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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Werkzeug demagnetisieren, wie?


Autor: romanua (Gast)
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Hallo,

wie demagnetisiert man am besten eine Pinzette oder Schraubenzieher?
Hab schon gegoogelt, fand aber nur fertige Geraete angeboten.

mfg

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Magnetisierung geht verloren durch:
- erhitzen
- erschütern
- verwirbeln? Also zumindest wen man es durch nen Magneten nicht in eine 
Richtugn gleichzeitig sondern hin udn her macht (mein ich ..)

Vieleicht gibts auch noch ne Einfache Idee :)

Autor: Frank (Gast)
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Ich hatte mal ein Gerät das zum entmagnetisieren da war. Bestand 
eigentlich nur aus einer Spule mit Eisenkern, die am Wechselspannung 
angeschlossen wird. So ähnlich wie diese Entmagnetisierdrosseln die es 
mal für Tonköpfe gab, nur etwas grösser. Das Ding brummte mächtig wenn 
man es an Spannung legte und wenn man ein magnetisches Werkzeug eine 
Weile vor dem Eisenkern bewegte dann verschwand der Magnetismus. Kann 
man bestimmt aus nem alten Relais selbst bauen.

bye

Frank

Autor: Stefan Gemmel (steg13)
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Frank wrote:
> Ich hatte mal ein Gerät das zum entmagnetisieren da war. Bestand
> eigentlich nur aus einer Spule mit Eisenkern, die am Wechselspannung
> angeschlossen wird.

vielleicht könnte man aus einen alten Trafo ein Stück Eisen raussägen.

Autor: Michael (Gast)
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Klopfen ;)

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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Einfach paarmal auf harten boden (stein oder fliesen oder metall oder 
sonstwas) fallen lassen, sollte gehen ;) kann man aber nicht mit jedem 
werkzeug machen :P

Autor: Reiner (Gast)
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Hallo,

Besorge Dir eine Haarschneidemaschine für Hunde, Kaninchen etc.
Der Schwinganker wird entfernt - und Du hast ein wunderschönes 
Demagnetisiergerät (E-Kern).
Per Drucktaster einschalten, langsam dem magnetischen Teil nähern und 
langsam wieder entfernen.

Funktioniert bei mir auch für größere Teile (Dreibackenfutter Drehbank 
etc) ausgezeichnet.

Gruß
Reiner

Autor: u-boot (Gast)
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.. mal ne andere Frage ....
bin mit jetzt nicht mehr ganz sicher um was es da ging magnetisieren 
oder nicht ... vielleicht kann mir nochmal jemand auf die Sprünge helfen
.. es ging um schiffe , die entmagnetsiert wurden, während dem zusammen 
bauen .... umd das dann wieder umzukehren wurden riesen kabel 
drumherumgewicktlet und strom durchgelassen damit sich die Atome wieder 
ausrichten ...
war irgendwie damit die nicht so gut vom Radar erkannt werden können 
....

hat das schon mal jemand gehört ... kann jetzt sein das es auch ein 
anderen Sinn hatte ...
  Thx

Autor: Sven (Gast)
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Philadelphia-Experiment ist Dein Suchwort. Aber es ging nicht um Radar, 
wie oft behauptet, sondern die Schiffe sollten entmagnetisiert werden, 
um für Torpedos mit Magnetzünder "unsichtbar" zu werden.

Sven

Autor: Jörg Rehrmann (Firma: Rehrmann Elektronik) (j_r)
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@Sven:
> Philadelphia-Experiment ist Dein Suchwort. Aber es ging nicht um Radar,
> wie oft behauptet, sondern die Schiffe sollten entmagnetisiert werden,
> um für Torpedos mit Magnetzünder "unsichtbar" zu werden.

Eigentlich sind das Seeminen, die mit einem Magnetzünder ausgestattet 
sind. Bei Torpedos ist dieser Auslösemechanismus sehr unsicher

Jörg

Autor: yalu (Gast)
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> wie demagnetisiert man am besten eine Pinzette oder Schraubenzieher?

Hat man keine geeignete Spule zur Hand, aber einen Permanentmagneten, 
der stark genug ist, um das Werkzeug zu magnetisieren (z.B. mit der im 
Bild gezeigten Bewegung, ...

Autor: yalu (Gast)
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... Ups, das Bild ist verloren gegangen, hier ist es ...

Autor: yalu (Gast)
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... kann es mit der in diesem Bild gezeigten Bewegung wieder 
entmagnetisiert werden. Ich mache das immer so, funktioniert prächtig.

Autor: Thomas Kropf (thomas_k)
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DEmagnetisieren!

Autor: Tilo S. (thesurfer)
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@ Sven, bei Ruegen im Rügenscher Bodden bei Neu Reddevitz ist so was, 
oder besser war so was von der NVA, jetzt sieht man nur noch ein altes 
Gebaeude mitten auf der See, war wie gesagt zu entmagnetisierung 
gedacht.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Die Schiffe wurden im 2.Weltkrieg mit Gleichstromgeneratoren und 
armdicken Kabeln während der ganzen Fahrt entmagnetisiert. Deutsche 
Seeminen hatten Magnetzünder, die von der Polarität abhängig waren. 
Erste Gegenmaßnahme war zuvor, Schiffe von der Südhalbkugel im Norden 
einzusetzen und umgekehrt. Die waren beim Bau genau umgekehrt 
magnetisiert. Der Strom mußte sehr genau eingemessen werden, die 
Spezialisten konnten anhand der typischen Magnetisierung sagen, in 
welcher Werft die Schiffe gebaut waren.

Es gibt aus den 70ern eine TV-Serie der BBC, die hat sich mit solcher 
Technik befasst, ich habe das deutsche Begleitbuch zur Serie, da ist das 
ausführlich beschrieben.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Mit "Entmagnetisierungsdrossel" findet Google einige Händler, z.B.:
http://www.magmess-ballanyi.de/pdf/entmag.pdf
Ich hab sowas vor Jahren mal bei Völkner-Elektronik gekauft. Wie schon 
oben beschrieben, ein Elektromagnet mit Netzanschluß.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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http://de.wikipedia.org/wiki/Hysterese :
"Ein abklingendes magnetisches Wechselfeld führt durch die allmähliche 
Annäherung der Hysteresezyklen an den Nullpunkt zur Entmagnetisierung."

Durch das langsame Entfernen der Entmagnetisierungsdrossel mit ihrem 
magnetischen Wechselfeld soll sich die Magnetisierung etwa spiralförmig 
auf den Ursprung des B-H-Diagramms zubewegen.

Autor: chris (Gast)
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hi,
danke ...
dachte mir schon dass das mit dem Radar eigentlich nicht sein kann ...
aber wie gesagt, hatte auch nicht mehr die ganze geschichte im kopf ...

  Danke

   Chris

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ich hab mal in das BBC-Buch reingeschaut.
Die "Degaussing"-Kabel sind auf dem einzigen Foto mindestens zwei oder 
drei Arme dick, hier steht, die ganze Aktion habe im Krieg 20 Millionen 
Pfund gekostet, teilweise hat man auch Schiffe entmagnetisiert, was alle 
drei Monate wiederholt werden mußte. Vorher wurden alle Kompasse 
entfernt. Ein Hersteller von Magnetfeldmessgeräten kam so zu einem 
Auftrag über 500 Stück, zuvor waren seit 1889 nur etwa ein Dutzend 
gebaut worden.
Dasselbe Verfahren wurde auch zum kontrollierten Sprengen von Minen 
benutzt, zwei hölzeren Schiffe, die hinter sich Kabel herschleppten, die 
im Wasser einen Strom mit entsprechendem Magnetfeld fließen ließen, weit 
genug hinter den Schiffen. Auch ein Flugzzeug mit großer Magnetspule für 
denselben Zweck ist abgebildet.
Eine Anekdote zum Degaussing: nach "Alle Maschinen Stop" im Hafen sei 
einmal auch aus Versehen der Generator abgeschaltet worden und so leider 
eine Mine explodiert.
Hier gabs vor kurzem auch einen Thread zur V2, auch die wird im Buch 
behandelt, sowie ein Kapitel zu Enigma-Verschlüsselung.
Was mir besonders aufgefallen ist, war die extrem kurze Zeit zwischen 
Idee und Einsatz neuer Techniken, es ging eben um Menschenleben. Sobald 
etwas Erfolg versprach wurde es produziert.
Das Buch ist sehr lesbar geschrieben und ohne die sonst vielleicht 
üblichen kriegerischen oder patriotischen Töne. ISBN 3-89350-818-X

Autor: Dieter (Gast)
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@Christoph

"Deutsche Seeminen hatten Magnetzünder, die von der Polarität abhängig 
waren.
Erste Gegenmaßnahme war zuvor, Schiffe von der Südhalbkugel im Norden
einzusetzen und umgekehrt. Die waren beim Bau genau umgekehrt
magnetisiert."

Nordpol am Bug und Südpol am Heck, bzw umgekehrt oder wie ist das zu 
verstehen?

Autor: chris (Gast)
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danke, werde mich nach dem Buch mal umsehen .. scheint sehr interessant 
zu sein ...
   chris

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ich müßte jetzt aus dem Buch länger zitieren, mal sehen:
...die Schiffe mußten langsam über Spulen fahren, die auf dem Grund des 
Hafenbeckens lagen ..schiffsbezogener Magnetfeldwert...Tabelle...
Die Charakteristik hing erheblich von der Richtung gegen Nord bei der 
Kiellegung ab... "Liberty"-Schiffe, deren Bauelemente getrennt gefertigt 
wurden, beide Rumpfhälften...
Also ein ziemlicher Aufwand jedenfalls.

Autor: Sonic (Gast)
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Was hältst du von der Anschaffung von Edelstahlpinzetten? Gibt's bei 
Pollin und Reichelt recht günstig! Da biste die Probleme los.
Beim Entmagnetisieren mit Spulen (Kannste einen starken Hubmagnet 
zerlegen) musste beim Abschalten der Spannung aufpassen! Wenn du den 
Scheitelpunkt einer Halbwelle erwischst ist das Teil möglicherweise noch 
stärker magnetisiert als vorher! Also die eingeschaltete Spule langsam 
vom Werkzeug wegbewegen und in ca. 0.5 bis 1m Abstand ausschalten (oder 
per Nullspannungsschalter).

Autor: Wetterstation (Gast)
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Also Entmagnetisieren geht ganz einfach mit ner Spule und Wechselstrom.. 
Wie Christoph Kessler geschrieben hat.

Einfach ne Luftspule nehmen, Wechselstrom dran, dann das Objekt das es 
zu entmagnetisieren gilt in die Spule halten und wieder Rausziehen. Dann 
wird sich die Hysterese dem Nullpunkt annähern und dann ziemlich ganz 
verschwinden.

Autor: Gast (Gast)
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Hallo, da gibts ein kleines Magnet in grünem Kunststoff mit Löchern für 
verschiedene Werkzeugdurchmesser. Ist von Wiha, müsste Angelika auch 
haben.
Funktioniert für ein paar Teuro ganz gut.
Gruß von Gast

Autor: Detlef _a (detlef_a)
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Hi Tilo,

>> bei Ruegen im Rügenscher Bodden bei Neu Reddevitz ist so was, <<

Hab mich beim Vorbeisegeln mal gefragt, was das sein könnte. Weiß Du 
mehr drüber?

Cheers
Detlef

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