mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Kondensator an USB Buchse


Autor: Sirko Pöhlmann (poehli)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo...

im Datenblatt des FTDI FT232R auf Seite 25 ist das Schaltbeispiel FT232R 
+ Mikrokontroller. An der USB Buchse ist da zwischen Vcc nd GND ein 
GEPOLTER 10nF. Was soll das denn sein? Ist das ein Fehler? Oder wenn 
nicht, was soll ich da nehmen?

: Gesperrt durch Moderator
Autor: willivonbienemaya (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich hab den bisher immer weggelassen, hatte noch nie probleme damit.

Ein Schreibfehler scheints wohl nicht zu sein, da er auch beim FT245R 
drin ist.

Autor: Thomas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich denke mal er ist zum Stabilisieren der Betriebsspannung, da in dem 
Beispiel der FTDI über den USB-Bus auch mit Strom versorgt wird.
Ich weiß nicht wie empfindlich der Chip auf Schwankungen in der 
Betriebsspannung reagiert, ich schätze aber schon dass Probleme 
auftreten könnten, wenn mehrere USB Teilnehmer angeschlossen sind, oder 
das USB-Kabel recht lang ist.

Autor: Lothar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jeder digitale IC muss (sollte) Kondensator(en) zwischen 
Betriebsspannung und Masse haben. In der Regel nimmt man 100nF. Besser 
noch einen Tantalelko und was keramisches parallel. In USB Konvertern 
habe ich auch schon Serieninduktivitäten in allen vier Leitungen gehabt. 
Selbst CMOS Käfer können Stromspitzen ziehen, die den Betriebsstrom um 
ein Vielfaches überschreiten. Eine lange Leitung und der 
Spannungseinbruch bringt das ganze System zum Spinnen. Die Spitzen 
werden durch die C's abgefangen. Da selbst Elkos eine nicht zu 
vernachlässigende Serieninduktivität haben wird eben noch ein 
keramischer C parallel geschaltet, so dicht am Käfer wie es geht.
Gruß Lothar

Autor: Unwichtig (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dem Fragesteller ging es doch darum, dass im Datenblatt ein
GEPOLTER 10nF Kondensator eingezeichnet sein soll.

Gepolt, also Elko bzw. Tantal, in Verbindung mit 10nF => Seltsam

Er wollte keine Einführung in die Elektronik.

Autor: Thomas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Gepolt, also Elko bzw. Tantal, in Verbindung mit 10nF => Seltsam

Stimmt, im Datenblatt ist zwischen Vcc und GND nochmal zusätzlich ein 
100nF und 4,7µF (gepolt) eingezeichnet.

Vielleicht gibt es in der USB-Spezifikation ein Hinweis, dass dieser 
Kondensator vorhanden sein sollte.

Autor: Sirko Pöhlmann (poehli)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
korrekt.

Oder anders gefragt: wer hat schon mal einen GEPOLTEN 10nF Kondensator 
gekauft. Weil ich hab keinen finden können :-)
Kann es sein das die eigentlich einen normalen ungepolten 10nF Keramik 
meinen und ein falsches Symbol im Datenblatt benutzt haben?


Die 100nF / 4,7uF gehören an den Chip, aber der myteriöse 10nF soll an 
die Buchse...

Autor: JojoS (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
in den 'alten' Beschreibungen zum FT232BM finde ich nur ungepolte 10nF 
C's, wird also ein Fehler in der Bauteilzeichnung sein. Und 0,1µF als 
Elko ist da z.T. drin. Ich habe nur in Erinnerung das der Elko nicht zu 
gross sein darf wg. der Strombegrenzung der USB Devices, 22µF sollten da 
nicht überschritten werden wenn ich mich recht erinnere.

Autor: Sirko Pöhlmann (poehli)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Danke, das hab ich auch vermutet.

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
In USA-Schalplänen werden oft keine Standard-Symbole verwendet 
(Widerstände = Zickzack).

Elkos haben oft ein +.

Bei Kondensatoren ist mit dem größeren Strich nur die Außenelektrode 
gemeint.


Peter

Autor: matze (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
und wenn beim schaltbild dieser gebogene strich an einer seite des 
kondensators ist, was bedeutet das dann? elko oder normaler?

Autor: Primate (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sorry wenn ich den alten Thread wieder heraus krame. Aber für mich ist 
das Thema Brand aktuell.

Hat jetzt jemand konkreten Hinweise, ob es sich um einen Fehler handelt 
(welcher Art auch immer), oder ob da tatsächlich ein gepolter 10nF 
Kondensator rein soll. Bei den Standardquellen (Reichelt und Conrad) 
kann ich auch keinen gepolten 10nF Kondensator finden... :(

Autor: Potter68 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
4,7 uF und 100 nF an VCC gegen GND passen eigentlich immer. Ansonsten 
frag direkt bei FTDI nach, wenns denn so wichtig ist. Die werden wohl am 
besten wissen, was sie sich dabei gedacht haben.

Autor: mhh (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kann auch ein Schreibfehler sein. D.h. 10µF, was max. zulässig ist.

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Conrad: 445239

Autor: Jens G. (jensig)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Christian H.
falscher Link - der geht auf einen 100nF Kondi, nicht 10nF ...

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Da haben die aber was falsch angegeben.
Im Titel steht *ELKO SMD 105°C 0,01µF 50V 4,0X5,4 G*

Autor: mhh (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
...und bei den technischen Daten steht dann 0,1µF.

ich denke schon, daß es eigentlich 10µF sein sollten in der Schaltung.

Autor: Anja (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

für mich macht 10nF (Keramisch) mehr Sinn. Schließlich soll ja 
verhindert werden daß die 48Mhz des Chips auf die Leitung gelangen und 
abgestrahlt werden.

Autor: mhh (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
In einem vor mir liegenden aktiven USB-Hub ist an der Stelle ein 
10µF/25V Kondensator, ohne parallelem Keramik-C.

Autor: Kai Klaas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Sirko,

>im Datenblatt des FTDI FT232R auf Seite 25 ist das Schaltbeispiel FT232R
>+ Mikrokontroller. An der USB Buchse ist da zwischen Vcc nd GND ein
>GEPOLTER 10nF. Was soll das denn sein? Ist das ein Fehler? Oder wenn
>nicht, was soll ich da nehmen?

Solche Fehler entstehen, wenn in dem Schaltplan eines Entwicklers von 
einem Marketingfuzi nachträglich eine Änderung gemacht wird. Es sieht so 
aus, als ob dort früher einmal zwei Kondensatoren gewesen wären, ein 
Elko mit parallel geschaltetem keramischen Kondensator. Dann hat jemand 
das "sinnvolle" auf das "absolut notwendige" reduziert und dabei das 
Elko-Symbol stehengelassen und den Wert auf 10nF verkleinert.

Also, die Ferritperle soll Rückwirkungen der Elektronik auf den USB-Bus 
verhindern. Damit dann aber die Vcc-Leitung des USB-Busses nicht 
hochohmig wird und den Wellenwiderstand der Bussleitungen ruiniert, ist 
vor der Ferritperle wieder ein 10nF Kondensator eingefügt worden.

Da aber 10nF mit einer solchen Ferritperle gerne unschöne Resonanzen 
bilden kann, ist ein hochkapazitiver Kondensator (Elko von 10...47µF) 
dort aber weitaus sinnvoller. Damit jetzt auch noch bei HF der 
Wellenwiderstand intakt bleibt, wird einfach noch ein keramischer 100nF 
Kondensator parallel geschaltet.

Kai Klaas

Autor: Primate (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vielen Dank für eure Antworten!

Leider ist nichts konkretes dabei (wie vor drei Jahren auch).
Ich werde das Layout so erstellen, dass ich beides einfügen kann...

Autor: Primate (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nur der Vollständigkeit halber:
Das "c't-Bot Projekt" verwendet auch den FT232R. Dort wird ein 
ungepolter Kondensator mit 10nF verwendet.

http://www.heise.de/ct/06/07/223/default.shtml

Autor: Henry Schorradt (masterx) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Ihr Bastler und Experten der Elektronik.

ich bin neu in dem Bereich und habe durch berufliche Neuorientierung 
wohl mal eine echte Noob-Frage.
Das Thema ist hier zumindest genau das richtige.

Ich habe hier das Produkt von Hannes Jochriem gefunden und studiere 
gerade den Schaltplan.
http://dokuwiki.ehajo.de/projekte:ft232-breakout-board

Kann mir jemand bitte erläutern was der Ferrit genau macht und was genau 
die Kondensatoren machen und warum?! Ich bin da echt dem Thema 
neugierig, nur mir erschließt sich nicht selbst die Arbeitsweise dieser 
Kondensatoren zwischen Vcc und Gnd. Oder verhält sich der Elko bei 
Gleichspannung erstmal wie ein unendlich hoher Widerstand?
Würde mich freuen wenn mal jemand dazu eine kleine Deppenerklärung (für 
mich) schreibt...
Dank euch.

lg Henry

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Stell' doch bitte solche Fragen in einem neuen Thread, anstelle einen 
alten Thread auszubuddeln, in dem es um inhaltlich andere Dinge geht.

Dieser Beitrag ist gesperrt und kann nicht beantwortet werden.