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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Eine Frage zum Löten


Autor: Svenja (Gast)
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Hallo
vielleicht ist hier jemand der mir mal einige grundsätzliche 
Zusammenhänge zum löten in elektronischen Schaltungen erklären kann. Ist 
nun nicht so das ich es nicht (sauber) zusammenverklebt bekomme aber ab 
und zu tun geschehen da seltsame Dinge ...

Als ich vor 7 oder 8 Jahren anfing in die Geheimnisse der Elektronik 
einzusteigen begann dieses mit einem lauten Knall als ich mit dem eigens 
hierfür beschafften 4,99DM- Baumarktbilligstlötkolben dem Kondensator 
meines netzsteckergezogenem TV-Gerätes zu Leibe rückte welchen ich als 
Ursache des plötzlich aufgerollten Bildes in der Glotzes zu orten 
gemeint hatte. Es gab einen Lichtbogen und der Lötkolben zerlegte sich 
in seine Bestandteile - Griff und Metallröhre, der Heizdraht fiel 
einfach so zu Boden und das Bild im Fernseher war anschliessend ganz weg 
!

Ich kaufte mir damals vor dem zweiten Versuch vorsichtshalber erstmal 
einige Lötstationen - eine davon mit Heißluft womit mirs denn auch 
gelang den Fernseher zu reparieren. Normal hatte ich seither da 
keinerlei Probleme bis ich gestern auf die Schnelle meinen eigentlich 
nur zum Auslöten reservierten 220V Ersa Multitip ergriff um eben kurz 
eine zusätzliche Klemme an die 5V Spannungsversorgung eines µC's direkt 
hinterm µA7805 zu installieren ...
Was soll ich sagen - das Board stand natürlich unter Spannung, ich 
dachte mir wenigstens hinterm Trafo sei das galvanisch getrennt, und 
PLOPP: Nun habe ich wieder drei Teile des Lötkolbens. Einen Griff, eine 
Metallröhre und einen mittlerweile abgekühlten Heizdraht der glühend zu 
Boden fiel. Dem µC hats übrigens nicht geschadet ! Was ansonsten sehr 
ärgerlich gewesen wäre ...

Woran liegt das nun genau das ich mit dem ein oder anderem Typ von 
Lötkolben problemlos auch in unter Kleinspannung oder Restspannung 
stehenden Schaltungen hantieren kann und bei anderen Lötern gnadenlos 
die Fetzen fliegen ??? Weiß da jemand Rat oder wo frau drauf zu achten 
hat ?
Viele Grüsse
Svenja

Autor: Daniel M. (usul27)
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Die Lösung ist ganz einfach: An Schaltungen, die unter Spannung stehen 
lötet man nicht rum!

Autor: Karl heinz Buchegger (kbucheg)
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> Weiß da jemand Rat oder wo frau drauf zu achten
> hat ?

Recht geschieht dir.
Vielleicht merkst du dir jetzt endlich, dass man
vor Lötarbeiten die Spannung aus der Schaltung nimmt.

Immer? Immer!

Autor: Rooney Bob (rooney)
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> Dem µC hats übrigens nicht geschadet ! Was ansonsten sehr
> ärgerlich gewesen wäre ...


Also um den µC würd ich nicht weinen, der ist wahrscheinlich eh nix 
wert.

Autor: Einhart (Gast)
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Jokes bitte unter "Offtopic" posten.

Autor: Olga (Gast)
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Sei froh, bei mir ist der Lötkolben zweimal um die Lampe geflogen und 
dann durch das offene Fenster. Hab den nie wieder gesehen. Müssen wohl 
die Außerirdischen geholt haben.

Vielleicht waren es aber auch Erdstrahlen: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdstrahlen

Autor: Schlumpf (Gast)
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Schon mal drüber nachgedacht, dass der Lötkolben geerdet sein könnte...
Und bei einem nicht galvansich getrennten Netzteil deiner Schaltung hast 
nen blitzsauberen Kurzschluss gemacht.
Wenn dabei allerdings die Energie so groß war, dass der Lötkolben 
zerbröselt ist, dann würd ich an deiner Stelle die Finger davon lassen 
in Schaltungen rumzulöten, wenn du keine Ahnung vom Strom hast.
Nicht böse gemeint, aber dein Daumen bietet auch ne recht gute 
Verbindung nach Erde. Vollends wenn du den Fernseher bei einem 
gemütlichen Schaumbad reparierst! Nicht, dass du dich mal in deine 
Bestandteile zerlegst ;-)


Ergo: Bei Geräten, wie Fernseher etc:
Stecker raus! Und dann erstmal ne weile stehen lassen, damit sich alle 
Kondensatoren entladen konnen und DANN erst löten!

Autor: Schlumpf (Gast)
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Ob der Kondensator entladen ist, dass kannst ganz leicht feststellen:
Mach deine Hände schön nass und fass an deinen Heizkörper (natürlich an 
eine unlackierte Stelle) Dann gehst du vorsichtig mit der Zungenspitze 
an den Kondensator. Wenn es dann kurz knallt (ist nicht laut), dir die 
Augen aus dem Schädel treten und du schwerelos durch einen Tunnel einem 
hellen Licht engegenschwebst, dann war noch Spannung drauf ;-)

ACHTUNG! DAS IST EIN WITZ UND SOLLTE KEINESFALLS SO DURCHGEFÜHRT WERDEN, 
DA ES ZU ERNSTHAFTEN KÖRPERLICHEN SCHÄDEN BIS HIN ZUM TOD FÜRHEN KANN!!!
(hab gedacht, ich schreib das lieber hier nochmal explizit hin, bevor 
ich da ich da in was reinkomme)

Autor: Pierre (Gast)
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Also ich würde den Fehler beim Hersteller des Lötkolbens suchen, 
alternativ auch beim Energieversorger. Warum?
Nun, dich trifft INMHO absolut keine Schuld, wenn dir das schon mehrmals 
passiert ist, dann kann nur ein Fehler in der Produktion des Lötkolbens 
ausschlaggebend sein, denn du hast ja alles richtig gemacht, die 
Schaltung war unter Spannung und du gehst mit einem anderen elektrischen 
Bauteil ran. Ich würde sogar noch soweit gehen, den Lötkolbenhersteller 
zu verklagen, dass er keine geeignete Schutzausrüstung zu einem so 
gefährlichen Werkzeug dabei gelegt hat. Da kann man ja nur froh sein, 
dass du unverletzt bist.
Möglicherweise liegt es aber auch am Energieversorger, der wieder einmal 
dafür gesorgt hat, dass die Wechselspannung unsauber geschwungen ist und 
es nach wie vor nicht in den Griff bekommen hat, dass man 230VAC mit 
5VDC problemlos zusammenschalten kann.
Erst wenn du beide Parteien verklagt und daran gescheitert bist, würde 
ich mich noch einmal hinsetzen und überlegen, ob dich nicht doch 
vielleicht eine kleine Mitschuld trifft?

In diesem Sinne, Gruß Pierre

Autor: Michael S. (mst)
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... ich bezweifle das hinter einem µA7805 genug Power zur Verfügung 
steht, einen Heizwendel eines Lötkolbens zum glühlen/auseinaderfallen zu 
bringen!

Gruß Micha,

Autor: Schlumpf (Gast)
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Darum halte ich auch die Mär von platzenden Lötkolben für etwas 
übertrieben.
Selbst wenn sie den Lötkolben mit dem heissen Ende in die Steckdose 
rammen würde, würde er nicht platzen.

Vielleicht wollte sie uns einfach nur die Dringlichkeit ihres Anliegens 
nahebringen ;-)

Aber das es gefunkt hat, das glaub ich gern.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Weller-Lötstationen sind umschaltbar:
http://www.cooperhandtools.com/german/spare_parts/...

4. Potentialausgleich
Durch die unterschiedliche Beschaltung der 3,5 mm
Schaltklinkenbuchse (5) sind 4 Variationen realisierbar:
Hart geerdet: Ohne Stecker (Auslieferungszustand)
Potentialausgleich
(Impedanz 0 Ohm): Mit Stecker, Ausgleichsleitung am
Mittelkontakt
Potentialfrei: Mit Stecker
Weich geerdet: Mit Stecker und eingelötetem
Widerstand.
Erdung über den gewählten
Widerstandswert.

Autor: Einhart (Gast)
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Habt ihr's nicht geschnallt? Es ist zwar nicht der 1.4. aber es gibt 
halt Leute die das auch im Advent machen wollen - und sogar mit 
teilweisem Erfolg.

Autor: Einhart (Gast)
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... teilweisem Erfolg. (da ist mir was verlorengegangen)

Autor: johnny.m (Gast)
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Tri Tra Trollala...

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