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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Festplatte Schreib-/Lesekopf ansteuern


Autor: Christopher (Gast)
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Hallo,

ich habe eine Festplatte(keine Angst, alte 40 MB Platte) 
auseinandergebaut, da ich hier den Tipp bekam den Antrieb des 
Schreib-/Lesekopfes zu benutzen. Nun habe ich leider noch nichts über 
die Ansteuerung herausgefunden. Wenn ich 12V anlege dann hab ich links 
rechts Anschlag am "Motor", je nach Polung. Auf PWM reagiert er leider 
auch nicht. Wie funktioniert das denn mit der Ansteuerung?

Gruss

Christopher

Autor: A.K. (Gast)
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Was für eine Ansteuerung hat der Kopf denn? In der 20MB Generation sind 
teilweise noch gewöhnliche Schrittmotoren verwendet worden, bei den 
40ern aber eher schon nicht mehr.

Danach waren da keine Motoren drin, sondern eine Spule in einem 
Magnetfeld, vergleichbar der in einem Lautsprecher (voice coil). Ohne 
Messung der tatsächlich erreichten Position geht da garnichts. Der 
Controller hat die Energiemenge gepeilt, die er benötigt um über 
soundsoviele Tracks zu bewegen, um dann von der Oberfläche zu lesen wo 
er tatsächlich gelandet ist und entsprechend zu korrigieren 
(vereinfacht). Natürlich ist so eine Position nicht stabil und wird 
permanent nachkorrigiert.

Autor: Christopher (Gast)
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Hallo,

es ist eine Spule im Magnetfeld. Diese möchte ich gerne zweckentfremden.
Es kommt nicht so genau auf die Position an. Aber wie wird das 
angestellt?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Du meinst, wie du eine feste Position anfahren kannst ?
Garnicht !
Auf der Festplatte befinden sich Positionsangaben die vom Lesekopf 
gelesen werden. Dann wird mit einigem (analogem) Rechenaufwand daraus 
die Spulenansteuerung generiert.

Autor: Christopher (Gast)
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Genau ich möchte eine Position anfahren. Nur habe ich jetzt keine 
Festplatte mehr, sondern nur noch besagten Schreib-/Lesekopf. Wie sieht 
jetzt die Spulensteuerung aus? Ich brauch das nicht genau. Nur das 
Prinzip möchte ich gerne wissen. Denn Rest bekomme ich dann schon hin.
Anstatt der Positionsangabe vom Lesekopf und der Festplatte würde ich 
das dann vorgeben.

Autor: Waldemar P. (waldi_p)
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Es arbeitet wie ein Anzeiger bei einem Messinstrument durch anlegen 
einen variablen Spannung und ständigen Korrektur wie zB. an einem 
Servomotor.
Ohne Rückmeldung wird dabei aber nichts.

Autor: A.K. (Gast)
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Geht nur, wenn die Spule gegen eine Feder arbeitet. Nur dann hast du 
eine Beziehung zwischen Spulenleistung und Position. Solange das Ding 
frei schwingt, hast du keine Chance.

Autor: Christopher (Gast)
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Ich hab da folgende Idee.

Wenn ich eine Hochfrequente Rechteckspannung anlege mit einer Amplitude 
von +/- 10 V müsste sich der S/L-Kopf in der Mitte einpendeln. wird 
jetzt ein entsprechender Offset der Spannung hinzugefügt müsste man den 
S/L-Kopf doch in die jeweiligen Richtungen auslenken. Oder?

Autor: A.K. (Gast)
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Führt wohl nur dazu, dass er beliebig oft gegen die Anschläge rennt und 
irgendwenn entnervt ausgibt. Ohne Stabilisierung (Feder) ist das m.E. 
ein instabiles System.

Autor: Falk (Gast)
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@A.K.

>irgendwenn entnervt ausgibt. Ohne Stabilisierung (Feder) ist das m.E.
>ein instabiles System.

Wobei Federn eher Systeme DEstabilisieren (Energiespeicher -> 
Schwingung). Deswegen gibts im Auto ja auch StossDÄMPFER.

MFG
Falk

Autor: A.K. (Gast)
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Zeitfrage. Wenn es elig ist geht das nicht, klar. Aber ohne Feder und 
ohne Rückkopplung geht es gleich garnicht. Korrekterweise also Feder 
plus Dämpfung.

Autor: Christopher (Gast)
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Also ich hab das jetzt mal mit einem Frequenzgenerator und einem 
Netzteil ausprobiert. Der Frequenzgenerator liefert leider nur maximal 
40mA. Funktioniert aber mit einer Sinusfrequenz von 4kHz ganz gut. Nur 
wie bekomme ich das ganze mit mehr Leistung?

Autor: Uwe (Gast)
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Hi!
<. Auf PWM reagiert er leider auch nicht.
Das glaube ich dir nicht so richtig, denn mit deinem Sinus scheint es ja 
auch zu klappen. Vermutlich musst du nur die richtige PWM-Freq. finden.

Viel Erfolg, Uwe

Autor: Christopher (Gast)
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Ja, die PMW, die ich benutzt habe lag zwischen 0V und 5V (Amplitude).Der 
Sinus schwingt um +/-10V. Deshalb bleibt der "Zeiger" ja auch in der 
Mitte stehen. Benutze ich jetzt eine PWM mit einer Amplitude von +/-10V 
bleibt er auch in der Mitte stehen. Nur wie mache ich das mit der Offset 
Spannung?

Autor: sorry (Gast)
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Ist ein Linearantrieb wie biem Lasersystem CDM4 von Philips, der Kopf 
wird durch zwei Magnetfelder auf Position gehalten. Könnte mal schauen 
habe von Perkin-Elmer die Unterlagen zu einer der ersten Festplatten 
hier, wenn gewünscht kann ich die Schaltung raussuchen.

Autor: Christopher (Gast)
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Hallo,

wenn das mit dem suchen nicht zuviel Mühe macht. Das wäre sehr nett von 
dir.

Danke Christopher

Autor: PeterL (Gast)
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im Grossen wird dieses System auch bei Hydraulikventilen verwendet,
nennt sich dann "open loop driver" oder so;-)
(meiner hier kann 10A! )

Peter

Autor: Christopher (Gast)
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Wie ist denn das Funktionsprinzip eines Open Loop Drivers?

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