Hallo,
ich hab ein Problem, ich brauch den Eingangswiderstand des ADC damit ich
nen Spannungsteiler berechnen kann. Ich finde den einfach nicht im
Datenblatt, vielleicht schau ich auch nur an der falschen Stelle...
Hab vor 10kV zu messen.
Mein Plan war mit einem großen Spannungsteiler die Spannung auf 2 Volt
runterzusetzen und dann das ganze Gleichzurichten und mit nem
Kondensator zu puffern. Irgendwelche Tipps oder Einwände? :)
Das Problem ist, dass der Eingangswiderstand des ATmegas (wie groß er
auch immer sein mag :)) sehr ungenau ist. Teile deine hohe Spannung mit
einem Teiler runter, und hänge einen als Impedanzwandler geschalteten OP
dahinter. Somit erfährt der Teiler keine Belastung und du bist
unabhängig von Eingangswiderstand des ATmegas.
Der Widerstand ist nicht angegeben, nur die Leckströme. Aber selbst wenn
du einen Spannungsteiler von 1GOhm verwendest, ist die Abweichung im
Bereich des normalen ADC Rauschens, da die Leckströme im nA Bereich
liegen.
@Dieter
Bei 1GOhm Eingangswiderstand benötigt man einen zweiten Widerstand von
etwa 200kOhm. Und das ergibt bei einigen 10nA eine Abweichung im
1stelligen mV Bereich.
Der EIngangswiderstand vom ADC ATMega8 liegt bei ca 100M Ohm.
Nachzulesen im Datenblatt Seite 298.
10kV ist echt irre. Willst das nicht vorher runtertransformieren?
Mach das bloß nicht, das geht schief! Widerstände haben eine
Maximalspannung, die liegt bei einem Standardtypen schätzungsweise
maximal bei 600 Volt, nachzulesen im Datenblatt. Überlege mal, was
passiert, wenn dieser eine Widerstand des Spannungsteilers durschlägt!
Ach Leute, das selbe Thema habe ich vor ein paar Wochen schonmal
durchgekaut. Ich messe 20kV mit einem mega48, und das seit längerer
Zeit. Ich habe bisher noch keinen AVR auf diese Art gegrillt. Mit einem
sauberen Spannungsteiler ist das garkein Problem.
"Hallo,
ich hab ein Problem, ich brauch den Eingangswiderstand des ADC damit ich
nen Spannungsteiler berechnen kann. Ich finde den einfach nicht im
Datenblatt, vielleicht schau ich auch nur an der falschen Stelle...
Hab vor 10kV zu messen."
Also vom Eingangswiderstand sehe ich da keine Probleme: Wenn Du einen
Spannungsteiler nimmst, dann wird der Ersatzinnenwiderstand durch die
zwei Widerstände in paralleler Anordnung gebildet. Sprich, der
Ersatzwiderstand ist niedriger als der kleiste Widerstand (das ist der
untere des Spannungsteilers). Somit ist der Ersatzwiderstand Deines
Spannungsteilers garantiert so niederohmig, daß Du sonst nichts weiter
berücksichtigen mußt.
Gruß
Wolfgang
www.ibweinmann.de
Brushless Motor Control
@Thorsten
Ich glaube ich habe 3x 68MOhm mit je 10kV Spannungsfestigkeit in Reihe
verbaut. Diese sind noch mit Schrumpfschlauch überzogen.
Das bietet etwas an Reserve falls die Spannung noch höher wird.
Solange kein Überschlag stattfindet machen auch Spannungen >5V dem AVR
nichts aus, da der Strom auf <1mA begrenzt wird.
Es gibt einige Hersteller die Widerstände bis 1000GOhm mit bis zu 50kV
Spannungsfestigkeit herstellen. Sind aber leider nicht ganz billig und
nicht einfach zu bekommen.
Der ADC des Mega168 (der mehr oder weniger kompatibel zum Mega 8 sein
wird) ist für Quellimpedanzen von 10kOhm oder kleiner ausgelegt (laut
Datenblatt, Kap 22.5.1). Ansonsten ist die Sampling Zeit nicht mehr
vernachlässigbar und muss bei Messreihen in betracht gezogen werden.
Misst du DC oder AC?
Wie genau musst du messen?
Vielleicht reicht dir eine einfache kapazizive Koppelung?
Dafür reicht schon Alufolie um das Hochspannungskabel.
Spannungsteiler willst du nicht verwenden. Hängt ein Anschluß in
der Luft oder geht ein Widerstand kaputt, können die 10kV direkt
anliegen.
Der Hintergrund dafür ist der interne Kondensator , der erst aufgeladen
werden muss. Daher ist ein Front-OP immer zu empfehlen, wenn es auch
Genauigkeit ankommt.
Reicht der OP alleine aus?
Afaik mögen viele OPs keine kapazitive Last und fangen an
zu schwingen.
Im Handbuch des aduc702x, mit dem arbeite ich gerade,
steht ausdrücklich drin, dass der ADC mit einem RC
Hochpass (R=10, C=10n), beschaltet werden soll.
Um das Hauptthema mal wieder aufzugreifen:
Im Datenblatt findet man unter Electrical Characteristics den Unter ADC
Characteristics. Da steht irgendwo "Analog Input Resistance". Das ist
der Innenwiderstand der Pins, die ADC-Messungen machen.
(bei mir steht da Min.: 55MR / Typ.:100MR)(R=OHM)
Robert wrote:
> Um das Hauptthema mal wieder aufzugreifen:
Und welchen Grund gibt es, das nach eineinhalb Jahren wieder
aufzugreifen? Gesteigertes Mitteilungsbedürfnis?