Ausgansstufe Netzteil

OP #455789
Lesenswert?
• ▲
▼
Hi,
ich bastell grade an einem eigenen Netzteil - mit Schaltreglern.

Ich habe eine Strombegrenzung. Leider aber auch einen Ripple. Deswegen 
muss ich nach die Strombegrenzung noch einen ELKO hängen. Was würded ihr 
sagen, sind akzeptable Werte sowohl für den Ripple als auch für das 
Ansprechen der Strombegrenzung?

Derzeit habe ich einen 1µF am Ausgang hängen. Damit bekomm ich eine 
100µS lange Entladung des selbigen. Der Ripple beträgt 5mV (100KHz).

Ich will das Teil zum Rumspielen mit OP-Amps und anderen CMos ICs 
verwenden ... Was hält ein gängiger IC kurzschlussmäsig eigentlich so 
aus?
Hab die Begrenzung auf 20mA liegen.

Gruß,

Nikias
#455867
Lesenswert?
• ▲
▼
Ein µF ist OK so schnell gehen OPs nicht kaputt.

Ich habe ein Doppelspannungsschaltnetzteil, das ich auch manchmal für 
OPs benutze. Hat einen Ripple von 10mV bei 500mA.
Wenns dann aber in die Strombegrenzung geht fängt das Ding an zu 
schwingen( etwa 0,2V).
Ich plane gerade ein neues Festspannungsnetzteil mit jeweils +- 
5,12,15V.
Alle Spannungen sollen aber unabhängig voneinander sein. Ein 
Schaltnetzteil bietet sich deshalb an weil ich sonst 3 Trafos bräuchte.
Allerdings will ich nach dem Übertrager mit Längsreglern regeln.

Bei nur 20mA würde ich nie ein Schaltnetzteil bauen.
OP #455880
Lesenswert?
• ▲
▼
Naja, Netzteil ist eigentlich das falsche Wort für mein Projekt.

Ich würde es mal eher "Tischstromwandler" nennen.
Ich hab ein Traffo-Steckernetzteil mit 30V DC (unterm Tisch) ... daran 
kommt mein "Kästchen" aufm Tisch...
Ich mache daraus :
  3,3V ohne Strombegrenzung
  +5V (50/500mA)
  Symetrisch (+/-) 10 bis 25 Volt einstellbar (20/200mA)

die Stromgrenzen sind per Schalter umschaltbar.

Das ganze Teil hat eine maximale Verlustleistung von ca. 2W.
Unter allen Umständen, auch bei Strombegrenzung bleibt der Ripple unter 
5mV bei 100Khz.

Intern verwende ich LT1076 Step-Down Wandler.

Gruß,
Nikias
Gast #456019
Lesenswert?
• ▲
▼
Also für ein Labornetzteil würde ich niemals ein Schaltnetzteil benutze, 
da es von Natur aus ein sehr starkes Einschwingverhalten bei 
Laständerungen hat. Für mehrere galvanisch getrennte Spannungen 
braucht's nur mehrere Sekundärwicklungen, nicht mehrere Trafos. Gibt's 
bei Reichelt. Ringkerntrafos eignen sich wegen der 'harten' 
Sekundärspannung (niedrige Leerlaufspannung) besonders.
#456095
Lesenswert?
• ▲
▼
Sonic wrote:
> Z.B. 'Trafo TE 137' im aktuellen Katalog Seite 85. Sind zwar kein
> Rinkgerntrafos, aber das was ich meinte.

liest sich aber so, also ob die Spannungen nicht unabhängig voneinander 
sind. Also nur Abgriffe.
Ausserdem dachte ich eher an einen Printtrafo (ca.0,5A) 2*8V, 2*12V 
2*15V wäre ideal.
Ich brauche ständig eine Menge unabhänge Spannungen, und habe dafür 
momentan 3 Labornetzgeräte im Einsatz.
Gast #456101
Lesenswert?
• ▲
▼
Die Spannungen, die als 'Doppelspannungen' angegeben sind, sind 
galvanisch getrennt, die Anderen sind nur Zwischenabgriffe. Die sind zur 
Umschaltung der Sekundärspannung, also der verminderung der 
Verlustleistung gedacht. Diese Trafos sind speziell für Labornetzteile 
gemacht.
OP #456102
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,
sagen wirs mal so... Ziel war es, alles aus einer DC-Spannung zu 
erzeugen.
So dass das Teil z.B. auch an einer Batterie laufen kann.

Das mit dem Einschwingverhalten würde ich aber gerne nochmal genauer 
wissen?

Ein fettes C (1000µF) hab ich ja auch direkt nach dem Step-Down, und der 
arbeitet mit 100KHz. Das müsste schon eine EXTREME Last sein, die das 
ausm Tritt bringt. Ausserdem ist der Strom ja von mir auf maximal 
200/500 mA begrenzt.

Gruß,
Nikias
Gast #456105
Lesenswert?
• ▲
▼
Die Schaltnetzteile sind ja geregelt. Das geschieht über eine 
PWM-Regelung der Primärseite. Da diese Regelung relativ langsam ist, 
gibt es je nach Laständerung einen mehr oder weniger großen Über- bzw. 
Unterschwinger. Die analogen Regelungen sind wegen der fehlenden 
Übertarager viel weniger träge, daher schwingen die nicht so stark. Ich 
habe ein Steckenetzteil (Primärgetaktet), das schwingt bei 12V und einem 
Lastsprung von 0 auf 75mA um 0.7V über! Für manche Anwendungen kann das 
äußerst kritisch werden. Das passiert gerade wenn die Netzteile einen 
höheren Strombereich abdecken, in meinem Fall kann das NT 1.2A.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren