Hallo, ich müh mich hier gerade mit dem Thema PLL's ab. Irgendwie
erschliesst sich mir das Thema nicht ganz, um genau zu sein, ich seh
nicht durch.
Das ganze mutiert aus dem Vorhaben aus einer Frequenz von 1.6 MHz eine
Frequenz von 3.2 MHz zu machen, sprich eine Frequenzverdoppelung. Die
verdoppelte Frequenz soll synchron zur normalen Frequenz laufen.
Hatte mir dafür den 4046 ausgesucht, aber... wie geht der Scheiss? Gibts
evtl. einen einfacheren PLL Schaltkreis, vielleicht einen wo ich einfach
einen Multiplikator mittels ein paar Digitalsignalen einstellen kann,
wie z.B. die Multi-Einstellung auf Mainboards (z.B. BF-Jumper bei Sockel
7).
Eigentlich steh ich nicht auf Wissen erbettlen aber ich bin wohl zu alt
oder zu dumm für das Thema.
Gibts irgendwo ein leicht verständliches Tutorial? Google, ELKO und Wiki
hab ich schon befragt, das hat irgendwie zu noch größerer Verwirrung
geführt.
Habt schonmal vielen Dank!!
>Gibts irgendwo ein leicht verständliches Tutorial?
ja
>Google, ELKO und Wiki hab ich schon befragt
genau dort
>das hat irgendwie zu noch größerer Verwirrung geführt.
dann gib's auf. Oder beschreibe, WAS du nicht verstehst. Es scheint
nicht einfach zu sein, sich auf deine Wissensebene herabzulassen, also
mach's uns nicht so schwer!
>na da steht doch genau was ich vor habe, wie mach ich das?
Genau wie in den Tutorials beschrieben. 1.6 MHz zu verdoppeln ist eine
absolute Standardanwendung. Wenn's nicht funktioniert, hast du
Grundlegendes nicht verstanden. Wo soll ich anfangen? Logikgatter
erklären? Welleneigenschaften erklären?
Nun, das Datenblatt + Application Notes sind schon recht ergiebig, wenn
gleich man schon ein gewisses Level in Punkto Engineering braucht um da
durchzusteigen. Der 4046 ist für die Aufgabe ideal und so ziemlich das
einfachste und zuverlässigste was es dafür gibt. Jaja, es gibt die
berühmten XOR Schaltungen mit Monoflops, die würde ich aber nicht
empfehlen.
Ich versuchs mal mit nem Craskurs ;-)
1.) Dimensionierung des VCO. untere und obere Aussteuerfrequenz
festlegen, danach R1, R2 und C1 berechnen. Ich sag mal 3,2 MHz +/- 5%
R1 = 5,3 k
R2 = 2 k
C1 = 1,5n
2.) Auswahl des Phasendetektors: Nimm PC2 (Phase-Frequency Comparator)
3.) Dimensionierung des Schleifenfilters: Pi mal Dauem sollte die
Grenzfrequenz bei 1/10 .. 1/100 der Vergleichsfrequenz liegen. Hier also
16 kHz
R3 = 6,8 k
C2 = 1,5 n
4.) für die Rückkopplung braucht man noch einen/2 Teiler, im einfachsten
Fall ein 74HC74 (Ausgang Q quer auf D rückkoppeln)
5.) fertig ;-)
MfG
Falk
P.S. Alle Angaben ohne Gewähr ;-)
Zum Verdoppeln reicht doch ein EXOR-Gatter mit RC-Glied, das muß doch
keine PLL sein. einfach die 1,6 MHz direkt auf den einen EXOR-Eingang
und über den Widerstand, dann C nach Masse auf den zweiten Eingang. Die
Phasenverschiebung muß etwa 1/4 Periode sein. Ein Gatter vom 74HC86
sollte passen. Schwieriger wird es breitbandig, aber für eine feste
Frequenz ist das die einfache Lösung. Breitbandiger wäre z.B. ein
Analogmultiplizierer als Quadrierer geschaltet.
@Christoph Kessler
Ja, aber da ich mich sowieso mal irgendwie mt dem Thema PLL beschäftigen
wollte, daß die Materie so undurchschaubar oder schlecht durchschaubar
ist hätt ich nicht gedacht.
@Falk
Vielen Dank für deine Antwort, jetzt muß ich das alles nur noch
verstehen und das warum ergründen :D .
@...
>Wo soll ich anfangen?
Wie wärs erstmal mit nem Namen? Hab doch ausführlich beschrieben daß ich
da nicht durchsteige. Anstatt hier grosskotzig mit deinem Wissen hinterm
Berg zu halten könntest du dich ja mal konstruktiv beteiligen, oder ist
das Wissen doch nicht so gross?
Der ICS502 ist mir gerade mal so beim stöbern hier im Forum ins Auge
gschossen, wär das was?
Mir erschliesst sich nicht so ganz wie sich das mit der Referenzfrequenz
verhält und warum mit der PLL ein vielfaches der Referenzfrequenz
möglich ist.
Wie wird das eigentlich bei Computerprozessoren gelöst? Hat der intern
eine PLL die den Bustakt abgreift und vervielfacht oder wird das extern
gelöst? Ich schweife etwas ab...
Danke für eure Mühe!
>Mir erschliesst sich nicht so ganz wie sich das mit der Referenzfrequenz>verhält und warum mit der PLL ein vielfaches der Referenzfrequenz>möglich ist.
Also doch die Grundlagen. Ich versuche es jetzt gar nicht erst, sondern
empfehle, die entsprechenden Seiten im Horowitz "Art of Electronics" zu
lesen, kannst du auf amazon.de auszugsweise finden. Dort ist ein
Beispiel mit dem 4046 beschrieben und durchgerechnet.
Und bevor du wieder schreibst "Die Erklärungen im Horowitz verstehe ich
nicht. Kann mir jemand PLLs erklären?" lerne bitte, sinnvolle Fragen zu
stellen.
>Wie wird das eigentlich bei Computerprozessoren gelöst? Hat der intern>eine PLL die den Bustakt abgreift und vervielfacht
ja
> Mir erschliesst sich nicht so ganz wie sich das mit der Referenzfrequenz> verhält und warum mit der PLL ein vielfaches der Referenzfrequenz> möglich ist.
Die Ausgangsfrequenz des VCO ist immer N * Eingangsfrequenz, wobei N der
Teilerfaktor im Rückkopplungspfad der PLL ist.
Warum das so ist?
Kurze Antwort. Weil der Phasenkomparator dafür sorgt, dass beide Signale
(Eingangstakt + geteilter VCO Takt) die gleiche Frequenz und Phase
haben.
> Wie wird das eigentlich bei Computerprozessoren gelöst? Hat der intern> eine PLL die den Bustakt abgreift und vervielfacht oder wird das extern
Ja. Wobei ich nicht genau weiss ob sich die PLL im Prozessor oder auf
dem Chipset vom Mainboard befindet. Ich tippe auf Prozessor.
MFG
Falk
P.S. Ich habs nochmal angeschaut, R1/R2 müssen > 3K sein, sowie in
Parallelschaltung >2.7K. Im Anghang die überarbeitete Version deLuxe ;-)
Also, der Phasendetektor und Loop macht, dass die beiden Frequenzen
senkrecht aufeinander stehen. Dh miteinander multipliziert Null ergeben.
Das Konzept is t nahezu unendlich einfach.
holzi
> die beiden Frequenzen senkrecht aufeinander stehen. Dh miteinander> multipliziert Null ergeben.
Wie meinen?
Also 1.6Mhz*3.2MHz = 0
Bei welcher Phasenbedingung soll das hinkommen?
Tatsaechlich ?
Also der Phasendetektor ist ein Multiplizierer mit 2 Eingaengen. Der
Regelkreis (Loop) macht dass das Multiplikat gleich Null ist. Und das
ist der Fall wenn die Frequenz gleich und die Phase 90 Grad ist.
holzi
@db1uq:
die variante mit 90grad verschobenem signal und xor klingt gut.
könntest du einem anfänger vielleicht kurz erklären wie die
phasenverschiebung dort zu stande kommt? der kondensator liegt ja gegen
masse, nicht in reihe wie ich vermutet hätte?
vielen dank
Das ist ja noch vermurkster als die XOR Variante!!!
Bähhh, pfui.
MFG
Falk
P.S. Wem die PLL zu schwierig ist, hier der XOR Taktverdoppler. Auf
eigenes Risiko.
Bekommt den PLL und XOR-Taktverdoppler die doppelte Frequenz auch
synchron zur ursprünglichen Frequenz hin oder gibts da abweichungen? Das
wär dann nämlich kritisch.
Danke
Also eine einfache Verdopplung würde ich ehrlich gesagt auch mit dioden
und nem C machen.
Ich find das nicht mehr gemurkst als mit XOR-Gattern ausserdem
breitbandiger zu gebrauchen
Horst wrote:
...
> Anstatt hier grosskotzig mit deinem Wissen hinterm> Berg zu halten könntest du dich ja mal konstruktiv beteiligen, oder ist> das Wissen doch nicht so gross?
Weißt Du, Horst, ich kenne gerade (nur) die Grundlagen der PLL. Aber
bevor ich riskiere, von Dir angepöbelt zu werden, weil Du nicht
verstehst, was ich schreibe, lasse ich es lieber ganz sein.
Falk
@ Horst
> Bekommt den PLL und XOR-Taktverdoppler die doppelte Frequenz auch> synchron zur ursprünglichen Frequenz hin oder gibts da abweichungen? Das> wär dann nämlich kritisch.
Was verstehs du under "synchron"? Dieses Wort wird sehr weitläufig
benutzt. Ja, auch das XOR generiert einen verdoppelten Takt, der
phasenstarr an den Eingangstakt gekoppelt ist. ABER!!! Die Phasenlage
ist mehr oder weniger Null Grad (im wesentlichen um eine Gatterlaufzeit
verschoben, bei HC so um 10ns).
Die PLL regelt die Phase auf weniger als 1ns genau aus. GO FOR IT!!!
MFG
Falk
das ganze funktioniert auch auch mit einem 40xx, da eine pll typ. ein
heruntergeteiltes ref. signal und ein heruntergeteiltes quell signal
bekommt. die pll (einfach xor) ermittelt die differnz der beiden und
gibt das ergebnis via rc glied an eine vco. grundlagen einer pll sind
auch in sehr vielen web pages zu finden. für eine einfache
taktverdopppelung gibt es jedoch einfachere lösungen.