und jammert sogar im Fernsehen! Gerade hatte ich eine Begegnung mit
einem Geist, der einer mir bekannten Person sehr ähnlich sah. Der Geist
verweist auf die gestiegene Nachfrage nach Spezialwerktstücken, von
denen er noch tonnenweise welche verkaufen könnte, wenn er nur noch ein
paar mehr Ingenieure hätte.
Hat ber aber nicht!
Wenn man da vor 5 Jahren wegen eines Praktikums im Maschinenbau
nachgefragt hat und an der CAD arbeiten wollte, gab es auch nichts.
Ob da Zusammenhänge bestehen ?
Ich bin stets gut rasiert! Die hatten nur kein Praktukum, weil sie keine
Lust hatten, junge Ingenieure auszubilden oder dabei zu helfen. Auch
sonst haben die wie viele ander Firmen auch die Nachbildung junger Leute
schleifen lassen und sogar Ingenieure gekündigt! Jetzt, Jahre später,
wundern sich natürlich alle, daß es keine "ausgebildeten Ingenieure"
gibt, die man schnell wieder einstellen kann. Ich musste damals über
100km fahren, um einen Platz zu kriegen.
Es kam gestern, den 3.1.07 zweimal im Fernsehen. Das Werk wurde gezeigt
und darüber gesprochen, daß aus Nachbarwerken Ingenieure ausgeliehen
werden müssen, um den akuten Bedarf zu decken. Angeblich ist es
unmöglich, Ings einzustellen.
>Angeblich ist es unmöglich, Ings einzustellen.
Ist es ja auch. Das werden irgendwelche Projektspitzen sein, die
abgebaut werden müssen. Da klebt man sich nicht irgendwelche Ingenieure
ans Bein, sondern holt sich welche leihweise - auch von
Dienstleistern...
Die Recherche ergab, daß es in der Tat die SMS Demag AG ist, die dort
(und im Fernsehen) Ingenieure sucht. Anfänger sind auch gefragt! Die
Firma ist aber in der tiefsten Sauerländer Pampa!
es ist aber wirklich egal wo diese Firma liegt. Ich habe vor über 10
Jahren die gleichen Erfahrungen gemacht -- selbst bei den Diplomarbeiten
fanden sich keine Firmen, so daß ich und einige meiner Mitstudenten an
der Hochschule diese Arbeit machen mussten. Das hat sich leider noch
Jahre so weiter gezogen. Später gabs dann noch die Diskussion 'Inder
statt Kinder' oder andersrum :-)).
Alle haben nach qualifizierten Leuten gesucht, aber Jahre zuvor nichts
dazu beigetragen. Nun kommt der ganze Mist wiederholt....einer hat
angefangen sich daüber zu beschweren keinen Nachwuchs zu finden und alle
anderen plappern dem nach. Wie man sieht, wiederholt sich das
regelmässig (Spiegel, VDI, Focus usw...).
alle Aussagen nehm ich nicht mehr ernst -- das sollten alle tun..
grus herbert
Ich habe mich mal SMS Demag beworben. Zwei Tage vor dem
Vorstellungsgespräch kam ein Schreiben dass sie sich entschieden hätten,
in den Ausbildungsjahr nun doch keine Fachinformatiker auszubilden; ob
ich nicht Interesse an einer Ausbildung zum Industriekaufmann hätte...
Bei einem Tag der offenen Tür einige Monate zuvor wurde die FI
Ausbildung noch übermäßig gelobt und besonders hervorgehoben... Ich
glaube mehr braucht zu der Firma wohl nicht zu sagen.
Rückwirkend betrachtet bin ich froh statt dessen ohne Umweg studiert zu
haben... :-)
> Ich habe vor über 10 Jahren die gleichen Erfahrungen gemacht> - selbst bei den Diplomarbeiten fanden sich keine Firmen
Taj, das war die Zeit. 10 Jahre zuvor war es wieder ein Hoch, deshalb
haben so viel studiert! - wobei: Die Wellenbewegung war damals noch
nicht so schlimm wie heute, der Mangel wird noch größer werden, als Ende
der 80er. Das Ganze scheint sich aufzuschaukeln.
Noch etwas zu den Firmen selber: Da gibt es solche und solche. Ich hatte
das Glück, wenigstens als Student arbeiten zu können und die Firmen und
Chefs, die mir das damals ermöglichten, habe ich mir gemerkt. Die können
jederzeit anklopfen! - Heute sehe ich viele Angebote, wo ich vor Jahren
abgewiesen wurde - die können mir jetzt auch gestohlen bleiben.
DEMAG kenne ich jetzt nicht - ich habe aber, was das Siegerland angeht,
solche Erfahrungen mit EMG Wenden: Erst 2 Riesenprojektgespräche, dann
detailiertes Angebot mit Startzeitpunkt und Kostenrahmen und dann kriegt
es am Ende einer vom Nachbar, der den Chef kennt und Null Qualifikation
für das Projekt hatte. Dasselbe bei IRLE Maschinenbau: Steuerung
beantragt, konzeptioniert, angeboten und dann abgelehnt, weil es ein
Student gemacht hat. Ging natürlich schief und wurde doppelt so teuer!
Hi,
10 Jahre ... sind heutzutage schon Steinzeit! ;-)
Im Ernst: Sicher ist es theoretisch (!!) richtig, das Firmen sich heute
nicht beklagen sollten, wenn sie vorher nicht dafür gesorgt haben, das
der entsprechend qualifizierte Mitarbeiter "erzeugt" worden ist.
Aber ebend nur theoretisch:
- die Zeiten sind tatsächlich anders, vor 70 bis 100 Jahren war 10 Jahre
noch ein erträglicher Planungszeitraum. Heutzutage existieren durchaus
erfolgreiche Firmen (keine Pleitegeier-Horste) von Gründung bis
Verkauf/Abwicklung u.U. < 10 Jahre! Nachwuchsförderung (darauf läuft es
hinaus) ist unter solchen Zeitbedingungen schwierig bis unmöglich!
Insbesondere kleine und mittelständische Firmen können das schlicht
nicht reißen.
- einfach mal einen Ing. "auf Halde legen" geht nicht - aus 2 Gründen:
zum einen die Kosten, Ing's gehen ja nicht gerade für 3 Euro Stundenlohn
;-). Zum anderen, was mach' ich mit den Jung's (oder Mädels) in der
Zwischenzeit? Sie rumsitzen lassen bringt mir weniger als nichts.
Weniger deshalb, das wenn sie nichts tun, deren Qualifikation nach
wenigen Jahren gegen 0 geht und sich die, die etwas tun wollen, ganz
schnell einen anderen Arbeitsplatz suchen!
Alles in allem: es ist richtig, das sich Firmen eigentlich um die
Ausbildung ihres Personals kümmern sollten und nicht davon ausgehen, das
irgendwer das, möglichst für Umme (auf diese Firma gesehen!), für diese
Firma übernimmt. Andererseits sind Ausbildungszeiträume von ca. 3 Jahren
für kleine Firmen heutzutage, insbesondere mit Hinsicht auf die
Globalisierung, praktisch nicht mehr machbar. (die Globalisierung
deshalb, weil solche Ausbindungskosten natürlich auch Wirkung auf den
Dienstleistungs- oder Produktpreis haben ... tja, und wenn der Kunde ein
gleichwertiges (!!!) Produkt / Dienstleistung im Nachbarland für Weniger
bekommt ...)
Das Konzept: "Firma bildet sein eigenes benötigtes Personal aus"
funktioniert also mittlerweile nicht mehr. Da braucht's neue Konzepte.
Schönen Tag noch,
Thomas
Und wie soll das gehen, wenn keiner ausbildet? Wie produzieren die
anderen denn die angeblich gleichwertigen Waren, ohne selber
ausgebildete Mitarbeiter zu haben? Haben wir in unseren 3 Jahren in D
einfach zuviel Ballast? Geht's auch mit weniger?
Ich bin nicht überzeugt, ob es mit dem Schlagwort Globalisierung getan
ist. Viele Firmen (genauer ein gewisser Führungskreis) ist schlichtweg
zu dämlich, um effektiv Waren an den Mann zu bringen. Habe es selber
wieder erlebt: Ein Anbieter einer Steuerung hat Probleme, seine Produkte
loszuwerden, will sich aber nicht auf einen neuen MArkt einlassen. Ich
hatte zufällig ein Projekt, wo der Leiter Teilprojekte an eine Subfirma
auslagern wird, die dann Zukieferteile billig in China machen lässt.
Zusammen mit der Konstruktion als Neuentwicklung wird das trotz
Billiglohn noch recht teuer.Nun würde die Steuerung von vorne mit etwas
Modifikation 100% passen, aber statt sich meinen Vorschlag mal
anzuhören, wird nur abgewunken.