Ich suche ein schaltungs und programm-beispiel in dem ein DC-DC regler
per AVR und PWM realisiert wurde.
Die meisten seiten die ich gefunden hatte waren sehr theoretisch und
hatten nichts mit AVRs zu tun. Ich würde das Prinzip gerne besser
verstehen.
Bis jetzt habe ich zwar eine schaltung aufgebaut die eine spannung hoch
bringt aber ich kann fast keinen strom entnehmen... Ich würde auch gerne
wissen wie sich ausgangskondensator, Rds(on) und R der Induktivität auf
die schaltung auswirken (ich nehme mal an zu große Widerstände bringen
mehr verlustleistung, haben aber keinen Einfluss auf Ausgangsspannung
oder?).
Sollte man den FET per transistor ansteuern oder reicht der port pin vom
AVR? Ich nehme mal an strom-mäßig reicht der port pin aber mit einem
transistor kann man schneller schalten oder? Da dieser ja bei sehr
kleinen spannungen schon leitet (also auch wenn der Port-Pegel vom AVR
noch nicht ganz oben ist).
Ich werd jetzt bestimmt wieder runter gemacht das ich soviel einfaches
frage...
Nimm einen IRF7401, ist ein Logic Level N-Channel FET, den kannst Du
über einen 100 Ohm-Widerstand mit dem Gate direkt an einen Portpin
hängen. Der FET hat auch eine integrierte Avalanche-Diode. Du kannst an
den Drain eine Spule nach VCC anschließen. Darauf wickelst Du eine
zweite Spule in einem Dir überlassenen Verhältnis, einen kleinen Trafo
also, geht ganz gut mit einem kleine Tonnenferrit (Drosselspulen aus
alten Netzteilen). An der zweiten Spule machst Du eine
(Einweg-)Gleichrichtung und hängst einen Elko zum Puffern dran, so
kannst Du, je nach Dimensionierung und PWM-Frequenz zwischen 20 und 50mA
bei entsprechender Spannung entnehmen. Das Ganze ist dann auch
galvanisch getrennt. Auf die Weise habe ich schon mehrere Wandler
gebaut. Ohne Trafo, nur mit einer Spule geht natürlich auch, so wie in
der Zeichnung. Da habe ich aber keine Erfahrung mit. Viel Spaß beim
Basteln!
mein ziel ist 180 volt, bei nur ein paar mA (ich denke mal so maximal
10mA) für eine nixie uhr wie diese hier:
http://www.amug.org/~jthomas/watch.html
Ich frage mich schon die ganze zeit wie bei dieser Uhr der
aufwärtsregler realisiert wurde, schließlich werden da 1,5 zu 180 volt
gewandelt.
ich denke als n-fet an den irf3000, der hat einen besonders kleinen
Rds(on) und ist im SO-8 gehäuse.
>ich denke als n-fet an den irf3000, der hat einen besonders kleinen>Rds(on) und ist im SO-8 gehäuse.
Der IRF7401 genau so...
>Ich frage mich schon die ganze zeit wie bei dieser Uhr der>aufwärtsregler realisiert wurde, schließlich werden da 1,5 zu 180 volt>gewandelt.
Mit einer genügend hohen Spulenübersetzung und einer Diode mit 400V
Sperrspannung kein Problem.
Also ich hab hier mit NE555 und völlig ungeregelt, ohne Trafo (also nur
mit Spule, Transe BD135 und Diode) aus 5V 110V gezaubert, schonmal nicht
schlecht. Wie sich die Spannung unter Last verhält weiss ich nicht, aber
eine Glimmlampe zieht ja fast keinen Strom. Evtl. bekommt man sowas
kompaktes auch mit Schwingkreis + Spannung der Resonanzüberhöhung hin?
Meint ihr für solch eine nixie röhre kann man auch einen kleineren
Kondensator nehmen? Bei der schaltfrequenz (die ja auf jeden fall >10kHz
ist) sollte man das ja nicht sehen wenn der kondensator entladen ist.
Bei der nixie armbanduhr scheint gar kein kondensator verbaut zu sein,
nur ein ganz kleiner keramik typ ganz oben links in diesen bild zu
erkennen (daneben scheint auch die diode und die spule zu sein):
http://www.amug.org/~jthomas/watch21.jpg
Aber ich hab bisher noch keinen keramik kondensator gefunden der um die
200 volt aushält... sollte ja schon ein paar nF haben damit die lampen
wenigstens kurzzeitig leuchten oder?
Travel Rec.: der IRF7401 macht leider die spannung nicht mit :(
Das mit dem trafo hört sich nach großer Spule an... Ich würde gerne eine
fertig spule nehmen da ich nicht soviel rum basteln möchte (das sieht
bei mir dann nur deletantisch aus :-))
mir ist gerade aufgefallen, dass der irf3000 gar kein logik level nfet
ist. logik level mosfets haben ja leider ne niedrige max. Vds... kann
ich denn vielleicht auch einen npn transistor nehmen?
Ich bin irgendwie ratlos :(... ich würde echt gerne wissen wie diese
nixie armbanduhr funktioniert.
Wieso macht der IRF7401 dei Spannung nicht mit? Wenn Du ihn an einem
Trafo primär mit den 5V betreibst und auch die Freilaufdiode nicht
vergißt, geht das ganz hervorragend. Läuft doch bei mir ganze 3x und
zuverlässig.
ahh jetzt verstehe ich... durch die sekundärseite des trafos ist das
alles galvanisch getrennt und der irf bekommt von den 180 volt gar nix
mit... logisch :)
Gibt es irgendwo solche miniatur-trafos für SMD montage?
Sicher, selberwickeln kostet aber weniger und schult ;-) Zum Testen sind
die 09P-Kerne wie gesagt nicht schlecht. Wenn alles so einigermaßen
geht, kann man sich ja auch mal nach industriellen, vollgeschirmten
Ferrit-Trafos umsehen. Es gibt da verschiedene Spulenhersteller, die
sich auf Wandlerinduktivitäten und -trafos spezialisiert haben.
Ich habe ein script zum berechnen des flyback wandlers gefunden:
http://schmidt-walter.fbe.fh-darmstadt.de/smps/spw_smps.html
Mit den zu erwartenden Werten kommt das hier raus. Gibt Spitzenströme
von 2A für die Batterie. Wie verkraftet das die Batterie von dieser Uhr
das überhaupt: http://www.amug.org/~jthomas/watch.html (ist zwar eine
Krusty Batterie, aber so gut können die auch nicht sein :))
http://lupin.shizzle.it/berechnung.jpg
Ich werde es mal mit 9 und 491 Windungen und 0,15mm draht versuchen,
dann komme ich ungefähr auf das verhältnis. Keine Ahnung ob das nun mit
den 7.5µH hin kommt :-/
Worauf sollte ich das ganze wickeln? Travel Rec. meinte einen
Tonnenferrit, ist das sowas: http://www.segor.de/bilder/00006111.jpg ??
Das kann man zumindest wickeln aber ich glaube mit 500 wicklungen wird
es schon arg knapp...
Den IRF7401 habe ich bei segor nicht gefunden, dafür aber den SI4430BDY,
der scheint sogar noch eine Ecke besser zu sein.
IRF7401 gibbet bei Reichelt, 09P mit etwas Draht drauf auch, den Rest
kann man dazuwickeln. Wieviel man auf einen Tonnenferrit draufbekommt,
hängt natürlich von der Stärke des Drahtes ab. 0,08er passen etliche
hundert Windungen drauf ;-)