ATMEL Evaluations-Board - ISP über serielle Schnittstelle??

Gast #474094
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Hallo alle zusammen!

Ich hab mir bei pollin.de das ATMEL Evaluations-Board bestellt. Beim 
studieren der Anleitung ist mir was (für mich als Anfänger merkwürdiges) 
aufgefallen: Normal braucht man ja einen ISP-Programmieradapter um die 
AVR's zu programmieren. Bei diesem Board ist die ISP-Schnittstelle aber 
einfach auf einen 9er SUB-D gelegt und es wird behauptet, dass man ihn 
direkt über die serielle Schnittstelle des PCs aus programmieren könnte. 
Was ich bisher gelesen habe trifft dies aber nicht zu.. Was sagt ihr?
Hab mal den Schaltplan angehängt...

Danke für eure Hilfe und ich hoffe die Frage war nicht alzu blöd ;-)
Angehängte Dateien:
Gast #474095
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sieht so aus als wenn der µC nen Bootloader hat. das heißt es ist schon 
ein programm geflasht, welches beim einschalten kurz wartet ob auf der 
seriellen daten kommen und diese dann als programm in den 
programmspeicher schreibt.
Gast #474101
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ich hatte nur probleme mit dem teil, die layoutfehler sollen aber 
inzwischen beseitigt sein... einen Controller musst du noch dazu kaufen 
und die software dafür irgendwo im internet zusammensuchen...

gruß jahn
Gast #474106
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Hab das Board auch und gefällt mir für den Preis gut.
Du musst nur über ein 9-poliges Sub-D-Kabel den ISP-COM-Port des Boards 
mit einem COM-Port am PC verbinden, dann kannst du das Board über 
PonyProg programmieren.
Der Schnittstellenwandler dient nur dazu, um den USART zu testen.
Über die 10polige Pfostenleiste "ISP" kannst du über ein passendes Kabel 
das Board an einen bereits verbauten µC mit ISP-Anschluss anschließen 
und dann direkt programmieren ohne extra ISP-Adapter.
Hoffe, das klärt dein Problem.
Gast #474112
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Mhh, so hab ich das ja auch verstenden, aber eigentlich ist das nicht 
möglich. Denn laut AVR-Spec braucht man dafür einen 
ISP-Programmieradapter, der die Pegel der seriellen Schnittstelle 
anpasst. Ich habe noch nie gehört das man den COM-Port direkt an die ISP 
anschließen kann... Was hat es damit auf sich?
Gast #474126
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Damit ist der Computer beim Paralellport vor Kurzschlüssen geschützt. 
Der Comport ist meistens! kurzschlussicher, da die Spannugen mit einer 
kleinen Kondensatorladungspumpe erzeugt werden.
Gast #474129
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Ok, dann kann ich mir so einen SPI-Adapter ja (zunächst mal) sparen.
Wollte unter Linux das KontrollerLab nutzen. Kann es mit dieser 
SPI-Variante umgehen?
Schonmal danke für die schnelle Hilfe, echt Wahnsinn, ihr seid Spitze!
#474143
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Also so wie auf diesem Board es gelöst ist müsste es schon 
funktionieren. Lediglich werden die Signale halt an den Grenzen der 
Schnittstellen liegen was zu einer erhöhten störanfälligkeit führen 
kann. Ein "sauberes" ISP-Adapter mit zB Max202 kostet halt mehr Geld und 
irgendwo muss man halt sparen wenns so billig ist g
Gast #474486
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Um mich auch nochmal einzumischen...

Wenn ponyprog also, wie ihr sagt, die direkte Programmierung über die 
serielle Schnittstelle unterstützt, müsste dies doch auch in WinAVR 
möglich sein, oder?
Wenn ich jedenfalls im Programm mfile, das ja die Einstellungen des 
Makefiles vornimmt, den Programmer auswähle, wird mir u.a. der 
Programmer "ponyser" angezeigt. Dieser sollte doch dem o.g. entsprechen. 
Hat dies schon mal jemand ausprobiert?
#474516
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Lest Ihr eigentlich auch mal das, was andere Leute in anderen Threads 
bereits geschrieben haben?

Vermutlich nicht...

Denn dann würdet Ihr wissen, dass Ponyprog den COMport nicht als UART 
benutzt und nach RS232-Spezifikation serielle Daten schaufelt, sondern 
dass Ponyprog direkt an den Portpins wackelt und eine SPI-Schnittstelle 
emuliert, die der Portchip per OS oder BIOS gar nicht beherrscht. Dies 
funktioniert nur zuverlässig, wenn der I/O-Chip ohne Umwege direkt 
angesprochen werden kann. Sobald z.B. USB dazwischen hängt (Adapter 
USB-Seriell) geht meist nix mehr.

Bessere ISP-Adapter (z.B. AVR-ISP von ATMEL, STK500 von ATMEL, 
Eigenbau-ISP-Adapter mit eigenem Mikrocontroller nach AN910) haben einen 
(oder zwei) Mikrocontroller, machen das Timing zum Programmieren selbst 
und schaufeln über die COM-Schnittstelle nur noch die Kommandos und 
Daten, was gemäß RS232-Spezifikation erfolgt und daher auch an modernen 
Rechnern (ohne COM-Port) über USB und Adapter funktioniert. Das 
AVR-Studio unterstützt von Hause aus diese (intelligenten) Prgrammer. 
Bastellösungen, die den Schnittstellenchip anderweitig missbrauchen, 
werden von ATMEL nunmal nicht (mehr) unterstützt. Da braucht man schon 
Fremdprogramme wie Ponyprog, die dann meist die aktuellen Controller 
(z.B. Mega48) noch nicht kennen.

...

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