Hallo Forum!
Ich soll mich um ein Balkonkraftwerk kümmern.
Da hier zwar unendlich viel geschrieben wurde, vieles aber schon älter ist und die Regeln sich wohl schnell und dieses Jahr geändert haben, möchte ich das Thema hier neu angehen.
Ausgangslage:
Es ist für eine Ferienwohnung, die (wenn überhaupt) vorwiegend am Wochenende genutzt wird.
Das System soll vor allem in den ungenutzen Zeiten die Betriebskosten quasi auf Null drücken.
Als System habe ich dieses hier herausgesucht:
https://www.solakon.de/products/onpower?variant=49591410262342
Dabei geht es nicht darum den letzten Cent zu sparen (ist ja eh nicht mein Geld), sondern darum, dass das alles gut klappt und auch später, wenn ich tot bin, noch nachvollziebar ist.
Es darf nichts fehlen, wenn ich das installiere.
Was ich weiß (oder glaube zu wissen):
Marktstammdatenregister muss man das anmelden.
2000 W Leistung ist erlaubt, max. 800 W drüfen eingespeist werden. Und das System wird über eine normale Steckdose ins Haus eingespeist.
Was ich nicht weiß und sich vielleicht naiv anhört:
Da die Wohnung nicht so sehr viel genutzt wird und der Speicher irgenwann voll ist, was passiert mit dem überschüssigen Strom der nicht mehr eingespeist werden darf? Wird der in Wärme verwandelt und schadet das dem System?
Gibt es sonst noch was, das ich wissen muss und nicht erwähnt habe? Irgendwelche elektrischen Voraussetzungen, die ich vorher überprüfen muss?
Das Haus dürfte jetzt ungefähr 16 Jahre alt sein.
Wir brauchen mehr Details. Welche Grundlast wird benötigt?
Wenn es einfach und wartungsfrei funktionieren soll, lege die Anlage so aus, daß der Speicher morgens leer ist und im Laufe des Tages wieder voll geladen wird. Ob dafür 2 PV-Module reichen, hängt vom Umfeld der Aufstellung ab. Zu viele PV-Module schaden nicht.
Meine Meinung: Nulleinspeisung und der ganze Klumpatsch drum herum lohnen in der Regel nicht. Die Ersparnis in den Wintermonaten kannst Du mit 0 € ansetzen.
Bei Deinem o.g. Angebot fehlen noch die Halterungen und u.U. längere Verbindungskabel. Es gibt günstigere Lösungen, wenn man weiß, was man braucht.
Frank:
Wenn du Module mit mehr als 1000W peak einbaust, musst du wieder die unsägliche Wielanddose einbauen. Betrieb an einer normalen Steckdose nur bis 1000W peak PV Leistung.
Die Lobbyisten haben in der neuesten VDE Richtlinie wieder ganze Arbeit geleistet.
Wenn du in der Nacht die Stromkosten auf 0 haben willst, brauchst du einen Speicher.
Der Wechselrichter (wohl dann im Speicher integriert) muss den Verbrauch erfassen und auf Null-Einspeisung regeln, so lange der Akku nicht leer ist. Dazu muss man hinter dem Zähler eine Verbrauchsmesseinrichtung einbauen oder ggf. den Zähler direkt auslesen. Wie das geht sagt dir (hoffentlich) die Beschreibung des von dir gewählten Speichers.
Ist der Akku voll und noch Sonne da, wird eingespeist (ohne Vergütung). Programmierst du den Wechselrichter auf keine Einspeisung, dann wird der überschüssige Strom der PV halt nicht verwendet.
Dieter wird jetzt gleich wieder jammern, dass in dem Fall die Erde überhitzt weil die Albedo der PV Zellen ja so schlecht ist.
Nachtrag: Meist brauchen Wechselrichter und Messeinrichtung WLAN Anschluss und kommuniziern über eine Hersteller-Seite.
Wie das alles auf Null gedrückt werden soll wirst Du uns verraten?
Das ist doch Polemik.
Aber da ich als TO höflich bin, antworte ich dir darauf.
Der Beitrag lautet "Balkonkraftwerk, Basiswissen und Aufbau." und das sollte ziemlich klar stellen über welche Kosten es geht.
Das weiß ich nicht so genau. Kühlschrank, in der Abwesenheit auf kleinster Stufe, Heizung und Internet.
Es sollen 4 Module, also 2000 W werden.
Die Jahresstromkosten gingen von 500kWh bis letztes Jahr 1162kWh. Das letzte Jahr ist aber die Ausnahme, weil der Sohn dort für seine Prüfung gelernt hatte und längere Zeit da war.
Frank:
Wenn du Module mit mehr als 1000W peak einbaust, musst du wieder die
unsägliche Wielanddose einbauen. Betrieb an einer normalen Steckdose nur
bis 1000W peak PV Leistung.
Die Lobbyisten haben in der neuesten VDE Richtlinie wieder ganze Arbeit
geleistet.
Das ist schon wieder ein wichtiger Hinweis für mich. Das kannte ich nicht. Vielen Dank!
Die Anlage regelt die Einspeisung auf 800 W.
Dass die Anlage irgendwann auch einspeist, wird sich nicht vermeiden lassen.
Im Moment ist 4,22kWh geplant, obwohl die Dame auch die 6,33kWh nehmen würde.
Finde ich aber übertrieben, weil das Teil auch dann irgendwann trotzdem einspeisen wird und die 4,22kWh für das Wochenende so knapp reichen dürften. 500 Euro mehr für die knapp 2kWh finde ich zuviel.
Entweder man schliesst die an den Hausstrom zur Einspeisung an, dann liefert sie bis zu 800W, unterstützt also die Herdplatte, die Klimaanlage, Waschmaschine, Trockner, wasauchimmer bis zu dem Strom der Solar einkommt oder im Akku verfügbar ist.
ODER du schliesst einige Geräte, wie Kühlschrank, Alarmanlage und Router an die Notstromsteckdose an, dann funktionieren die auch bei Stromausfall, aber nicht wenn die Sonne weg ist und der Akku leer.
Der Herd/Klima/Waschbaschine/Geschirrspüler/Trockner bleibt dann am Hausstrom weil sie zu viel Strom benötigen, kriegen aber nichts vom Solarstrom ab.
Also ENTWEDER muss man dann immer umstecken, je nach Stromverfügbarkeit, oder zumindest umprogrammieren auf nachladen des Akkus aus dem Stromnetz bei Dunkelflaute damit der Kühlschrank nicht abtaut.
So lange man nicht (mit einem extra Stromzähler) mitmisst, was das Haus derzeit aus dem Netz benötigt, kann man halt nicht die Einspeiseleistung auf Nullsumme regeln. Daran kranken all diese all-in-1 Kisten.
Bei Deinem o.g. Angebot fehlen noch die Halterungen und u.U. längere
Verbindungskabel.
In der Ausführung "Balkon" sind die Halterungen dabei und der Typ, mit dem ich gerade sprach, meinte, dass da bis zu 20m Kabel möglich sind.
Der war aber ein bisschen hohl und weit vom Wissen über sein eigenes Produkt entfernt.
Was passiert mit dem Strom der nicht eingespeist werden kann, der wird doch wohl in Wärme umgewandelt?
Und was macht das mit dem Umrichter? Brät der dann ab, wenn es zu warm wird?
Der Herd/Klima/Waschbaschine/Geschirrspüler/Trockner bleibt dann am
Hausstrom weil sie zu viel Strom benötigen, kriegen aber nichts vom
Solarstrom ab.
Kannst du mir das erklären?
Ich kenne mich mit dem Krempel nicht so aus.
So wie ich dachte, da draußen ist Strom und vom Speicher auch, wenn ich jetzt mehr Strom brauche, regelt das die Anlage, bis der Akku leer ist.
Ist das nicht so?
Ist der voll, wird ins öffentliche Netz eingespeist ("verschenkt").
Angenommen die Panelen produzieren 2000 W und der Speicher ist voll, dann bleiben 1400 W über. Wo gehen die hin?
Natürlich ist noch der reguläre Stromverbrauch abzuziehen.
Aber jetzt, nachdem Michael das schrieb, ist die nächste Frage.
Ich dachte die 800 W sind nur die, die zurückgespeist werden dürfen.
Angenommen du hast gerade 1000 W Verbrauch und 800 W darf ans Netz zurück, dann dürften aus meiner Sicht da 1800 W ins Haus rein kommen.
Ist das nicht so?
Bitte male dir das selbst auf ein Stück Papier, verschiedene Szenarien.
Beginnend mit dem verplompten "Stromzähler" (besser wäre: Energiezähler).
Grundlagen sind Addition und Subtraktion.
Die Anlage kann wohl 2000 W max. erzeugen, jedoch nur 800 W einspeisen zur Schukodose. Aber das sollte genauen in der Anleitung stehen.
Und drandenken daß der besagte Zähler in beide Richtungen Energie fliessen läßt, jedoch nur die aufgenommene zählt.
Dass Solarzellen ihre eigene Energie selbst verheizen, ist formulierter Quark.
Natürlich werden sie warm am Hausdach, falls nicht angeschlossen, wie Betondachsteine ja auch.
Wenn sie aktiv arbeiten, werden sie auch warm, weil Strom fliesst und sie einen Innenwiderstand haben. Das sollte auch klar sein.
Da sollte unser hh nochmal selbst nachdenken und besser formulieren, selbst wenn das dann nicht ein einem Satz geht.
ODER du schliesst einige Geräte, wie Kühlschrank, Alarmanlage und Router
an die Notstromsteckdose an, dann funktionieren die auch bei
Stromausfall, aber nicht wenn die Sonne weg ist und der Akku leer.
Whot?!?
Sind die Anstecker nicht eine Art USV? Also erst aus Solar und Akku und wenn da nichts mehr kommt, Netz?
Die Anlage kann wohl 2000 W max. erzeugen, jedoch nur 800 W einspeisen
zur Schukodose.
Das ist für mich noch ein ziemlich komplexes Thema, weil ich mich nicht damit befasst habe.
Also glit die Mehrleistung eigentlich nur um einen Speicher zu füllen? Das ist ja blöd.
Ich dachte die 800 W sind nur die, die zurückgespeist werden dürfen.
Angenommen du hast gerade 1000 W Verbrauch und 800 W darf ans Netz
zurück, dann dürften aus meiner Sicht da 1800 W ins Haus rein kommen.
Ist das nicht so?
Nein, es wird max. 800W ins Hausnetz eingespeist. Verbraucht das Haus gersde 0, gehen 800W ins Netz. Verbraucht das Haus 500, gehen 300W ins Netz, verbraucht das Haus 1000, bezieht es 200W zusatzlich aus dem Netz.
Nein, es wird max. 800W ins Hausnetz eingespeist. Verbraucht das Haus
gersde 0, gehen 800W ins Netz. Verbraucht das Haus 500, gehen 300W ins
Netz, verbraucht das Haus 1000, bezieht es 200W zusatzlich aus dem Netz.
Also alles Leute Verascherei.
Dann muss ich die Anlage noch mal neu überdenken.
Dass Solarzellen ihre eigene Energie selbst verheizen, ist formulierter
Quark.
Dann hast du sie nicht verstanden.
Ach.
Dann frage ich mal ganz höflich nach wissenschaftlichen Referenzen dazu.
Gern so richtig mit Physik.
Was unterscheidet die nicht angeschlossene Solarzelle bzgl. ihrer Temperatur von einem Dachstein, der angenommermaßen dieselben Reflektionseigenschaften habe?
Fliesst ein Strom in der nicht angeschlossenen Zelle bzw. Modul?
Also glit die Mehrleistung eigentlich nur um einen Speicher zu füllen?
Das ist ja blöd.
wenn du einen Speicher hast, ist das doch nicht blöd. Das was du tags in den Speicher einspeist kannst du nachts entnehmen. Du solltest übrigens nicht davon ausgehen dass eine 2000W Anlage 2000W abgibt. Das macht sie nur im Idealfall, praktisch also nie. Rechne mal ganz grob mit 1000W im Durchschnitt und wenn die Sonne scheint.
Vielen Dank euch allen!
Bin jetzt auf Stand. Das mit der Größe des Speichers muss sie selbst wissen.
Ich habe ihr jetzt doch den kleinsten Speicher vorgeschlagen, da sie für die Mehrkosten ein Jahr Strom kaufen kann und der sowieso irgenwann voll ist und viel verschenkt wird.
Falls einem noch sinnvolles einfällt, ich werde natürlich lesen und antworten, aber im Grunde weiß ich jetzt alles was ich wissen muss.
schraub da 2 (oder 4) Zellen aufs Dach, lass bei so einer kleinen Anlage den Akku weg
Der hauptsächliche Stromverbrauch ist wohl eh tagsüber
Diese ganzen "Balkon-PV-Schnäppchen" sind meist überteuert
2 Panels, je ca 70€ - waren mal bei 50€ vor einem Jahr
1 x Hoymiles HM-800 WR - unter 100€
Problem sind die hohen Versandkosten der Panels - schau mal bei Kleinanzeigen ob Du einen Händler in der Nähe findest - gibt viele solche "Schuppenhändler" die Palettenweise einkaufen, einzeln verkaufen
schraub da 2 (oder 4) Zellen aufs Dach, lass bei so einer kleinen Anlage
den Akku weg
Danke Heinz!
Für mich selbst würde ich das sicher so machen, aber da meine Lebenszeit begrenzt ist, soll das schon von einer Firma sein, die dann auch Support leisten können.
Ich weiß leider nicht wann es mich weg haut. Der Krebs ist nicht mal so sehr das Problem (im Moment wenigstens), aber ich hatte auch schon Schlaganfälle (durch die Chemo) und muss eigentlich immer damit rechnen, dass es mich weg haut.
Sie hat zwar nicht mehr ganz so viel Kohle, aber sie kann und will das auch so.
Für mich selbst würde ich das sicher so machen, aber da meine Lebenszeit
begrenzt ist, soll das schon von einer Firma sein, die dann auch Support
leisten können.
unter diesen Umständen löhnt sich ein Balkonkraftwerk nicht
Es geht ja darum, dass auch Laien die anschließen können (Stecker rein, fertig) in die bestehende Elektroinstallation, ohne dass was überlastet wird oder nicht funktioniert.
Naja.
Die Shockley-Gleichung.
Es gibt noch längere Version davon, zu finden über: physik.unibas.ch Kennlinien von Solarzellen
Aber niemand, nicht mal die so oft hochgelobte KI, kann beziffern wieviel denn der theoretische Temperaturanstieg der unbelasteten (idealen?) Zelle denn sein soll.
Oder wieviel weniger heiss oder warm sie bei Abnahme von Strom ist.
Für die Praxis wichtiger erscheint mir die Aussage, daß übliche Solarmodule bis zu 85°C ohne Schaden aushalten (sollen).
Frank:
Wenn du Module mit mehr als 1000W peak einbaust, musst du wieder die
unsägliche Wielanddose einbauen. Betrieb an einer normalen Steckdose nur
bis 1000W peak PV Leistung.
Die Lobbyisten haben in der neuesten VDE Richtlinie wieder ganze Arbeit
geleistet.
Die Steckdose merkt doch gar nichts von der Nennleistung der Module, solange der Wechselrichter auf die 800W begrenzt ist.
Die Grenze, bis zu der eine normale Schukosteckdose für die Einspeisung benutzt werden darf, liegt bei 960 Wp (VDE-AR-N 4105:2026-03 in Verbindung mit DIN VDE V 0126-95).
Aber niemand, nicht mal die so oft hochgelobte KI, kann beziffern
wieviel denn der theoretische Temperaturanstieg der unbelasteten
(idealen?) Zelle denn sein soll.
Oder wieviel weniger heiss oder warm sie bei Abnahme von Strom ist.
Wärmewiderstand halt.
Die elektrische Flächenleistung ist ja nicht besonders groß, im Vergleich zur eingestrahlten Leistung.
Ich habe ihr jetzt doch den kleinsten Speicher vorgeschlagen, da sie für
die Mehrkosten ein Jahr Strom kaufen kann und der sowieso irgenwann voll
ist und viel verschenkt wird.
Mit einer Modulnennleistung von 960Wp wird man im Winter den Strombedarf wohl kaum mit den Solarpanelen decken können. Oder wo steht das Haus?
Wie hoch ist der tägliche Energiebedarf der im Winter aktiven Gerätschaften?
Ohne Akku muss man den ganzen Strom für die Nacht kaufen.
Die Kosteneinsparung entsteht durch den Strom, den man nicht kaufen muss. Ob man dann im Sommer welchen verschenkt, ist völlig egal. Außerdem kann man mit dem überschüssigen Strom das Warmwasser bereit stellen und die Heizung ganz abschalten. Die Kosten für die Anlage und für die Montage muss man dagegen rechnen, woraus sich die Amortisationszeit ergibt. Alles danach trägt zur Deckung anderer Kosten bei.
Rendite. Wenn du das Geld nur liegen hast, dann gibt es nicht viel dafür. Du sparst Geld und die Rendite ist besser als auf der Bank und du spürst die Rendite sofort.
Grob 17% Rendite die ersten 3,3 Jahre und dann (wenn nichts kaputt geht) 100%, das ist schon eine gute Sache.
Grob 17% Rendite die ersten 3,3 Jahre und dann (wenn nichts kaputt geht)
100%, das ist schon eine gute Sache.
Ick lach mir schräg! Welche Heilsversprechen hat man Dir denn gemacht?
Die Kosten für die o.g. Anlage verdoppeln sich vermutlich, wenn die Installation nicht in Eigenleistung erbracht werden kann.
Bei 500 kWh/a und 30 ct/kWh können jährlich bei optimalem Nutzen 150 € eingespart werden. Wie lange dauert es, bis 3000 € Anschaffungskosten 'eingespielt' wurden? Sehr lange!
Falls einem noch sinnvolles einfällt, ich werde natürlich lesen und
antworten, aber im Grunde weiß ich jetzt alles was ich wissen muss.
Da irrst Du wohl.
Nebenbei: Eine PV-Anlage kauft sich nicht wie eine Tüte Hundefutter. Sieh Dir mal bei den technischen Daten die Abmessungen der Module und das Gewicht an, bevor man Dir eine 150 kg Palette vor die Tür stellt.