Hallo,
Nun, zuerst einmal vorweg, wieso glaubst du Hardware sei out ? Die
Sache, warum heute so extrem viel Software verwendet wird, ist doch die:
Alle wollen Musik machen doch keiner will Geld ausgeben: Also wird sich
verhältnismässig kostengünstige Software gesucht (Reason, Fruity Lopps,
etc), gecrackt, was das Zeug hält oder eben auch mal notfalls auf ältere
deutlich günstigere Versionen einer Software zurückgegriffen.
OK, manche Dinge haben in Software durchaus ihre Daseinsberechtigung,
den anderen Teil macht auch der persönliche Geschmack und die
Arbeitsweise aus.
Also Thema Hardware vs. Software wenn´s um´s Sequenzing (die Steuerung
der Instrumente) geht:
- in Software mehr Möglichkeiten
- in Hardware je nach Geschmack meist intuitiveres Arbeiten & Live -
Möglichkeiten, dafür Alles in Allem teurr
Den Screenshots nach zu Urteilen scheint MusE brauchbar zu sein.
Sampler
die USB-funktion der genannten Sampler kenne ich nicht, gehe aber einmal
davon aus, dass sie zur Soundüberspielung bzw. Kunfiguration gut ist,
richtig ? Dann stellt sich ja nur noch die Frage, ob die Hersteller
entsprechende Software für dein verwendetes Betriebssystem mitliefern.
Für die Ansteuerung ist immer noch Midi aktuell, auch wenn sicher nicht
mehr so ganz zeitgemäss.
Gerade beim Sampler bietet sich aber, vorrausgesetzt man arbeitet
ohnehin mit dem Computer, eine Softwarelösung an.
Ausserdem musst du bedenken, dass ein Sampler immernoch nur ein
Abspielgerät für vorher aufgespielte Daten ist, eben mit einigen
erweiterten Funktionen. Er bietet sich also für 0815-Klänge, bei denen
keine großen Eingriffsmöglichkeiten gewünscht sind, bzw. für Clicks und
Cuts, die sich mit den meisten Synthesizern nicht oder nur begrenzt
erzeugen lassen, an.
Synthesizer
... braucht man für Klänge mit maximalen Eingriffsmöglichkeiten.
Software vs. Hardware, digital vs. analog, Syntheseform A vs.
Syntheseform B, Hersteller A vs. Hersteller B, mehrere Spezialisten vs.
einen Alleskönner, das Thema ist irrsinnig komplex ...
Anfänger meinen oft, analog sei alt und somit out, ein Irrglaube.
Vertiefen möchte ich das jetzt allerdings nicht um keinen Glaubenskrieg
auszulösen.
Lange Rede, kurzer Sinn, was ich die vorschlagen möchte:
Besorge dir eine gewisse Grundausstattung, entweder in Software,
Hardware oder auch Beides in Kombination. Z.B. dein genannter Sequenzer
+ eventuell Software-Sampler (gibt es bestimmt günstig oder gar
kostenlos) und eine Groovebox (keine Sampler-Variante sondern
Synthesizer-Variante) wie z.B. eine von den Korg Electribes.
Damit hättest du Vieles abgedeckt, kannst Grundsätzliches + mehr lernen
und bekommst eine Orientierung, wie du in Zukunft weiterarbeiten willst
...
Bist du der Hardware nicht abgeneigt gibt es inzwischen das eine oder
Andere interessante Projekt zum Selbstbau von Equipment, aber lass dir
Zeit damit.
Zum Schluss noch ein Link, immer eine gute Anlaufstelle (Forum) für die
Produktion elektronischer Musik: www.sequencer.de