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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Artikel aus der WELT........Besetzungsprobleme für Ing's


Autor: Theo (Gast)
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Ingenieure gesucht - Leitartikel "Zeitung die Welt"

Deutschland auf Distanz zur Technik - Von Peter Gillies

Großvater hat als Ingenieur unsere Maschine ausgetüftelt, Vater baute 
den Betrieb aus und stellte ihn erfolgreich global auf. Aber der Sohn 
hält Technik und Ökonomie für uncooles Teufelswerk, engagiert sich bei 
Attac und studiert Kunstgeschichte. So oder ähnlich umschreiben 
Mittelständler ihr Generationenproblem. Über fast zwei Jahrhunderte galt 
Deutschland als schöpferischer Genius von Erfindung und Präzision.

Seine Tüftler und Ingenieure bescherten der globalen Zivilisation 
bedeutende Innovationen. Sie erfanden das Automobil und das Motorrad, 
Kühlschrank und Thermoskanne, den Airbag wie die Zündkerze, Glühbirne 
und Dübel, nahtlose Röhren, den Gleitflieger und den Hubschrauber, den 
Transrapid, das MP3-Format, den Scanner, die Röntgentechnik, 
Plattenspieler und Tonband, die Kleinbildkamera, um nur einige 
willkürliche Stationen des Fortschritts zu nennen.

Anmerkung Theo
{
Das habe ich schonmal hier gebracht aber nochmal zur Verdeutlichung:

Wenn man mal die Patentanmeldungen 2005 sieht haben die

USA         ~25%
Deutschland ~18%
Japan       ~17%
Frankreich   ~6%
England      ~5%

An Patenten erbracht. Das klingt aber vollkommen anders, wenn man mal
diese Zahlen durch die Bevölkerungszahlen in Millionen relativiert!

Bei den USA ~300 Mio, bei den Deutschen ~82 Mio. Japan ~120 Mio.
England und Frankreich je ~60 Mio.

Erstellen wir daraus einen dimensionslosen Index:

(Patentprozente / Mio der Bevölkerung) * 100

USA         25 / 300 = 8,33
Deutschland 18 /  82 = 21,95
Japan       17 / 120 = 14,17
Frankreich   6 /  60 = 10
England      5 /  60 = 8,33

Bei dieser Realativierung gehen die Teutonen klar als Sieger hervor und 
verblüffend ist ebenso, das die Engländer den selben Index erreichen wie 
die Amis und die Deutschen doppelt so effektiv wie die Franzosen und 
Engländer zusammen.

Es mag sein das hier oftmals getrickst wird, gerade bei solchen 
Patenten,
aber was hier angedeutet werden soll ist die Richtung, das am Mythos des 
Dichters und Denkers was dran ist!

Weiter im WELT-Text:
}


Die Faszination, Technik zu verbessern und Neues zu ersinnen, hat 
offenbar nachgelassen. Nicht nur Airbus sucht händeringend Ingenieure. 
Während das Land unter einer zähen Massenarbeitslosigkeit leidet, 
vermögen viele Unternehmen ihren Bedarf an qualifiziertem technischem 
und technologischem Personal nicht zu decken. Der einstigen Heimat der 
Tüftler fehlen rund 15 000 Ingenieure. Die Zahl der offenen Stellen wird 
steigen. In jedem Jahr, so befürchtet der Verein Deutscher Ingenieure 
(VDI), dürfte sich die Lücke um rund 2000 vergrößern. Am Ende dieses 
Jahrzehnts fehlten dann mindestens 25 000 Fachkräfte. Jährlich verlassen 
rund 30 000 die Universitäten und Fachhochschulen, während gleichzeitig 
rund 40 000 ausscheiden. Die Zahl der diplomierten Maschinenbauer und 
Elektrotechniker hat sich in einem Jahrzehnt nahezu halbiert.

Nur eine Angebotsdelle im Auf und Ab der Konjunkturen, oder bereits ein 
strukturelles Schwächesymptom am Standort Deutschland? Manches spricht 
für die zweite Variante. Im globalen Kampf um das technische Wissen 
droht dieses Land auf längere Sicht seine Führungsfunktion zu verlieren, 
wenn es ihm nicht gelingt, Begeisterung für die Ingenieurkunst zu 
wecken. Dann wäre es vorbei mit dem Dauerabonnement auf den Titel des 
Exportweltmeisters. Innovationen, die hierzulande ungetan bleiben, 
werden anderswo ersonnen. Einen Know-how-Transfer kann sich ein 
Exportweltmeister nicht leisten. Verlorene Wettbewerbsfähigkeit höhlt 
die Fundamente des Wohlstands aus. Als Werkbank ausländischer 
Entwicklungsabteilungen verspielte Deutschland seine Chancen auf 
Spitzenplätze.

Anmerkung Theo
{
Ich erinnere an den Marktplatz der Diebe.......Industriespionage!
Oder an General-Electrics Forschungszentrum in München.........
Inovative Denke kann man eben nicht so leicht kopieren, auch mit Kriegen
und darauf folgendem Aktendiebstahl technischer Errungenschaften nicht!

Weiter im WELT-Text:
}

Die deutsche Distanz zur Technik hat lange Wurzeln. Dickleibige 
Gutachten zur Technikfolgenabschätzung haben uns ein abschätziges 
Verhältnis zur Technik gelehrt. Es beginnt in der Schule, die keine 
Technikbegeisterung vermittelt, und endet an der Universität. Auf der 
Party kokettiert man damit, die Schule in Mathe und Physik mit einer 
Fünf abgeschlossen zu haben. Überdrehte Ökos, Anti-Kernkraft-Sentiment 
und allgemeine Technikfeindlichkeit haben das Selbstbewußtsein der 
Ingenieurwissenschaften beschädigt. Diskussionsfächer gelten als chic, 
Technik als niedere Lötkolbendisziplin. Nicht nur am Rande: Warum 
studieren dort nur zehn Prozent Frauen?

Anmerkung Theo:
{
Zum letzen Satz im Absatz:
Offensichtlich kann man keine Mathe-Klausuren mit ultraknappen Minis 
samt
High-Heels bestehen,denn mir ist z.B. ein Fall aus der SozialPädagogik 
bekannt, an der FH-Do, wo ein Honorardozent den in der Überzahl 
vertretenen Weibern für deren Schriftsülz erst ne 5 reinknallt und diese 
dann wie von Geisterhand bei der Klausureinsicht auf einmal eine 3 oder 
gar eine 1 als Note erhalten!

Offensichtlich in der "mündlichen" (dh. linguistischen) 
Nachbearbeitung........:-).....oder wie bezeichnet man auf dezente weise 
BlowJobs ?

Das Problem bei diesen Laberstudiengängen ist nämlich, das es eine reine 
Außlegungssache ist, was als gut oder schlecht bewertet wird!
Und demzufolge kann man bei "zusammengebumsten" Zensuren schwer das 
Gegenteil beweisen.......

Weiter im WELT-Text
}

Die sinkende Zahl von Ingenieurstudenten ist jedoch nur ein Teil des 
Problems. Ausgebildete Ingenieure sind oft nicht flexibel genug. Das 
gilt für ihre berufliche Qualifikation wie für ihre örtliche Mobilität. 
Von Tuttlingen oder Rüsselsheim nach Norddeutschland überzusiedeln, 
empfinden viele als unzumutbar. Es ist Treppenwitz wie Armutszeugnis, 
wenn Airbus seine Ingenieure im Ausland rekrutieren muß, statt den 
Bedarf aus dem "Ingenieurland Deutschland" zu decken.

Anmerkung Theo:
{
Was man geflissentlich verschweigt ist auch das immense Risiko eines 
Umzuges, denn Umzüge kosten gutes Geld, stressige Blagen, sowie die 
diskussions liebende Göttergattin die nur das Wort "Fordern" kennen und 
dabei Zirkus veranstalten machen dann den Rest......

Wenn die Sache dann nach 12-24 Monaten dennoch wieder erwarten schief 
läuft, wer bezahlt dann den Rückzug ?

Oder was ist wenn der Betreffende hier schon ein stark belastetes Haus 
gebaut hat und wegen der Stelle dieses verlassen muss um es ggf. zu 
vermieten, wobei ein Verkauf derzeit ein extremes Minusgeschäft ist.

Das Journalisten hochflexibel sind glaube ich gerne, denn sie müssen ja 
schließlich für den inkompetenten Müll des sie oft in ihre Blätter 
schmieren nicht gerade stehen, denn Leserbriefe werden zwar geschickt 
landen aber Postum nach der Zensur im Papierkorb, auch dann wenn die 
Kritik berechtigt ist und effektive Lösungen aufgezeigt werden!

Weiter im WELT-Text
}

Während die Ingenieurlücke beklagt wird, vermeldet gleichzeitig die 
Bundesagentur für Arbeit eine hohe Arbeitslosenquote unter einschlägigen 
Fachkräften. Das spricht dafür, daß Wirtschaft und Betriebe vorhandene 
Ressourcen nicht ausschöpfen. Betriebliche Qualifizierungsprogramme sind 
offenbar ausbaufähig. Warum haben viele Betriebe keine Mühe, ihren 
Bedarf zu rekrutieren, während andere daran scheitern? Das mag die Folge 
davon sein, daß manche Entwicklungsabteilung in der Flaute abgespeckt 
und kein Nachwuchs eingestellt wurde. Auch wurden ältere und erfahrene 
Ingenieure aus Kostengründen entlassen.

Aber dieses Land verfügt über genügend Ressourcen, sein Angebot an 
Ingenieuren mit der Nachfrage zu synchronisieren. Phantasie ist gefragt. 
Das gilt vor allem für Mittelständler, die im Gegensatz zu Konzernen 
nicht mit flächendeckenden Road-Shows an den Universitäten glänzen 
können. Von Felix Wankel, dem Erfinder des nach ihm benannten 
Drehkolbenmotors, stammt die Sottise:

"Geht ein deutscher Techniker mit ein paar Konservendosen in den Urwald, 
kommt er mit einer Lokomotive heraus." Heute freut er sich über das 
Dosenpfand.

Anmerkung Theo:
{
Letzter Satz ist treffend, denn Dosenpfand ist für viele 
"Harz4"-Techniker die die Abfalleimer der Nation durchwühlen 
mittlerweile ein wichtiges Zu-Brot geworden.........

Seit je her ist bekannt das Ingenieure die teuersten Lehrlinge der Welt 
sind. wenigstens die ersten 3 Jahre müssen abgewartet werden bevor sie 
überhaupt produktiv werden und dann für steigende Umsätze sorgen.

Und genau das past den BWL-Schmierern nicht, denn auch heute will gut 
Ding Weile haben, denn der hohe Qualitätsanspruch "Made in Germany"
kommt von allem anderen als Rap-Zap und Hauptsache verticken.....

Überträgt man das mal auf die derzeitige Labergesellschaft wie oben 
dargestellt, würden 60% dieser "Dünnpfiff"-Laberer sofort gefeuert, was 
eine gigantische Entlastung der Volkswirtschaft nach sich zöge und das 
wiederum einen Gewaltigen Inovationsschub, weil das gesparte Geld in 
Sachen Technik-Forschung vernünftig angelegt wäre!

Ich sagte auch einmal, das lt. Bild der Wissenschaft im Jahre 1996 etwa 
98% aller Arbeiten automatisierbar wären, wie haben nun 10 Jahre später
und es dürften mittlerweile 99,x% sein. Ergo sind doch Billiglohnländer 
defakto kein argument, wenn man hierzulande die Roboter aufbaut, denn 
das würde bei einem Binnenmarkt von 75% des BSP sogar die globalen 
Transportkosten für die Waren sparen.

Anders Beispiel:
Wenn man mal bedenkt, was gespart werden könnte, wenn es nur eine statt 
260 Krankenkassen gäbe, wären derzeitige Diskussionen mehr als 
überflüssig. Ausserdem würde es keine hochbezahlten Uninns-Stempler mehr 
geben denn die flögen raus und 10 Euro je Quartal wären Schnee von 
Gestern. Grade bei den rein dienstleistungsorientierten KK könnte man 
bis dank Computer bis zu 80% der derzeitigen Kosten einsparen und das 
ist recht viel. Wenn man mal bedenkt das die AOK 45-50% von jedem 
gezahlten BeitragsEuro nur für Personalkosten undGlaspaläste rauswirft 
und die freien (nicht privaten) Kassen gezwungen werden 50% ihrer 
Einnahmen an die AOK abzudrücken kommt das nen Haufen Geld zusammen. Bei 
~130 Mrd. Euro nur an Personalkosten ohne Medikamentenkosten ein grosser 
Batzen!!!
}

Artikel erschienen am 07.06.2006

http://www.welt.de/data/2006/06/07/904596.html



Autor: icke (Gast)
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Volle Zustimmung, sehr guter Beitrag.



>Diskussionsfächer gelten als chic, Technik als niedere Lötkolbendisziplin.
Nett formuliert!

Autor: Ingenieur (Gast)
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Ja, ein weiterer Beitrag, der die Wahrheit schonungslos zeigt- 
wenngleich der titel heissen müsste: "Besetzungsproblem für die 
Firmen":-)

Nur ist es eben so, daß es nichts nutzt, wenn wir Ingenieure das wissen 
(BWLer rauswerfen, Staat zu unproduktiv) denn wir sind in der Minderheit 
und können das nicht ändern. Ändern müssten das die Firmen, die falsch 
einstellen und die falschen Laberer in die Positionen schieben. Leider 
funktioniert hier die Evolution nicht: Man kann nicht einfach mit dem 
Knowhow eine andere Firma gründen, die von ING geleitet wird und sich 
dann gegen die Unproduktive druchsetzt, sodas das FAKTISCHE gewinnt- 
heute brauchen Entwicklungen viel Kapital und Zeit. Zudem bremsen 
Patentrechte, Auflagen und Verordnungen die Neugründung von Firmen aus, 
wenn sie sie nicht ganz verhindern.

Also bleibt uns nur , uns in der Situation zurechtzu finden und das 
Beste darauf zu machen!

>wenn Airbus seine Ingenieure im Ausland rekrutieren muß
Sie muessen nicht, sie tun es aus Kostengründen.


Autor: Piccoz (Gast)
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Hallo,

ja so isses....


bemerkenswert sollte sein , daß zB Airbus ( also die, die
ja händeringend gesucht haben )  selbst Luft+Raumfahrt ing
Absagen schicken....


Ich habe mir mal den "Scherz" erlaubt ne Bewerbung hinzuschicken,
denn mein "Profil" braucht man ja dort - - Macher die den
angerichteten Murks wieder zum laufen bringen  :

Und was meint Ihr, was man für ne Reaktion erwarten durfte:

Es wurde bis heute noch nicht mal reagiert obwohl 2x nachgefragt
wurde.

Die Bigotterie mit der Argumentiert wird, ist vom KOTZEN !

Den Leuten zu unterstellen , sie wären net flexibel ist glatter
Schwachsinn !

Eine genaue Recherche bzgl Airbus ergibt nämlich , daß die verstärkt
im Münchner Raum zB BMW wildern wollten - also Festangestellte aus
gut dotierter Position rauseisen wollten .

Es sollte klar sein, daß man denen was anderes bieten sollte als
nen Adecco-Zeitvertrag - wie ein Vorredner schon sagt - wer zahlt
den Rückzug...

Im weiteren läßt sich recherchieren, daß sog "Arbeitslose" gar nicht
berücksichtigt wurden.... Ergo genau die , die flexibel wären ja
gar nicht gefragt wurden.
das heißt der Artikel strotzt vor schlechter / agitatorischer
Recherche - um wiederr gewissen Lobbymeinungen genüge zu leisten

Damit wurde u.a. VDMA VDI BDI konfrontiert - und wen wunderts keine
Antwort bzw geistiger Dünnschiß....


Leute die Realtät ist treffend von BOSCH ausformuliert :

"Guten Leuten muß man absagen "


Man versucht verstärkt den Hochqualis klarzumachen, daß ( obwohl
begehrt -> Elite )  "man" nix wert ist , bzw zu sein hat.

krass formuliert. es wird Zeit daß die Ing/Inf mal streiken ;-) damit
die Dummschwätzer mal merken ,wer die Macht im Land hat








Autor: Ingenieur (Gast)
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Dein letzter Satz kommt mir wie gerufen - siehe meinen Beitrag 
Gehaltsoffensive!

Autor: werner (Gast)
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@piccoz
mich würde es schon interessieren wie der VDI wirklich darauf reagiert 
hat, denn es ist ja die Vertretung der Ing. und nicht der Industrie -- 
also auch von arbeitslosen Ingenieuren -- "Verein deutscher Ingenieure". 
Hast du dazu mehr Informationen?
danke werner


Autor: Piccoz (Gast)
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Hallo werner,

VGI also Verein Gegen Ingenieure trifft es bei objektiver Betrachtung
weit besser,   die Statements die ein Dr.Fuchs so absondert, strotzen
nur vor Mißachtung der realen Welt.

BITKOM ist auch so ein "Haufen".

Ich habe viel eMailtraffic, so daß ich gewisse Dinge schlicht im 
Hinterkopf
gespeichert habe- wenn ich die Mail finden sollte ...man  muß ja den
Rechner regelmäßig ausmisten.. ;-)

Jedenfalls kommen so stereotype Sätze wie . Aus unseren Zuschriften kann
man das nicht bestätigen und Konkret zu gewissen Punkten kann man nix 
sagen.

Also typisches Politikerdementigeschwafel...

Aber mach dir doch mal die Mühe und beobachte gewisse "Vereine" mal über
einen längeren Zeitraum . Die realen Fakten werden so gut wie nie 
vernünftig diskutiert .
Der Königsweg ist immer Weiterbildung , idealerweise MBA in USA etc.
Ach ja , 22.5 Jahre für nen Absolventen ist schon grenzwertig.

Daß eine  gewisse Verrohung der Sitten seitens der Personaler sich
entwickelt hat, das wird gar nicht zur Kenntnis genommen

Ich kenne Dipls.  die haben nach Ihrem Studium an Eliteuni von 15 Jahren
effektiv 4 effektiv gearbeitet .... und das liegt nicht daran, daß
die zu blöd sind -im Gegenteil.
Da solche "Phänomene" nicht selten sind und auf net beim ALO-amt
gemeldet , kämme man locker auf 150000 verfügbare Ing....

Von wegen Mangel

Sprüche wie : Wie alt sind Sie, 39 ? . ja, in DEM Alter ist man
nicht mehr arbeitsfähig  ( Zitat eines mittfünfizer "CEO"s ) ggüb
einem Bekannten von mir.
Sind selbst heute noch an der Tagesordnung .....

Damit sind O-Zitate ALOamt : "Für Sie können wir eh nix tun "

hart, aber realistisch  ( wurde von VDI auch nicht kommentiert )

Nur, mittlererweile sprechen sich solche und ähnliche Karrieren rum und
gefährden schleichend unsre Wettbewerbsfähigkeit.  Das will keiner
Wahrhaben , noch .

Wenns heißt overengineered und pannenanfällig , dann liegt das
selten am Ing, sondern an der rosaroten Kostenbrille, die die
blutgetränkten Schlachtfelder der Entlassungsproduktivivtät
schönfiltert...

Die Cracks, die binnen eines Jahres darniederliegende Projekte
wieder weltmarktfähig machen könnten, die hat man konsequent
entsorgt - und das sind nicht nur >50j  das fängt schon bei >35 an.



Autor: Matthias (Gast)
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Wie`s beim VDI ausschaut, weiß ich nicht, aber beim VDE (Verband 
Deutscher Elektrotechniker) können sowohl natürliche Personen, also 
Ings, als auch juristische Personen, sprich Firmen, Mitglied sein. Das 
ist ja das Problem !

Autor: Neuer Rahul (Gast)
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>Die Cracks, die binnen eines Jahres darniederliegende Projekte
>wieder weltmarktfähig machen könnten, die hat man konsequent entsorgt

... was mir genauso unverständlich ist, wie die Haltung, der Mitarbeiter 
sei mit Ende 30 nicht mehr so arbeitsfähig. Die Realität ist eher die, 
daß man in bestimmten Firmen die Erfahrung gemacht hat, daß die Menschen 
knapp an die 40 nicht mehr viel taugen. Der Grund ist einfach: Diese 
Leute waren ZU lange in dieser Schmuddelfirma und zusätzlich ist noch 
der Anteil der Unfähigen dort höher, weil die Guten weg sind. In 
Dusselfirmen sind die Mitarbeiter älter und schlechter. In guten Firmen 
ist die Mitarbeiterschaft ausgewogen und im Durchschnitt besser. Dort 
macht man NICHT die Erfahrung, daß Ältere weniger bringen. Im Gegenteil 
kriegt man dort die qualifizierten Älteren ab, die woanders abgewiesen 
wurden. Und diese Firmen werden den Teufel tun und gegen den allgmeinen 
mains stream Jugendwahn argumentativ angehen - sie werden im Sessel 
sitzen und davon proftieren, was die Jugendenwahnabteilungen sich an 
Argumenten zusammenbrutzeln, um billiges Jungvolk einzustellen.

Autor: Piccoz (Gast)
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Hallo,

@Matthias .. letztlich ist es egal ob VDI VDE  oder andere . Wie Du
explizit sagst , die juristische Person kann Mitglied sein  -und die
drückt dem System den Stempel auf.

@neuer Rahul:

>... was mir genauso unverständlich ist, wie die Haltung,
>der Mitarbeiter sei mit Ende 30 nicht mehr so arbeitsfähig.

Tja so isses leider seit langem.. ich rede ja nicht nicht nur von
ein paar Firmen, sondern das geht über hunderte quer druch alle
Größenaordungen.

bzgl

>Die Cracks, die binnen eines Jahres darniederliegende Projekte....

das hat bei näherer Betrachtung auch System

1. sind erfolgreich gewesen  -wissen, was sie wert sind -> und genau das
   ist das Problem

2. ich kann aus eigener Erfahrung sprechen.  Eine Konkurrenzfirma meiner
   Ex-Firma wußte, was wir proggen -und welche Probleme vorlagen
   (interessant nicht - aber nicht durch mich )
   Die Lösung derselben kostete weite Teile meines Bereichs den Job - 
und
   es ist bemerkenswert, daß ausgerechnet net mal die Konkurrenz an 
einem
   Interessiert ist.

> Schmuddelfirma ,
  so , das sind sog. Weltkonzerne, von wegen kleine
  Lötstube oder Programmierkellerverließ.

  Also die Firma, die so idealistisch agiert, wie Du es beschreibst, ist
  mir etc.  noch nicht untergekommen


Autor: HB (Gast)
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Mal ne kleine Anmerkung zu folgender Passage:

...Die sinkende Zahl von Ingenieurstudenten ist jedoch nur ein Teil des
Problems. Ausgebildete Ingenieure sind oft nicht flexibel genug. Das
gilt für ihre berufliche Qualifikation wie für ihre örtliche Mobilität.
Von Tuttlingen oder Rüsselsheim nach Norddeutschland überzusiedeln,
empfinden viele als unzumutbar. Es ist Treppenwitz wie Armutszeugnis,
wenn Airbus seine Ingenieure im Ausland rekrutieren muß, statt den
Bedarf aus dem "Ingenieurland Deutschland" zu decken....


Ich würde das ganz und gar nicht so sehen: stattdessen Frage ich euch, 
warum ein Ingenieur aus dem Raum Süddeutschland das machen sollte??? Er 
muss nicht umziehen und kann (oft) trotzdem aus genügend intressanten 
Jobs auswählen! Natürlich kann es intressant sein für Airbus zu arbeiten 
und den Umzug deshalb zu machen... aber bei BMW, Daimler oder Bosch gibt 
es auch gute Jobs.

Autor: Piccoz (Gast)
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Hallo,

der Treppenwitz kann doch nur der sein, daß man nicht gewillt ist
die eigenen , also angebotenen Jobs mal objektiv auf Attraktivität
hin zu betrachten.
Denn viele bilden sich ein, Ihre Firma ist der Nabel der Welt und der
Kandidat hat sich gefälligst auf Knien anzurobben.
Tja, wenn dann nicht auf Pfiff reagiert wird ( und auch noch zu
lausigen Löhnen..) dann generiert man halt wieder die übliche Leier
der Mobilität, etc

>aber bei BMW, Daimler oder Bosch gibt
>es auch gute Jobs.

Das wäre zu hinterfragen ......

Autor: CM (Gast)
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>>aber bei BMW, Daimler oder Bosch gibt
>>es auch gute Jobs.

>Das wäre zu hinterfragen ......

Gegenfrage: sind die Jobs bei Airbus in Hamburg per Definition 
besser????


>Denn viele bilden sich ein, Ihre Firma ist der Nabel der Welt und der
>Kandidat hat sich gefälligst auf Knien anzurobben.
>Tja, wenn dann nicht auf Pfiff reagiert wird ( und auch noch zu
>lausigen Löhnen..) dann generiert man halt wieder die übliche Leier
>der Mobilität, etc

Diesen Satz kann ich nur unterschreiben... die meisten meinen es sei 
eine mega-besondere Ehre wenn man in speziell deren Firma arbeiten darf. 
Das man da überhaupt Geld dafür haben will empfinden viele ja schon fast 
als Hohn.

Autor: Chefingenieur (Gast)
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Stimmt auffallend! Was mich auch immer stuzig macht: jede Firma hält 
sich für qualitativ im oberen Bereich angesiedelt. Kommt man aber auf 
das Gehalt zu sprechen, das sie bieten, dann wollen sie von hohen 
Gehältern nichts wissen, sondern verweisen auf den angeblichen 
Durchschnitt. Hat schon einmal jemals einer von euch den Personalchef 
sagen hören:

Wir bezahlen am Besten? Selbst die, die es tun, sagen es nicht, weil sie 
keinen Ankurbeleffekt wollen, dabeio wäre das ganze Thema so einfach zu 
lösen: Kohle rausrücken, dann ist das Ingenieurproblem gelöst. Dann 
rücken in manchen Positionen die Techniker nach. So aber rücken in den 
meisten Firmen mit Zahlunwiligkeit die Techniker (weil billger) 
positionsmäßig an den Ingenieuren vobei, produzieren Projekte, die 
mittelmäßig sind und mittelmäßigen Ertrag liefern, wodurch man das 
System dann so weiterfahren muss.

Autor: Detlef _a (detlef_a)
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>>>Wenn man mal bedenkt das die AOK 45-50% von jedem
gezahlten BeitragsEuro nur für Personalkosten undGlaspaläste rauswirft
und die freien (nicht privaten) Kassen gezwungen werden 50% ihrer
Einnahmen an die AOK abzudrücken kommt das nen Haufen Geld zusammen. <<<

Theo, immer locker und fair bleiben, was Du erzählst ist Unsinn, der 
Betrag beträgt im Schnitt 5.6%

http://www.aok-bv.de/lexikon/v/index_02586.html

Die privaten Kassen bringen dagegen durch im Schnitt wesentlich höhere 
'Verwaltungskosten' Teile der Versichertengelder auf die Gewinnseite.

Mit 50% der Einnahmen 'abdrücken' meinst Du den Strukturkostenausgleich. 
Um den beurteilen zu können mußt Du Dich da schon bißchen mehr mit 
beschäftigen und nicht aufgeschnappte bashing-Parolen wiederkäuen.

Cheers
Detlef

Autor: Theo (Gast)
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@Detlef

>Mit 50% der Einnahmen 'abdrücken' meinst Du den Strukturkostenausgleich.

Und genau das war gemeint!

>Um den beurteilen zu können mußt Du Dich da schon bißchen mehr mit
>beschäftigen und nicht aufgeschnappte bashing-Parolen wiederkäuen.

Keine bashing-Parole, sondern life, was mir meine Krankenkasse 
BIG-direkt schrieb! Ausserdem ist die Nachbarin von meinen Alten 
Personalchefin bei einem sehr grossen Baukonzern im Münsterland. Als die 
mal zum Schwatzen rüberkam, war ich gerade auch da und die meinte man 
hätte ihr ne Krankenkasse aus England angeboten für weniger als 60 Euro 
im Monat!

Selbst nen Harz4-Empfänger zahlt ohne es zu merken über 130 Euro im 
Monat. Und das England wegen mangelnder Kapazitäten massenweise 
Patienten in deutsche Krankenhäuser auslagert ist hinlänglich bekannt 
und deswegen kann also an der Britenkasse wohl nichts faul sein, sonst 
würde das nicht laufen. Fakt ist aber auch das hier ausländische 
Krankenkassen mit Gewalt verboten werden, denn die würden dieses 
Verbrechersyndikat aus Pharmas, Apotheken, aber auch Schulmedizinern 
extrem ins Wanken bringen!
(Man denke mal gerade dabei an die Sache mit DocMorris).

Und wenn meine Kasse schreibt das 50% jede Beitrags-Euros an die AOK 
abgedrückt werden, besser meine Kasse dazu gezwungen wird dürften die 
das nicht aus der Luft gegriffen haben!

Warum bietet man lt. deutscher Kassen noch keinen 100% Zahnersatz an 
weil in China gefertigt ? Ich kenne einen pensionierten 
Seniorzahntechniker
der in China Schulungen abgehalten hat, demzufolge kann es in Sachen 
Qualität kaum Unterschiede geben!

http://www.zahnersatzsparen.de/?gclid=CPGkzsaf-okC...

Ausserdem schrieb der verstorbene Dr. Nieper in seinen Büchern, das das 
deutsche Medizinwesen nicht an etwaigen Krankheiten kaputt geht sondern 
an den wahnsinnigen Kosten und das in der Erstauflage von 1982!

Ich habe mal nachgerechnet, mit Niepers Methoden könnte man bei 
versicherten Heilerfolgen locker 100 Milliarden Euro im Jahre sparen.
Eine Krankenkasse statt 260 Kassen würden noch mal einen Spareffekt von 
Milliarden im 2-stelligen Bereich haben.

Offensichtlich ist Effizienz bei der Heilkunde die wirkliche Gesundung 
der Patienten nicht gefragt, denn Gesunde bringen kein Geld!
Ebenso kann man 80% diese Schmierenkomödianten in den Büros der Kassen
vollkommen rauswerden und durch Rechner mit passenden Datenbanken 
ersetzen!

Theo

Autor: Piccoz (Gast)
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Hallo

bzgl Krankenkasse sei übrigens mal folgendes erwähnt:

Wenn einer zB ein Jahr innner Firma arbeitet  und sicherlich
weg zu großem Erfolg gefeuert wird (und diesen Erfolg bei
anderen nicht verkaufen kann, weil er "zu teuer" wäre bzw
im Sinne der oligarchen Stammhierachie mit seiner Inteliggenz
das System gefährden würde...)
ALso zB die Gesetzliche kündigen muß für zB 3-4 Jahre
dann kommt er gar nicht mehr in die gestzliche KK -- er muß
in die PKV !!!


Übrigens sei mal in Sachen Besetzungsproblem bzgl Ing auf

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,151...

verwiesen..

Es ist interessant , daß 100000 Unterschriften gegen diese
"neumodischen Praktikumsjobs" bei unsrem Sozimünte  auf
Vesandungstaktik  treffen.

Der erste Schrit der Industrie sollte sein , nict nur von 46k€
Einstiegsgehältern zu fabulieren, sondern auch zu zahlen !!

Der zweite Schritt ist, die über 100000 Ing, die im System
"verschwunden" sind zu aktivieren und zum allgemeinen
Wohl Ihre Arbeit - natürlich zu adäquaten Gehältern auch
machen lassen.

( ich kenne zig Ing/Inf die "selbständig" sind.... )


vg Robert




Autor: Mannheim Hamburger (Gast)
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Das ist schon erschütternd, wenn man mit dertigem Diplom nicht mal die 
300,- bekommt, die dort gefordert werden (zweiter Teil des Artikels). 
Das Problem ist aber, daß die Studenten sich auch ausnutzen lassen. 
Warum gehen sie denn nich her und machen 2 Wochen, lassen sich krank 
schreiben und bleiben dann daheim?  Wenn keiner für so billig arbeiten 
würde, währen solche Jobs bald weg.

Autor: Detlef _a (detlef_a)
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@Theo


ich wollte mal kurz ein paar Dinge richtigstellen, hier sprechen Blinde 
von der Farbe.

Es gibt in dem System der gesetzlichen Krankenversicherung einen 
sogenannten Risikostrukturausgleich. Der sorgt dafür, dass auch unter 
den gesetzlichen Krankenkassen weiterhin das Solidarprinzip gelebt wird, 
falls euch dieser Begriff noch etwas sagt.

England:
Wer sich auskennt weiß, dass dieses System zu den schlechtesten in 
Europa gehört, da werden ältere Menschen teilweise nicht mehr operiert 
usw.. Deshalb kommen sie ja nach Deutschland.

Leistungen der Krankenkassen:
Diese sind zu 98% gesetzlich festgelegt, nachzulesen im SGB.

Warum die Politik es zulässt, dass Pharmakonzerne weiterhin in 
Deutschland ihre Medikamente zu völlig überhöhten Preisen verkaufen 
dürfen, während die gleichen Produkte vom gleichen Hersteller im 
europäischen Ausland zu einem Bruchteil des Preises verkauft werden, 
werde ich auch nicht verstehen, denn dieses Problem müssen die 
Versicherten und ihre Krankenkassen ausbaden, ohne Einfluss darauf 
nehmen zu können.

Die Mitarbeiter bei den Krankenkassen sind genauso wenig 
Schmierenkömidianten wie Ingenieure und andere Berufsgruppen. Schon mal 
Dienstleistung und fachkompetente Beratung ohne Menschen erlebt??

Birgit

Autor: HariboHunter (Gast)
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'fachkompetente Beratung'
lasse ich einfach mal unkommentiert im Raum stehen.
Nee, eins: wenn wir weniger 'fachkompetente Berater' hätten, müsste ich 
dann weniger für meine Kv zahlen?

Autor: Tim (Gast)
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Volle Zustimmung von mir zu einem Theo post!

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