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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Anekdoten aus der Berufspraxis : We must (no do) something


Autor: Cheffe (Gast)
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Ist schon etwas her, zeigt aber anschaulich die Auswirkungen der 
penetranten Nuzung von bad simple english als Kommonikationssprache im 
Umfeld des Projektmanagements:

In einem Desgin-Review, bei dem die potentiellen Fehler und 
Bedienprobleme eines Geräts erörtert und Massnahmen besprochen wurden, 
kam auch die von mir eingereichte Liste bez. des Softwarefehlverhaltens 
zur Sprache. Zwei benannte Fehlerzustände waren:

4.1.5 "... PCI bus performes initialization during setup process, 
however data packages are not updated but become obsolete"

4.1.6. " after setup process, user still can change parameters, but must 
not (acc. to requirement key xyz)"

Den Punkt 4.1.5 hatte der Leiter der Softwareabteilung, der für die 
Umsetzung der requirement changes verantwortlich war, noch einigermassen 
kapiert und seinen Programmierer angewiesen, die CPU so zu 
programmieren, daß die veralteten Kommandos, die sie sendet, unterdrückt 
werden, bis der PCI bus wieder im Lot ist, aber

bei Punkt 4.1.6 verliessen ihn seine Englishkenntnisse und er sah keine 
Veranlassung an der Software etwas zu verbesseren, ausser den 
requirement key xyz aus dem Lastenheft 1:1 ins Pflichtenheft zu 
kopieren.

Ergebnis: Die Software säuft auch nach Auslieferung zum Kunden, bei 
jeder simplen Paramteränderung ab.

Wer weis warum?

Autor: M. Beffa (m_beffa)
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Ich denke er hat das "must" falsch verstanden...

Nach dem setup process soll der User also nichts mehr ändern können... 
er dachte also dass der User das machen muss (must), darum het er den 
key xyz Pflichtenheft genommen?


Autor: Cheffe (Gast)
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Fast!  Wie gesagt ist sein English nicht das Beste! Er hatte die 
Anforderung im Lastenheft ".. user must not change parameters ..." so 
gelesen, daß der Benutzer nach der Setupphase keine Parameteränderungen 
machen muss und geschlussfolgert, daß er dann, wenn der User im 
Nachhinein etwas ändert, die neue benutzt und ansonsten die alte, die 
sich die CPU dann merken muesse. Damit konnte der Prozessor beliebig 
viele (fehlgeschlagene Initialisierungen) neu fahren, wodurch er mit zur 
Laufzeit wechselnden Setups (also Mischungen !) fuhr. Das Gerät hat 
gestreikt, wenn der User zu einem unpassenden Zeitpunkt eine Taste 
gedrückt hat.

Das durfte also nicht sein und war im LH auch so benannt. Ergo habe ich 
das nochmals als Fehler aufgeschrieben: "user can do, but must not" -> 
"Benutzer kann nach erstem Init immer noch ändern, darf es aber laut 
Spec nicht"  Auch dies hat er wieder in der falschen Richtung kapiert 
und nichts gemacht. Daher ging das Gerät mit der Software so raus. Es 
hiess später, meine Beschreibung im Lastenheft und dem Protokoll sei 
missverständlich. Mein Einwand, daß ein Punkt in einem Fehlerprotokoll 
in jedem Fall ein Fehler ist und es deshalb keinen Sinn mache, daß er 
einfach nichts unternimmt, liess er nicht gelten.

Ich bin dafür, daß an der FH Zwickau auch im Studiengang Elektrotechnik, 
mehr Augenmerk auf das English gelegt wird. Wahrscheinlich machen die da 
aber immer noch Russisch.

Autor: Blaubär (Gast)
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Schon krass, was es für Vollspackos gibt!!!

Autor: Blaubär (Gast)
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Ossis und Englisch, das paßt hinten und vorne nicht zusammen. Wobei die 
ostdeutschen Unis vom Niveau her sowieso unter aller Sau sind. Wir 
hatten mal einen Ossi aus Dresden da (natürlich nur für kurez Zeit bevor 
wir ihn abserviert haben... höhöhö), der konnte nicht einmal ein 
Oszilloskop bedienen und hatte angeblich in dresden Elektrotechnik 
studiert. Da sieht man mal, was es im Osten für ein Scheisshausniveau 
gibt.

Autor: Cheffe (Gast)
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Das Unverständliche für mich ist, daß es solche Leute mit 
offensichtlichen (und kostenträchtigen!) Lücken doch irgendwie in eine 
Führungsposition geschafft haben.

Autor: sb (Gast)
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schon ne seltsame Regel.
wenn man das Ersatzverb für must verwendet (have to) bedeutet "you don't 
have to"= du musst nicht. Wenn man aber must verwendet bedeutet der Satz 
du darfst nicht. Da fehlt eben en bisschen die Logik.

Autor: Cheffe (Gast)
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Die Engländer invertieren eben öfters nicht die äussere, sondern die 
innere Logik! Damit wird nicht die Aussage negiert, sondern das innere 
Objekt:

Das Gegenteil von "Mensch ist im Haus" ist im Deutschen eben "Nicht 
(Mensch im Haus)" also  "Mensch ist nicht im Haus".  Im Englischen ist 
es aber "Mensch ist Nicht(im Haus)" also er ist im Gegenteil von Haus, 
also ausserhalb. Das kann, muss aber nicht dasselbe sein.

Um es bildlich zu zeigen gibt es zwei Extreme und eine oder mehrere 
Zwsischenpositionen:

1. Absolut Müssen, 2. Sollen, 3. Ist egal, 4. Eher nicht, 5. Absolut 
nicht.

Der Deutsche rechnet alle Fälle von 2-5 als Inversion der 1, also alles, 
was nicht der Extremfall links ist. Der Engländer rechnet als Inversion 
wieder nur einen Extremfall, dann aber eben den rechten, gegenteiligen.

Das ist nicht vollständig unlogisch, das Deutsche entspricht nur eben 
der mathematischen Logik! Besonders kritisch ist es,bei scheinbar 
abgeschwächten Inversionen:

"I am not amused" interpretieren viele Deutsche als "nicht gerade 
amüsiert" also "er ist nicht so übermäßig angetan von etwas", was man 
als nicht so schlimm auslegt. Theoretisch impliziert das zwar auch den 
extremen Gegenfall, aber es wird hierzulande nicht so gedeutet. Real 
sagt der Engländer aber "I am not(amused)" also des krasse Gegenteil von 
amüsiert und das ist nichts anders als "komplett sauer!"  Das sollte man 
schon wissen.

In anderen Sprachen ist auch die Verwendung einer völligen inhaltlichen 
Logikinversion gebräuchlich: Der Radsportkommentator Karsten Migels 
kommt nicht selten mit Aussagen wie "der Fahrer war nicht ganz schlecht 
unterwegs" womit er nicht sagen will, daß der Fahrer mittelmäßig sondern 
extrem gut war.

Aber auch völlige formelle Logikinversionen sind möglich: Die Tschechen 
verwenden ganz gerne die Nicht-Nicht Bezeichung, um etwas besonders 
hervorzuheben: "Nicht dieses Forum ist nicht gut" heisst nicht, daß eine 
anders Forum nicht so toll sei, sondern, daß eben dieses hier besonders 
gut ist!

Zugegeben, das wirkt z.T. etwas missverständlich. Das ist es aber nur, 
wenn man alles aus deutscher Warte sieht. Wenn man es so sieht, wie der 
Originalverwender, dann stimmt alles! :-) Man muss sich eben bewusst 
machen, was man tut, wenn man in fremden Sprachen kommuniziert. Da 
gehört mehr dazu, als nur die Vokabeln und die Grammatik.

Autor: Cheffe (Gast)
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@ "sb" : Dein Beispiel stimmt nicht ganz: Die Inversion von "you have 
to" wäre "not (you have to)". Dein "you not(have to)" ist wieder die 
deutsche Sichtweise, die nicht notwendigerweise stimmt.

Formell könnte man es auch inhaltich invertieren, wie es z.B: im 
Deutschen passiert: "Du hast das nicht zu machen", bedeutet nämlich auch 
"darf nicht".

Die ganze Geschichte hat viel mit logischen Sprachstrukturen zu tun und 
es gibt nicht wenige Wissenschaftler, die den Deutschen deshalb gutes 
und sauberes Denken und Forschen zuschreiben, WEIL sie so eine logisch 
anspruchsvolle und strukturierende Sprache haben: Kinder, die das über 
die Jahre kapiert haben, entwicklen nachweislich komplexere 
Denkstrukturen. Da sind wir aber wieder bei dem anderen Thema, was ein 
Abi wert ist und wozu Deutschunterricht nötig ist, bzw. warum es oft 
nicht reicht, einfach ein Fachabi oder mittlere Réife zu machen und dann 
ein Schmalspurstudieum nachzuschalten.

Ach ja: Die korrekte Inversion der Themenüberschrift wäre im Übrigen 
auch: We do not need to do ANYTHING!

Autor: T.M. (Gast)
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"...Ossis und Englisch, das paßt hinten und vorne nicht zusammen. Wobei 
die
ostdeutschen Unis vom Niveau her sowieso unter aller Sau sind. Wir
hatten mal einen Ossi aus Dresden da (natürlich nur für kurez Zeit bevor
wir ihn abserviert haben... höhöhö), der konnte nicht einmal ein
Oszilloskop bedienen und hatte angeblich in dresden Elektrotechnik
studiert. Da sieht man mal, was es im Osten für ein Scheisshausniveau
gibt..."

Na, immerhin noch nen höheres Niveau als es der liebe Blaubär hat, der 
sieht nichtmal die Stammtischkante, wenn er steil nach oben schaut...

Autor: Dennis (Gast)
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Wenn wir hier schon die sprachlichen Defizite auflisten:

>>Kommonikationssprache
Kommunikationssprache

>>English
Heißt innerhalb eines deutschen Satzes immer noch Englisch.

>>Massnahmen
auch nach neuer deutscher Rechtschreibung immer noch Maßnahmen. Nach 
langem Vokal oder Diphtong "ß"

Autor: Cheffe (Gast)
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Hast ja Recht, Dennis- aber: An Forenbeiträge darf man weniger scharfe 
Kriterien anlegen, als an Revisionsberichte und Tippfehler sind sicher 
zwei Nummern ungefährlicher, als totale Fehlintrepretationen.

Mihin ging es mir nebst den mangelnden Englischkenntnissen besagter 
Person (die aufgrund seiner Position eher besonders gut, statt besonders 
schlecht sein sollten) auch darum, das Vorgehen in vielen Firmen 
"anekdotisch" anzuprangeren, immer mit aller Gewalt alles in Englisch 
abwickeln zu wollen.

Autor: Dennis (Gast)
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Da kann ich dir nur in allen Punkten zustimmen.

Autor: yzc (Gast)
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Nur sollte man nicht andere für seine eigenen Fehler verantwortlich 
machen
(zumindest wenn die Defizite bekannt sind).
Warum statt "after setup process, user still can change parameters, but 
must
not (acc. to requirement key xyz)" nicht einfach
"after setup no (further) changes allowed"?

Autor: Danny (Gast)
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>> "after setup no (further) changes allowed"?
Na so kanns ja jeder g, außerdem klingt es nicht so geschwollen und 
braucht weniger Platz in Lastenheft. Und wer mag schon ein dünnes, klar 
verständliches Lastenheft?

Autor: Axel (Gast)
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"after setup no (further) changes allowed"

Ganz Einfach. Weil es eine andere Aussage ist.

Im Originaltext ist der Fehler klar beschrieben und auch gesagt, wie das 
richtige Verhalten sein soll. Das ist an Klarheit kaum zu überbieten.

Wenn man schreibt "No changes allowed" sagt das nichts darüber aus, was 
der derzeitige Zustand ist.

Ich sehe auch nicht, wie verquer man denken soll, um aus "can change 
parameters" und "must not" in einem Fehlerprotokoll etwas anderes 
ableiten soll als "sorge dafür, dass das nicht mehr geht". An dem "must 
not" gibt es irgendwie nichts zu drehen. Er kann es jetzt und er darf es 
nicht.

"immer mit aller Gewalt alles in Englisch abwickeln zu wollen."

Damit ist man auf der sicheren Seite. Hatten mal den Fall, dass wir eine 
Studie für eine deutsche Firma ausgearbeitet hatten, die einem deutchen 
Endkunden vorgestellt werden sollte. Am Abend vor der Präsentation 
stellt sich heraus, dass der Marketingchef der amerikanischen 
Muttergesellschaft kurzfristig auch dabei sein möchte und die 
Präsentation am liebsten selbst halten würde. Der sah natürlich aus wie 
ein Idiot.

Dumm gelaufen. Hat uns ein paar Aufträge gekostet.

Gruss
Axel

Autor: Cheffe (Gast)
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Zusätzlich zu dem, was Axel sagt und als Antwort auf "yzc": Ein 
Fehlerprotokoll dient nicht dazu, dem Umsetzer seine Aufgaben nochmal zu 
erklären, sondern konkrete Fehler zu bennen und die Nennung lautete 
eben: "Es passiert was, der User kann es beeinflussen, darf es aber 
nicht". Wer das nicht kapiert, muss sich eben die Anforderungen im Ph 
nochmal genau ansehen oder rückfragen.  Selbst wenn diese Vorgabe nicht 
schon im Vorhinein vorhanden gewesen wäre, beschreibt meine 
Fehlerdarstellung ein Problem, das aus den Tests hervorgegangen ist. Es 
besteht also ein Handlungsbedarf. Und dies besonders, da es in einer 
Fehlerliste steht. Das ist für mich einfach nur Logik.

Sicher, ich sehe die Angelegenheit generell auch so, daß man alles klar 
erklären sollte, aber das hatte ich ja getan. Woher soll man wissen, 
wann einer etwas nicht verstehen wird? Klar könnte man alles doppelt und 
dreifach erklären, aber wie weit soll man gehen? Welche Kompetenz darf 
man beim Gegenüber vermuten?

Aus dem, was hier (auch von Blaubär) gesagt wurde, muss ich natürlich 
mitnehmen, daß man es manchen Leuten so deutlich erklären muss, wie man 
es Verona Feldbusch erklären würde. Da landen wir aber schnell bei der 
Frage nach der Arbeitseffizienz. Wenn ich mir den Laden mit 
Halbkompetenten volllade, komme ich eben nicht voran. Oder aber man läßt 
die englische Sprache beiseite, wenn es die eigenen Leute nicht 
draufhaben.

Autor: Blaubär (Gast)
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> Wenn ich mir den Laden mit
Halbkompetenten volllade, komme ich eben nicht voran


Das ist mir auch schon aufgefallen, aber so Schimpansen sind billiger!!!

Autor: Andreas H. (Gast)
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Ach Leudde - es gibt hier in der Firma wo ich arbeite so viele Ing.s die 
kein / kaum Englisch können (fast alle Wessis) -> und so viele 
ausländischen Arbeiter sowie Zulieferer dazu...und die hatten bei weitem 
länger Zeit Englisch zu lernen - und was können sie ?

Das hat absolut nix mit der Herkunft zu tun - ich behaupte sogar: fast 
nur mit der eigenen Veranlagung...
Und - natürlich ist es tragisch das solche Leute auf gehobenere 
Positionen kommen - aber warum seit ihr es denn dann nicht ?

---> Frei zum Abschuß <---

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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nichts genaues weiß man nicht...

Auch im Deutschen wird die doppelte Verneinung unterschiedlich 
gebraucht, als Verstärkung der Aussage oder zur Invertierung, das hägt 
auch vom Dialekt ab
Solche Unterschiede zu eioner Fremdsprache muß man einfach kennen, auch 
z.B. der Unterschied zwischen unserer Billion und der englischen, die 
unserer Milliarde entspricht

Autor: Axel (Gast)
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"Auch im Deutschen wird die doppelte Verneinung unterschiedlich
gebraucht, als Verstärkung der Aussage oder zur Invertierung, das hägt
auch vom Dialekt ab"

Nur, dass hier keine doppelte Verneinung benutzt wurde.

Das steht "must not".

Einfache Verneinung.

Gut, man hätte schreiben können "must not be allowed to" oder "but 
software should not let him do so".

Wobei dann wieder einige "should" mit "sollte" im Sinne von "wäre schön, 
wenn sie das nicht erlauben würde, ist aber nicht unbedingt notwendig" 
übersetzten würden.

Dabei ist "must not" eigentlich schon so krass und extrem unhöflich, 
dass einem englischen Leser spontan die Assoziation "deutscher 
Militärton" einfallen würde.

Gruss
Axel

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Mit der doppelten Verneinung meinte ich das Beispiel aus dem 
Tschechischen, oder auch mein Zitat "nichts genaues weiß man nicht", das 
dem englischen Professor "Jamie" der während des Balkankriegs als 
Natosprecher auftrat, im Deutschen aufgefallen ist.
Mit den deutschen Gegensatzpaaren "müssen/nicht dürfen" und 
"dürfen/nicht müssen" oder auch "können/nicht können" wird umgekehrt 
auch ein Ausländer Probleme haben

Autor: Andreas (Gast)
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"Cheffe" sollte aber auch mal an seinem Englisch arbeiten. Ein 
Muttersprachler haette "must not be allowed to" geschrieben, "must not" 
ist missverstaendlich und kann als eine Auflage an den Nutzer 
missverstanden werden. Beispiel 1 klingt so wie es da steht ebenfalls 
etwas holprig.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Wie stehts mit "may not" ? In einer englischsprachigen x-ten Kopie eines 
Handbuchs stand "...may not be copied..." und mitkopiert handschriftlich 
darunter "may not, but will!"

Autor: Einwandgeber (Gast)
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"must not be allowed to" ist logisch, denn das würde heissen, daß es ihm 
verboten sein sollte. Richtig wäre aber, daß es ihm verunmöglicht werden 
soll. Daher müsste es wenn schon heissen "must not be able to do".

Trotzdem halte ich "must not" für vollkommen ausreichend. In den 
deutschen Zügen steht ja an den Wagontüren auch immer "must not" fürs 
Rauslehenen.

Wenn es einer flasch versteht und glaubt, er müsse nicht, dürfe aber - 
wird die Evolution ihn aussortieren!

Autor: Henrik J. (henrikj)
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Sorry. Ich finde das Englisch auch etwas geschwollen. Das geht sicher 
einfacher und verständlicher.
Nichtsdestotrotz hätte der Leiter der Software mal nachfragen müssen...

Autor: irgendein Rahul (Gast)
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>Nichtsdestotrotz hätte der Leiter der Software mal nachfragen müssen...
...  sollen ...

Autor: bla bla blub (Gast)
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Und deshalb hat der liebe Gott die deutsche Sprache erfunden.
Es gibt kaum eine andere die aussagekräftiger ist als diese.

Die Dichter sind wir net weil wir besonders helle sind sondern weil sich 
mit unserer Sprache sehr viel und genau ausdrücken läßt.

Gott zum Gruß

Autor: Mahner (Gast)
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Im letzen Teil des letzen Satzes fehlt noch etwas, damit man weis, was 
DU ausdrücken möchtest :-)

Z.B. "weil ... sich viel- und dieses wiederum genau ausdrücken läßt"

Autor: Cheffe (Gast)
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"Es gibt kaum eine andere die aussagekräftiger ist als diese."

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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Was bringt es denn, wenn da ein Fehlerhinweis in einem denglischen 
Projektumfeld eingestellt wird, und kein Mensch rafft den süffisanten 
Hinweis   oder die spitzfindige Grammatik? B-Note "sehr gut", aber 
A-Note "sehr schlecht".

Anders gesagt: Dein Fehler wurde möglicherweise in perfektestem 
Oxford-Englisch eingestellt, und du bist damit Anwärter auf den 
Pulitzer-Preis, aber keiner hat deine Ergüsse verstanden. Lass dich 
fragen: Hast du damit dein mit deinen Aufgaben verbundenes Ziel 
erreicht????

Autor: Mahner (Gast)
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Buchstabenwechsler, du liegst im Grunde richtig: Läuft was falsch, muss 
sich jeder fragen, was er besswr hätte machen können und für die Zukunft 
lernen!

"in perfektestem Oxford-Englisch":

Nun ja, der Aufhänger des Fehlers, nämlich die englische Verwendung von 
"must and needn't" hat nichts mit überkandidelten Redewendungen zu tun, 
sondern ist Alltagssprache. Aufgaben dazu befinden sich weltweit in 
jedem Englischbuch der Klasse 5! Die Grundlgen der Sprachelemente sollte 
man schon beherrschen, finde ich, wenn man sich in einem anspruchsvollen 
Projektumfeld bewegt.

Autor: Mahner (Gast)
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Das sagt LEO zu der Übersetzung "must not"

It must not happen again!         Das darf nicht wieder vorkommen!
The matter must not rest there.   Man kann die Sache so nicht belassen.
I must not.                       Ich darf nicht.
must not be delayed               darf nicht verzögert werden
We must not forget ...            Wir dürfen nicht vergessen ...

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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das "must not" bedeutet halt "Du Bösewicht, du darfst das nicht". Das 
heißt aber nicht, daß es nicht möglich wäre, eine derartige Aktion zu 
machen. ("Du darfst nicht auf die heiße Herdplatte fassen")


Inkorrekt bzw. mit keiner klaren Aktionsaufforderung an die 
Entwicklung ist "after setup process, user still can change parameters, 
but must not".

--> Also nicht nur das derzeitige Systemverhalten beschreiben ("Nach 
Initialisierung kann der Benutzer Eingaben machen, darf des aber 
nicht"), sondern einen korrekte Hinweis (bzw. Aufforderung an de 
Entwicklung) wäre gewesen, zu fordern, daß an der besagten Stelle 
überhaupt keine Eingabe gemacht werden KANN, und welche Auswirklungen es 
hat, wenn das bemängelte Verhalten nicht korrigiert wird. ("Dem Benutzer 
darf es nicht möglich sein, nach Initialisierung irgendwelche 
Laufzeitparameter zu verändern. Ansonsten werden Dateninkonsistenzen und 
Programm-Abbrüche auftreten."

Dem Programmierer sind im Zweifelsfalle die fachlichen Zusammenhänge 
nicht immer bekannt oder bewußt.

Eine organisatorische Regelung ("Bitte nach Initialisierung keine 
Eingaben mehr machen") an so einer kritischen Stelle wird eh wieder 
vergessen bzw.. nicht berücksichtigt.

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Natürliche Sprache wie Englisch ist missverständlich, deshalb gibt es 
für das Schreiben von Spezifikationen Regeln wie die Sprache anzuwenden 
ist, über die man Doktorarbeiten schreiben kann, die man sich im 
Wesentlichen mit ein wenig Nachdenken aber auch selbst erschließen kann, 
sofern man das Problem erkannt hat. Eine davon ist: kein Passiv 
verwenden; eine andere ist: genau sagen, WER WAS zu tun/nicht zu tun 
hat. Statt "the user must not" oder "the user must not be able to" würde 
das also z.B. heißen: "the PROGRAM must PREVENT the user from". Dann 
sind Missverständnisse ausgeschlossen.

Autor: Mahner (Gast)
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Ein Programm kann aber keinen User davon abhalten, etwas zu tun, es kann 
nur seine Eingaben ignorieren. Also: Windows benutzen! :-)

Autor: Cheffe (Gast)
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"--> Also nicht nur das derzeitige Systemverhalten beschreiben ("Nach
Initialisierung kann der Benutzer Eingaben machen, darf des aber
nicht"), sondern einen korrekte Hinweis (bzw. Aufforderung an de
Entwicklung) wäre gewesen, zu fordern, daß an der besagten Stelle
überhaupt keine Eingabe gemacht werden KANN, und welche Auswirklungen es
hat, wenn das bemängelte Verhalten nicht korrigiert wird."

Das war ja beschrieben. Nur wurde es trotzdem falsch gemacht. Im 
späteren Fehlerprotokoll wird man nicht nochmal alles wiederholen, 
sondern gezielt das herausstreichen, was noch nicht realisiert ist oder 
anderweitig falsch läuft. Dort steht auch drin, "Klappe springt auf, bei 
Erschütterung, sollte es aber nicht". Was da zu tun ist, ist für 
jedermann eindeutig.

Aber manche brauchen es echt doppelt und dreifach redundant.

Autor: irgendein Rahul (Gast)
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>Aber manche brauchen es echt doppelt und dreifach redundant.

Im Flugzeug- und Panzerbau ist das grundsätzlich so...

Ist wirklich schade, dass jemand nicht (nach-)fragt, wenn er etwas nicht 
verstanden hat, bloß weil er sein Gesicht nicht verlieren will...

Autor: Piccoz (Gast)
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Hallo,

die Verwendung von  "must"  outet massiv als Kenner der englischen 
Sprache..

bzgl Absturz etc.  Es ist eben die Kunst einerseits "Experte" zu sein,
andererseits DAU mäßig sich schwachsinnigste Eingaben auszudenken.

Auf die Tour konnten an einem vermeintlich fertigem IT-Projekt fast
100 Fehler aufgedeckt werden und hiervon 15 schwerwiegende ( alleine
nur von mir... )


Das ist weit wichtiger als Mehrfachredundanz zu implementieren. Oft ist
diese "Redundanz" keine wirkliche Redundanz .
Hier sei nur anden Flug 232 erinnert, bei welchem alle 4 
Hydraulikleitungen
zerschossen wurden von dem wegfliegenden Turbinenrad ( welches einen
Materailfehler hatte )

Da gerade bei Flugzeugen.. Ein Zitat eines Technikleiter bei der LH :
"Würden alle Richtlinien sauber eingehalten, dann müßten 90% aller
LH-Flieger sofort gegroundet werden....

Ich denke das sagt alles .

Autor: Bär mit unbekannter Farbe (Gast)
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Irgendeiner hat mir gerade vor Tagen erklärt, daß es ganz normal sei, 
daß in Flugzeugen Softwarefehler bestünden und toleriert würden, weil 
dort angeblich Softwareupdates nicht erlaubt seien. (ist das so ?) Daher 
existiere ein Handbuch, was die Piloten so alles nicht machen dürfen, 
weil die Software damit nicht klar kommt. In einem Fall eines Airbus 
muss derr Autopilot nach einer wesentlichen Höhenabsenkung resettet 
werden, da ers sonst das FLugzeug durchsacken lässt.

Autor: Piccoz (Gast)
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Hallo,

ein Flugzeug ist wie alles andere eine menschliche Konstruktion - also
mit versteckten Fehlern behaftet.

Mal schnell einen Software -Update zu machen ist wegen der 
Gesamtkomplexität
und der Tatsache, das auf die Tour der ganze Flieger sich schnell in der
zweidimensionalen Ebene wiederfindet natürlich zu vergessen.
Die administrative Fähigkeit der Piloten ist handbuchbeschränkt...

Somit ist die Fehlervermeidung durch prophylaktische Eingabevermeidung 
usus

Generell werden die Piloten stark überschätzt. Das sind in summa
überteuert bezahlte Busfahrer . ....

Bzgl Autopilot, solche Fehler sind bedauerlich, zeigen aber auf , daß 
bei
entsprechenden Firmen Leute wie ich zB ne Absage bekommen anstatt diese
einzustellen. Das Denken über ein Einzelsystem hinaus bzw was ein 
Flugzeug
effektiv denn so macht , ist bei vielen gar L+R Ing nicht vorhanden.
Von einem Programierer erwarte ich das nicht - dafür ist man ja ein 
TEAM;
eigentlich....

Der Fall Straßburg übrigens ( also der "Weiterflug" in den Wald )
hätte so sich nie ereignen dürfen . Hier wurden die Hauptsicherungen
manuell deaktiviert. Was der Pilot nicht wußte, war die Tatsache daß 
hiermit
das Hochfahren der Triebwerke einen höheren delay hatte --- und 
tschüß...


Autor: Blaubär (Gast)
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In französich sprechenden Ländern ist es ja üblich, daß Flugzeuge öfters 
ml in den Wald gehen und brennen.

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