Moin Leute!
Folgende Situation: Im örtlichen "Jugendraum", in dem ich mich auch
aufhalte, wird unter Umständen viel geraucht (80% Raucher). Ein großer
Lüfter ist zwar vorhanden. Wenn dieser jedoch zu lange an ist, ist es
schnell kalt. Ist er nicht an, erstickt man fast - zumindest als
Nichtraucher.
Deshalb dachte ich mir man kann das Lüften doch automatisieren, um so
einen vernünftigen Kompromiss zu erzielen; Wärme - Frischluft.
Mein Gedanke wäre hierfür eine (IR)-LED Fotodiode-Kombination zu
verwenden, das ganze über ADC einem µC zuführen und mit diesem ein
Relais ansteuern, das den Lüfter ein- ausschaltet. Die größten Probleme
bereitet mir eigentlich nur die Sensorik. Meint Ihr mit dieser Methode
lassen sich vernünftige Resultate (zwecks Auflösung, Empfindlichkeit,
etc.) erzielen?
Beim kurzen Durchstöbern des Rei**elt Katalogs fand ich zwar auch
Gassensoren, die sind mir aber eigentlich zu teuer (16 Euro) sind und
bei denen ich auch nicht sicher bin, ob mich dieser Weg zum Erfolg
führt.
Also, für Anregungen, Verbesserungen, Erfahrungsberichte insbesondere
die Sensorik betreffend wäre ich sehr dankbar.
--- Bitte keine Beiträge der Art: Dann gehe halt nicht mehr hin, wenn
dort so viel geraucht wird.
Oder setzt halt ein Rauchverbot durch, etc...
Bei 80% Raucher erübrigen sich solche Vorschläge ---
Gruß Roadrunner
Besorg dir einen billigen Rauchmelder und schalte damit per Relais den
Lüfter für eine gewisse Zeit an.
Wenn ein Gassensor (CO2-Gehalt der Luft) nötig ist, würde ich die
Raucher vor die Tür verbannen.
Also... ist zwar etwas komplizierter, aber in Niedrigenergiehäusern wird
das so gereglt, das die Warme Abluft an de Kalten Frishluft in einem
Wärmetauscher Vorbeigeführt wird, und so die kalte Aussenluft erwärmt
wird.
Vieleicht wäre das ne Möglichkeit?
Ist zwar etwas mehr aufwand aber dafür Ökolischer als die Heizung höher
zu drehen ;)
Ansosnten kann man nicht sowas wie ne Dunstabzugshaube und ne
Raucherecke einrichten?? ( Raucher behaupten doch immer sie seine so
tollerant weil sie sich nie über Nichtraucher beschweren :P )
Es gab mal den Luftteilchen-Sensor von Sharp auch bei Conrad. Ist aber
leider aus dem Sortiment verschwunden, wird auch soweit ich weiß nicht
mehr produziert. Rauchmelder gibts in zwei Versionen, Lichtschranken
("optisch") und mit radioaktivem Ionisator, das ist hierzulande weniger
verbreitet.
Mit Gassensoren geht es vermutlich nicht, da der Rauch vorwiegend aus
festen Schwebeteilchen besteht.
Ich denke nicht, daß der Rauchmelder bei normalem Zigarettenqualm
innerhalb eines Raumes früh genug anschlägt. Erst wenn man die
gegenüberliegende Wand nicht mehr sieht, wird er dann wohl tätig, was
aber viel zu spät ist. Bis dahin ist schon keib Sauerstoff mehr im
Zimmer ;-). Denkbar wäre ein unter der Decke montiertes System, welches
weit auseinander liegt, so daß der Rauch genügend Streuung verursacht.
Die Verwendung von moduliertem IR-Licht macht dann allerdings Sinn.
Vielleicht kann man sogar einen TSOPxxxx dafür mißbrauchen. Wenn die
Modulation gut zu empfangen ist, ist die Luft noch okay, bei mehr und
mehr Datenfehlern muß dann der Lüfter an...
Wie wäre es einfach mit "Der Mesnch als Regler"?
Wenn es jemandem zu stickig ist -> Lüfter an
Wenn es jemandem zu kalt ist -> Lüfter aus
Elektronik ist nicht die Lösung für alle Probleme dieser Welt!
MFG
Falk
>Elektronik ist nicht die Lösung für alle Probleme dieser Welt!
Ein Schild könnte auch das Problem lösen:
"Rauchen nur vor der Tür!"
An einer belgischen Schule sollen jetzt rauchende Schüler mit einer
Plakete mit schwarzen Lungenflügeln drauf rumlaufen...
Es ist eine Art Krankenpfleger-Schule...
@Rahul, der Trollige
>Ein Schild könnte auch das Problem lösen:>"Rauchen nur vor der Tür!"
Zum Bleistift.
>An einer belgischen Schule sollen jetzt rauchende Schüler mit einer>Plakete mit schwarzen Lungenflügeln drauf rumlaufen...
Es gibt nur einen Weg zur Lunge, und der muss geteert werden. ;-)
Eigentlich sind 99% der Raucher nur zu bedauern. Das sind einfach nur
Nikotinabhängige, keine Tabakgeniesser.
MFG
Falk, gelegentlicher Shisha-Raucher
Zum Thema:
Ich würde einfach mal einen kleinen Testaufbau machen:
IR-LED + Fotodiode/-Transitor und mal messen, wie die sich bei
verschiedenen "Luftdichten" verhalten. Vielleicht noch den Abstand
variieren.
Mit einem AVR und dessen ADC könnte man das bestimmt hinbekommen.
Per Timer die IR-LED regelmässig einschalten (könnte man sogar an den
ADC-Interruptkoppeln.
Und dann die Spannung bei eingeschalteter und bei ausgeschalteter IR-LED
messen. So ähnlich wie ein Distanzsensor...
Tach,
also den Vorschlag mit dem Rauchmelder (< 5 eur) kann ich nur
unterstützen.
Erstens wegen dem Preis, zweitens merken sie ziemlich schnell das da
Rauch ist und drittens basieren sie auf einem standart Chipsatz (MC...
schlag mich tot) der zudem einen gesonderten Meldeausgang hat !
Transistor ran, gefolgt von einem Relais. Funktioniert prima, zumindest
bei mir.
Nachteil, die Messtrecke im inneren mag keine Leuchtstofflampen mit EVG.
Die hohe Flickerfrequenz der Röhre führt gelegentlich zum Auslösen des
Rauchmelders.
Schönen Tach noch.
Das "wegen" oft mit dem Dativ verwendet wird, ist nicht neu, im
süddeutschen Sprachraum sogar üblich (aber da kann man ja alles, nur
kein Hochdeutsch) und verdrängt den Genitiv mittlerweile überall :-(
Daher: Rettet des Genitivs!
Laut Datenblatt steigt die Sensor-Spannung ab etwa 0,1 Milligramm pro
Kubikmeter merklich an, Ruhezustand 0,5 V und mit 0,1 mg/m^3 ca. 1V
Wieviel Prozent der Zigarette werden zu festen Rauchteilchen ? Die
Raumgröße in Kubikmetern könnte man abschätzen, die Masse einer
Zigarette abwiegen.
Mein Vorschlag: modulierter Laserpointer und 90 Grad zum Strahl eine
Photodiode vor schwarzem Hintergrund, das alles in ein +- lichtdichtes
Gehäuse und fertig. Weiß jemand wo man noch solche
Ionisationsrauchmelder bekommt?
> Es gab mal den Luftteilchen-Sensor von Sharp auch bei Conrad.
Vielleicht sowas:
www.pollin.de
Bausatz Luftreinheits-Messgerät B229
Zum Feststellen der Intensität der Luftverunreinigung. Der so ermittelte
Messwert wird auf einer analogen Anzeige dargestellt. Das Messgerät
zeigt lediglich den Grad der Verunreinigung an. Es ist keine chemische
Zuordnung möglich.
Technische Daten:
- Betriebsspannung 12 V-
- Stromaufnahme max. 200 mA
- reagiert auf Zigarettenqualm, Lösungsmitteldämpfe, Auspuffgase,
Küchendünste, Fabrikabgase usw.
Platinenmaße (LxB): 63x37 mm.
Anzeigegröße (LxB): 63x39 mm.
Best.Nr. 810 032 4,95 EUR
Inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Schau dir doch mal die Zusammensetzung von Zigarettenrauch an.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zigarette
Man kann erkennen, dass recht viel Kohlenmonoxid enthalten ist. Du
könntest dir einen Gassensor besorgen und ihn mit einem Mikrocontroller
ansteuern. Die Dinger müssen ja aufgeheizt, durch Hitze gereinigt und
kalibriert werden. So ein Sensor kostet bei RS 15,50€. Figaro ist da ein
recht guter Hersteller. Ich denke, sowas bekommt man auch ne Ecke
günstiger.
Durch ne Messung im Jugendraum könntest du den Schwellenwert dann
einfach bestimmen.
Wenn es etwas einfacher sein soll, würde ich einen günstigen Rauchmelder
ausschlachten und mal ein paar Messungen mit dem Sensor machen (ich
meine, das ist nichts anderes als eine Lichtscharanke). Am Besten direkt
im Jugendraum. Wenn du vernünftige Ergebnisse erhältst, würde ich diese
Variante vorziehen. So einen Rauchmelder kann man ja ganz einfach unter
die Decke schrauben.
Rauchsensoren bekommt man übrigens für etwa 2,20€ im Internet...
"Ionisationsrauchmelder" - also meiner ist vom Flohmarkt, die gabs aber
auch mal bei Völkner-Elektronik, zumindest in der Karlsruher Filiale. 1
Mikrocurie Americium ist laut Deckelaufschrit enthalten.
Aber der scheint mir auch zu unempfindlich für Ziarettenrauch zu sein.
Mich hatte das Thema schon interessiert, weil im Sommer bei offenem
Fenster irgendein Nachbar frühmorgens qualmen mußte.( Der Aschenbecher
stand außen auf dem Fenstersims, zog natürlich genau nach oben in mein
Fenster wieder rein - inzwischen wohnt dort jemand anderes, hat sich so
erledigt.)
Ein automatisch schließendes Fenster wäre ganz praktisch gewesen,
deshalb hatte ich mir den Sharp-Sensor von Conrad angeschaut.
Mahlzeit!
Danke für die (überwiegend) tollen Beiträge. Jetzt muss ich erstmal die
ganzen Datenblätter und Lösungsvorschläge genauer betrachten und werde
mich bei Voranschreiten der Lösung wieder melden.
Gruß Roadrunner
Hi!
Der Luftgütesensor, den es mal beim "Klaus" gab, war so ähnlich
aufgebaut wie der Sensor eines optischen Rauchmelders. Auf
Zigarettenqualm waren die Dinger rattenscharf. Habe so einen alten
Sensor in einer Produktionshalle stehen, um je nach Luftgüte die
Dachlüfter zu steuern. War allerdings nur ein Versuch. Nun hat man
festgestellt "geht wunderbar, machen wir an 4 Stellen in der Halle so
richtig mit Zu & Abluft". Weil die Sensoren nicht mehr verfügbar waren,
habe ich mich eben umschauen müssen, und da bin ich auf die Rauchmelder
gekommen. Übrigens solltest du die Luft mit einem winzigen Lüfter durch
den Sensor schieben, das verbessert die Reaktionszeiten ungemein.
Viel Erfolg, Uwe