Hallo,
ich möchte eine 5kV Wechselspannung messen, die Messschaltung etc
funktioniert auch alles, habe nur folgendes Problem:
Ich möchte per µC -> Mosfet -> Relais den HV-Trafo schalten. Habe die
Schaltung so aufgebaut. Wenn ich jetz keine 230Volt angeschlossen habe
funktioniert alles wie geplant. Sobald ich aber die 230Volt am Relais
anliegen habe Resetted sich der µC direkt wenn ich das Relais schalten
lassen möchte.
Habt ihr ein paar Tipps für die Fehlersuche?
Gruß Marcus
Hallo Marcus
Hast Du das Relais entsprechend entstört? Durch das Öffnen des Relais
treten vielleicht hohe Spannungen auf, die auf die Erregerseite
übertragen werden. Mach doch mal einen Optokoppler zwischen uP und
Mosfet.
Gruss
Uwe
Ja richtig, geschirmt is das Zeug nicht. Ich hab damit leider noch keine
Erfahrung und hab vermutet das 230V/50Hz jetzt nicht so schlimm sind.
Hättet ihr ein paar Tipps für mich wo ich mich in das Thema reinlesen
kann? Oder ein paar einfache Entstörmaßnahmen die Wunder bringen g
Gruß
Hallo Uwe,
das Relais wird geschlossen um die 230V freizugeben. Freilaufdioden hab
ich ihm aber auch schon spendiert.
Kann das Gate vom MOSFET denn so leicht gestört werden?
Hab grade leider keine Optokoppler mehr vorrätig :(
@Uwe G.
>übertragen werden. Mach doch mal einen Optokoppler zwischen uP und>Mosfet.
So ein Quark. Das Relais ist doch wohl ausreiched als galvanische
Trennung. Hast du 100nF am Reset-pin? Wie wird der uC versorgt?
MFG
Falk
Hallo Falk,
am Reset-pin liegen 47nF wie in der Schaltung im Tutorial, ist das zu
wenig?
Der µC wird über ein Steckernetzteil versorgt, dem die
Spannungsstabilisierung vom Tutorial nachgeschaltet ist.
siehe: http://www.mikrocontroller.net/articles/Bild:V_Regler.gif
Was mich eben irritiert ist, dass dieses Verhalten nur auftritt wenn die
230V anliegen.
gruß
Hallo Detlef,
ich habe soeben den Trafo einfach mal abgeklemmt.
Ergebniss: Nur noch 50% der Schaltvorgänge gehen in die Hose.
Mal angenommen ich würde das Relais durch einen Opto-Triac ersetzen,
glaubt ihr ich könnte damit die Probleme umgehen? Müsst ich aber erst
bestellen die Dinger.
gruß
Das muß auch mit dem Relais gehen. Mal ne handvoll Block-C's (100n
Keramik, gern auch 47n) an den entscheidenden Stellen rüberlöten: Reset
war schon genannt, Betriebsspannungen (an ALLEN Pins des Prozessors, an
denen Betriebspannungen anliegen), lange Strippen kürzen, Freilaufdiode
hattest Du schon, Betriebspannungen des schaltenden MOSFET blocken,
Netzteil stark genug? (bricht die Betriebspannung durch das Schalten des
Relais ein?), zentralen Massepunkt.
Wenn Abklemmen des Trafo 50% bringt, sollte das mit solchen Maßnahmen
eigentlich 100% hinhauen.
Cheers
Detlef
@Marcus W
>am Reset-pin liegen 47nF wie in der Schaltung im Tutorial, ist das zu
Ausreichend.
>ich habe soeben den Trafo einfach mal abgeklemmt.>Ergebniss: Nur noch 50% der Schaltvorgänge gehen in die Hose.
Wo hängt denn das Relais dran? Schick mal den Schaltplan. Wahrscheinlich
geht die Versorgungsspannung in die Knie.
MfG
Falk
der 9V eingang liefert allerdings nur 1A. Weiß jetzt nicht genau was der
Spannungsregler daraus macht. 12V/1A am Eingang brachte jedenfalls auch
keine Besserung.
Das mit den Block-kondensatoren werd ich als nächstes testen.
Hallo Marcus,
da stimmt einiges nicht.
Mit dem IRL3803 kannst du nicht die +Seite der Realis schalten da es ein
N-Kanal Typ ist. Ferner geht der Schaltausgang aus dem Controller auch
noch auf eine LED (PD5, Pin11). Hier fehlt ein Vorwiderstand für die
LED. Da fließt also schon mal ne ganze Menge Strom, kann sogar der
Controller-IO Pin kaputt gehen.
Mit einem N-Kanal solltest du immer die Masseseite der Relais schalten.
Ebenso fehlen, wie schon beschreiben etliche Ablock-Kondensatoren.
Gruß Volker
Hallo Volker,
die Vorwiderstände hab ich in dem Plan tatsächlich vergessen, aber die
sind in der Schaltung alle eingebaut.
Zum N-Kanal: Glaubst es kann daran liegen? Kann das dem MOSFET schaden?
Merkt des Teil überhaupt wo es eingelötet ist? Solang die
Potentialdifferenz richtig gepolt ist müsste das doch eigentlich
funktionieren oder nicht?
Mit den Abblock-Kondensatoren habt ihr aber wahrscheinlich Recht. Werd
ich noch testen.
Gruß
ok, es gibt neuigkeiten :)
Wenn ich das Relais mit einem 20µF Kondensator puffer geht das ganze
schon wesentlich besser, allerdings funktioniert es noch nicht zu 100%.
Evtl. bringt mehr Kapazität das gewünschte Ergebniss.
Jetzt ist mir aber gerade aufgefallen, dass schon das alleinige
Einstecken des 230V Kabels den µC teilweise resettet, obwohl die Relais
aus sind und keine Last durch den 230V Teil fließt. Kann man dieses
Verhalten auch durch weitere Kondensatoren verhindern?
Langsam glaube ich echt so ein Triac-"Schalter" ist wesentlich einfacher
im Handling.
hallo,
ich hatte zwar auch schon arge probleme beim schalten von 230v über nen
controller aber nur durch des einstecken des 230v kabels, übel was macht
der erst wenn mal richtige störungen kommen.
hier mal mein lösungsweg für die ansteuerung von leuchtstofflampen (die
stören teilweisen schon arg ins netzt ein)
- hinter dem 7805 ein lc glied zur entstörung von netzeinflüssen
- nicht an Abblock-Kondensatoren geizen (100nF)
- diode ans relais
- mosfet optokoppler vor dem relais
und als letztes das EMV ich hab einfach die controller schaltung 10cm
von dem hochspannungs zeug weg angebracht. ich weis das das nicht immer
geht ... dann muss man eben schirmen
mfg sven
Hallo Marcus,
eigentlich dürfte die Schaltung mit den IRL3803 so nicht funktionieren.
Die Mosfets leiten wenn die Differenz zwischen Gate und Source 5V
beträgt. Bei einer Differenz von 0V sperren sie.
Drain liegt bei dir auf +5V.
Wenn du nun 5V am Gate anlegtst kann der Transistor nicht richtig
durchschalten (also 5V an Source zum Relais).
Wahrscheinlich stellt sich in etwa so etwas ein.
Gate 5V, Source und damit Relaisspannung etwa 2,5V, messe dies mal nach.
Um die 5V mit dem N-Kanal Fet auf das Relais schalten zu können,
müsstest du am Gate mindestens 10V anlegen, aber die können nicht aus
dem Atmega kommen.
Richtig wäre:
+5V auf Pin 1 vom Relais, von Pin2 des Relais auf Drain vom Fet.
Source vom Fet auf Masse.
Das gleiche gilt auch für deine geschaltete Spannung "Diodenlaser"
Du möchstst das da (Source vom Fet) eine Spannung von 3V anliegt, aber
am Gate kannst du maximal 5V anlegen, das ist aber nur eine Differenz
von 2V,
also zu wenig zum ordnungsgemäßen Schalten.
Zum Thmema Störsicherheit.
Viel dürfte es schon mal bringen, wenn du die Masse, die zu den Relais
(Fets) geht nur an C1 mit der restlichen Masse verbindest, also einmal
Masse von C1 zum Kontroller und von C1 zu den Relais (Sternpunktmasse).
Das gleiche gilt für 5V, eventuell hilft auch noch eine Drossel in der
separierten VCC Zuleitung zum Kontroller.
Und geize nicht mit den 100N Abblock Kondesatoren, so nah wie möglich an
die entsprechenden Pins, dies sind:
IC3 Pin 7, 20, 21
Am Quarzoszillator an Pin 4
Ferner an VCC noch einige 10uF Elkos auf der Leiterplatte vorsehen.
@sven,
da haben wir wohl fast zeitgleich gepostet.
@Marcus
der 47nF am Reset muß auch so nah wie möglich am Reset-Pin sein. Wenn
der einige cm vom Pin entfernt ist, kann dies schon zu Problemen führen.
mfG
Volker
Das mit dem IRL3803 ist aber auch gemein. Der hat nämlich in deinem Plan
ein falsches Symbol- Da isser als P-Kanel gekennzeichnet. Solltest du
auch ändern.
Aber beim Diodenlaser ist doch ein p-Kanal FET richtig, oder? Mit nem
N-Kanal könnte er ja nur low-sidwe schalten. Er will ja aber die 3V
freischalten. Und beim Relais braucht er auch nen P-Kanal. Die Schaltung
ist so schon richtig. Wenn der IRL3803 denn auch wirklich ein P-Kanal
wäre. Da liegt der Hund begraben.
@Henrik
---Aber beim Diodenlaser ist doch ein p-Kanal FET richtig, oder?---
Ja ist richtig, muß allerding einer sein, der bereits bei einer
Differenz von 3V zwischen Source und Gate richtig schaltet.
Alles andere sehe ich genauso, hab aber mit dem begrabenen Hund auch
keine Ahnung.
Ich glaube auch dass er keinen IRL3803 verwendet.
Gruß
Volker
Das stimmt. Hab eben mal nach dem IRF4905 geschaut. Der schaltet erst
bei 4.5V. Darunter sind keine Kurven angegeben. Versuchen könnte man es.
Aber gibt bestimmt nen besseren. Wenn ich -3V für GS Spannung auch für
verdammt klein und fast exotisch halte.
Aber wo 2 Relais sind, geht vielleicht auch ein drittes?! Zeitlich
performant muss es ja nicht sein mit dem Schalten?!
Für solche Sachen nehme ich gerne den TSM2301 von Taiwan Semiconductor
(gibts bei Schukat)
Dies ist ein P-Kanal Mosfet im SOT-23 Gehäuse mit folgenden Daten
RDSon typ 122 mOhm bei Vgs= -2,5V und 2A Drainstrom.
Bis 1A und 3V Ansteuerung ist der ideal
Gruß Volker