Moin!
Immer wieder liest man, dass sich Anfänger in Bezug auf Mikrocontroller
scheinbar (Schnitt-Verletzungen zuziehen.
Kann mir jemand erklären, wie das geht?
Das letzte Mal, wie ich blutete, habe ich mich damit beschäftigt, Gemüse
mit einem Hobel ("Der echte deutsche V-Hobel") zu bearbeiten und mich
dabei leider in Bezug auf mein Augenmaß überschätzt. Das Ergebnis waren
zwei angeschnittene Finger (Daumen und kleiner Finger), die wie Sau
bluteten.
Wieso blutet man aber in Bezug auf Mikrocontroller?
Reichelt-Versandkosten? Die bringen manchen zum Weinen, aber nicht zum
Bluten.
In meinem ersten Computerhandbuch ( AIM-65 Rockwell ) stand ein
Sicherheitshinweis, dass man sich an den Bauteilepins auf der
Platinenunterseite verletzen könne.
Das amerikanische Verbraucherrecht treibt seltsame Blüten.
Mit scharf abgeschnittenen Platinen oder Alu-Gehäuseteilen muß man auch
aufpassen. Aber die Netzspannung scheint mir die Hauptgefahr für
"blutige" Anfänger zu sein.
@fieser, klugscheissender Rahul:
Wo liesst du sowas?
Finepitch Pin's haben schon einen gewissen Grad an schärfe! ;)
Das letzte kuriose was ich gelesen hab war in einem PDF-Dokument einer
AMIlandfirma welches ich per eMail bekommen habe. Sie hat ausdrücklich
im Vorwort darauf hingewiesen, das man sich an den Papierkanten
schneiden könne, wenn man das Dokument ausdruckt...
...nur, die Inhalte des Dokuments unterlagen einem NDA und hätte so ohne
weiteres garnicht ausgedruckt werden dürfen!
So long Micha,
Also ich hab's schonmal geschafft, mich mit so nem DIP-IC-Sockel von
Reichelt so fest in den Daumen zu pieksen, dass es geblutet hat...und
weh hat's auch getan.
Man muss sich nur dumm genug anstellen, dann schafft man (fast) alles!
Dennis,
hast du es auch schon mal geschafft, beim Neubefüllen und wieder zu
machen eines Klammeraffen dier die erste Heftklammer direkt in den
Daumen zu schießen? Nein, na dann versuchs auch nicht, es tat nämlich
höllisch weh. Vorallem waren mehrere Leute in meiner Nähe, und ich
wollte diese Ungeschicklichkeit nicht unbedingt an die große Glocke
hängen, hab mir ganz schön auf die Zunge beißen müssen und das Dingens
schnell wieder rausgezogen.
die holt man sich auch am Aludeckel der Joghurtbecher
bei "Galileo" haben sie die Frage mal erörtert, ob das Abschlecken des
Joghurt auf dem Deckel irgendwie schädlich sei.
Hmm... Ich glaub, ich hab mich beim Kabel schneiden mal geschnitten. Das
ist aber auch schon lange her. Verbrennungen sind da wahrscheinlichers.
Mal schnell nen Draht anlöten (Boah, wird der heiß) oder beim Benutzen
der Entlötlitze. Das kann auch manchmal die Schmergrenze überschreiten.
Im Übrigens erinnert mich "Blutige Anfänger" an das erste Level von Z.
Ein schöööönes Spiel.
Stimmt, am Lötkolben hab ich mich natürlich auch schon mal verbrannt.
Das ist in meinen Augen aber keine Schande, wer sich da noch nicht mal
verbrannt hat, hat noch nicht richtig gelötet ;-)
Und dann gabs da noch die urbane Legende von dem Typen,welcher seinen
Körperwiderstand mittels Multimeter messen wollte und sich beide
Fingerkuppen bis aufs Blut mit den Prüfspitzen durchpiekste,woraufhin
eine 9V-Messspannung einen Strom durch seinen nun stark verringerten
Körperwiderstand trieb.... ;)
Reale Gefahren seh ich da eher bei Netzspannung,Lötkolben und
Kabel-Abisolier-Versuchen ;)
Bis auf die letzte vor mir genante Erfahrung, kenn ich das andere leider
auch aus eigener Erfahrung. Das mit den Tacker geht schneller als man
denkt :)
Auch immer wieder gern gemacht: Statt Lötzinn versilberten Kupferdraht
nehmen, 2 Sekunden wundern, ob der Lötolben aus ist; danach ist die
Wärme an den Fingern angekommen :(.
Oder beim ungeschickten Aufsetzen von Aderendhülsen, sich einen der
feinen Kuferlitzen unter den Fingernagel treiben.
Das geht problemlos als Folter durch.
Aber es gibt noch ungeschicktere, in der letzten Firma in der ich
arbeitete, hat sich ein Praktikant beim Bbisolieren von 35 mm² NSGaFö
NICHT mit dem Cutter geschnitten, aber beim Abziehen des Gummis nen
Finger gebrochen.
Bis heute weiss keiner wie er das geschafft hat.
N Kollege von mir hat sich auch schon mit dem Cutter in den Finger
geschnitten, richtig Brutal. Problem: Reinraum, da darf man nicht so
einfach raus, man muss durch die Schleuse. Und dass natürlich mit nem
relativ niedrigen Blutdruck.
Ab zur Krankenschwester: "ich hab grad Mittag, nur Notfälle" -
Fingerzeig - "oh..."
Übel war auch ein Unfall kurz nach Weihnachten an nem Freitag. Einer
unserer Leute hat dem holländischen Service-Menschen beim ausbauen eines
Servo-Motors aus ner Moldpresse geholfen. Moldtool war nicht gesichert,
ist runtergerutscht, unser Mann war im Kniehebel eingeklemmt. Beim
Befreiungsversuch ist das Tool gleich nochmal runtergerutscht. Zum Glück
"nur" zweimal gebrochen, er hätte mit der Hand auch im heißen (ca.
130°C) Tool stecken können. Aber alles gut, nächste Woche arbeitet er
wahrscheinlich wieder ;-)
Genial ist auch die junge Dame von der Bundeswehr, die es geschafft hat,
sich mit dem aktuellen Sturmgewehr (kA wie des heißt) die Schulter zu
brechen!
>Basstler wrote:>> ... beim Abziehen des Gummis...
Wieso? In meinem Ausbildungsbetrieb gab es im Lagersystem auch
"Riemenschutz" als Lieferant war die Firma "Fromms" angegeben...
So wie der Mann an einer Presse, der (aus welchen Gründen auch immer)
sich das Ding auf die Hand gehauen hat.
Als die Sanitäterin ihm den Handschauh ausziehen wollte, hat er sich
dagegen gewehrt - Der Handschuh wurde erst im Krankenhaus entfernt...
Noch eine Geschichte zum Thema "Arbeitssicherheit":
In einer Tischlerei wollte jemand einen Einer "Goldbronze" von einem
Regal herunternehmen. Statt eine Leiter zu benutzen, stellte er sich auf
die Zehenspitzen und tastete sich mit den Fingern an die Dose heran.
Er bekam sie auch zu fassen. Leider hatte jemand den Deckel nicht
richtig drauf gemacht... Als die Werkssanitäter den Menschen reinigen
wollten, meinte einer "Moment, ich hole die Kamera, um ein Bild für die
Berufsgenossenschaftszeitung zu machen."
Angeblich soll der Verunfallte ähnlichkeit mit gewissen Toten in einem
Bond-Film mit Gert Fröbe gehabt haben...
>>...mit dem aktuellen Sturmgewehr der Bundeswehr (kA wie des heißt)...
Heißt G36.
http://de.wikipedia.org/wiki/G36
Will hier aber keine Werbung für Waffen machen, mit Mikrocontrollern
kann man doch wesentlich vernünftigere Sachen anstellen.
>Genial ist auch die junge Dame von der Bundeswehr, die es geschafft hat,>sich mit dem aktuellen Sturmgewehr (kA wie des heißt) die Schulter zu>brechen!
Auch wenn das Ding rückstoßkompensiert ist (heisst das so?), sollte man
es vermutlich immer noch beim Schiessen fest gegen die Schulter drücken.
Unsere Sanitätsgefreitin hat es beim G3-Schiessen umgeworfen,
ausgekugelte Schultern gab es in der Grundausbildung auch ein paar...
Ich hab mir mal beim experimentieren mit nem LWL-Kabel (in den 90ern, da
war das Zeug noch nicht so allgegenwärtig) die Ader in den Daumen
reingepierced und natürlich abgebrochen. Das einstecken tat weh, und
dann gabs da noch so ein winziges "Härchen" auf meiner Fingerkuppe wo
berühren wehtat (so ähnlich wie bei bestimmten Kakteenstacheln.)
Und mal beim telefonieren den Lötkolben aufs Handgelenk gelegt, bei
derartigen Unfällen (die zum Glück mehr anderen passieren) riechts immer
so nach Schweinebraten :-)
Grüße,
Hendrik.