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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Transistor, Dimensionierung


Autor: Karl (Gast)
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Hallo!

Ich habe ein Dimensionierungsproblem für einen Transistor.
Ich verwende einen IS471F Sensor, der einen Ausgang hat an dem man 
dirket eine IR-LED anschliessen kann. Doch dieser Ausgang ist ziemlich 
"schwachbrüstig". Er liefert in der Grössenordnung 50 mA.
Vorallem wenn man mehrere LEDs anschliessen will kommt man damit nicht 
weit.
Nun möchte ich das Ganze mit einem Transistor verstärken. Wenn ich nun 
einen PNP nehme (z.B. BC557c) dann schliesse ich dessen Basis über einen 
Widerstand an den Ausgang des Sensors.
Nun das Problem: Schliesse ich die LEDs mit Vorwiderstand "oberhalb" des 
Transistors also an Kollektor und dann an die positive 
Versorgungsspannung oder mache ich die LEDs auf der anderen Seite hin 
(Zwischen Emitter und GND)?
Ich würde sagen an Emitter, damit die Spannung V_BE (Basis-Emitter) bei 
einem Low-Pegel an der Basis Betragsmässig grösser wird. Ich habe aber 
einige Schaltungen gesehen die das anders machen.
Nun das zweite Problem: Das Verhältnis leuchten/nicht leuchten der LED 
ist max ca. 10%, das heisst ich könnte der LED viel mehr Strom geben als 
die zugelassenen einige 10 mA. Einfach so, dass der Durchschnittsstrom 
nicht über den im Datenblatt angegebenen Wert steigt. Wenn ich nun den 
Widerstand berechne mit was für einer Spannung V_ce soll ich das machen? 
Oder kann ich annehmen, dass der Transistor ganz durchschaltet und so 
keine Spannung über ihm abfällt? Kann ich mehrere Dioden parallel mit je 
einem Widerstand daran anschliessen?

Danke für eure Hilfe
Karl

Autor: johnny.m (Gast)
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>Ich habe aber einige Schaltungen gesehen die das anders machen.
Aber wahrscheinlich nicht mit nem pnp...

Wenn Du unbedingt einen pnp nehmen musst, dann Emitter an positive 
Versorgungsspannung, Kollektor an Anode der LED. Wenn die Basis 
"runtergezogen" wird, also ein negativer Basis-Emitter-Strom fließt, 
leitet der Transistor.

Mit nem npn gehts genau andersrum (Emitter an Masse, Kollektor an 
Kathode der LED). Da brauchts dann einen positiven Basis-Emitter-Strom.

Bei der pnp-Variante wird das Steuersignal quasi invertiert, also ein 
Low-Pegel an der Basis (in Bezug auf den Emitter, der ja an der 
positiven Versorgungsspannung hängt) sorgt dafür, dass die LED leuchtet. 
Bei der npn-Variante ist es umgekehrt (High-Pegel schaltet LED ein).

Autor: Karl (Gast)
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Ja, so ist es richtig, denn in der Schaltung im Datenblatt ist die LED 
an positiver Versorgungsspannung und am Sensor, also leuchtet die LED 
auch wenn da ein LOW-Signal raus kommt.

Autor: Karl (Gast)
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So, nun habe ich das Problem, dass der Maximale Peak current des BC557 
bei weitem nicht reicht um mehr als eine LED richtig "brennen" zu 
lassen.
Habe mir folgende Schaltung überlegt:

        +  |--------------------
           |          |    |    |
           |         .-.  .-.  .-.
           |         | |  | |  | |
           |         | |  | |  | |
           |         '-'  '-'  '-'
           |          |    |    |
           |          |    |    |LED
   R1   BC557         V -> V -> V ->
   _   |/           -    -    -
 -|___|--|            |    |    |
         |<    R2     |---------|
           |  _   |/
            -|___|--| BD679
                    |>
  ----GND-------------|
(created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05 www.tech-chat.de)

bei R1 kommt der IS471F dran. Kann das so funktionieren?
Wenn ich nun die LEDs in der Intensität einstellen möchte, muss ich ein 
Poti nehmen, setze ich das anstelle von R1 oder von R2 ein?
Wie gross sollten diese Werte ca. sein? Kann mir jemand sagen wie ich so 
was dimensioniere? Das wäre super nett. Die Dioden dürfen bis max. ca. 
500mA abbekommen und haben eine Durchlassspannung von ca. 2.5V.

Gruss

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