Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Digitale Messschieber, Erfahrungsaustausch / Diskussion


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Jörg R. (solar77)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo,

aufgrund eines anderen Threads habe ich mich entschlossen einen neuen 
Thread zum Thema digitale Messschieber zu starten. Ich hoffe auf eine 
sachliche Diskussion und Erfahrungsaustausch zu dem Thema.

Dieser Thread ist der Grund für meinen Thread:

Beitrag "[V] Mitutoyo 551-331-10 Digimatic Messschieber 0-300mm IP67 ABSOLUTE Top-Zustand"

Der Thread ist eigentlich ein Verkaufsthread im Unterforum Markt, ist 
aber vollkommen abgedriftet.

In diesem Thread hier soll und kann nun diskutiert werden ohne den 
Verkaufsthread weiter zu kapern.


Ein großes Thema bei digitalen Messschiebern sind die Batterien, bzw. 
das sie ständig leer sind. Das Problem ist hier wohl vielen Usern nicht 
unbekannt.

In meinem Bestand habe ich 2 digitale Messschieber. Einen mit 150mm und 
einen mit 300mm Messlänge. Den kleineren habe ich vor einiger Zeit 
gekauft und bewusst darauf geachtet dass er mit einer CR2032 betrieben 
wird, anstatt mit einer LR44. Für den großen habe ich noch keinen 
entsprechenden und bezahlbaren Ersatz gefunden.

Gestern habe ich die Stromaufnahme beider Modelle gemessen und habe 
nicht schlecht gestaunt, obwohl ich es schon mal irgendwo gelesen habe. 
Die Stromaufnahme ist, egal ob An oder Aus, bei beiden Geräten gleich 
hoch. Der 300mm hat eine LR44 und benötigt ca. 50uA, der 150mm hat eine 
CR2032 und benötigt 24uA bzw. 23uA. Der 300mm schaltet nach 5,5 Minuten 
automatisch aus, vollkommen überflüssig.

Der 300mm beginnt bereits bei 1,4V Versorgungsspannung an zu blinken, 
wegen Unterspannung. Der 150mm arbeitet klaglos bis ca. 1,3V.

Für den 300mm bestelle ich mir SR44, die sind zwar teurer..haben aber 
eine flachere Entladekennlinie. Bei ihm nehme ich die Batterie auch aus 
dem Batteriefach raus wenn ich ihn nicht benutze.

In meinem Bestand ist auch ein analoger Messschieber, der liegt in der 
Nähe der Standbohrmaschine. Auf die digitalen möchte ich im täglichen 
Gebrauch aber nicht verzichten, trotz der Problematik mit den Batterien.

Wie sind Eure Erfahrungen, welche Messschieber könnt ihr empfehlen?
: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Tatsächlich habe ich die Stromaufnahme nie gemessen, aber weil ich mich 
wieder einmal über die leere Batterie beim Messschieber geärgert habe, 
hatte ich mir vor kurzem einen Mitutoyo gekauft.
Sie geben an 3,5 Jahre bei täglicher Nutzung über 5 Stunden.
Ich habe schon unzählige Messschieber gehabt. Tatsächlich habe ich auch 
früher bei der Arbeit diese 50mm Kunststoff-Messschieber sehr gerne 
benutzt.
Um mal eine Schraube zu messen; also für alles wo man das Maß kennt, 
wenn man es ungefähr gemessen hat. Passte gut in die Hose, ohne zu 
stören.
Der Nachteil dabei, so ca. alle 2-3 Monate waren die Batterien leer, da 
diese doch recht flach waren (weiß gerade nicht wie die heißt).
Vor einem Jahr habe ich solche Messingmessschieber in dieser Größe 
gefunden, natürlich mit Nonius. Da macht das nicht unbedingt was, denn 
es reicht das ungefähre Maß. Trotzdem schon manchmal ärgerlich.
Ich hatte auch welche mit Uhr. Der erste totaler Müll, obwohl der auch 
schon nicht so billig war. Der Zweite war deutlich teurer und der 
funktioniert gut. Ich hoffe, dass der Mitutoyo wirklich sein Versprechen 
hält.
Allerdings habe ich auch noch einen, auch schon teureren, Messschieber 
gekauft (habe ich jetzt erst gesehen, dass das nicht so ein billiger 
war) und der lag wohl auch schon ein Jahr oder länger in der Schublade 
und die Batterie ist nicht leer gewesen. Da lohnt es sich dann wohl auch 
eine SR44SW rein zu bauen, wenn die Batterie leer ist.
von Chris K. (kathe)


Lesenswert?

Ist der mit LR44 von Kraft WWS-DSL-HK1 K610677 ?
Bisher seit 1 Jahr noch immer die erste LR44 in gebrauch, aber aufpassen 
immer den Aus Button betätigen, habe aber die 150mm Variante.
Bin bisher überrascht und kann damit Arbeiten, bin kein Metaller und 
dafür ist er mir genau genug.

Brauch auch öfters inch Maß, da muss ich dann halt rechnen um zu meinem 
Suchergebniss zu kommen.
von Frank O. (frank_o)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Chris K. schrieb:
> Ist der mit LR44 von Kraft WWS-DSL-HK1 K610677 ?

Ist mir schon ein bisschen peinlich, denn der war auch nicht so günstig 
und den hatte ich mir gekauft, weil der auch Zoll als Bruch anzeigen 
kann.
Da ich hier in der Wohnung nicht so oft einen Messschieber brauche und 
das Kästchen mit dem Messschieber mit Uhr oben drauf lag, dachte ich, 
dass das noch so ein billiges Ding ist.
Also wenn jemand was unter Mitutoyo sucht, der Messschieber hat 
Auto-Off, die Batterie ist mindestens ein Jahr alt und der zeigt Zoll 
auch als Bruch an (umschaltbar). Daher meine Empfehlung. Bei mir hatte 
der so um die 60 Euro gekostet. Was der jetzt kostet, muss jeder selbst 
schauen.
: Bearbeitet durch User
von Gustav K. (hauwech)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> noch keinen [...] bezahlbaren Ersatz gefunden.

Da liegt der Hund begraben: Qualität wird verschmäht, wo immer es geht. 
Es geht nur noch NoName-Billig-Ramsch vom Lebensmittelhändler, oder noch 
schlimmer.

Bei mech. Messtechnik ist das Beste vom Besten gerade gut genug. Warum: 
Weil es ein Leben lang hält und es eine Freude ist, damit zu arbeiten. 
Mitutoyo sah ich schon in meiner Ausbildung und bei dem Hersteller bin 
ich bis heute geblieben. Jede Mark war sehr gut angelegtes Geld.

Batterien sind bei meinen digitalen kein Problem, halten viele Jahre.
von Vanye R. (vanye_rijan)


Lesenswert?

Erstmal, die Teile sind intern immer an. Das muessen sie sein weil das 
Messprinzip relativ und nicht absolut ist. Theoretisch koennte man einen 
bauen der einen echten Ein/Aus-Schalter hat, aber den muesste man dann 
nach jedem einschalten einmal auf 0 stellen. Und die Leute wuerden dann 
meckern weil sie dreimal im Jahr eine neue Batterie brauchen da sie 
vergessen haetten ihn auszuschalten. :-)

Ich selbst habe drei Stueck. Die sind bei Aldi gekauft, vor so gefuehlt 
20Jahren. Ich glaube das waren damals die ersten "billigen" fuer 
6.95Euro. Batterie haelt so 1-2Jahre. Keine Ahnung wie lange genau, aber 
auf jeden fall ausreichend.

BTW: Auch der Datenausgang der Teile laeuft immer. .-)

Ich hab ein Endmass und meine zeigen genau dessen Wert an. Die 
Genauigkeit liegt also im Bereich von 1/100mm. Das ist genauer als man 
es braucht und die allermeisten hier arbeiten koennen. Ich glaub ich 
kann das beurteilen weil ich schonmal auf Mass, eben und winklig gefeilt 
habe. Allerdings hatten wir damals noch Messschieber mit Nonius die 
deutlich ungenauer sind. Ich hab auch noch mehrere Buegelmesschrauben, 
aber die eigentlich seit Jahren nicht mehr ausgepackt. Braucht man nicht 
mehr.

Obwohl ich sonst durchaus Qualitaetswerkzeug schaetze, wir erinnern uns, 
ich hab ein RTB2004 und keine Rigolrutsche, finde ich das bei 
Messchiebern anders. Die billigen kann ich naemlich auch zum anreissen 
benutzen was enorm viel Zeit spart. Ich koennte die ja einfach wegwerfen 
und neue kaufen wenn was waere, aber das ist bisher noch nicht 
eingetreten. Mit einem teuren Luxusteil muesste ich da immer an den 
grossen Stiefel meines Meisters aus der Schlosserlehre denken der mir 
gerade in den Arsch tritt und das wollen wir doch nicht. :-D

Es mag aber sein das die billigen Teile heute noch billiger gefertig 
werden. Ich hab sogar gesehen das es sie mittlerweile aus Plastik gibt. 
Davon wuerde ich mich auch fernhalten!

BTW: Ich selber arbeite mittlerweile in der Entwicklung. Da laeuft 
niemand ohne Studium, oft sogar mit Promotion, teilweise Professur rum. 
Die Anschluesse am Spekki werden natuerlich mit HP-Drehmomentschluessel 
angezogen, aber wenn ich sehe wie die mit Mechanikwerkzeugen umgehen 
dann sind da Messschieber fuer 6.95Euro schon uebertrieben. .-) Ich 
meine es gibt Menschen die legen so einen Messschieber einfach auf die 
Werkbank und nicht auf den extra dafuer bereitgelegten Putzlappen. Aber 
dazu gehoert ihr ja alle nicht oder....

Vanye
von Christian M. (likeme)


Lesenswert?

Das ist der Grund warum ich drei vollmechanische Schieber daheim hab, 
von denen immer nur einer auffindbar ist. Aber sie funktionieren im 
Grunde immer, seit nun  38 Jahren, ich hab die in meiner Lehrzeit von 
den Azubi Kollegen eingesammelt, weil die keiner geschenkt haben wollte.
von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Wie sind Eure Erfahrungen, welche Messschieber könnt ihr empfehlen?

Generell bei Messmitteln gibt es für mich "eigentlich" nur 2 Hersteller 
denen ich vertraue: Mahr und Mitutoyo. Es gibt aber auch andere die in 
der gleichen Liga spielen, die ziehe ich dann auch in Betracht.

Meine Mikrometerschrauben mit 1 µm sind nur von Mitutoyo.
Mein Lieblings-Messschieber ist von Mahr. Das ist aber eine rein 
persönliche Preferenz ggü. Mitotoyo.

Überall wo "absolute" draufsteht, läuft die Elektronik weiter. Denn die 
sind nicht absolut. Die Elekronik kann nämlich keine absoluten 
Wegstrecken aufnehmen, sondern nur Relative. Indiziert wird übers 
Null-Setzen und dann läuft er halt relativ weiter und muss daher auch 
weiterlaufen.

Genauso läuft es bei den Mikrometerschrauben. Auch die arbeiten nur 
relativ.

Die Batterien halten, ohne ein Kreuz im Kalender zu machen, über 2 
Jahre. Auch bei täglichen Einsatz.
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


Lesenswert?

Ich habe auch gut ein halbes Dutzend von den Dingern (in jeder Werkstatt 
und an jeder Maschine, weil ich zu faul bin umher zu laufen).
Das Batterieproblem hält sich in Grenzen, so alle 1,5 bis 2 Jahre neu. 
Das sind alles irgendwelche Billigheimer bis max. 20 Euro.
Viel dramatischer ist bei mir, dass die nach kurzer Zeit nur noch Müll 
anzeigten (in der mechanischen Werkstatt), weil sich feinste Späne 
zwischen Schieber und Lineal gefummelt haben. Trotz Gummiabstreifer war 
das fast immer der Grund. Zwei konnte ich trotz penibler Reinigung nicht 
mehr retten.
Das die Dinger immer an sind ist normal (wurde ja schon erklärt) und der 
Verbrauch liegt wohl etwa in der gleichen Größe wie die Selbstentladung 
der LR44er Zellen. Die Zellen selber müssen auch was bringen, die 
billigen aus dem Kaugummiautomaten (Lidl und Alldie anderen) verrecken 
schneller oder laufen aus.

Old-Papa
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Old P. schrieb:
> LR44er Zellen

Ich mach immer nur SR44 rein.
von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Sie geben an 3,5 Jahre bei täglicher Nutzung über 5 Stunden.

Für jemand, der den Messschieber täglich den ganzen Tag braucht, ist das 
doch sehr ok.

Ärgerlich für Gelegenheitsnutzer ist doch, dass viele Typen trotz 
ausgeschaltetem Display fast unverändert Strom aus der Batterie ziehen, 
d.h. die Batterie leer saugen, während der Messschieber (vermeintlich) 
ausgeschaltet ist. Da wird der On/Off-Schalter zum Feigenblatt.
: Bearbeitet durch User
von Sebastian R. (sebastian_r569)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Gestern habe ich die Stromaufnahme beider Modelle gemessen und habe
> nicht schlecht gestaunt, obwohl ich es schon mal irgendwo gelesen habe.
> Die Stromaufnahme ist, egal ob An oder Aus, bei beiden Geräten gleich
> hoch.

Ist leider ein bekanntes Problem.

Die Elektronik zum Messen bleibt aktiv, es wird nur das Display 
ausgeschaltet. Und da ist LCD nun einmal nicht der große 
Stromfressfaktor.

Soll eine Komfortfunktion sein, damit beim Einschalten direkt der 
Messwert stimmt. Workaround: Es gibt digitale Messschieber mit 
"Absolut-Skala", da weiß das Messwerk dann auch nach einem Einschalten, 
wo es sich befindet.

Ich habe einen digitalen Messschieber für Linkshänder (ja, wirklich!), 
den ich leider sehr selten nutze, weil auch er ein Batteriefresser ist. 
Für 98% der Messungen nehme ich einen normalen Analogen mit Nonius. Aber 
einer mit Messuhr würde mir besser gefallen.
: Bearbeitet durch User
von Thomas F. (igel)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Wie sind Eure Erfahrungen, welche Messschieber könnt ihr empfehlen?

Für den täglichen Einsatz habe ich einen mittelpreisigen Promat 851055.
Der hat eine CR2032-Zelle und hält somit auch lange durch bis mal die 
Batterie leer ist. Gibt es für ca. 40€ im Netz.
Die Genauigkeit habe ich mit meinem Mitutoyo verglichen: Keine 
Abweichung.

Daneben gibt es noch den teuren Mitutoyo, aber den nutze ich nur für 
Referenzmessungen.

Guanglu soll auch gut sein. Das wird jedenfalls mein nächster werden:
https://de.aliexpress.com/item/1005007345505724.html

https://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?f=122&t=84934&hilit=messschieber#p1037874
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Sebastian R. schrieb:
> Es gibt digitale Messschieber mit
> "Absolut-Skala", da weiß das Messwerk dann auch nach einem Einschalten,
> wo es sich befindet.

Ausdrücklich: Nein!
Die arbeiten genauso. In der Führung des Messschiebers ist eine Leiste 
von "seltsamen" Kämmen untergebracht. Die sind so angeordnet, dass sie 
mit der Platine des Schiebers und den Pads darin (mal auseinandernehmen) 
einen Nonius bilden.
Die Elektronik hat eine Auflösung im µm-Bereich. Versuch das mal in 
einem Absolut-Dekoder unterzubringen. 150 mm / 0.001 = 150000 Schritte. 
Das sind 18 Bit Auflösung.
Es gibt verschiedene Formate der Ausgabe. Und die schneiden verschieden 
ab. Die höchste Auflösung haben die mit 24 Bit Ausgabe. Die Encoder sind 
aber identisch aufgebaut. Mitutoyo hat z.B. eine Sonderlocke. Üblich 
sind 2 * 24 Bit und 7 BCD.

Genauso schummeln "Absolut"-Encoder bei Werkzeugmaschinen. Die laufen 
auch weiter mit einer Batterie sind aber intern nur relativ. Gibt 
natürlich auch Andere, die erkennt man daran, dass man eine 
Referenzfahrt machen muss um über das Indexsignal zu kommen.

Das ist alles schon verjährt, dennoch gültig:
https://web.archive.org/web/20060414164432/http://www.yadro.de/
Ja, das ist von mir. Nein, das Interface gibt es nicht mehr.

Edit: 24 Bit, nicht 32
: Bearbeitet durch User
von Marcel V. (mavin)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Sebastian R. schrieb:
> Aber einer mit Messuhr würde mir besser gefallen.

Türlich, zumal ein Messschieber mit Messuhr ebenfalls auf 1/100 mm genau 
anzeigen kann, nur eben ohne Strom!
von Keks F. (keksliebhaber)


Lesenswert?

Haben meine Billigmesser vom Chinesen auch. Die halten etwa 1 Jahr.

Sind aber für den Preis und das Plastik gut genug zum Messen auf ein 
Zehntel. Und für Bastelprojekte damit. Statorstreifen habe ich dafür in 
ich glaube 500mm(?). Die Hauptplatine hätte ich gerne als kicad. Da soll 
wohl das Layout sehr sehr wichtig sein. Wäre als Baustein super um 
eigene Messgeräte zu machen.

Und ja, Analoge aus, eh, Insolvenzmassen sind vorhanden.
von Sebastian R. (sebastian_r569)


Lesenswert?

Nick schrieb:
> Die Elektronik hat eine Auflösung im µm-Bereich. Versuch das mal in
> einem Absolut-Dekoder unterzubringen. 150 mm / 0.001 = 150000 Schritte.
> Das sind 18 Bit Auflösung.

Der Trick, den man nutzen könnte: Nicht nur eine Zeile gleichzeitig 
auswerten, sondern 2 oder mehrere. Mit einem pseudozufälligen Muster 
lassen sich dann mit deutlich weniger Bits deutlich längere Strecken 
abbilden.

Ich war der Hoffnung, dass das genutzt werden würde, aber deine 
Ausführungen klingen nach deutlich mehr Erfahrung.
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


Lesenswert?

Der Hinweis auf die unbegrenzte maximal zulässige Verfahrgeschwindigkeit
bei Mitutoyo und auch bei Guanglu lässt annehmen, dass dort tatsächlich
ein absolutes Messsystem zum Einsatz kommt.

Nick schrieb:
> Die Elektronik hat eine Auflösung im µm-Bereich. Versuch das mal in
> einem Absolut-Dekoder unterzubringen. 150 mm / 0.001 = 150000 Schritte.
> Das sind 18 Bit Auflösung.

Du musst dich von der Vorstellung lösen, dass die Messschieber eine
Strichskala mit 100 oder gar 1000 Strichen/mm enthalten. Die Skala ist
sehr viel gröber, die hohe Auflösung wird durch Interpolation erzielt.
von Eppelein V. (eppelein)


Lesenswert?

Marcel V. schrieb:
> Sebastian R. schrieb:
>> Aber einer mit Messuhr würde mir besser gefallen.
>
> Türlich, zumal ein Messschieber mit Messuhr ebenfalls auf 1/100 mm genau
> anzeigen kann, nur eben ohne Strom!

So ist es!
Mit meinen Meßuhr-Schiebern mehr als zufrieden und die Genauigkeit für 
meine bescheidenen Bedürfnisse ist Top!

Nonius Schieber lediglich nur noch zum Anreißen in Gebrauch.
Wurde auch schon erwähnt.

MfG
Eppelein
von Michael B. (laberkopp)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Wie sind Eure Erfahrungen, welche Messschieber könnt ihr empfehlen?

Mein ältester ist der Beste, er sieht exakt so aus wie deiner bzw. der 
billigste von Pollin

https://www.pollin.de/p/digitaler-praezisions-messschieber-150-mm-830071

Batterie hält ewig, sauber gefertigt.

Dann habe ich 4 weitere. Die 300/450er von Profitexx (im 
Mitotoyo-Design) steigen oberhalb von 80% Luftfeuchte aus (so steht es 
auch im Datenblatt, rH 20-80). Und wenn er aussteigt, frisst er Batterie 
wie Sau. Die hängen aber an der CNC, ausgelesen und fremdversorgt.

Der 150er hat ein anderes Datenformat und ist nicht so sauber gearbeitet 
und hält nur ein paar Jahre mit der Batterie, sieht aber dem ersten 
Pollin ähnlich (dünnere Schrift). Dafür hat er einen Vorteil: das 
Display geht an, wenn man ihn kurz verschiebt, kein Reset, quasi 
absolut.
: Bearbeitet durch User
von Marcel V. (mavin)


Lesenswert?

Eppelein V. schrieb:
> Nonius Schieber lediglich nur noch zum Anreißen in Gebrauch.

Damals in der Lehrwerkstatt war es uns Lehrlingen strengstens untersagt 
Messmittel wie die Schieblehre als Anreißnadel zu missbrauchen! Denn 
dafür standen uns eine Anreißplatte mit Prisma und Parallelhöhenanreißer 
zur Verfügung.

Heute nutze ich den Messschieber selbstverständlich auch zum Anreißen, 
weil's schön bequem ist.

😄
von Walter T. (nicolas)


Lesenswert?

Nick schrieb:
> Ausdrücklich: Nein!

Dann dient das Patent wohl nur der Ablenkung.

https://patents.google.com/patent/US4420754A/en
von Eppelein V. (eppelein)


Lesenswert?

Marcel V. schrieb:
> Eppelein V. schrieb:
>> Nonius Schieber lediglich nur noch zum Anreißen in Gebrauch.
>
> Damals in der Lehrwerkstatt war es uns Lehrlingen strengstens untersagt
> Messmittel wie die Schieblehre als Anreißnadel zu missbrauchen! Denn
> dafür standen uns eine Anreißplatte mit Prisma und Parallelhöhenanreißer
> zur Verfügung.
>
Kenne ich auch nur so, zumal Werkzeuge wie der Nonius zu den damaligen 
Verhältnissen nicht gerade günstig waren.

> Heute nutze ich den Messschieber selbstverständlich auch zum Anreißen,
> weil's schön bequem ist.

..... und seiner Daseinspflicht genüge getan wird ......
: Bearbeitet durch User
von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


Lesenswert?

Gustav K. schrieb:
> Bei mech. Messtechnik ist das Beste vom Besten gerade gut genug. Warum:
> Weil es ein Leben lang hält und es eine Freude ist, damit zu arbeiten.
Aber auch nur wenn sie regelmässig neu kalibriert werden. Weil das 
sauteuer ist kauft man sich regelmässig ein neues Billigteil, das ist 
genauer als der das jahrelang runtergenudelte Edelteil. Edelteile lohnen 
sich nur für grosse Betriebe die die selber nachkalibrieren können, da 
gibts ne eigene Abteilung dafür die nur das macht.
: Bearbeitet durch User
von Rüdiger B. (rbruns)


Lesenswert?

von Rainer D. (rainer4x4)


Lesenswert?

Marcel V. schrieb:
> Heute nutze ich den Messschieber selbstverständlich auch zum Anreißen,
> weil's schön bequem ist.
Wichtig ist auch das man die Feststellschraube richtig anknallen kann. 
Dann geht der Messschieber sogar als Schraubenschlüssel!
Sozusagen "Drei in Eins". Sowas ist doch chick!
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> Frank O. schrieb:
>> Sie geben an 3,5 Jahre bei täglicher Nutzung über 5 Stunden.
>
> Für jemand, der den Messschieber täglich den ganzen Tag braucht, ist das
> doch sehr ok.
>
> Ärgerlich für Gelegenheitsnutzer ist doch, dass viele Typen trotz
> ausgeschaltetem Display fast unverändert Strom aus der Batterie ziehen,
> d.h. die Batterie leer saugen, während der Messschieber (vermeintlich)
> ausgeschaltet ist. Da wird der On/Off-Schalter zum Feigenblatt.

Ja, das ist sehr ärgerlich.
Aber durch den Mitutoyo habe ich mich zum ersten Mal mit den Batterien 
auseinander gesetzt und werde jetzt nur noch die SR44SW rein machen.
Das SW sagt wohl aus, dass die Batterien langsam einen kleinen Strom 
abgeben.
von Bruno V. (bruno_v)


Lesenswert?

Sebastian R. schrieb:
> Der Trick, den man nutzen könnte: Nicht nur eine Zeile gleichzeitig
> auswerten, sondern 2 oder mehrere.

Wo die Bits angeordnet sind, ist egal. Am Ende musst Du in einer 
Position nach dem Einlegen der Batterie 18 Bit auslesen.

Yalu X. schrieb:
> Der Hinweis auf die unbegrenzte maximal zulässige Verfahrgeschwindigkeit
> bei Mitutoyo und auch bei Guanglu lässt annehmen, dass dort tatsächlich
> ein absolutes Messsystem zum Einsatz kommt.

Wenn jemand so einen Messschieber hat, würde ich mich freuen, wenn er es 
mal ausprobiert: Batterie raus, 100mm Endmaß (oder irgendwas 
reproduzierbares, jedenfalls verschieben) und Batterie rein.
von Walter T. (nicolas)


Lesenswert?

Bruno V. schrieb:
> Wenn jemand so einen Messschieber hat, würde ich mich freuen, wenn er es
> mal ausprobiert: Batterie raus, 100mm Endmaß (oder irgendwas
> reproduzierbares, jedenfalls verschieben) und Batterie rein.

Nützt nichts. Dass das Meßwerk absolut ist, bedeutet nicht, dass der 
Referenzpunkt beim Batteriewechsel nicht verloren geht. Der steckt 
schließlich im flüchtigen Speicher.

Ich habe zwar keinen Meßschieber mit Absolut-Meßwerk, aber zwei 
Meßuhren.

Anders herum klappt es: Wird die Meßuhr über das Datenkabel mit Spannung 
versorgt, und die Offset-Kompensation über die Auslese-Software gemacht, 
kann die Meßuhr beliebig oft ein- und abgesteckt werden, ohne dass sich 
der Wert ändert.

Die Meßuhren können also ohne Batterie betrieben werden.
: Bearbeitet durch User
von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Rainer D. schrieb:
> Wichtig ist auch das man die Feststellschraube richtig anknallen kann.
> Dann geht der Messschieber sogar als Schraubenschlüssel!
> Sozusagen "Drei in Eins". Sowas ist doch chick!

Und ich wollte mir schon eine Wasserrohrzange besorgen. Völlig 
überflüssig, wie ich sehe ;-)

Selber habe ich einen Messschieber vom Discounter (LIDL) mit LR44 und 
ca. 12 µA Stromaufnahme - ob ein- oder ausgeschaltet. Entsprechend ist 
die Batterie nach ca. zwei Monaten leer. Das nervt und SR44 lohnen 
nicht, sind nur teurer. Die relative Messung stört mich eigentlich 
nicht. Für Differenzmessungen ist die Rücksetzmöglichkeit gegenüber 
mech. Schieber schon von Vorteil.
Den uralten mechanichen 'Helios' mag ich wegen nicht nervender Batterie 
lieber. Damit kann man 3,1 und 3,2 mm Bohrer auseinanderhalten; mir 
reicht das.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Aber was mir auffällt und ich glaube das hat weniger mit den Messmitteln 
als solches zu tun, hier sind Teilnehmer die reden die 
Qualitätsmessmittel runter, während bei ihnen Rohde & Schwarz im Schrank 
steht.
Währen diese Leute aus der Mechanik, so hätten sie wahrscheinlich alle 
nur
Mahr Messschieber im Schrank.
von Sebastian R. (sebastian_r569)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Und ich wollte mir schon eine Wasserrohrzange besorgen.

Gibt es eigentlich Wasserpumpenzangen mit Nonius?

In die Richtung zu forschen hätte vielleicht Potential.
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


Lesenswert?

Rüdiger B. schrieb:
> Grosse Batterie verwenden:
> https://www.thingiverse.com/thing:3127985
> https://www.thingiverse.com/thing:6761565
> https://www.thingiverse.com/thing:6072849
> https://www.thingiverse.com/thing:915523
> https://www.thingiverse.com/thing:3293038
> so eine AA oder AAA batterie lebt deutlich länger.

Oha, beim ersten ist die Batterie ausgelaufen, die drei anderen sind 
hässlich, die letzte Version vielleicht machbar. Doch ich wechsel lieber 
alle 1-2 Jahre die Batterie (richtiger die Einwegzelle) und gut ist.

Old-Papa
von Marcel V. (mavin)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Währen diese Leute aus der Mechanik, so hätten sie wahrscheinlich alle
> nur
> Mahr Messschieber im Schrank.

Den Messschieber von Mitutoyo nehme ich gerne zum Anreißen, wegen der 
verschleißfesten Hartmetalleinsätze in den Messschenkeln. Außerdem stört 
mich bei Mitutoyo die lästige Rändelmutter!

Den SOMET benutze ich gerne zum Messen, weil er einen bequem zu 
bedienenden Klemmhebel besitzt.
von Klaus P. (kpi6288)


Lesenswert?

Ein Tesa aus dem Jahr 2002 (kein Schreibfehler) läuft immer noch mit der 
ersten Batterie. Der wird aber wirklich selten und nur kurz benutzt.

Ein Parkside ca. 10 Jahre alt (wird ab und zu benutzt) läuft ebenfalls 
noch mit der ersten Batterie.

Einer von HBM ist unbrauchbar, die Batterie ist nach wenigen Wochen 
leer.

Für unterwegs habe ich einen rein mechanischen Messschieber. Die 
Ablesegenauiogkeit reicht mir da aus.
von Henrik V. (henrik_v)


Lesenswert?

Habe hier noch einen Etalon CALtronic Digital-Messschieber (SWISS MADE) 
, ein Batteriefresser, der original 4 (!) Quecksilberoxid-Zink Zellen 
möchte, um damit 280h lang zu messen. Wartet daher auf einen Umbau des 
Batteriehalters. Vermutlich von 1984.
Der arbeitet mit einem Glasgitter das optisch gelesen wird.
150 mmm mit 0.01 mm Auflösung.
Privat reicht mir mein Mauser mit Nonius (Geschenk vom Vater, vor 45a)
Zum Anreißen hab ich noch ein 'Messschieber' mit Stahlnadeln, sind wohl 
Grammophonnadeln... 9 Ersatznadeln hab ich noch :)
von W.P. K. (elektronik24)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Selber habe ich einen Messschieber vom Discounter (LIDL) mit LR44 und
> ca. 12 µA Stromaufnahme - ob ein- oder ausgeschaltet. Entsprechend ist
> die Batterie nach ca. zwei Monaten leer.
Das schien mir überschlägig nicht passend und ich habe es nachgerechnet: 
bei 12µA Stromaufnahme hält eine LR44 Batterie (150 mAh) 520 Tage, also 
rund 1,5 Jahre ... was auch meiner Erfahrung mit solchen Messschiebern 
entspricht.
Aber vielleicht steigt dein Lidl Messschieber schon ab 1,45 Volt aus 
oder deine Batterien sind Schrott?
Es wäre mal interessant zu wissen, ob Messschieber mit CR2032 Batterie 
auch so um die 12µA Ruhestrom brauchen, oder ob es wg. der doppelten 
Spannung von 3V mehr ist. Ich vermute ja, es ist mehr, wobei aber die 
über lange Zeit stabile Spannung von 3V (im Gegensatz zu stetig 
fallenden Spannung einer LR44) trotzdem am Ende zu einer längeren 
Laufzeit führt.
: Bearbeitet durch User
von Mi N. (msx)


Lesenswert?

W.P. K. schrieb:
> Das schien mir überschlägig nicht passend und ich habe es nachgerechnet:
> bei 12µA Stromaufnahme hält eine LR44 Batterie (150 mAh) 520 Tage, also
> rund 1,5 Jahre ... was auch meiner Erfahrung mit solchen Messschiebern
> entspricht.

Danke! Der heutige Sonnenschein hat bei mir wohl zu einer 0-Punkt 
Verschiebung geführt, was aber zu dem von mir gefühlten Zeitraum gut 
passte.
Da sollte ich mal den Batteriewechsel (gerade erledigt) notieren, um es 
genauer zu wissen. Aber lange haben die Zellen nie gehalten und 
testweise SR44 haben es auch nicht gebracht. Da werde ich die 
Endspannung messen, wenn die Anzeige zu blinken anfängt.

> Aber vielleicht steigt dein Lidl Messschieber schon ab 1,45 Volt aus
> oder deine Batterien sind Schrott?

1,35 V könnten passen. Im 'Fahrradcomputer' laufen diese Zellen fast 2 
Jahre.

Jörg R. schrieb:
> Dieser Thread ist der Grund für meinen Thread:

Gut, daß Du das mal thematisiert hast!
von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> 1,35 V könnten passen.

Die Anzeige blinkt im Bereich <= 1,3 V >= 1,2 V.
Jetzt könnte ich den Spannungsverlauf genau aufzeichnen, das würde mir 
aber aktuell zu lange dauern. Aus Entladekurven 
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/79/Aa-alkaline-100_c-v.png 
zu anderen Alkaline-Zellen würde ich die verbrauchte Kapazität grob auf 
20 % schätzen, bis die Anzeige blinkt. Nimmt man dann eine typ. 
Kapazität von 100 mAh = 100 % an, wären bei 20 % nutzbarer Kapazität 
rund 1670 h Laufzeit zu erwarten. Dann kommt ich so auf die gefühlten 2 
Monate (ca. 70 Tage).

Alles ganz grob, denn die Zellen sind ja nicht immer nagelneu und die 12 
µA Ruhestromaufnahme ist bei ca. 15°C gemessen, was im Sommer mehr sein 
wird.
von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Sebastian R. schrieb:
> Der Trick, den man nutzen könnte: Nicht nur eine Zeile gleichzeitig
> auswerten, sondern 2 oder mehrere.

Das kann man nutzen und ich hab das auch für mich genutzt. Damit kommt 
man etwa auf 5 µm Auflösung ohne dass es ständig hin und her wackelt 
(Achtung: Auflösung vs. Genauigkeit). Aber die Messschieber versprechen 
nur 0.01 mm, also werden die wohl einfach abschnieden.

Walter T. schrieb:
> Dann dient das Patent wohl nur der Ablenkung.
>
> https://patents.google.com/patent/US4420754A/en

Danke für den Link (vor knapp 20 Jahren hab ich den nicht gefunden).
"Measuring device for capacitive determination of the relative position 
of two with respect to one another moveable parts".

OK, Fig. 10 erweitert das Ganze um Absolut-Messung indem sie einen 
zweiten Nonius einführen.
"I stand corrected", wie der Engländer sagt.

Aber man hat dadurch das Problem der initialen Referenz nur wo anders 
hin geschoben. Im RAM kann man sie ohne Batterie nicht ablegen. NVM 
haben die "schwarzen Kleckse" scheinbar nicht. Eine externe Anzeige mit 
irgend einem nichtflüchtigen Speicher kann das aber lösen.

Untergekommen ist mir so einer aber bisher nicht (als 
Anbau-Messchieber), obwohl das Patent längst abgelaufen ist. Für externe 
Anzeigen wären die aber ideal.

Eppelein V. schrieb:
>> Heute nutze ich den Messschieber selbstverständlich auch zum Anreißen,
>> weil's schön bequem ist.
>
> ..... und seiner Daseinspflicht genüge getan wird ......

Reichlich eklig. Dafür gibt es deutlich besseres:
https://www.wabeco-remscheid.de/anreiss-messschieber-200-mm.html
Oder mMn besser:
https://messwelt.com/Produkte/Anreisswerkzeuge/Anreiss-Messschieber/13423/Praezisions-Anreiss-Messschieber-160-mm-mit-Feineinstellung

Frank D. schrieb:
> Edelteile lohnen
> sich nur für grosse Betriebe die die selber nachkalibrieren können, da
> gibts ne eigene Abteilung dafür die nur das macht.

Wenn er ausgenuddelt ist, kommt er extrem vorsichtig in den Container 
oder neben die Säge.

Frank O. schrieb:
> hier sind Teilnehmer die reden die
> Qualitätsmessmittel runter, während bei ihnen Rohde & Schwarz im Schrank
> steht.

Sind halt unterschiedliche Ansprüche. Manche sind happy mit einer Flex 
von Aldi, mir kommt nur eine von Fein ins Haus. Und das lohnt sich auf 
lange Sicht. Ich hab einfach schon zu viele Flexen abgefackelt.
von Vanye R. (vanye_rijan)


Lesenswert?

> Der Hinweis auf die unbegrenzte maximal zulässige Verfahrgeschwindigkeit
> bei Mitutoyo und auch bei Guanglu lässt annehmen,

Ich schaetze mal wenn man die nahe der Lichtgeschwindigkeit verfaehrt 
werden die verschweissen oder? :-D

Ich habe gerade mal mein Alditeil genommen und so 10x mit der maximalen 
Geschwindigkeit verfahren die ich so drauf habe. Er hat danach immer 
noch korrekt angezeigt!


Ich denke das Problem hier ist das viele diese preiswerten Teile alle in 
einen Topf werfen. Dabei kommen die ja auch von unterschiedlichsten 
Herstellern und es wird dort sicher unterschiedliche Qualitaeten geben.

Wichtiger waere mir wenn mal einer einen Tipp fuer einen brauchbaren 
preiswerten Messschieber fuer Linkshaender geben koennte. Als 
unterdrueckte Minderheit weiger ich mich naemlich den zehnfachen Preis 
zu zahlen, seufz.

Vanye
von Uwe (neuexxer)


Lesenswert?

Erschliesst sich nicht jedem, dass man im Zeitalter von Öko, nachhaltig
etc. solche Geräte überhaupt noch verkaufen darf?!
Man bedenke die CO2-Bilanz der auslaufenden Knopfzellen!

(Was sagt eigentlich die EU-Ursel dazu; misst die noch mit einem 
batteriefreien Massband?)

Meine 2 geerbten Schieblehren -sorry: Messschieber- sind noch aus echtem
deutschen Stahl und funktionieren problemlos seit ca. 60 Jahren...

SCNR
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Uwe schrieb:
> Man bedenke die CO2-Bilanz der auslaufenden Knopfzellen!
>
> (Was sagt eigentlich  die EU-Ursel dazu; misst die noch mit einem
> batteriefreien Massband?)

Die platziert ein Stoppschild im Batteriefach un' gut iss'
von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Vanye R. schrieb:
> Ich habe gerade mal mein Alditeil genommen und so 10x mit der maximalen
> Geschwindigkeit verfahren die ich so drauf habe. Er hat danach immer
> noch korrekt angezeigt!

Hab ich auch paarmal und erfolglos probiert.
Bei Werkzeugmaschinen ist die obere Grenze so um 60 m/Minute. Das müsste 
man mal probieren. Aber 3.6 km/h sind ja nicht mal flottes Wandertempo.
Ungeübte erreichen 14 km/h bei einem Faustschlag.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Gestern habe ich die Stromaufnahme beider Modelle gemessen und habe
> nicht schlecht gestaunt, obwohl ich es schon mal irgendwo gelesen habe.
> Die Stromaufnahme ist, egal ob An oder Aus, bei beiden Geräten gleich
> hoch. Der 300mm hat eine LR44 und benötigt ca. 50uA, der 150mm hat eine
> CR2032 und benötigt 24uA bzw. 23uA. Der 300mm schaltet nach 5,5 Minuten
> automatisch aus, vollkommen überflüssig.

Da mich deine Messung beeindruckt hatte, habe ich jetzt selbst bei dem 
Kynup gemessen. Der Strom war sehr gering, für das relativ große 
Display.
Allerdings war die Leistungsaufnahme bei eingeschalteten Gerät bei ~ 
15,5µA und ausgeschaltet bei ~ 14,5µA. Allerdings war es nach dem 
automatischen Abschalten auch nicht weniger. Das ist eigentlich 
ärgerlich, weil es dem Anwender vermittelt, dass kein Strom (für Laien) 
mehr verbraucht wird.
Dennoch, die Batterie ist noch ziemlich voll gewesen, mit 1,53V.

Bei dem Mitutoyo will ich nicht die Kontakte verbiegen um dort zu 
messen, aber ich glaube den größten Unterschied macht die 
SR44SW-Batterie.
Mag sein, dass er auch etwas weniger Strom verbraucht, aber der 
eigentliche Trick ist die Batterie.
: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Marcel V. schrieb:
> Den Messschieber von Mitutoyo nehme ich gerne zum Anreißen,

Es gibt recht günstig echte Anreißmessschieber.
von Martin L. (makersting)


Lesenswert?

An meinem Messschieber habe ich einen Schalter gebaut. Keinerlei 
negative Auswirkungen, im Gegenteil. Ein Ausschalten vergesse ich viell. 
2x im Jahr, hab ihn aber fast täglich in der Hand.
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Vanye R. schrieb:
>> Der Hinweis auf die unbegrenzte maximal zulässige Verfahrgeschwindigkeit
>> bei Mitutoyo und auch bei Guanglu lässt annehmen,
>
> Ich schaetze mal wenn man die nahe der Lichtgeschwindigkeit verfaehrt
> werden die verschweissen oder? :-D

Das wäre dann ein Garantiefall. Ich würde gerne mal bei Mitutoyo in die
Kiste schauen, in der die zusammengeschmolzenen Garantierückläufer
gesammelt werden :D

> Ich habe gerade mal mein Alditeil genommen ...

Ich meines auch, wobei das noch ein paar Jahre älter als deines sein
dürfte, denn es war nicht nur teurer (9,99 €), sondern hat auch keine
Datenschnittstelle.

> ... und so 10x mit der maximalen Geschwindigkeit verfahren die ich so
> drauf habe. Er hat danach immer noch korrekt angezeigt!

Ich musste mich sehr anstrengen, um den Fehler zu provozieren, aber nach
einigen Versuchen hat es geklappt. Man konnte dabei schön sehen, dass im
Fehlerfall der Nullpunkt immer um ganzzahlige Vielfache von 5,08 mm (0,2
in) gesprungen ist. Innerhalb eines 5,08-mm-Intervalls misst der Sensor
absolut, aber beim Überschreiten der Intervallgrenze wird das Ergebnis
mehrdeutig. Deswegen müssen die Intervallgrenzen mitgezählt werden. Bei
einer Verfahrgeschwindigkeit von bspw. 2 m/s (was schon brutal schnell
ist) reicht eine Abtastfrequenz von etwas mehr als

    2m/s / 5,08mm / 2 ≈ 800 Hz,

um keine Inkremente zu verlieren. Es muss also nicht jeder einzelne
Auflösungsschritt (0,0005 oder noch weniger) abgetastet werden, was
einer Abtastfrequenz von mindestens

    2m/s / 0,0005 in ≈ 160 kHz

entsprechen würde. Das ist wohl der Grund, warum auch diese Billigheimer
sehr robust gegenüber Fehlern auf Grund von zu schnellem Verfahren sind.

Der Vorteil von absolut messenden Schieblehren liegt somit hauptsächlich
darin, dass der Sensor bei Nichtbenutzung ausgeschaltet und damit das
Batterieleben signifikant verlängert werden kann. Zwar wird der
kalibrierte Nullpunkt wohl flüchtig in einem RAM gespeichert, so dass
dieses dauerhaft mit Strom versorgt werden muss, aber ein statisches RAM
mit ein paar zig Bits wird im Ruhezustand maximal ein paar Nanoampere
ziehen.

Meine Aldi-Schieblehre ist übrigens ganz ähnlich wie die in Wikipedia
gezeigte aufgebaut:

  https://de.wikipedia.org/wiki/Messschieber#Digitale_Messschieber

Aus dem Aufbau ergibt sich auch die beobachtete Periodizität von 5,08 mm
(s. Anhang).
von Vanye R. (vanye_rijan)


Lesenswert?

> Ich meines auch, wobei das noch ein paar Jahre älter als deines sein
> dürfte, denn es war nicht nur teurer (9,99 €), sondern hat auch keine
> Datenschnittstelle.

Haben meine offiziel auch nicht, man kann sie aber innen drin finden. 
Ich hatte urspruenglich mal ueberlegt die Teile an meinen Kreuztisch zu 
schrauben, deshalb hab ich damals auch drei gekauft. Aber irgendwie nie 
was draus geworden und jetzt habe die naechste chinesische Messtechnik 
dran geschraubt:

https://de.aliexpress.com/item/1005005266459501.html

Davon bin auch schwer begeistert!


> Ich musste mich sehr anstrengen, um den Fehler zu provozieren, aber nach
> einigen Versuchen hat es geklappt.

Wenn man bedenkt das man normalerweise bedaechtig und mit Verstand mit 
seinen Messmitteln umgeht dann scheint mir das in keiner weise relevant 
zu sein.

> Meine Aldi-Schieblehre ist übrigens ganz ähnlich wie die in Wikipedia
> gezeigte aufgebaut:

Meine sehen etwas anders aus. Zum einen ist das Gehaeuse silbern und der 
blaue Einschaltknopf ist genau unter der Feststellschraube.

Ich hab gerade mal gemessen. Meiner verbraucht 11.xuA. Das x deshalb 
weil diese Stelle stark schwankt. Haengt wohl mit dem Refresh des LCDs 
zusammen.

Ich finde das sind schwer beeindruckende Werte fuer einen laufenden 
Mikrocontroller der etwa misst, berechnet und anzeigt. Das muss man 
erstmal schaffen.

Vanye
von Manfred P. (pruckelfred)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Der 300mm hat eine LR44 und benötigt ca. 50uA,

Daraus errechnen sich 438mAh pro Jahr, also eine nach drei Monaten 
tiefentladene LR44, real steigt der Meßschieben vermutlich deutlich 
früher aus. Glaube ich Dir den Strom?

Mein Aldi von 2013 hält 12..15 Monate.

Marcel V. schrieb:
> Damals in der Lehrwerkstatt war es uns Lehrlingen strengstens untersagt
> Messmittel wie die Schieblehre als Anreißnadel zu missbrauchen!

Gibt es seit Jahren als "Spezialversion", der im Bild kam 2021 über 
Aliexpress.

> Denn
> dafür standen uns eine Anreißplatte mit Prisma und Parallelhöhenanreißer
> zur Verfügung.

Mein großer Mitutoyo Höhenreißer hat ebenfalls eine LR44, die dann 
irgendwann gesabbert und mir den Kontakt zerfressen hat.

Vanye R. schrieb:
> Ich habe gerade mal mein Alditeil genommen und so 10x mit der maximalen
> Geschwindigkeit verfahren die ich so drauf habe. Er hat danach immer
> noch korrekt angezeigt!

So ist dass, ich habe keine Grenzen provoziert, mir genügt die 
unauffällige Funktion.

> Ich denke das Problem hier ist das viele diese preiswerten Teile alle in
> einen Topf werfen. Dabei kommen die ja auch von unterschiedlichsten
> Herstellern und es wird dort sicher unterschiedliche Qualitaeten geben.

Auch schon etliche Jahre her, hatte Lidl welche mit CR2032. Ausgepackt, 
ein paar Mal hin- und hergeschoben und tschüss, das Ding verschluckte 
sich unbrauchbar schnell.

Vanye R. schrieb:
>> Meine Aldi-Schieblehre ...
> Meine sehen etwas anders aus. Zum einen ist das Gehaeuse silbern und der
> blaue Einschaltknopf ist genau unter der Feststellschraube.

Meine hat einen roten Knopf.

> Ich hab gerade mal gemessen. Meiner verbraucht 11.xuA.

Das könnte auch zu meiner passen, 11µA sind 100mAh pro Jahr. Ich 
verwende NoName vom Versandhöker oder Discounter, bei 12 LR44 Lidl für 
99ct ist der Verbrauch annähernd egal.
von Chris K. (kathe)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Ist mir schon ein bisschen peinlich, denn der war auch nicht so günstig
> und den hatte ich mir gekauft, weil der auch Zoll als Bruch anzeigen
> kann.

Welcher genau ? So was könnte ich brauchen der mir den Zöllischen Bruch 
anzeigt.
Andere Vorschläge für Zöllischen Burch sind willkommen.
: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


Lesenswert?

> Andere Vorschläge für Zöllischen Burch sind willkommen.

Nun, junger Padawan, du koenntest dich von der boesen Seite der 
imperialen Macht lossagen und ein guter Yedi werden? :)

Vanye
von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Klaus P. schrieb:
> Ein Parkside ca. 10 Jahre alt (wird ab und zu benutzt) läuft ebenfalls
> noch mit der ersten Batterie.

Von welchem Hersteller kommt der?
: Bearbeitet durch User
von Rudi K. (ykabel)


Lesenswert?

Parkside gibt´s bei LIDL
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


Lesenswert?

Rudi K. schrieb:
> Parkside gibt´s bei LIDL

und Lidl hat die selber zurecht geschnitzt? Nö, Parkside ist eine 
Eigenmarke vom Lidl, die Hardware kommt aber von wechselnden 
Chinabutzen.

Old-Papa
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Chris K. schrieb:
> Welcher genau ?

20260415_024004.jpg

Einer der ersten Beiträge.
Allerdings zeigte sich jetzt, nachdem ich den Strom gemessen habe,  dass 
dieser Messschieber leider beim Schließen nicht immer exakt auf Null 
geht.
von Thomas S. (thommi)


Lesenswert?

Ich habe mal einen ausgemusterten Messschieber von meiner Firma 
übernommen, da war der Tiefenmesser defekt, den konnte man rausbiegen, 
weil der unten nicht mehr fixiert war. 2...3 Windungen Isoband reichte 
aus. Ist ein Tesa Digit-Cal. Endmasse werden immernoch genau angezeigt, 
was auch ob der Messmethode eigentlich anders nicht möglich ist.

Nutze den recht selten, aber die 2032-Batterie steckt schon seit sieben 
Jahren drin und schwächelt immernoch nicht.
von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Chris K. schrieb:
>> Welcher genau ?
>
> 20260415_024004.jpg
> Einer der ersten Beiträge.

Wie man einen Link setzt, hast Du inzwischen auch vergessen?
von Vanye R. (vanye_rijan)


Lesenswert?

Ich wollte gerade mal die Profiltiefe meiner Reifen messen. Dafuer hab 
ich so ein billiges Alieexpress Teil. Das ist im Prinzip auch ein 
Messschieber, bloss aus plastik und maximal billig. Batterie alle! Ich 
hab mal gemessen. Das Teil brauch 21uA. Tja, wie ich schon vermutet 
habe. Es gibt unterschiede bei den preiswerten. Teilen. Hier also nur 
halbe Batterielebensdauer im Vergleich zur Aldiqualitaet.

Anderseits ist eine LR44 viel preiswerter wie zwei 255/30 R19, aechz. 
:-D

Vanye
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Ich möchte mich an dieser Stelle erst einmal für die sachliche und 
konstruktive Diskussion an diesem Thread bedanken.🙏

Aufgrund der vielen Beiträge habe ich mich in den letzten Tagen 
ausführlicher mit dem Thema beschäftigt, vor allem natürlich auf 
Youtube. Da gibt es doch einige sachliche Videos, aber auch einige die 
man sich hätte sparen können.

Mahr und Mitutoyo sind die 2 Marken die besonders lobend erwähnt werden, 
vor allem Mitutoyo. Mir war bewusst dass es auch auf diesem Gebiet teure 
Geräte gibt, nicht aber dass es bis an die 700,- Euro (und darüber 
hinaus?) gibt.

Meine bisherigen Messschieber bewegen sich so im Bereich zwischen 25,- 
bis 50,- Euro. Die waren bzw. sind immer aus Metall. Welche aus 
Kunststoff hätte ich nicht gekauft.

Nach den vielen Kommentaren und eigenen Recherchen würde ich zukünftig 
so bis zu 100,- Euro ausgeben. Ob es dann einer von Mitutoyo wird weiß 
ich noch nicht. Ich kann, und dafür bitte ich um Verständnis und 
Entschuldigung, den z.T. sehr hohen Preis dieser Premiummarken nicht auf 
meinen Bedarf bzw. meine Anwendungen adaptieren. Mit dem 150mm 
Messschieber mit der CR2032 bin ich sehr zufrieden. Den habe ich auch 
schon einige Jahre.

Die Batterie hält lange genug, der Schieber läuft gut, er schaltet sich 
automatisch ein wenn der Schieber bewegt wird und er geht zurück auf „0“ 
wenn man ihn hin- und her schiebt. Meine Hauptanwendung sind Bauteile zu 
vermessen, also der Durchmesser von LEDs, der Durchmesser von 
Anschlusspins usw. usw.

Das bei den Mitutoyo die Batterie Jahre hält ist natürlich angenehm, für 
mich aber quasi kein Kriterium. Zum einen benutze ich die Teile nur 
zuhause, zum anderen ist immer eine verpackte Ersatzbatterie im Case.

Ich sehe es sogar als kleinen Nachteil an wenn die Batterie solange 
hält..sie kann auslaufen.

Ich nehme aus dem Thread noch etwas mit. Einen 300mm Schieber brauche 
ich für meinen Bedarf nicht in digital. Falls der mal ersetzt wird wird 
es ein analoger mit Nonius..vielleicht von Mitutoyo;-)

Was ich auch noch mitnehme ist dass ich für Messschieber mit der 44‘er 
Zelle keine LR44 mehr nehme, sondern SR44..also die Silberoxyd.

Und bitte nicht falsch verstehen..ich habe vollkommenes Verständnis 
dafür wenn jemand Spass an sehr teurem mechanischen (Mess)Werkzeug hat. 
Ich würde mir auch nicht reinreden lassen wenn ich mein x-tes teures 
Multimeter bzw. Labornetzgerät kaufen möchte.

In weiteren Kommentaren möchte ich in den nächsten Tagen noch gezielt 
auf einige Kommentare aus diesem Thread eingehen, einer folgt direkt 
nach diesem hier. Ich muss aber alles nochmal in Ruhe durchlesen und 
verinnerlichen.

Nochmals vielen Dank für den bisherigen Verlauf des Threads. Ich würde 
mich freuen wenn es so weitergeht😀👍
: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Auf diesen Kommentar möchte ich gezielt antworten:

Manfred P. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Der 300mm hat eine LR44 und benötigt ca. 50uA,
>
> Daraus errechnen sich 438mAh pro Jahr, also eine nach drei Monaten
> tiefentladene LR44, real steigt der Meßschieben vermutlich deutlich
> früher aus.

> Glaube ich Dir den Strom?

Weshalb zweifelst du an meiner Messung? Es gibt doch sogar einen 
Screenshot von dem Messergebnis.

Aber..trotzdem habe ich die Messung wiederholt, mit etwas mehr 
Zeitaufwand. Interessanterweise ist der Strom direkt nach anlegen der 
Spannung bei 21uA, steigt dann aber innerhalb weniger Minuten auf 50uA. 
Der Wert schwankt zwischen 47uA bis 50uA. Das kann aber auch an der 
Kontaktierung liegen. 2 Screenshot anbei..

https://www.mikrocontroller.net/attachment/695315/Messung-1-300mm.png

https://www.mikrocontroller.net/attachment/695316/Messung-2-300mm.png

Kann da evtl. ein (defekter?) Kondensator schuld dran sein, Stichwort 
Leckstrom?


> Mein Aldi von 2013 hält 12..15 Monate.

Hier wäre mal interessant eine Messung der Stromaufnahme zu sehen, was 
ich gerne auch für andere Messschieber sehen würde. Ganz interessant 
wären natürlich die hochpreisigen.
: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


Lesenswert?

> Kann da evtl. ein (defekter?) Kondensator schuld dran sein, Stichwort
> Leckstrom?

Das Verhalten, also das der Strom nach einiger Zeit ansteigt wuerde mich 
auch in diese Richtung denken lassen. Aber in so Messschiebern werden ja 
nur kleine Keramiks drin sein, daher waere das ueberraschend.
Ich wuerde vielleicht mal die Platine grunedlich putzen.

Vanye
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Es gibt doch sogar einen
> Screenshot von dem Messergebnis.

Jörg, was ist das für ein schönes Messgerät?
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Vanye R. schrieb:
> Ich wuerde vielleicht mal die Platine grunedlich putzen.

Vielleicht Metallstaub?
von Eppelein V. (eppelein)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Es gibt doch sogar einen
>> Screenshot von dem Messergebnis.
>
> Jörg, was ist das für ein schönes Messgerät?

Gleiche Frage wollte ich eben auch an Jörg richten.....

Sehr interessant besagtes Gerät.


MfG
Eppelein
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

GW Instek GDM-9060 Multimeter?
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> GW Instek GDM-9060 Multimeter?

Fast richtig, es ist das GDM-9061.

Es ist eine feine Sache Screenshots auf einem USB-Stick speichern zu 
können. Kleiner Wermutstropfen ist dass das DMM die Screenshots im .BMP 
Format liefert. Ich habe sie daher noch konvertiert, was aber eine 
Angelegenheit von Sekunden ist.

Bei dem Messgerät ist die Funktion gleichzeitig 2 Messwerte anzuzeigen 
sehr vorteilhaft.


Vanye R. schrieb:
>> Kann da evtl. ein (defekter?) Kondensator schuld dran sein,
> Stichwort Leckstrom?
>
> Das Verhalten, also das der Strom nach einiger Zeit ansteigt wuerde mich
> auch in diese Richtung denken lassen. Aber in so Messschiebern werden ja
> nur kleine Keramiks drin sein, daher waere das ueberraschend.
> Ich wuerde vielleicht mal die Platine grunedlich putzen.

Ich werde das Teil auf jeden Fall mal zerlegen und reinigen. Der
„Fehler“ ist reproduzierbar, ich habe es 3 mal getestet.
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8039374 wurde vom Autor gelöscht.
von 900ss (900ss)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Ich würde mir auch nicht reinreden lassen wenn ich mein x-tes teures
> Multimeter bzw. Labornetzgerät kaufen möchte.

Erkennt man an deinem Multimeter. Und kann ich zum Teil nachvollziehen 
:)
Ich habe 3 Tischmultimeter von HP, eines davon auch 6.5 stellig, aber 
die 3 zusammen haben nicht soviel gekostet wie deins (wenn du es neu 
gekauft hast) ;)

Und ja, die Screenshots haben auch mich so neugierig gemacht dass ich 
über diese versucht habe, herauszufinden was es für ein Gerät ist. :)

Zum Thema Messschieber: ich nutze 2x 150mm mit Nonius. Einer von 
Mitutoyo, und einer von Horex (nein, nicht das Motorrad). Den nutze ich 
schon >30 Jahre.
Und ich mag diesen Anblick von solch einem schön gefertigtem Stück 
Werkzeug. Deshalb wurde der später gekaufte Mitutoyo auch einer mit 
Nonius. Weshalb es diese aber für einen Preis von 50-xxx€ gibt, 
erschließt sich mir nicht. Meiner ist aus der 50€ Klasse.

Ich hatte auch einen digitalen mit LR-Batterie. War auch ständig leer. 
Ich hab ihn weggeworfen. Für mich nicht brauchbar.

Und ich find die digitalen oder die mit Messuhr beim Anblick..... na ja.

In einem Betrieb ist ein guter digitaler sicher angebracht. Aber im 
Hausgebrauch stört mich nicht dass man zum Ablesen etwas länger braucht.
von Eppelein V. (eppelein)


Lesenswert?

900ss schrieb:
> Ich hatte auch einen digitalen mit LR-Batterie. War auch ständig leer.
> Ich hab ihn weggeworfen. Für mich nicht brauchbar.
>
> Und ich find die digitalen oder die mit Messuhr beim Anblick..... na ja.

> ....... die mit Messuhr beim Anblick..... na ja.
Geschmackssache - Anblick hin oder her, gegenüber Nonius schnell 
abzulesen und für mich 1. Sahne!  Meine Messuhr/en 0,001 von Tesa sind 
fast täglich in Gebrauch.

Wie schon geschrieben, Nonius-Schieber nur zum Anreißen.

> In einem Betrieb ist ein guter digitaler sicher angebracht. Aber im
> Hausgebrauch stört mich nicht dass man zum Ablesen etwas länger braucht.

>Und ich mag diesen Anblick von solch einem schön gefertigtem Stück
>Werkzeug.

In der Tat sind Anblicke von altem Werkzeug , zumal schön gefertigt, 
schon ein Hingucker.
Nichtsdestotrotz bevorzuge ich unter anderem sehr gutes zu händelndes 
Handwerkszeug der "Neuzeit".

MfG
Eppelein
: Bearbeitet durch User
von Achim K. (achim67)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Angeregt durch dieses Thread, habe ich meinen alten Schieber nun durch 
einen Neuen ersetzt. War eh schon überfällig.
Als kleinen Dank für den Tip LR44 Knopfzellen durch SR44 zu ersetzen, 
möchte ich hier auch meine persönlichen Erfahrungen teilen.

TCM 234990 (Tchibo-Edition), digital, min 20J.alt:
Erfüllte seinen Zweck, allerdings nicht ohne "Sticheleien".
Bisher war ich jedoch froh, für kleines Geld einen Messchieber zu haben.

- schnelles Hin- und Herschieben brachte die Anzeige durcheinander, Null
  ist also auch nicht immer Null
- Halterung des Daumenrades aus Kunststoff und schnell abgebrochen
- "Ständig-leere-Batterie"-Problem (LR44), aber durch Schiebedeckel 
schnell
  zu wechseln
- nach kurzer Zeit Probleme mit den Kontaktzungen der Batterie. Zu 
weich,
  verlieren schnell Federkraft. Abhilfe hab ich mit 2 abgeschittenen mm
  eines Gummiringes geschaffen, die ich unter die mittige Kontaktlippe
  gequetscht habe.
- altersbedingt löst sich jetzt die Skala

+ angenehmes Schiebe-gefühl

Da sie nun Ihr zeitliches getan hat, habe ich mir eine Neue zugelegt. 
Ebenfalls aus dem Billig-Segment (~20€), aber für meine Zwecke ist die 
Genauigkeit ausreichend genug.
Es wurde eine

Proster JS20, digital

- viel Spiel des Daumenrades, klappert dadurch. Habe eine Teflonscheibe
  unterlegt, Thema erledigt.
- LR44 Batterien. Ich rechne also mit geringer Batterie-Lebenszeit.
- Schiebegefühl nicht ganz so geschmeidig, wie bei der TCM, aber ok.
  Arbeitet sich vielleicht auch noch ein.

+ stabile Anzeige, auch beim Hin- und Herschieben, Null = Null.
+ Gehäuse und Halterung des Daumenrades aus Metall, wirkt stabil
+ präzise Tasten mit deutlichem Druckpunkt

o Deckel Batteriefach sehr stabil und verschraubt. Einerseits wertig,
  andererseits wird der Batteriewechsel aufgrund kleiner Schrauben etwas
  fummelig. Man benötigt Werkzeug (beiliegend), weshalb ein Bat-Wechsel
  nicht so schnell nebenbei gemacht werden kann. Ob das ein nerviges
  Problem wird, wird sich zeigen, wenn ich sehe, wie lange die Batterie
  hält (und wie oft man die Mikro-Schrauben rein/rausdrehen kann, bevor
  Kreuzschlitz oder Gewinde ausgenudelt sind.
o Bruch-Anzeige (war mir wichtig), aber:
  man muß Bedenken, die Lehre zeigt den Ist-Wert, keinen Nennwert. Das 
ist
  zu berücksichtigen, wenn man z.B. die Schlüsselweite einer Mutter
  bestimmen will. Ist der Nennwert der Mutter 3/8 dann ist die gemessene
  Mutter- und/oder Schlüsselweite i.d.R. ja tatsächlich immer etwas
  kleiner/größer.

Ich besitze auch zwei rein mechanische Schieber mit Nonius, als 
Spielkind mag ich aber digital lieber =)
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Nochmal zu den Batterien.  SR allein wird nicht ganz so lange halten, es 
sollten SR44SW sein. Die entladen langsamer und sind auch speziell für 
solche Sachen wie Messschieber und Uhren gemacht.
Wusste ich vorher auch nicht und habe mich erst dort eingelesen, als ich 
in der Betriebsanleitung des Mitutoyo gelesen hatte, dass nur diese 
Batterien verwendet werden sollen.
von Achim K. (achim67)


Lesenswert?

Ah, danke für die Korrektur :-)
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> den hatte ich mir gekauft, weil der auch Zoll als Bruch anzeigen
> kann.

Achim K. schrieb:
> Bruch-Anzeige (war mir wichtig)

Da meine digitale Schieblehre dieses Feature nicht hat, würde mich
interessieren, wie ihr mit den als Bruch dargestellten Inch-Werten
umgeht.

Ich stelle mir gerade vor, ich hätte so eine Schieblehre in der Hand,
und sie zeigt "115/128 in" an. Jetzt schiebe ich sie ein ganz klein
wenig zusammen oder auseinander, dann zeigt sie "57/64 in" bzw. "29/32
in" an. Für mich ans Nicht-Ami sind das auf den ersten Blick drei völlig
verschiedene Zahlen. Erst durch Erweitern der Brüche auf 128-tel
(114/128, 115/128 und 116/128) wird klar, dass es drei Werte mit einem
Abstand von jeweils 1/128 sind.

Ganz abgesehen davon ist 1/128" ≈ 0,008" auch keine gute Auflösung, wenn
man bedenkt, dass diese im Dezimalmodus um den Faktor 16 besser ist,
nämlich 0,0005". Einige Schieblehren lösen im Bruchmodus sogar nur 1/64"
auf, was 0,4 mm entspricht. Für Messungen, wo diese Auflösung ausreicht,
braucht man keine Schieblehre, da genügt schon ein gewöhnliches Lineal
;-)

Achim K. schrieb:
> man muß Bedenken, die Lehre zeigt den Ist-Wert, keinen Nennwert. Das
> ist zu berücksichtigen, wenn man z.B. die Schlüsselweite einer Mutter
> bestimmen will. Ist der Nennwert der Mutter 3/8 dann ist die gemessene
> Mutter- und/oder Schlüsselweite i.d.R. ja tatsächlich immer etwas
> kleiner/größer.

Eben. Die Schieblehre würde deswegen bspw. 47/128 für die Mutter und
49/128 für den Schlüssel anzeigen. In beiden Fällen ist nicht sofort
ersichtlich, dass die Werte nahe bei 3/8 liegen. Man muss erst ein wenig
rechnen, um festzustellen, dass die Werte um ±0,2 mm von den 3/8
abweichen und somit noch halbwegs innerhalb des Toleranzbereichs liegen.
von Marcel V. (mavin)


Lesenswert?

Yalu X. schrieb:
> Jetzt schiebe ich sie ein ganz klein
> wenig zusammen oder auseinander, dann zeigt sie "57/64 in" bzw. "29/32
> in" an.

Bei einer Bruchanzeige wird vermutlich immer mit dem gleichen Nenner z.B 
100 gearbeitet. Also zum Beispiel 90/100 bzw. 91/100. Das sorgt für ein 
bequemes Ablesen auf dem LCD-Display. Denn sonst müsste man ja jedes Mal 
den angezeigten Wert händisch auf den gleichen Nenner bringen!
von Achim K. (achim67)


Lesenswert?

Die Möglichkeiten der Bruchfunktion werden sich im Gebrauch noch 
herausstellen und auch, wie am besten damit umzugehen ist. Lass ich mal 
auf mich zukommen...

@Marcel
Die Nenner sind tatsächlich variabel, also /32, /64 etc.
von Uwe (neuexxer)


Lesenswert?

> Die Möglichkeiten der Bruchfunktion werden sich...

"Inch" (Zoll) konnten die Schieblehren schon immer...

Wobei ich es nie gebraucht hatte, mit der mitgelieferten Bruchanzeige
-geschnallt hätte ich es auch nicht direkt-
auch umzugehen.
Die mir vorkommenden 'Indianergewinde' habe ich immer auf metrisch
umgerechnet...
von Walter T. (nicolas)


Lesenswert?

Yalu X. schrieb:
> Da meine digitale Schieblehre dieses Feature nicht hat, würde mich
> interessieren, wie ihr mit den als Bruch dargestellten Inch-Werten
> umgeht.

Die Frage hatte ich mir auch schon gestellt. Für die Fertigung klingt 
dieses Feature absolut unbrauchbar, aber vielleicht sieht es in der 
Wareneingangskontrolle anders aus?

Wobei irgendwie bei Zoll-Halbzeug die Nennmaße auch nie irgendwelchen 
meßbaren Abmessungen entsprechen.
: Bearbeitet durch User
von Dieter W. (dds5)


Lesenswert?

Feinere Auflösungen als /64 habe ich noch nicht gesehen. Üblich sind in 
solchen Fällen dann dezimale Bruchteile in "mil", also 1/1000 Zoll.
von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Nochmal zu den Batterien.  SR allein wird nicht ganz so lange halten, es
> sollten SR44SW sein.

Da scheint was dran zu sein, denn bei mir waren es 'normale' SR44, die 
die gefühlte Laufzeit nicht verbesserten.

> Die entladen langsamer und sind auch speziell für
> solche Sachen wie Messschieber und Uhren gemacht.

Lohnen sich denn die Mehrkosten? Ist es bei spontaner Nutzung nicht 
günstiger, eine neue LR44 einzusetzen oder die Zelle nach Gebrauch neben 
den Messschieber zu legen?

900ss schrieb:
> Ich hatte auch einen digitalen mit LR-Batterie. War auch ständig leer.
> Ich hab ihn weggeworfen. Für mich nicht brauchbar.

Das kann ich nachvollziehen. Vorteil an schlecht zugänglichen Stellen 
ist jedoch, man kann den Messschieber anlegen, auf '0' setzen, und den 
Messwert ablesen, wenn man ihn anschließend auf die 0-Position schiebt 
und das Vorzeichen ignoriert. Das geht mit den mechanischen Teilen 
garnicht.
Der Nachteil bei meinem mechanischen Schieber ist zudem, er versteckt 
sich gerne und gut ;-)
von B. (overdrive)


Lesenswert?

Dieter W. schrieb:
> Feinere Auflösungen als /64 habe ich noch nicht gesehen.

Gibt es aber dennoch:
Z.B. Ketten mit 11/128"
von Michael L. (nanu)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Frank O. schrieb:
>> Nochmal zu den Batterien.  SR allein wird nicht ganz so lange halten, es
>> sollten SR44SW sein.
>
> Da scheint was dran zu sein, denn bei mir waren es 'normale' SR44, die
> die gefühlte Laufzeit nicht verbesserten.

Auch bei Silberoxidzellen gibt es Schrott.

>> Die entladen langsamer und sind auch speziell für
>> solche Sachen wie Messschieber und Uhren gemacht.
>
> Lohnen sich denn die Mehrkosten?

Welche Mehrkosten? Der 3er Pack SR44 vom Aldi kostet sicher keine 2€ und 
eine davon ist jetzt schon so lange in dem Meßschieber, daß die 
restlichen beiden laut Datum auf der Verpackung bereits überlagert 
wären.

> Ist es bei spontaner Nutzung nicht
> günstiger, eine neue LR44 einzusetzen oder die Zelle nach Gebrauch neben
> den Messschieber zu legen?

Jeder wie er mag. Bei mir ist eine SR44 drin und der hält jetzt (s.o.) 
seit mehreremn  Jahren.

Übrigens steht auf meinem Meßschieber, baugleich mit dem des TE, daß 
SR44 zu benutzen seien.

Zudem ist das Thema uralt, taucht hier aber, warum auch immer, alle paar 
Jahre wieder auf und ist eigentlich lange abgefressen. Benutzt hier 
eigentlich niemand die Suchfunktion des Forums.
von Mi N. (msx)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Michael L. schrieb:
> Der 3er Pack SR44 vom Aldi

Ist in hiesigen Filialen nicht zu finden.

> Jeder wie er mag. Bei mir ist eine SR44 drin und der hält jetzt (s.o.)
> seit mehreremn  Jahren.

Bei mir eben nicht (siehe oben).

> Übrigens steht auf meinem Meßschieber, baugleich mit dem des TE, daß
> SR44 zu benutzen seien.

Bei mir eben nicht (siehe Foto).
von Michael L. (nanu)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Michael L. schrieb:
>> Der 3er Pack SR44 vom Aldi
>
> Ist in hiesigen Filialen nicht zu finden.

Gibt's halt 3-4 mal im Jahr in einer "Aktion". Und wenn grad kein 
Discounter eine Aktion hat, dann gibt's so was auch im Baumarkt im 
ständigen Sortiment. Bei mir im Baumarkt für 2,35€ (Varta). Das reißt ja 
nun wirklich kaum einen in die Armut.

>> Übrigens steht auf meinem Meßschieber, baugleich mit dem des TE, daß
>> SR44 zu benutzen seien.
>
> Bei mir eben nicht (siehe Foto).

Dann guck Dir das Foto mal genau an. Was sagt Dir das, wenn da 1,55V und 
LR44 steht? Wie ist die Nennspannung von einer LR44 bzw. einer SR44? 
Genau, da hat wohl der Ersteller des Aufklebers ein wenig geschludert.
von Reinhard R. (reirawb)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo,

bei Messschiebern habe ich auch schon einige durch, allerdings immer 
Billigteile. Meist geht es bei mir nur darum, schnell einen 
Bohrerdurchmesser festzustellen. Und wenn man die mal brauchte war die 
Batterie leer. Seitdem achte ich darauf, nur noch Messschieber mit 3V 
Li-Batterien zu kaufen. Mit den beiden auf den Bildern bin ich recht 
zufrieden, wobei ich bei dem Parkside mechanisch ein besseres Gefühl 
habe.

Reinhard
von Reinhard R. (reirawb)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Das 2. Bild vergessen...
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Reinhard R. schrieb:
> nur noch Messschieber mit 3V
> Li-Batterien zu kaufen.

Kannte ich noch nicht, aber eine gute Sache, zumal man CR2032 wohl immer 
in Reserve hat.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

So blöd dieses Thema erst von einigen in dem anderen Beitrag behandelt 
wurde, ich glaube einige von uns haben hier einige neue Erkenntnisse 
gewonnen.

Zu den Bruchangaben: Da ich länger nicht mit zölligen Sachsen zu tun 
hatte, aber man z.B. weiß, dass es 3/4 Zoll Rohre gibt und es gibt auch 
metrische Rohre. Da stelle ich den Messschieber auf 3/4" ein und gucke, 
ob es passt.
Ist der Abstand dann zu groß oder zu klein, dann muss ich nach einem 
metrischen Rohr suchen. Ähnlich bei Schrauben. Ergibt sich aber von 
selbst,  wenn man damit arbeitet. Klar kann man alles umrechnen, aber 
Mechaniker arbeiten anders und schneller als Ingenieure.
von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> dass es 3/4 Zoll Rohre

Ich will mit dem Krempel nichts zu tun haben! *)
An einem 3/4 Zoll Rohr ist absolut nichts was an 3/4 Zoll in die Nähe 
kommt. Das hat nämlich ADrm 26,4 mm

*) Leider muss ich das (Whitworth, nicht Reynods; der nächste 
Schwachsinn) ab und zu dennoch machen. Da muss man dann ins Tabellenbuch 
schauen und (sowieso) den Gewindelehrring verwenden.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Nick schrieb:
> Ich will mit dem Krempel nichts zu tun haben! *)

😄 Ich auch nicht und nach deiner unteren Erklärung noch weniger.
Bei Rohren habe ich mich immer schwer getan.
Letztlich hatte ich den Messschieber zwar wegen dieser zusätzlichen 
Option gekauft, aber es war sicher nicht der Hauptgrund.
Man muss es auch nicht benutzen.
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


Lesenswert?

Nick schrieb:
> Frank O. schrieb:
>> dass es 3/4 Zoll Rohre
>
> Ich will mit dem Krempel nichts zu tun haben! *)
> An einem 3/4 Zoll Rohr ist absolut nichts was an 3/4 Zoll in die Nähe
> kommt. Das hat nämlich ADrm 26,4 mm

Bei BSP oder BSPT (Bei uns z.B. R3/4) ist nicht der Gewindedurchmesser 
gemeint, sondern (ursprünglich) der lichte Innendurchmesser der Rohre 
und kennzeichnet mehr oder weniger die Durchflussgröße. Sollte man 
eigentlich wissen, wenn man damit beruflich zu tun hat.

Old-Papa
von Vanye R. (vanye_rijan)


Lesenswert?

> Sollte man eigentlich wissen, wenn man damit beruflich zu tun hat.

Jetzt kommt hier nicht so an. Hier braucht man ja teuerste Messschieber 
um Bohrerdurchmesser zu messen obwohl es da vielleicht eine neue Brille 
auch tun wuerde. :-D

Vanye
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Old P. schrieb:
> Sollte man
> eigentlich wissen, wenn man damit beruflich zu tun hat.

Ich konnte mal Rohre millimetergenau biegen, aber da kannte ich nur die 
Rohre, die wir selbst verwendt haben, das gleiche bei den Staplern.
Mit dem zölligen Zeug und erst recht bei den Rohren,  hatte ich nichts 
grundsätzlich und sehr selten in Ausnahmen zu tun.
Wenn du Fluggerätemechaniker bist, kannst du auch keinen A310, wenn du 
sonst nur Cessna oder Piper gemacht hast.
Und ich glaube das gilt für viele Berufe.
von Rainer W. (rawi)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Weshalb zweifelst du an meiner Messung? Es gibt doch sogar einen
> Screenshot von dem Messergebnis.

... aber keine Angabe zur Genauigkeit des Gerätes.

Derartig an den Grenzen des Messbereichs tut man gut daran, die 
angezeigten Werte kritisch zu hinterfragen (und auch sonst ;-). 
Auflösung der Anzeige ist nicht alles.

Im Handbuch zum GDM-9061 ist für den 1A-Messbereich ein Jahr nach 
Kalibrierung ein Fehlerbereich von 0,01% von 1A spezifiziert, d.h. 
0,00010 A oder 100 µA.

Ohne Gegenmessung eines bekannten Stromes (Feststellung der aktuellen 
Kalibrierung) sagt der Screenshot also wenig.
: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> Ohne Gegenmessung eines bekannten Stromes

Es ist klar, dass kleine Ströme oder überhaupt kleine Messgrößen 
insgesamt imer schwer zu messen sind und die Fehlertoleranzen ihr 
Übriges hinzu tun, dennoch kann man von den Vergleichen zwischen 
verschiedenen Messschiebern, den angegebenen Verbrauchswerten und der 
Batterielebensdauer davon ausgehen,  dass die Werte doch schon ziemlich 
gut stimmen.
Aber grundsätzlich hast du recht.
von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Es ist klar, dass kleine Ströme oder überhaupt kleine Messgrößen
> insgesamt imer schwer zu messen sind ...

100µA ist prinzipiell nun wirklich nicht schwer zu messen. Man muss sein 
Messgerät allerdings richtig benutzen. Wenn bei einem angezeigten Strom 
von 50µA das Messgerät in dem gewählte Messbereich einen spezifizierten 
Fehler von 100µA besitzt, ist der angezeigte Wert gewürfelt - sorry.

Selbst innerhalb von 24h bei 1°C Temperierung hat das Gerät dort immer 
noch einen spezifizierten Messfehler von 60µA. Da muss man also schon 
einmal ein Wort drüber verlieren, bevor man blind einem Screenshot der 
Anzeige glaubt.

Nur die eingeschaltete Autozero-Funktion mag einen dabei retten ;-)
: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Zu den Bruchangaben: Da ich länger nicht mit zölligen Sachsen zu tun
> hatte, aber man z.B. weiß, dass es 3/4 Zoll Rohre gibt und es gibt auch
> metrische Rohre. Da stelle ich den Messschieber auf 3/4" ein und gucke,
> ob es passt.

Ich nehme an, das ist ein vager Plan, und nichts, was Du schon wirklich 
gemacht hast, oder?

Bei Rohren hast Du - wie bei allen Zoll-Maßen, die ich kenne (Rohre, 
Bauholz, PC-Einschübe, Gewinde ...) - das Problem, dass das Nennmaß nie 
irgendwelchen realen Maßen entspricht, sondern nur aus irgendeiner 
Tradition die Bezeichnung behalten hat.

Das ist wie der vergebliche Versuch, bei einem 5 1/4-Zoll-CD-Laufwerk 
irgendetwas zu finden, was wirklich 133.35 mm breit ist (oder bei einer 
3 1/2-Zoll-Festplatte irgendetwas mit 88,9 mm Breite).


Nachtrag: Jetzt fällt mir ein Nutzen ein: Als digitaler Rechenschieber 
für Lehrzwecke!
: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> Ich nehme an, das ist ein vager Plan, und nichts, was Du schon wirklich
> gemacht hast, oder?

Doch, aber lange her und mit Nonius. Natürlich mit mäßigem Erfolg.
Man konnte nur ahnen, dass das die richtige Schraube ist, zumal ich 
damals die Steigerung auch nur gemessen hatte und keine Steigungslehre 
für Whitworth-Gewinde hatte. Mit viel Glück passte es.
von Walter T. (nicolas)


Lesenswert?

Und jetzt frage ich mich, ob man damals vielleicht auch Meßschieber mit 
Undecimus, Qindecimus oder LXIIIus kaufen konnte. ;-)

Ich mache bei Zoll-Gedöns nie etwas ohne Tabellenbuch/Tabellenblatt. Und 
dann kann ich es auch direkt in metrisch umrechnen.

(Ausnahme: Leiterplatten im Zollraster)
: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


Lesenswert?

Ich wuerde es ja einfacher finde es entweder im Kopf zu machen, oder in 
seltenen Ausnahmefaellen auf dem Taschenrechner →Q aufzurufen....

Vanye (gewisse HP produkte .-)
von Soul E. (soul_eye)


Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> Das ist wie der vergebliche Versuch, bei einem 5 1/4-Zoll-CD-Laufwerk
> irgendetwas zu finden, was wirklich 133.35 mm breit ist (oder bei einer
> 3 1/2-Zoll-Festplatte irgendetwas mit 88,9 mm Breite).

Lustigerweise hat die Magnetscheibe der 90 mm-Diskette genau 90 mm. Die 
Japaner sind metrisch. Da sie aber ihr Gedöns nach Usa verkaufen 
wollten, und man da traditionell 8" und 5 1/4" kannte, haben sie das 
Ding dann 3 1/2"-Diskette genannt.

Und dann kam die EU und forderte metrische Angaben in der Werbung 
gegenüber Endverbrauchern. Seit dem stehen die (falschen) 88,9 mm im 
Kleingedruckten.


Im Zeitalter der Digitalanzeige könnte man ja die Einheit beliebig 
umschaltbar machen. Legendär ist diese Übersicht: 
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/eb/English_length_units_graph.svg
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> Und jetzt frage ich mich, ob man damals vielleicht auch Meßschieber mit
> Undecimus, Qindecimus oder LXIIIus kaufen konnte. ;-)

Auf dem Nonius wäre das wohl schwierig gewesen.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Soul E. schrieb:
> hat die Magnetscheibe der 90 mm-Diskette genau 90 mm.

Einige werden deinen Beitrag sicher als überflüssig empfinden.
Ich nicht und danke für diese Informationen!
von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Soul E. schrieb:
> Legendär ist diese Übersicht:
> 
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/eb/English_length_units_graph.svg

Die Pfeilrichtungen in der Graphik haben allerdings keinerlei Bedeutung, 
z.B. ist die nautische Meile aus dem Umfang der Erde definiert und 
cable, fathom sind Bruchteile davon. Die dort dargestellte Beziehungen 
zum inch, foot oder yard sind eher Daumenregeln - zumindest mit den 
heutzutage festgelegten Werten.
: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


Lesenswert?

> Im Zeitalter der Digitalanzeige könnte man ja die Einheit beliebig
> umschaltbar machen. Legendär ist diese Übersicht:

Du solltest mal sowas fuer Volumen sehen. Da gibt es dann z.B auch 
Fassgroessen die nur Bierbrauer in manchen Laendern nutzen und andere 
krasse Sachen.

Vanye
von Armin X. (werweiswas)


Lesenswert?

Marcel V. schrieb:
> Türlich, zumal ein Messschieber mit Messuhr ebenfalls auf 1/100 mm genau
> anzeigen kann, nur eben ohne Strom!

Für den Preis den der Uhrenmessschieber mehr kostet als ein günstiger 
mit Digitalanzeige kann ich bis an mein Lebensende fast schon neue 
Messchieber kaufen wenn die Batterie leer ist. Dieser ist halt ein Stück 
präzisest gefertigte Feinmechanik die durch Elektronik abgelöst wurde...

Apropos Elektronik.
@Jörg
Strommessung auf den letzten beiden Stellen an einer 6,5stelligen 
Anzeige würde ich, nachdem ich die Erfahrung mit dem Solartron 7150Plus 
gemacht habe, ohne Kontrollmessung auch immer infrage stellen. Da ist im 
µA-Bereich sogar das billige Aneng870 zuverlässiger bzw genauer! Ob das 
auf dein Messgerät auch zutriff kann ich natürlich nicht sagen. Du 
kannst ja mal den Strom durch einen 1%igen 100kOhm Widerstand bei genau 
erfasster Batteriespannung messen.
Ich habe mal meinen ersten, uralten Feinkostmessschieber mit LR44 
Batterie, sowie meinen "neuen" Parkside mit CR2032 nach gemessen.
Als Messmittel habe ich ein Advantest R6581 verwendet und nebenbei auch 
gleich noch das billige Aneng gegengecheckt.

Der Feinkostmessschieber nimmt, frisch eingeschaltet, ca 18,9µA auf. Bei 
Tastendruck, egal welche geht der Strom auf ca 43µA hoch.
Wartet man bis er einschläft geht der Strom auf 1,84µA zurück.
Das dürfte auch der Grund sein, dass ich die immer wiederkehrende 
Batterieproblematik dass nach 2 Jahren eine neue Batterie fällig wäre, 
nicht nachvollziehen kann.
Allerdings hat der seit einem Jahr das Problem, dass er bei Tastendruck 
nicht mehr aufwacht und ich zum Aktivieren jedes mal kurz die Batterie 
entnehmen muss. Ein Stromanstieg auf über 20µA findet zwar statt aber 
die Anzeige bleibt aus und der Strm geht auch wieder zurück. Im 
Normalbetrieb lässt sich auch alles nochmal bedienen... Das war der 
Grund für den Parkside letztes Jahr.
Diese zieht nach frisch eingelegter Batterie um die 8µA.
im eingeschalteten Zustand 16,8µA
und wenn er eingeschlafen ist 16,2µA
Dafür wacht dieser bei Betätigung auch sofort wieder auf bzw aktiviert 
das Display.
von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Vanye R. schrieb:
> Hier braucht man ja teuerste Messschieber
> um Bohrerdurchmesser zu messen obwohl es da vielleicht eine neue Brille
> auch tun wuerde. :-D

Die Bohrer werden durch Nachschleifen kürzer. Weil sie konisch sind, 
wird folglich der Durchmesser kleiner. Das was am Schaft steht und 
irgendwann nicht mehr lesbar ist ist also nicht bedeutend.
von Armin X. (werweiswas)


Lesenswert?

Jetzt bin ich doch einigermaßen geflasht!
Ich habe noch den ca 10 Jahre alten Powerfix, der ebenfalls mit CR2032 
betrieben wird, und als Werkstattmessschieber in der Garage liegt 
nachgemessen:
Gerät eingeschaltet 49,3µA
Gerät ausgeschaltet oder eingeschlafen 2,1µA.
Das Aneng870 zeigt übrigens 50,2 sowie 2,1µA an.

Aufgrund der Erfahrung bekommt der alte Aldimessschieber nun einen 
kleinen Schiebeschalter ans Gehäuse gespaxt.

Von der Messpräzision liegen übrigens alle drei, mit Endmaßen der Klasse 
II geprüft, bei +/- 1-2 hundertstel was für meine Anwendungen mehr als 
genug ist.
Für mich zählt in erster Linie die Ablesbarkeit der Geräte.

Zum Anreißen habe ich zwischenzeitlich einen 12€ Anreißmessschieber mit 
Hartmetallnadel. Ebenfalls von Ali.

Von der Haptik ist allerdings der älteste vom Aldi der Beste. Alles ohne 
scharfe Kanten und rundum ein sauberes Finish. Der "mieseste" im 
direkten Vergleich ist der zuletzt erworbene Parkside wobei es, wie ich 
schon gesehen habe, noch deutlich schlechter geht.
: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)



Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Weshalb zweifelst du an meiner Messung? Es gibt doch sogar einen
>> Screenshot von dem Messergebnis.
>
> ... aber keine Angabe zur Genauigkeit des Gerätes.
>
> Derartig an den Grenzen des Messbereichs tut man gut daran, die
> angezeigten Werte kritisch zu hinterfragen (und auch sonst ;-).
> Auflösung der Anzeige ist nicht alles.
>
> Im Handbuch zum GDM-9061 ist für den 1A-Messbereich ein Jahr nach
> Kalibrierung ein Fehlerbereich von 0,01% von 1A spezifiziert, d.h.
> 0,00010 A oder 100 µA.
>
> Ohne Gegenmessung eines bekannten Stromes (Feststellung der aktuellen
> Kalibrierung) sagt der Screenshot also wenig.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/695532/GDM_9061_Spec_E_A_DC.png

Aufgrund deines und dem Kommentar von Armin, auf den ich nur verlinke, 
habe ich eben weitere Messungen vorgenommen.

Kommentar von Armin:
Beitrag "Re: Digitale Messschieber, Erfahrungsaustausch / Diskussion"

Als Last dient eine Widerstandsdekade. Aus Interesse habe ich die 
Messungen mit 2 DMM durchgeführt.

- GW Instek GDM9061
- Keithley 2000

Insgesamt habe ich je Messgerät 6 Messungen gemacht. Last 30k, 100k, 
300k. Messbereich beim 9061 mit 100uA und 1A, 2000er 10mA und 1A. Mit 
dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Messwerte schwanken bei der 
letzten Stelle natürlich etwas, aber insgesamt sind die Messergebnisse 
weit weg von dem was aufgrund der von Rainer beschriebenen Genauigkeit 
hätte sein können. Wobei der Kommentar von Rainer natürlich ganz und gar 
berechtigt ist.

Die Widerstandsdekade mit 1% Toleranz liegt im erlaubten Bereich.
: Bearbeitet durch User
von Marcel V. (mavin)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> ...habe ich eben weitere Messungen vorgenommen.

Positiv finde ich, dass die Multimeter-BMP-Screenshots nach der 
png-Konvertierung nur noch wenige Kilobyte klein sind und das trotz des 
brillanten klaren Farbbilds!

👍

Auf dem Keithleygerät spiegelt sich im Display deine Glatze! Tröste 
dich, ich habe auch eine Glatze. Das kommt bei den Frauen übrigens 
ziemlich gut an!

👴
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Auch wenn wir jetzt eher bei "Genauigkeit von Messungen sind", so habe 
ich mein Rigol DM3051 auch einmal getestet.
Bei 2mA Messbereich war die Abweichung vom rechnerischen Messwert 
~0,7uA.
Bei gerechneten 15,24uA (ich lasse hier die Erwärmung und die 
Genauigkeit vom Netzteil bewusst außer Acht) war dann im 1A Messbereich 
schon 47uA angezeigt.
Für mich waren Bereiche im mA-Bereich schon eher lächerlich,  weil sich 
bei mir Ströme normal über 500A gehen und auch über 1000A sind keine 
Seltenheit. Daher war mA schon Luxus und ich habe erst bei 
batteriebetriebenen Geräten begriffen, dass man nicht immer eine größere 
Batterie nehmen kann. So war das gerade doch ziemlich erstaunlich und 
lehrreich zugleich.
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Marcel V. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> ...habe ich eben weitere Messungen vorgenommen.
>
> Positiv finde ich, dass die Multimeter-BMP-Screenshots nach der
> png-Konvertierung nur noch wenige Kilobyte klein sind und das trotz des
> brillanten klaren Farbbilds!
>
> 👍

Die Originaldateien aus dem Messgerät sind 260KB groß.

> Auf dem Keithleygerät spiegelt sich im Display deine Glatze! Tröste
> dich, ich habe auch eine Glatze. Das kommt bei den Frauen übrigens
> ziemlich gut an!
>
> 👴

Fleischfarbene Badekappe😀


Frank O. schrieb:
> Auch wenn wir jetzt eher bei "Genauigkeit von Messungen sind",
> Für mich waren Bereiche im mA-Bereich schon eher lächerlich,  weil sich
> bei mir Ströme normal über 500A gehen und auch über 1000A sind keine
> Seltenheit.

Ich betreibe seit Jahren grüne LEDs an CR2477 mit <10uA, zur 
Orientierung in der Nacht. Da funktioniert die 1000A Stromzange nicht 
wenn man das messen möchte.
: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Bei meinen Recherchen bin ich auf dieses interessante Video gestoßen. 
Der Youtuber zeigt welche Merkmale auf Fake hinweisen, im Fall von 
Mitutoyo Messchiebern. Alle Videos sind auf englisch.

https://youtu.be/KG6I2gNGVwM?

2 Videos in denen Messschieber verglichen werden:

https://youtu.be/UdsurNbGRI8?

https://youtu.be/whXdb4GKIZg?

Das Angebot an Videos auf Youtube ist enorm, es gibt aber viele Videos 
die man sich nicht anschauen muss, das erkennt man recht schnell.
: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Armin X. schrieb:
> Wartet man bis er einschläft geht der Strom auf 1,84µA zurück.
> Das dürfte auch der Grund sein, dass ich die immer wiederkehrende
> Batterieproblematik dass nach 2 Jahren eine neue Batterie fällig wäre,
> nicht nachvollziehen kann.

Ohne Meßtoleranzen oder sonstwas zu diskutieren, habe ich weiter vorne 
gefragt, ob der gemessene Schieber tatsächlich nach spätestens drei 
Monaten aus ist. Ist er es nicht, wurde eine Fahrkarte gemessen.

Deine 1,84µA wären toll, machen 16mAh pro Jahr, womit die LR44 eher an 
Selbstentladung stirbt und ein Schalter keinen Sinn macht. Aber, wie 
jemand anderes hier sagte, verhindert der rechtzeitig erwungene 
Austausch vielleicht das Auslaufen - was die Drecksdinger auch tun, 
bevor sie leer sind.

== Neu ==

Vorhin gab es auf N3-FS (23.04. - 18:15) eine Schieblehre für die großen 
Jungs zu sehen, ab ca. Minute 23:

https://ndr-progressive.ard-mcdn.de/progressive/2026/0421/TV-20260421-1554-3300.ln.mp4

Hoch aufgelöst:
https://ndr-progressive.ard-mcdn.de/progressive/2026/0421/TV-20260421-1554-3300.1080.mp4
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Ich betreibe seit Jahren grüne LEDs an CR2477 mit <10uA, zur
> Orientierung in der Nacht. Da funktioniert die 1000A Stromzange nicht
> wenn man das messen möchte.

😂
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Bei meinen Recherchen bin ich auf dieses interessante Video
> gestoßen.
> Der Youtuber zeigt welche Merkmale auf Fake hinweisen,
>
> https://youtu.be/KG6I2gNGVwM?

Da bin ich doch froh, dass ich ein Original bekommen habe, ohne vorher 
diese Sachen gesehen zu haben.
Die Batterie hat heute eine andere Verpackung,  aber das Datum steht auf 
7/2027.
Strom habe ich nicht gemessen und werde ich auch nicht,  weil ich nicht 
an den Kontakten rumbiegen will.

Danke für das Video.
: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Kleiner Wermutstropfen ist dass das DMM die Screenshots im .BMP
> Format liefert.

BMP hat halt den angenehmen Nebeneffekt, dass man nicht das komplette 
Bild im RAM halten muss, bevor man es speichert.

Bei einem unkomprimierten BMP kann man sogar direkt mit ähnlichen 
Befehlen wie auf einem Display in die Datei speichern. Oder man schiebt 
das Bild aus dem Display-Speicher in den nichtflüchtigen Speicher.
: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Ich habe dann doch heute Morgen den Strom vom Mitutoyo gemessen.
4uA eingeschaltet und 1,9uA ausgeschaltet,  wobei mein Messgerät wohl 
etwas zuviel anzeigt. Kann man also von knapp über 1uA ausgeschaltet 
sagen.
Damit ist auch die lange Batterielebensdauer durchaus realistisch.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Gibt es eigentlich keinen Messschieber, der das Verschieben 
generatorisch nutzt und so gar keine Batterie braucht.
Dreimal auf und zu schieben und eine halbe Stunde messen können.
Das wäre eine Alternative zu Solar.
von Walter T. (nicolas)


Lesenswert?

Wozu?

Die Kosten für Primärzellen sind bei einem Meßschieber ein absolut 
vernachlässigbarer Anteil an den Betriebskosten.

Der teuerste Anteil sind Messmittelmanagement/Meßmittelprüfung und 
Anschaffung. Dann lange Zeit nichts. Dann die Batterien - die man 
einfach bei der Meßmittelprüfung direkt mit tauschen kann.

Wenn eine Batterie 1 Jahr hält, ist das für professionelle Anwendung 
also absolut ausreichend.

Und für die Hobbyisten macht man keine Extrawurst. Die würden sich sogar 
beschweren, wenn die Batterie 10 Jahre hält.
von Marcel V. (mavin)


Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> Wenn eine Batterie 1 Jahr hält, ist das für professionelle Anwendung
> also absolut ausreichend.

Damit ist aber das Auslaufen der Batterie noch nicht unterbunden! 
Deshalb die Nachfrage nach dem Einsatz einer regenerativen 
Energiequelle.
von Walter T. (nicolas)


Lesenswert?

Ich habe noch kein Gerät mit ausgelaufener Batterie gesehen, dass 
jährlich oder zweijährlich geprüft wurde und wo niemand drübergefahren 
ist.
: Bearbeitet durch User
von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Michael L. schrieb:
> Was sagt Dir das, wenn da 1,55V und
> LR44 steht?

Um das doch noch einmal aufzugreifen, weil mir Dein Unterton nicht 
gefällt.
"LR44" sagt dem Verbraucher, daß dort eine LR44 reingehört.
Mir sagt es, die Angabe von zwei Nachkommastellen bei der Spannung hat 
sich kurz nach Einlegen der Batterie von selbst erledigt.

Sollte ich noch einmal einen Messschieber kaufen, wird als Erstes die 
Stromaufnahme gemessen und unterhalb welcher Spannung die Funktion 
aussetzt. Passt mir weder das eine oder das andere, wird das Teil 
zurückgebracht.
von Uwe (neuexxer)


Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> Ich habe noch kein Gerät mit ausgelaufener Batterie gesehen, dass
> jährlich oder zweijährlich geprüft wurde und wo niemand drübergefahren
> ist.

Ich hatte schon einen neugekauften Blisterpack mit Mignonzellen,
die schon klatschnass und angerostet
waren. Von einem bekannten deutschen
Hersteller (oder kamen die Dinger
doch aus dem Reich der Mitte?).
von Joe (joepc)


Lesenswert?

Old P. schrieb:
> Rüdiger B. schrieb:
> Oha, beim ersten ist die Batterie ausgelaufen, die drei anderen sind
> hässlich, die letzte Version vielleicht machbar. Doch ich wechsel lieber
> alle 1-2 Jahre die Batterie (richtiger die Einwegzelle) und gut ist.
>
> Old-Papa

Messmittel sollte man Energizer Lithium Batterien spendieren. Gibt es in 
Aaa und Aa.
Die laufen nicht aus.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> Wozu?

Dann wären wir dort, wo wir mit dem Noniusmessschiebern mal waren, dass 
keine Batterie nötig ist und die dann selbst ohne gutes Licht 
funktionieren.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> Wozu?

Dann wären wir dort, wo wir mit dem Noniusmessschiebern mal waren, dass 
keine Batterie nötig ist und die dann selbst ohne gutes Licht 
funktionieren.
Vermutlich ist noch niemand auf die Idee gekommen dort einen kleinen 
Generator einzubauen.
von Armin X. (werweiswas)


Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> Und für die Hobbyisten macht man keine Extrawurst. Die würden sich sogar
> beschweren, wenn die Batterie 10 Jahre hält.

Das ist doch polemik.
Ich kann zwischenzeitlich nachvollziehen, dass es Messschieber gibt die 
die Batterien binnen eines Jahres leerziehen. Wenn dann der Hobbyist das 
gute Stück zwei Mal im Jahr aus dem Schutzköfferchem nimmt ist er beim 
dritten mal schon ein wenig frustriert wenn die Batterie schon wieder 
leer ist.

Ausgelaufene Knopfzellen kenne ich nur von jahrzehnte alten NiCd 
Pufferbatterien.
von Uwe (neuexxer)


Lesenswert?

Frank O.  schrieb:

> Gibt es eigentlich keinen Messschieber, der das Verschieben
> generatorisch nutzt und so gar keine Batterie braucht.

Deren Entwicklung wurde nicht gefördert;
ausserdem ist die Öl- und Gaslobby dagegen!

SCNR
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Uwe schrieb:
> ausserdem ist die Öl- und Gaslobby dagegen!

😂 Hier in Deutschland hätte man dran denken müssen.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Armin X. schrieb:
> Wenn dann der Hobbyist das
> gute Stück zwei Mal im Jahr aus dem Schutzköfferchem nimmt ist er beim
> dritten mal schon ein wenig frustriert wenn die Batterie schon wieder
> leer ist.

Vor allem, wenn der "Hobbyist" tatsächlich eine Metallausbildung hat.

Ich bin mittlerweile sehr froh, dass ich mir den Mitutoyo gekauft habe, 
glücklicherweise einen echten bekommen habe und nun davon ausgehen kann 
das Gerät einfach aus der Schatulle zu nehmen und sofort messen zu 
können.

Da ich sowieso keine Weltreisen mehr machen kann, sind das meine kleinen 
Freunden im Leben.
von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Joe schrieb:
> Messmittel sollte man Energizer Lithium Batterien spendieren. Gibt es in
> Aaa und Aa.

Passt so eine AA auch in das Batteriefach eines Messschiebers?
Ich frag für einen Freund.
von Marcel V. (mavin)


Lesenswert?

Nick schrieb:
> Passt so eine AA auch in das Batteriefach eines Messschiebers?

Nein, AA und AAA ist eine ganz andere Bauformen als die CR2032 oder 
LR44!
von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Marcel V. schrieb:
> Nein, AA und AAA ist eine ganz andere Bauformen als die CR2032 oder
> LR44!

Ach!?
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

Moin,

Mein Mitutoyo aus der Lehrzeit funktioniert immer noch nach 50J - die 
nicht existente Batterie hält ewig;-)

Meine 15J alte digitale Mitutoya Stromversorgung hält bei Nichtgebrauch 
bestenfalls ein Jahr und deshalb entferne ich sie bei längerer 
Nichtbenutzung.

Genauso ist es mit den angebauten digitalen X/Y Anzeigen meiner 
Fräsmaschine.

Gerhard
: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


Lesenswert?

Joe schrieb:
> Messmittel sollte man Energizer Lithium Batterien spendieren. Gibt es in
> Aaa und Aa.
> Die laufen nicht aus.

Dafür läuft Dein Verstand etwas neben der Rille. Es geht hier um 
Messschieber, diese kennen weder AAA noch AA.
Hauptsache was hingekritzelt, auch wenn es völlig am Thema vorbei geht!

Old-Papa
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Moin,
>
> Mein Mitutoyo aus der Lehrzeit funktioniert immer noch nach 50J - die
> nicht existente Batterie hält ewig;-)
>
> Meine 15J alte digitale Mitutoya Stromversorgung hält bei Nichtgebrauch
> bestenfalls ein Jahr und deshalb entferne ich sie bei längerer
> Nichtbenutzung.
>
> Genauso ist es mit den angebauten digitalen X/Y Anzeigen meiner
> Fräsmaschine.
>
> Gerhard

Nachtrag: bei Drehbankarbeiten bevorzuge ich eigentlich oft den analogen 
Uhr Messchieber - der Digitale ist dort manchmal schwer ablesbar.
: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Mein Mitutoyo aus der Lehrzeit funktioniert immer noch nach 50J - die
> nicht existente Batterie hält ewig;-)

Moin Gerhard!
Erstmal schön von dir zu hören. Gab es schon digitale Messschieber vor 
50 Jahren? Deiner wird wohl mit Nonius sein.
Der Nonius ist mit Lesebrille kein Problem, nur habe ich diese nicht 
gerne beim Arbeiten auf.
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Mein Mitutoyo aus der Lehrzeit funktioniert immer noch nach 50J - die
>> nicht existente Batterie hält ewig;-)
>
> Moin Gerhard!
> Erstmal schön von dir zu hören. Gab es schon digitale Messschieber vor
> 50 Jahren? Deiner wird wohl mit Nonius sein.
> Der Nonius ist mit Lesebrille kein Problem, nur habe ich diese nicht
> gerne beim Arbeiten auf.

Gleichfalls, Frank!

Ja, mein "Kathreiner" hat den Nonius. War für die Lehrlingsarbeiten 
damals vollkommen ausreichend und dem magerem Lehrlingsbudget mit DM22 
angemessen.

Gerhard
: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Da waren die Augen auch noch besser.
Bis Mitte 40 war das alles kein Problem und selbst heute entscheidet die 
Tagesform. So stark ist die Lesebrille nicht und zur Not geht es noch 
ohne,  auch an schlechteren Tagen.
Gibt es keine Messschieber von Rolex?😄
von Manfred P. (pruckelfred)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Armin X. schrieb:
> Ausgelaufene Knopfzellen kenne ich nur von jahrzehnte alten NiCd
> Pufferbatterien.

Du musst nicht alles kennen.

Beitrag "Auch Knopfzellen laufen aus und explodieren sogar"

Ich habe mehr als eine LR44 samt versautem Batteriefach gehabt, aber 
nicht geknipst. Wenn ich die bei Lidl, Amazon oder Pollin kaufe, sind 
das Blisterkarten mit vielen, die letzten kommen erst ein paar Jahre 
nach dem Kauf zum Einsatz.

Was ich noch nicht gesehen habe, sind auslaufende LiMn-Knöpfe.
von Joe (joepc)


Lesenswert?

Nick schrieb:
> Joe schrieb:
>> Messmittel sollte man Energizer Lithium Batterien spendieren. Gibt es in
>> Aaa und Aa.
>
> Passt so eine AA auch in das Batteriefach eines Messschiebers?
> Ich frag für einen Freund.

Im Prinzip ja : 
https://www.printables.com/model/566515-simplest-aaa-battery-holder-for-your-caliper

Rüdiger P. hatte weiter oben ein paar andere Ergänzungen verlinkt.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> Ich habe mehr als eine LR44 samt versautem Batteriefach gehabt,

Hatte noch gerade zwei Uhren da gehabt, auch ausgelaufene Knopfzellen.
Die waren schon ewig in den Uhren und auch ewig leer. Auch wenn ich das 
dann verstehen kann, trotzdem sollten die nicht auslaufen.
von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Hatte noch gerade zwei Uhren da gehabt, auch ausgelaufene Knopfzellen.
> Die waren schon ewig in den Uhren und auch ewig leer. Auch wenn ich das
> dann verstehen kann, trotzdem sollten die nicht auslaufen.

Es gibt viele Menschen, die neben der Kappe leben.
von Holger M. (nezaya)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Wie sind Eure Erfahrungen, welche Messschieber könnt ihr empfehlen?

Ich kann Jörgs Erfahrungen teilen. Ich habe auch einen digitalen 
Messchieber, der von der Messgenauigkeit für die meisten einfachen Dinge 
vollständig ausreicht.

Aber, wenn man die Batterie drinnen lässt, ist sie aber nach vier Wochen 
leer.

Das Elektronik-Gehäuse dessen sieht genau so aus, wie das schwarze das 
auch im zitierten ersten Beitrag gezeigt ist.

Oder das von Achim K. im Beitrag #8040102:
> TCM 234990 (Tchibo-Edition), digital, min 20J.alt

Das Alter kommt auch in etwa hin, aber auf meinem steht eingelasert 
"kwb® Germany GmbH".
von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Holger M. schrieb:
> Aber, wenn man die Batterie drinnen lässt, ist sie aber nach vier Wochen
> leer.

Aus Neugierde:
Kannst Du mal die Stromaufnahme messen und die Spannung, unterhalb derer 
die Funktion aussetzt? Ist sie 'leer', weil der Ruhestrom zu hoch ist 
oder die Spannungsüberwachung die Laufzeit begrenzt?
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Ich habe dann doch heute Morgen den Strom vom Mitutoyo gemessen.
> 4uA eingeschaltet und 1,9uA ausgeschaltet,  wobei mein Messgerät wohl
> etwas zuviel anzeigt.

Du kannst es doch einfach überprüfen, so wie ich es auch gemacht habe.

Beitrag "Re: Digitale Messschieber, Erfahrungsaustausch / Diskussion"


Zum Thema ausgelaufene LR44..hatte ich auch schon, mehrfach.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Du kannst es doch einfach überprüfen

Hatte ich doch. Im 2mA-Bereich zeigt es ~0,7uA zu viel an.
Und die gemessen Werte liegen auch überall im erwarteten Bereich.
: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Du kannst es doch einfach überprüfen
>
> Hatte ich doch. Im 2mA-Bereich zeigt es ~0,7uA zu viel an.
> Und die gemessen Werte liegen auch überall im erwarteten Bereich.

Ah, ok. Hatte ich wohl nicht registriert.
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

Was mich betrifft, arbeite ich sehr gerne mit dem Uhren M.S.; der 
Digitale hat natürlich auch große praktische nützliche Eigenschaften. Da 
ich in Kanada hier oft zwischen metrisch und Imperial umschalten muß, 
hat da der Digitale einen klaren Vorteil. Ich habe beide Typen händisch 
greifbar. Den ehrwürdigen Nonius M.S. meiner Lehrzeit verwende ich 
manchmal auch noch. Eigentlich schon Wahnsinn, wie manche Sachen einem 
im Leben begleiten. Das Alter, trotz häufigen Gebrauchs, sieht man ihm 
überhaupt nicht an.
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Was mich betrifft, arbeite ich sehr gerne mit dem Uhren M.S.; der
> Digitale hat natürlich auch große praktische nützliche Eigenschaften. Da
> ich in Kanada hier oft zwischen metrisch und Imperial umschalten muß,
> hat da der Digitale einen klaren Vorteil. Ich habe beide Typen händisch
> greifbar. Den ehrwürdigen Nonius M.S. meiner Lehrzeit verwende ich
> manchmal auch noch. Eigentlich schon Wahnsinn, wie manche Sachen einem
> im Leben begleiten. Das Alter, trotz häufigen Gebrauchs, sieht man ihm
> überhaupt nicht an.

Wie schon geschrieben, an der Standbohrmaschine in der Werkstatt liegt 
auch ein mechanischer, mit Nonius.

Wenn ich für den 300mm mal Ersatz benötige wird es auch ein 
mechanischer, kein digitaler mehr. Ich weiß eh nicht mehr wann ich den 
zum letzten mal benutzt habe.


So, jetzt geht es nach Kaiserswerth an den Rhein. Ich habe gerade 
vernommen wie die Eisdiele ruft..🍦🍵
: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

Warum gibt es keine digitalen M.S. mit Lithium aufladbarem Akku und 
induktivem Lade-Etui oder Smartphone Lader. Damit könnte ich leben. So 
ein Akku hätte auch eine wesentlich höhere Energiedichte und Kapazität, 
was sich auf die Betriebszeit zwischen Ladeperioden auswirken würde.

Das Lade Etui könnte einen eigenen größeren Akku haben, dann wäre man 
nich Netz-gebunden. Oder USB Anschluß für Power Bank oder Händie mit 
USB-C zum laden.

Wo versteckt sich hier die Innovation?
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

So, jetzt geht es nach Kaiserswerth an den Rhein. Ich habe gerade
vernommen wie die Eisdiele ruft..🍦🍵

Das haben wir auf den Strassen. Bei uns ist gerade tiefer Winter. 
Hunderte Leute sind nordöstlich von Edmonton gestranded...
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Warum gibt es keine digitalen M.S. mit Lithium aufladbarem Akku
> und
> induktivem Lade-Etui oder Smartphone Lader. Damit könnte ich leben. So
> ein Akku hätte auch eine wesentlich höhere Energiedichte und Kapazität,
> was sich auf die Betriebszeit zwischen Ladeperioden auswirken würde.
>
> Das Lade Etui könnte einen eigenen größeren Akku haben, dann wäre man
> nich Netz-gebunden. Oder USB Anschluß für Power Bank oder Händie mit
> USB-C zum laden.
>
> Wo versteckt sich hier die Innovation?

Das lohnt sich eigentlich nur wenn so ein Teil täglich im Einsatz ist, 
also eher im professionellen Bereich. Bei meinem 300mm kann ich damit 
leben die Batterie herauszunehmen. Bei dem 150mm mit der CR2032 ist die 
Laufzeit ausreichend.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Kein Problem.
Gestern Abend habe ich kurz entschlossen mein Rigol DS1052E auseinander 
gerissen und den Lüfter ausgebaut.
Neuer und leiser Lüfter ist Dank schneller Lieferung schon drin.
Und da bin ich bei dem was ich so üblicherweise messe.
Das war die Spannung am Lüfter und die Stromaufnahme vom neuen Lüfter. 
Die lag bei knapp unter 100mA.
Auch wenn insbesondere die Rechnungen, die ich nach dem ich dann doch 
noch den Mitutoyo gemessen habe, angestellt hatte schon beeindruckend 
waren, so kommen Strommessungen max. im Milliampere Bereich bei mir vor.
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Warum gibt es keine digitalen M.S. mit Lithium aufladbarem Akku
>> und
>> induktivem Lade-Etui oder Smartphone Lader. Damit könnte ich leben. So
>> ein Akku hätte auch eine wesentlich höhere Energiedichte und Kapazität,
>> was sich auf die Betriebszeit zwischen Ladeperioden auswirken würde.
>>
>> Das Lade Etui könnte einen eigenen größeren Akku haben, dann wäre man
>> nich Netz-gebunden. Oder USB Anschluß für Power Bank oder Händie mit
>> USB-C zum laden.
>>
>> Wo versteckt sich hier die Innovation?
>
> Das lohnt sich eigentlich nur wenn so ein Teil täglich im Einsatz ist,
> also eher im professionellen Bereich. Bei meinem 300mm kann ich damit
> leben die Batterie herauszunehmen. Bei dem 150mm mit der CR2032 ist die
> Laufzeit ausreichend.

CR2032 Type steht mir leider nicht zur Verfügung - da bleibt eigentlich 
nur die Zelle bei längerem Nichtgebrauch zu entfernen. Ein Kauf lohnt 
sich nicht, weil der "Alte" es ja einwandfrei tut.


...
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> da bleibt eigentlich
> nur die Zelle bei längerem Nichtgebrauch zu entfernen.

Bei eher großzügiger Rechnung komme ich auf einer Batterielebensdauer 
von 5,7 Jahren beim Mitutoyo. Damit ist keine andere Maßnahme mehr nötig 
und nach fünf Jahren würde ich die Batterie dann vorsorglich 
austauschen.
Es ging mir immer nur darum nicht vor einem leeren Messschieber zu 
stehen.
Heute würde ich dann bei einem günstigen Messschieber jedes Jahr die 
Batterie wechseln.
Vor diesem Thema bin ich nicht einmal auf die Idee gekommen die 
Batterielebensdauer zu berechnen und habe mich nur geärgert, wenn so dei 
Ding wieder mal leer war.
Leider denkt man immer zu wenig nach. Ob es an der mangelnden Zeit liegt 
oder zu vielen äußeren Einflüssen, erst durch solch ein Thema fällt mir 
auf, dass ich das längst anders hätte lösen können.

Eigentlich ärgerlich.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.