Hallo,
also ich bin auf der Suche nach einem Bestückungsrahmen. Die von Weller
finde ich ideal, aber ich weiß nicht ob sie wirklich 43,xx Euro
(Reichelt) wert sind. Und eigentlich ist da ja auch nicht viel dran?!
Kennt ihr Bezugsquellen für ne günstige Alternative?
Wichtig ist eben dieser Bauteilhalter, den ich bisher bei anderen
Haltern nicht gefunden hab.
Vielen Dank und liebe Grüße Anne
Eine Rolle Tesafilm (oder ein anderer Klarsichtklebestreifen) dürfte
"billiger" sein...
Wenn man sich regelmässig die Finger "anlötet", lernt bald, wie man die
Bauteile richtig festhält, ohne warme Finger zu bekommen...
Zum Thema selbst: einen preiswerteren Platinenhalter habe ich noch nicht
gesehen. Conrad hat noch einen, der aber nicht den Bauteilandrücker hat,
wie ihn der von Weller besitzt. Dafür kostet er nur 10Euro (oder etwas
mehr).
Hallo,
also wir arbeiten halt in der Ausbildung damit und daher finde ich sie
sehr nützlich..habe nun zu Hause auch schon versucht das ganz auf dem
Tisch zu legen, aber die Bestückung wird damit nicht so wie mit Rahmen.
Es geht ja auch um korrekte Abstände zur Platine, gerade Ausrichtung und
so weiter. Naja Beispiel Widerstand: Erst schön im 90° Winkel ausbiegen
damit er genau passt...so festhalten geht nicht weil in einer Hand Zinn
in der anderen Lötkolben.
So der Tip mit den Beinchen wieder auseinander biegen geht auch nicht,
weil das die Prüfer dann sehen und das nicht zulässig ist bzw nicht gern
gesehen wird.
Gut, dann werde ich wohl mit der Variante für 43 Euro leben
müssen..Danke euch trotzdem.
LG Anne
Liege ich da jetzt falsch:
Man biegt dem Widerstand schön um rechten Winkel die Beine ab.
Steckt ihn durch die Platine, lötet ein Beinchen fest, schneidet dann
beide Beine auf die richtige Länge (ca. 3mm?), lötet dann das lose
Beinchen auch noch an (so, dass die Schnittfläche auch bedeckt ist, und
lötet dann das zuerst angelötet Beinchen noch mal nach.
Zumindest hat sich in meiner Gesellenprüfung niemand darüber beschwert.
... und immer schön die Farbringe in eine Richtung ausrichten ...
@Anne
> also wir arbeiten halt in der Ausbildung damit und daher finde ich sie> sehr nützlich..habe nun zu Hause auch schon versucht das ganz auf dem> Tisch zu legen, aber die Bestückung wird damit nicht so wie mit Rahmen.
Alles Übungssache.
MfG
Falk
Hallo,
also das mit den Farbringen stimmt so..aber das Löten haben wir anders.
Beim Abschneiden darf der Lötzinnkegel nicht ab- oder angeschnitten
werden. Man muss also da abgeschnittene Beinchen sehen und daher würde
man auch sehen wenn man es auseinander biegen würde, damit es auf der
Platine hält.
Grüße Anne
Hi
Habe mir selber so ein Teil selber gebastelt ! Wenn Interesse besteht,
kann ich ja mal ein Bild reinstellen.
Ich habe mir so ziemlich alles für das erstellen von Platinen
selbstgebaut.
- Belichter
- Platinenschneider
- Ätzküvetten (Sprühätzanlage befindet sich im Bau > Endphase)
- Bestückungs"rahmen"
- Lötzinnabroller
- Bohrständer für den Dremel
- kleiner Leuchttisch
- Belüftung der Küvetten über Kühlschrankagregat
- .........
Nette Grüße
Torsten
Huhu Torsten,
ja ein bild wäre nett!! Du bist ja ein Freak...ist ja cool was du alles
schon gebaut hast. Wir sind gerade am Belichter ;-)
@Christoph, danke für den Tipp...ja diese Platinenhalter ohne diesen
Beuteilhalter gibt es ab 5 Euro, auch mit Lupe und so...aber mir wäre
halt dieser Bauteilhalter wichtig...
Liebe Grüße Anne
Also zu der Technik des Anlötens...
ich kenne das ein wenig anders. Einen Bestückungsrahmen habe ich nicht
und brauche ich nicht.
Zuallererst werden die Drahtbrücken in die Platine eingesetzt,
Silberdraht mit zwei Zangen ein wenig strecken und dann schön mit der
Zange auf 90 Grad biegen. Nach ein wenig Übung passt der Draht exakt
zwischen die beiden Löcher (ohne Spannung). Wer will kann vorher den
Silberdraht noch polieren, aber das ist Geschmackssache. Zum fixieren
vorm Löten nehme ich ein wenig Kreppband (Malerband) fixiere Ihn und
drehe dann die Platine. Der Überstehende Draht, Beinchen werden vor dem
Löten abgeschnitten. Ein wenig Lötzinn als Abstandshalter damit man
immer annähernd den gleichen Abstand hat und dann abkneifen. Dann Löten.
Dies hat den Vorteil, dass nicht allzuviel Hitze über die Beinchen
verloren geht.
Nach dem Draht kommen die Widerstände (ja ich bekenne mich, ich nehme
die Biegeleisten von Reichelt, da es mir auf Dauer zu anstrengend ist
alle Widerstände per Hand auf 90 Grad zu biegen), dann die
Kondenstatoren,...
Immer alles schön mit Krepp fixieren und Bauteil für Bauteil (können
auch mal zwei oder drei sein) löten. So bekommt man dann auch mal eine
Reihe von LEDs freistehend schön ausgerichtet (dauert halt nur etwas).
Wenn die Bauteile höher werden wird es schwieriger die Platine umgedreht
liegend zu löten. Hier lege ich häufig die Platine auf eine oder zwei
Lötzinnrollen. Wenn die Rollen ein grosses Loch (meist nur bei 1kg
Rollen) haben kann man bei wenig Bauteilen diese umgedreht im Loch
verschwinden lassen und dann prima Löten. Bei grösseren Platinen gehen
auch sehr gut die Deckel von CD-Spindeln.
Aber im Endeffekt ist das alles eine persönliche Frage. In der
Berufsschule hatten wir auch einen Meister, der war bei allem Mister
150%ig. Aber beim Bestücken und Löten hat er die
Reinsteck-Beinumbiege-Löten-Abknipsen-Methode bevorzugt. Und diese sieht
wahrlich nicht schön aus. Lötrahmen gab es auch, die hatten von der
Bauteileseite eine Platte mit Schaumstoff. Somit konnte man fast alles
bestücken und dann alle Bauteile Löten. Aber so schön war es auch nicht,
durch die verschiedenen Bauteilehöhen stimmte der Anpressdruck nicht
unbedingt und die Bauteile mussten nachher wieder per Hand optisch
korrigiert werden.
Sascha
Hallo,
ja gut also das der normale Ablauf des Bestückens klar ist davon bin ich
jetzt einfach mal ausgegangen...alles der Größe nach, ausbiegen ohne
Spannung usw.
Ich muss das machen was die Prüfer wollen und ich hatte es bei ein paar
Lötaugen das man nichts mehr vom Beinchen gesehen hat und da wollten die
mich fast fressen, weil man so ja gar nicht genau wüsste ob Kontakt da
ist oder nicht.
Also werde ich mich einfach mal daran halten müssen. Mit den großen
Anpresshaltern haben wir auch gearbeitet und wenn man hier auch wieder
die Bauteile der Größe nach einlötet passt das auch super.
Grüße Anne
>Beim Abschneiden darf der Lötzinnkegel nicht ab- oder angeschnitten>werden.
Das wäre mir viel zu anstrengend. Es handelt sich beim Löten des ersten
Beinchens auch eher ein Kleben. Die Lötstelle muß komplett "aufgeweicht"
werden, wenn das Bauteil komplett angelötet wird. So ähnlich wie beim
SMD-Löten...
>Immer alles schön mit Krepp fixieren
Andere nehmen dafür Tesafilm...
>Reinsteck-Beinumbiege-Löten-Abknipsen-Methode
Um 90°? Wenn die Beine etwas schräg sind (30°-45°), dann sieht es noch
recht gut aus und lötbar ist es auch noch.
Ich müsste echt mal meinen Meister von damals wieder besuchen...
@Tim
Sorry - da hat sich wohl etwas überschnitten.
Materialkosten ? 0,00€ - Alles aus der Restekiste und mit div.
Werkzeugen
(z.B. Dremel-Klon) bearbeitet. Beschriftung über meinen Schneideplotter.
Das "Rad", mit welchem die Platine gedreht wird, ist z.B. ein
Stufenzahnrad aus einem ausgeschl. Drucker.
Oh - sorry - die Rändelschrauben habe ich gekauft :-)
Nette Grüße
Torsten
>die Biegeleisten von Reichelt
@Sascha (oder wer noch so ein Teil hat)
Wäre es ein großer Aufwand, wenn Du die Biegelehre einmal von oben
(gerade von oben) fotografieren könntest, mir eine kleine Bemaßung
nennen würdest und es hier reinstellen würdest
(Länge u. Breite würde mir schon genügen, da ich es dann am PC
entsprechen skalieren kann) ?
Es wäre sehr, sehr nett.
Die Rastermaße sind mir bekannt. Das Teil ist nun wirklich günstig -
sicher, aber ich brauche im Moment nichts von Reichelt und wenn ich
nur das Teil bestelle, wird das richtig teuer (Mind.Best-W/Porto).
Daher möchte ich mir selber eine basteln (ob nun unsinnig oder nicht -
ich bastel halt gerne) !
Nette Grüße
Torsten
@Oskar (Rahul)
Das wäre sehr nett von Dir. Ich schrieb ja oben schon, dass ich fast
alles
selber gebaut habe. Dabei ist z.B. ein Platinenhalter für die Küvetten,
den es bei Reichelt auch für wenig Geld gibt. Allerdings etwas "anders".
Es macht mir halt Spaß ...
Nette Grüße
Torsten
eine einfache Biegelehre kann man aus einem Rest Lochrasterplatine
machen. Die käufliche (63ct bei R) hat aber den Vorteil das die Bauteile
noch zentriert werden.
Und wo wir gerade beim Sparen sind: bei Aldi gibt gerade
Halogen-Stiftlampen im Sixpack für 1,49. Oder waren es 1,39? In 10,20,35
und 50Watt.
@Torsten:
Dein Multitool sieht schon beeinduckend aus. Was mich ebenfalls
interessieren würde, ist dein Platinenschneider. Ist das eine Art
Schlagschere, oder arbeitet er spanabhebend?
Hi
>Ist das eine Art Schlagschere, oder arbeitet er spanabhebend?
Das ist ein Dremel mit einer biegsamen Welle und Trennscheibe.
Aber Bilder sagen ja bekanntlich ........
Vor kurzem habe ich mir auch noch eine kleine Tischkreissäge gebastelt.
Funktioniert tadellos - sogar mit selber entworfenen und dann
aus Edelstahl gelaserten Sägeblättern.
Bild 1:
Bild 4:
Mittlerweile habe ich die Dremelhalterung mit an den eigentlichen
"Schneidetisch" befestigt, damit ich unabhängig von irgendwelchen
Befestigungsmöglichkeiten bin.
Das Teil schneidet mit einer einfachen Trennscheibe genauso gut,
wie mit einer Diamantstaubbesetzten.
Hier hatte sich die Investition der original biegsamen Welle von
Drehmel gelohnt. Die meisten Wellen haben ein recht dickes Handstück,
damit man werkzeuglos das Werkzeug wechseln kann lol
Hat allerdings den Nachteil, dass man an Schnitttiefe verliert.
Könnte man aber über eine größere Trennscheibe (z.B. die Glasfaser-
verstäkten) kompensieren.
Das Handstück der Dremelwelle ist fast genauso im Ø wie die Welle
selber.
Nette Grüße
Torsten
P.S. @Rahul
Denkst Du ggf. nochmal an den Scan ?
Ach ja - das sind alles ältere Bilder.
Von unten ist nun alles mit Styropor und Schaumstoff ausgekleidet,
sowie verschlossen und mit Moosgummi beklebt, damit es nicht rutscht,
weniger vibriert und leiser ist.
Auf manchen Bildern sieht das Teil etwas verbogen aus. Ist es aber
nicht.
Irgendwie bekomme ich das mit den Fotos nich so richtig hin .....
Nette Grüße
Torsten
@Thorsten: hattest du sowas gesucht?
von der schmalen Seite an: 7,5, 10, 12,5, 14, 17 mm. Jeweils ca. 0,3 mm
weniger für den Biegeradius. Die Aussparung für die Bauteile ist 4 mm
tief.
@Torsten:
Vielen Dank für die aufschlussreichen Fotos vom PCB-Cutter. Die Idee mit
der biegsamen Welle finde ich gut, und sogar an das Absaugrohr ist
gedacht. Ich werde mir vielleicht etwas ähnliches zusammennageln, da ich
noch keine kostengünstige und schnelle Methode gefunden habe, um
Platinen halbwegs genau zu trennen. Ein anderer diesbezüglicher Thread
im Forum half auch nicht so arg weiter.
Ich habe die kleine Proxxon Tischkreissäge gekauft, aber schon beim
Teilen einer Eurokarte in 2x80 mm ist die am Limit: den Anschlag kann
man nicht auf diese Breite einstellen. Der Motor und der Rest sind aber
ok, ich werde deshalb mal versuchen eine grössere Platte auf die Säge zu
bauen, dann ist die richtig gut brauchbar.
Kompletten Selbstbau einer Säge habe ich auch überlegt, bin da aber
nicht so ausdauernd wie Thorsten. Wellenböcke kriegt man aus dem
Schiffsmodellbau und den Antrieb hätte ich auch mit Zahnriemen gemacht
(wie in der Proxxon).
>Ich habe die kleine Proxxon Tischkreissäge gekauft, aber schon beim>Teilen einer Eurokarte in 2x80 mm ist die am Limit: den Anschlag kann>man nicht auf diese Breite einstellen.
Die Frage ist, in welcher Richtung sie am Limit ist.
Geht der Anschlag nicht dicht genug an's Blatt oder nicht weit genug vom
Blatt weg ?
Beides eigentlich kein Problem: neuen Anschlag basteln !!!!
Im Anhang mal meine kleine selbstbau Tischkreissäge und der
selbstbau Bohrständer.
Nette Grüße
Torsten
Ach ja - an der Säge fehlt noch die Absaugung. Realisiere ich aus
einem alten Handstaubsauger.
Tja - hier wird ALLES verwertet. Sollte die Frage des Preises
auftauchen:
ca. 3,- € - alles Andere aus der Restekiste und dem Elektroschrott.
Ääähm - der Motor für die Säge, stammt aus einem Mixer.
Meine Frau war nicht sooooooooo begeistert und sie Fand die Idee
mit der Säge auch klasse - bis ich Ihr das leere Mixergehäuse zeigte
....
Zum Schneiden von Platinen sollen sich auch sehr gut die elektriechen
Fliesenschneider eignen. Vorteil: das Blatt steht im Wasser - somit
keine Staubbildung und keine Absaugung nötig.
an der Proxxon Kreissäge kann man doch nicht so einfach die Platte
wechseln, das ist ein aufwändigeres Gussteil mit Befestigungen der Lager
usw. Dann lasse ich das erstmal so. Zum Glück gibts in unserer Firma
eine Werkstatt mit professioneller Schlagschere, die halbiert mir die
Platinen in zwei Sekunden.
Hallo,
ich baue auch gerade einen Bestückungsrahmen da mir der von Weller zu
teuer ist und es Torsten vorgemacht hat.
Werde in den nächsten Wochen mal ein Bild reinstellen.
Jan
So ungefähr sollte mein Platinenhalter aussehen.
Also ähnlich dem von Weller.
Übrigens im Conrad kann man den nur noch online kaufen da die jetzt von
ihrer eigenen Marke einen (unstabilen und klapprigen) rausgebracht
haben.
Für 20€.
[[http://www.conrad.de/goto.php?artikel=813141]]
>Übrigens im Conrad kann man den nur noch online kaufen da die jetzt von>ihrer eigenen Marke einen (unstabilen und klapprigen) rausgebracht>haben.>Für 20€.
Das Ding habe ich schon für´n Fünfer bei Ebay gesehen ...
Hi,
also ich habe mir den Rahmen von Weller schon vor einiger Zeit gekauft
und muss sagen, dass ich im Großen und Ganzen zufrieden damit bin. Er
ist sicherlich etwas überteuert, allerdings machten die
Anschaffungskosten bei mir damals nur ein kleinen Teil aus (DSO mehrere
hundert Euro, Signalgenerator mehrere hundert Euro, Lötstation knapp 200
Euro, etc.). Ist aber auch eine Frage, wer sich so etwas kauft. Ein
Schüler, der wenig Geld hat, aber dafür mehr Zeit, ist sicherlich mit
einem selbst gebauten Rahmen besser dran. Wenn man die Zeit
berücksichtigt, die man in so ein Bestückungsrahmen-Projekt stecken
muss, ist man mit Materialkosten und der eigenen Arbeitszeit schnell
jenseits von 44,- Euro. Und wozu? Nur damit man sagen kann, "dass habe
ich selbst gebaut"? Da baue ich doch lieber andere Sachen, die mehr mit
Elektronik als mit Handwerk zu tun haben. Von daher: Wer das Geld über
hat und selbst pro Stunde x Euro kostet, kann ihn sich meiner Meinung
nach beruhigt kaufen. Schrott ist er nicht, die Lösung aller
Löt-Probleme aber sicherlich auch nicht. Ich nehme ihn nur, weil ich
öfter mal Platinen habe, die aufgrund ihrer Bauteile ziemlich uneben
sind und sich daher nicht so optimal auf einer ebenen Fläche liegend
löten lassen.