Fernseher oder Monitor zu Oszilloskop umbauen

OP #475601
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Servus

Um beim Oszilloskop ein stehendes Bild zu erhalten, muss doch die 
horizontalablenkung (elektronenstrahl von links nach rechts) der 
vertikalen Ablenkung (der zu messenden Frequenz(Elektronenstrahl von 
oben nach unten)) angepasst sein.

Wenn zum beispiel die Frequenz von 50 Hz gemessen werden will, wird 
diese Frequenz an den Y-eingang des Oszilloskops gelegt. Man erhält ein 
stehendes Bild, wenn man die X-Ablenkung mit der richtigen Frequenz 
eingestellt hat. Wie groß ist diese Frequenz der x-Ablenkung, bei einer 
zu messenden Spannung von z.b. 50 Hz wenn man ein stehendes Bild 
erhalten möchte?

Man könnte doch eigentlich auch ganz leicht ein primitives Oszilloskop 
aus einen Fernseher oder einen Computermonitor bauen. Man müsste doch 
einfach nur an der Vertikalablenkung die zu messende Frequenz anlegen 
und die Horizontalablenkung variieren können, um ein stehendes Bild zu 
bekommen. Gibts da irgendwo einen Schaltplan dazu, wie man das 
verwirklichen könnte, oder wer hätte eine Idee??
Gast #475603
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Hallo steftn,

das haben wir als Jugendliche getan, um das Oszillogramm der Musik auf 
dem Bildschirm zu haben - allerdings benötigst Du im Allgemeinen eine 2. 
Ablenkspule, die Du als "Dummy" einbaust, da bei manchen Fernsehern das 
"Netzteil" (Hochspannung, Horizontalablenkung) sonst abschaltet.

Ist aber echt nicht der "Brüller", weil nicht calibriert und Du kannst 
weder die Spannung noch die Zeit ablesen, da ein Raster fehlt.....

Davon abgesehen: sicherheitstechnisch sehr bedenklich

Gruss Otto
OP #475607
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Ich hab auch von einen Monitor mal die Ablenkspulen abgeklemmt um mir 
ein Oszi zu bauen (Der Monitor hat aber einen Einbrennfleck, da ich das 
Ablenkkabel zu lange ausgesteckt gelassen habe, bzw. die Intensität des 
Elektronenstrahls war zu hoch--> lässt sich beim Hochspannungstrafo 
einstellen).
Es gibt 4 Kabel oben-unten-links-rechts Ablenkung (verschiedenen 
Farben).

Hab die links-rechts Ablenkung drangesteckt gelassen (musste aber Kabel 
abschneiden, da alle 4 Kabel an einen Stecker waren), und bei der 
oben-unten Ablenkung ein Netzgerät 50 Hz und so um die 3 V 
drangehängt--> man sieht Sinuskurven auf den Bildschirm, die sich aber 
leider bewegen, man erhält kein stehendes Bild.
Das Problem mit den bewegten Bild wäre gelöst, wenn man für die 
links-rechts Ablenkung die Frequenz fariieren könnte. Man könnte nun mit 
einen Edding den Bildschirm in Kästchen einteilen und dann die Spannung, 
bzw. Frequenz messen.

Wäre doch eigentlich ganz einfach, wenn ich wüsste wie ich die 
links-rechts Ablenkung variieren könnte...
Gast #475613
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> Man könnte doch eigentlich auch ganz leicht ein primitives Oszilloskop
> aus einen Fernseher oder einen Computermonitor bauen. Man müsste doch

Eine Ossiroehre hat Platten und lenkt den Strahl elektrisch ab, ein TV 
Roehre hat Spulen und lenkt ihn magnetisch ab.

Mit letzerem kann man einen Elektronenstrahl einfacher ablenken, 
deswegen sind Fernseher im allgemeinen groesser als Ossis. Allerdings 
ist eine Spule wiederborstig wenn man den Strom zu schnell aendern will. 
Soll heissen eine Fernsehroehre ist sehr langsam im vergleich zu einer 
Ossiroehre.

Wenn du aber mit einem Ossi fuer Audiosignale zufrieden bist koennte man 
sowas prinzipiell machen, aber der Aufwand ist heute kaum noch zu 
rechtfertigen.

Olaf
Gast #475762
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> Eine Ossiroehre hat Platten und lenkt den Strahl elektrisch ab, ein TV
> Roehre hat Spulen und lenkt ihn magnetisch ab.

was passiert denn, wenn durch die platten ein strom fliesst. in der 
umgebung der platten wird es magnetisch....
und wodurch werden die spulen denn magnetisch? zufällig durch strom?

dass diese platten schneller sind stimmt, da spulen eine höhere 
selbstinduktion haben



ich würde so ein oszilliskop eher mit einer soundkarte aufbauen. wie das 
geht wird hier irgendwo in den wiki-artikeln erklärt. die qualität 
dürfte besser sein und auch einfacher zu realisieren.

mfg Emperor_L0ser
Gast #475767
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"was passiert denn, wenn durch die platten ein strom fliesst. in der
umgebung der platten wird es magnetisch....
und wodurch werden die spulen denn magnetisch? zufällig durch strom?"

Da man hier von einem Plattenkondensator ausgegehen kann, wird hier wohl 
ein sehr geringer Strom fließen, und das sogar nur für eine kurze Zeit. 
Also lass mal solche blöden Aussagen.

Die Platten werden geladen (elektrisches Feld entsteht) und Stoßen dann 
die Elektronen mit der Kraft F= q*E  ab = Ablekung ^^.
#476558
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ErklärBär wrote:

> Da man hier von einem Plattenkondensator ausgegehen kann, wird hier wohl
> ein sehr geringer Strom fließen, und das sogar nur für eine kurze Zeit.
> Also lass mal solche blöden Aussagen.

So auch nicht.

>
> Die Platten werden geladen (elektrisches Feld entsteht) und Stoßen dann
> die Elektronen mit der Kraft F= q*E  ab = Ablekung ^^.

Nein, nicht abstoßen...

Der Elektronenstrahl geht den den Weg von der Katode direkt zum Punkt 
der höchsten positiven Spannung, Anode genannt. In diesem Fall ist die 
Anode der Leuchtschirm der Röhre (beim Oszi so um die 2kV). Die Platten 
lenken den beschleunigten Elektronenstrahl durch ein elektrostatisches 
Feld ab. Je positiver eine Platte gegenüber der Katode wird, desto mehr 
wird der Strahl in diese Richtung gelenkt. Falls eine Platte positiver 
sein sollte als die Anode (Leuchtschirm) würde der Strahl den Schirm 
garnicht mehr erreichen sondern direkt auf die Platte auftreffen.

Grüße
Björn
#476567
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Björn Wieck wrote:
>Falls eine Platte positiver
> sein sollte als die Anode (Leuchtschirm) würde der Strahl den Schirm
> garnicht mehr erreichen sondern direkt auf die Platte auftreffen.

Das ist nicht ganz korrekt.
Es gibt ja immer 2 Platten. Beide müssen im Mittel dasselbe Potential 
haben wie die Anode, damit das ganze linear arbeitet.
Je nach Bildröhre können daher die Platten auch mal 100V positiver oder 
negativer als die Anode sein, ohne dass ein Strom über die Platten 
fliest.
(Firma: Rehrmann Elektronik) #476623
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@Björn
>Der Elektronenstrahl geht den den Weg von der Katode direkt zum Punkt
>der höchsten positiven Spannung, Anode genannt.

Nein, das tut er nicht. Die Elektronen fliegen in einer Elektronenkanone 
grundsätzlich erstmal an der Anode vorbei. Die ertse Elektrode, an der 
bereits die maximale Anodenspannung anliegt, befindet sich z.B. in einer 
Fernsehbildröhre nur einige mm hinter der Kathode. Die Elektronen 
fliegen zwar direkt dorthin, wo sie die Anode "sehen", aber genau dort 
befindet sich eine für die Elektronen "unsichtbare" Öffnung, sodass sie 
einfach nur hindurchfliegen. Erst hinter der Anode wird der 
Elektronenstrahl in einem fast Feldfreien Raum fokussiert und abgelenkt.

Jörg
Gast #476631
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Alles schon mal dagewesen, in der Funkschau in den 70ern eine ganze 
Artikelserie Schulversuche mit einem Fernseher als Oszilloskop
Und in Elektor nicht viel später das "Videoskop" mit analogem 
Eimerkettenspeicher, um Signale unterschiedlicher Frequnez an die 
TV-Norm anzupassen.
Ich habe mal was mit CPLD und kleinem SRAM gebaut, ein Oszilloskop auf 
dem TV mit 256*256 Bildpunkten, 6 MSamples/sec mit 2*TDA8703, ispLSI1016 
und 64k*4RAM

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