zusammenspiel mit der freien Verteilung von Mini-Devboards (wir berichteten) ist der Newsautor durchaus geneigt, der Chose diesmal Glauben zu schenken:
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The nPZero IC is in volume production |
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Nanopower Semiconductor has announced that the award-winning nPZero Power-Saving IC (PSIC) is now in volume production |
Cyberagentur: Forschung nach neuartigen Datenkompressionsverfahren
Ein Mehr an Encoder-Rechenleistung führt - so gut wie immer - zu einem stärker komprimierten Ausgabeformat. Die Verfügbarkeit verschiedenster AI-Modelle (Stichwort Bild-Generator und Prompt-Beschreiber auf Basis von Computer Vision, eventuell mit Feedbackschleife) dürfte in diesem Bereich Fähigkeiten freischalten. Dies ist auch der Cyberagentur nicht entgangen. Unter der URL https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/188421-2026 findet sich nun die Ankündigung eines Forschungsprojekts, das sich mit derartigen „modernen“ Kompressionsverfahren auseinanderzusetzen sucht:
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Im Fokus von DDK sollen Technologien und Ansätze stehen, die Bild-, Video- und Audiodaten so behandeln, dass sie trotz Kommunikation mit minimaler und ggf. unzuverlässiger Übertragungsrate sicher nutzbar bleiben. Dafür sollen diese Daten vor der Übertragung gezielt reduziert und auf Empfängerseite mithilfe moderner Verfahren wiederhergestellt beziehungsweise hochskaliert werden. Maßgeblich ist dabei vor allem, dass besonders einsatzkritische Inhalte automatisch erkannt werden und bei der Übertragung unverfälscht erhalten bleiben. Es ist zudem davon auszugehen, dass die hierfür notwendigen Verfahren den Bedarf an Ressourcen wie z.B. Energie und Rechenleistung erhöhen, welche in Einsatz- und Katastrophenszenarien ebenfalls nur äußerst begrenzt verfügbar sind. Entsprechend gilt es, gleichzeitig die Fragestellung der optimalen Ressourcenallokation zu adressieren, um auch mit knappen Ressourcen die bestmögliche Qualität der Übertragung gewährleisten zu können. |
Lesestoff für Metrologen: Texas Instruments über das Design von Präzisionsmultimetern
Spätestens seit dem Rigol sein Desktopmultimeter mit 5,5 Stellen Genauigkeit lanciert hat, gilt, dass der Desktop-Multimetermarkt allgemein interessant ist. Texas Instruments flankiert diese Entwicklung seit einiger Zeit mit verschiedensten Bauteilen, die für das Design des analogen Frontends geeignet sein könnten. Unter der als Bildquelle angeführten URL findet sich nun eine Vorstellung eines Referenzdesigns, das den einen oder anderen Metrologen beschäftigen könnte.

Bildquelle: https://www.ti.com/tool/TIDA-010970?
Omicron Labs: Termin für nächstes Symposion angekündigt.
Seit der Coronavirus-Pandemie hält die für ihre Vektor-Netzwerkanalysatoren bekannte Omicron Labs ihren Elektronikkongress global ab. Nun wurde der nächste Termin angekündigt - zur Anmeldung geht es unter der Bildquelle.

Bildquelle: https://www.omicron-lab.com/training-events/detail/news/15th-power-analysis-design-symposium-2026-virtual
OGH in Österreich entschärft Lootbox-Entscheidung.
Vor einiger Zeit erregte die österreichische Regierung - ausnahmsweise - positive Aufmerksamkeit, klassifizierte doch ein Gericht die in FIFA implementierte Lootbox-Pest als unlizenziertes Glücksspiel. Wie so oft passiert, was passieren muss - die nächste Instanz hat diese Entscheidung laut Schönherr nun wieder kassiert:
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In seiner Entscheidung vom 18.12.2025 zu 6 Ob 228/24h hat der OGH die Glücksspieleigenschaft von FIFA-Lootboxen geprüft und verneint. |
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--- via https://mailchi.mp/schoenherr.eu/lootboxen?e=0c |









