Der Monat endet mit diversesten Neuerungen: die Breite der Meldungen reicht von einer aktualisierten Variante des Z-Wave-Stacks bis zu einem neuen FPGA mit umfangreichem Interfaceportfolio. Was es zu Beachten gibt, vermelden wir hier.
Z-Wave 8.0: mehr Geräte, weniger Energieverbrauch
Im Hause des von SiLabs vorangetriebenen Vernetzungsstandards Z-Wave gibt es ebenfalls Neuerungen. Spezifischerweise wird unter der URL https://www.silabs.com/blog/z-wave-sdk-8-0-is-engineered-for-1024-node-scale die achte Version des SDKs angekündigt, die nach folgendem Schema Unterstützung für „mehr“ Geräte im Verbund erlaubt:
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Z-Wave SDK 8.0: Long Range Scaling to 1024 Nodes |
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The Long-Range Tx Power Algorithm has been fundamentally redesigned to enable deterministic performance at scale with full support for leveraging dynamic power algorithm across 1024 nodes. |
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Z-Wave SDK 8.0: Intelligent Network Behavior Under Load |
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As networks grow, static assumptions begin to limit performance. SDK 8.0 introduces a more intelligent approach to throughput management, with network-composition-aware dynamic speed selection that improves congestion handling and supports higher device density |
Im Hintergrund wurden außerdem Optimierungen vorgenommen, um den Energieverbrauch des Funksystems zu reduzieren.
Arduino Lab: Möglichkeit zur Erzeugung hauseigener Bricks
Mit dem Arduino Uno Q führte man im Hause Arduino eine neue Entwicklungsumgebung ein, die das Erzeugen von AI- und sonstigen Systemen aus vorgefertigten Funktionsziegeln ermöglichte.

Bildquelle: Arduino
Bisher war der Entwickler bei Nutzung dieser Funktion auf die diversen von Arduino zur Verfügung gestellten Bricks beschränkt. Unter der URL https://blog.arduino.cc/2026/04/29/arduino-app-lab-0-7-custom-bricks-are-here/ findet sich nun die folgende Ankündigung, dass fortan auch „eigene“ Bricks erzeugt und im Arduino-Ökosystem angeboten werden dürfen:
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Custom Bricks come in two varieties, suited to different levels of complexity: |
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1. Python-only Bricks |
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The simplest approach. Create a Python library that exposes an API to your main program. Perfect for utility functions, data processing, or custom algorithms you want to reuse across projects. |
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2. Python + Container Bricks |
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Add Docker containers to your Brick for more powerful capabilities. Run specialized tools, APIs, or services alongside your app. |
Espressif: Integration in Claude Desktop Buddy mit vorgefertigten SDK
Spätestens mit der Auslieferung des ESP32-P4 wurde klar, dass Espressif seine Zukunft im Bereich der HMI-Systeme mit Cloudanbindung sieht. Im Bereich der AI-Assistenten steht nun ein neues SDK ante Portas, dass die Integration in Claude ermöglicht. Weitere Informationen finden sich in der Abbildung und dem verlinkten Repositorium.

Bildquelle: https://github.com/espressif/esp-desktop-buddy/
NVIDIA: Bereinigung des Jetson-Portfolios aufgrund steigender Arbeitsspeicherpreise
Das Arbeitsspeicher aufgrund der KI-Blase immer teurer wird, war hier in der Vergangenheit immer wieder Thema. Während man im Hause Raspberry Pi darauf mit Preiserhöhungen reagiert, „beschneidet“ NVIDIA das hauseigene Portfolio. CNX berichtet unter Berufung auf verschiedene Distributoren unter der URL https://www.cnx-software.com/2026/04/30/nvidia-phases-out-several-jetson-modules-due-to-high-lpddr4-ram-prices-and-tight-supplies/ darüber, dass in den folgenden vier Familien ein Kahlschlag bevorsteht:
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• NVIDIA Jetson TX2 NX (4GB and 8GB) |
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• NVIDIA Jetson TX2i (all SKUs) |
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• NVIDIA Jetson AGX Xavier (32GB and Industrial) |
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• NVIDIA Jetson Xavier NX |
Wer eines dieser Module verwendet, sollte sich – sofort - Gedanken über einen Last Time Buy bzw. den Umstieg auf noch nicht angekündigte Varianten machen.
AMD Versal™ Prime VM2152 – hoch leistungsfähige Interfaces in preiswertem FPGA
FPGAs-Anwendungen leben davon, große Mengen von A nach B zu schaffen. Einige der hierfür idealen Interfaces waren bisher - im Allgemeinen - den Spitzenlinien der Hersteller vorbehalten. AMD möchte dies nun mit dem in der Abbildung gezeigten Produkt ändern.

Bildquelle: https://www.amd.com/en/blogs/2026/the-sweet-spot-for-highspeed-memory-ethernet-crypto-and.html?
Zu den sonstigen Spezifikationen vermeldet man folgendes:
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AMD Versal Prime VM2152 – Key Highlights |
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• 6400 Mb/s LPDDR5 → High bandwidth, efficient memory subsystem |
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• 5600 Mb/s DDR5 → Balanced performance for embedded systems |
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• 112G Transceivers → Enables high data rate connectivity |
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• 400G High-Speed Crypto (HSC) Hard IP → Built-in security acceleration |
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• Up to 10 Gb/s MIPI C-PHY & 4.5 Gb/s D-PHY → Advanced sensor interface capability |
MicroPython für FPGAs - update ante Portas.
Die Aktualisierung der Basis-Version von MicroPython schlägt nun auch in Richtung der liteX-Portierung durch. Wie in der Abbildung gezeigt gibt es eine Aktualisierung, die unter anderem Unterstützung für neue Interfaces mitbringt.

Bildquelle: https://github.com/litex-hub/micropython/blob/litex-rebase/ports/litex/README.md
Armbian: nun mit Ubuntu 26.04LTS
Die neueste Version des von Canonical gepflegten Linux erfreut sich in der Community nicht immer der größten Beliebtheit. Sei dem wie es sei, gibt es nun eine Armbian-Version, die die neueste Ubuntu-Version als Basis hat. Interessant ist, dass man in der Ankündigung explizit betont, keine snap-Pakete zu unterstützen:
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Armbian has released images based on Ubuntu 26.04 LTS, codenamed Resolute Raccoon the latest long-term support base. As always, Armbian applies its own platform-optimized kernel, board-specific patches, and tested drivers on top so what you get is a clean, stable foundation across SBCs, PCs, and cloud environments, with no Snap packages, fully compatible with the Ubuntu ecosystem, and no surprises. |
EU-Kommission: Befragung der Entwickler im Bezug auf „Frei-Haltung von Android“.
Der Trend im Bereich der Androidentwicklung geht klar in Richtung eines Mehr an Gängigleien für den Entwickler. Unter der URL https://digital-markets-act.ec.europa.eu/dma100220-consultation-proposed-measures-interoperability-google-android-article-67-dma_en? hat die EU-Kommission nun einen Call for Proposals veröffentlicht, der sich mit Maßnahmen zur Offen-Haltung von Android auseinandersetzt:
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The Commission is consulting third parties on the draft measures that Alphabet must implement to ensure effective interoperability with AI services on its Android operating system (Google Android), as required by Article 6(7) of the DMA. |
Wer Android als Entwickler einsetzt, ist gut beraten, seine „Schmerzpunkte“ hier zu melden.
USBpwrMe - USB-PD-Adapter fürs Labornetzgerät.
Insbesondere während dem Design wünscht man sich oft, ein USB-Gerät aus einem Labornetzteil versorgen zu können. Mit dem derzeit noch im Crowdfunding befindlichen und in der Abbildung gezeigten Adapter lässt sich dies bewerkstelligen. Wichtigster Vorteil ist - naturgemäß - die Möglichkeit, den Stromverbrauch des DuT sehr genau zu überwachen.

Bildquelle: https://www.crowdsupply.com/ks-elektronikdesign/usbpwrme
PicoTest: Shunts mit Bandbreite im GHz-Bereich
Im Hause Picotest ist man seit jeher auf alle Arten „spezialisierte“ Messtechnik konzentriert. Unter der URL https://www.picotest.com/insights/picotest-introduces-ultra-low-inductance-ghz-bandwidth-current-shunt-technology-at-apec-2026/ kündigt man nun die Fertigstellung eines „neuartigen“ Shunt-Widerstands an, die sehr geringe Induktivität und dementsprechend hohe Bandbreite bieten soll:
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Unlike conventional resistors, the Picotest current shunt is designed as a distributed electromagnetic structure, optimizing internal coupling, geometry, and current paths to achieve unprecedented performance. |
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Key innovations include: |
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• Ultra-low insertion inductance (~2 pH contribution in real systems) minimizing circuit disturbance |
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• GHz-class bandwidth capability, enabling measurement of sub-nanosecond switching events |
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• Optimized internal coupling to reduce ESL without degrading resistance accuracy |
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• Integrated thermal and electromagnetic design, including reference plane and heat spreading structures |
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• Production-ready form factor suitable for PCB integration—not just lab setups |
PicoScope 7.2.19 – ARM-Unterstützung universell
Der PC-Oszilloskop-Spezialist Picotest bietet ebenfalls eine Neuigkeit an. Spezifischerweise gibt es eine neue Version der Betriebssoftware, die die folgenden Funktionen mitbringt:
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The latest update to PicoScope 7 is officially live and it’s a game-changer for hardware efficiency. The headline feature? Native ARM64 support across Windows macOS, and Linux. |
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By ditching emulation layers (like Rosetta 2), users on Apple Silicon or Snapdragon hardware will see a massive boost in performance, think faster waveform rendering, lower latency on deep-memory captures and better battery life. |
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What’s New in This Release? |
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• User Offset Correction: Maintain reliability for the PicoScope 3000E between calibration cycles. |
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• Atan2 Math Function: Calculate angular position directly from quadrature signals without exporting data. |
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• Time at Channel Level: A new automated measurement for advanced pulse characterization. |
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• Capture Playback: Replay waveforms at adjustable speeds to find glitches faster. |
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• More Upgrades: NMEA 2000 decoding, transparency controls and improved UI shortcuts. |
Fritzing: Version 1.0.7 erschienen.
Mit - ungewöhnlich wenig - Medienaufmerksamkeit ist vor einiger Zeit eine neue Version des insbesondere im Maker-Bereich populären Programms Fritzing erschienen. Die Neuigkeiten präsentieren sich wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://fritzing.org/releases/1-0-7
Emteria: Wartungsmaßnahmen stehen bevor
Im Haus des Industrie-Androids deutscher Bauart gibt es eine Server-Wartungsankündigung. Am 5. Mai gilt, dass die diversen Clouddienste für einige Stunden lang nicht zur Verfügung stehen:
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• May 5, 2026, from 10:30 to 12:00 CEST |
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This maintenance is necessary to ensure the continued security, stability, and performance of our services. While we continuously update our systems with minimal disruption, the changes required in this case make a short downtime unavoidable. |
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During the maintenance window, all online services will be affected, including our public APIs and Device Hub. This may impact device activation, device management, as well as OS and application updates. |
Tindie: Stellungnahme der neuen Eigentümer
Die „Aufregung“ um die Offlinenahme von Tindie führte nun zu einer Reaktion. Die neuen Käufer schickten eine Mail an alle registrierten Nutzer der Plattform, die nach folgendem Schema über die Zukunftspläne zu informieren sucht:
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My name is Gongyu Su, and I am writing on behalf of the new Tindie ownership team. |
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First, we sincerely apologize for the recent downtime and the disruption it caused. We understand that many buyers and community members were left without clear information during the transition, and that this created frustration and concern. |
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Tindie is now owned by EETree LLC, a -Washington State company. Our team took over Tindie because we believe it remains an important platform for makers, hardware creators, engineers, and independent sellers around the world. |
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The recent transition was more complex than expected. Tindie runs on an older technical framework with many connected services, and the migration from the previous operating environment to the new one took longer and caused more disruption than anyone wanted. |
Space Tech Expo Bremen: Voranmeldung mit kostenlosen Tickets läuft.
Auch dieses Jahr wird in Bremen wieder eine Ausgabe des Space Tech Expo stattfinden. Wer sich schon jetzt ein Ticket beschafft, bekommt dieses kostenlos. Weitere Informationen finden sich in der Abbildung.

Bildquelle: https://register.visitcloud.com/survey/355iteqnkdzyj?
OGH in Österreich: Einschränkung des Umfangs von DSGVO-Selbstauskünften.
Eine DSGVO-Selbstauskunft verursacht im allgemeinen erheblichen Aufwand, und kann schon einmal zur Lenkung von Verhalten herangezogen werden. Eine Entscheidung des österreichischen OGH legt dieser Vorgehensweise nun insofern Grenzen an, als der „Empfänger“ des Auskunftsbegehrens nicht mehr unbedingt Originalkopien der vorgehaltenen Dokumente zur Verfügung stellen muss. Spezifischerweise findet sich unter der URL https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Fachgebiet=&Gericht=OGH&Rechtssatznummer=&Rechtssatz=&Fundstelle=&Spruch=&Rechtsgebiet=Undefined&AenderungenSeit=Undefined&JustizEntscheidungsart=&SucheNachRechtssatz=False&SucheNachText=True&GZ=6%20Ob%20170%2F25f&VonDatum=&BisDatum=16.04.2026&Norm=&ImRisSeitVonDatum=&ImRisSeitBisDatum=&ImRisSeit=Undefined&ResultPageSize=100&Suchworte=&Position=1&SkipToDocumentPage=true&Dokumentnummer=JJT_20260318_OGH0002_0060OB00170_25F0000_000 die folgende Passage:
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Nach der Rechtsprechung des EuGH bezieht sich der Begriff „Kopie“ nicht auf ein Dokument als solches, sondern auf die personenbezogenen Daten, die es enthält und die vollständig sein müssen. Die „Kopie“ iSd Art 15 Abs 3 DSGVO muss daher alle personenbezogenen Daten enthalten, die Gegenstand der Verarbeitung sind (vgl EuGH C-487/21, Österreichische Datenschutzbehörde und CRIF, Rn 32; C-307/22, FT gegen DW, Rn 72). Eine rein allgemeine Beschreibung der Daten, die Gegenstand einer Verarbeitung sind, oder ein Verweis auf Kategorien personenbezogener Daten entspräche dem Erfordernis einer Kopie nicht (EuGH C-487/21, Österreichische Datenschutzbehörde und CRIF, Rn 21; C-579/21, Pankki, Rn 64). |
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[9] Die Kopie muss eine originalgetreue und verständliche Reproduktion aller personenbezogenen Daten enthalten, die Gegenstand der Verarbeitung sind. Das kann das Recht voraussetzen, eine Kopie von Auszügen aus Dokumenten oder gar von ganzen Dokumenten, die diese Daten enthalten, zu erhalten, wenn die Kontextualisierung der verarbeiteten Daten erforderlich ist, um ihre Verständlichkeit zu gewährleisten, oder wenn die Zurverfügungstellung einer solchen Kopie sonst unerlässlich ist, um der betroffenen Person die wirksame Ausübung der ihr durch die DSGVO verliehenen Rechte zu ermöglichen (EuGH C-487/21, Österreichische Datenschutzbehörde und CRIF, Rn 41, 45; C-579/21, Pankki, Rn 64 ff; C-307/22, FT gegen DW, Rn 74 f; vgl Bäcker in Kühling/Buchner, Datenschutz- Grundverordnung/BDSG4 [2024] Art 15 DS-GVO Rn 40c ff). |
Lesestoff: it’s the year of the Zephyr
Im Hause NXP verstärkt man die in Fokussierung auf Zephyr. Unter der URL https://www.nxp.com/company/about-nxp/smarter-world-blog/BL-26-TRACK-TO-BE-PIVOTAL-YEAR-FOR-ZEPHYR findet sich ein lesenswertes Tutorium, das die Inbetriebnahme und die ersten Schritte mit dem Echtzeitbetriebssystem der Linux Foundation erklärt.
Lesestoff: Quellcode von MS-DOS 1.0 veröffentlicht.
Wer im Pleistozän der Computertechnik mit IBM PS/2 und Co aufgewachsen ist, erinnert sich mit Sicherheit an MS-DOS. Unter der URL https://github.com/DOS-History/Paterson-Listings ist nun der Quellcode der Version 1.0 des Betriebssystems einsehbar.
Lesestoff: zur Nutzung von Fuzzing im IoT-Bereich.
Fuzzer arbeiten mit zufällig veränderten Eingabedaten und sind in der Computer-Sicherheitsforschung, aber auch der Stabilitätskontrolle von Systemen nicht mehr wegzudenken. Im unter der URL https://link.springer.com/article/10.1007/s43926-026-00302-0?utm_source=springer_etoc&utm_medium=email&utm_campaign=CONR_43926_AWA1_GL_DTEC_054CI_TOC-290426&utm_content=etoc_springer_20260429 bereitstehenden Paper Protocol guided mutation fuzzing to automatically discover vulnerability in commercial IoT devices finden an der Technologie interessierte Personen konkrete Überlegungen dazu, wie sich der Prozess zur Verbesserung von Sicherheit und Stabilität im IoT-Bereich einsetzen lässt.






