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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Basisspannungsteiler, Verständnisfrage


Autor: Oliver D. (smasher)
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Hallo,

in ET haben wir heuten, nachdem wir schon Transistoren angeschnitten 
haben, einen Basisspannungsteile angesprochen. Das Praktische daran ist 
ja, das der Arbeitspunkt durch den zweiten Widerstand besser gehalten 
werden kann.

Meine Verständnisfrage dabei ist folgende:

Wir haben als eingangssignal eine sehr kleine Wechselspannung die wir 
verstärken möchten. Wir nehmen zum Verstärken eine 12V Gleichspannung, 
was mich erstmal verwundert. Danach stellen wir einen Arbeitspunkt ein, 
der ca. bei der hälfte liegt. Damit können wir dann 6Volt im positiven 
Halbwellen BEreich und 6Volt im negativen halbwellen Bereich darstellen.

An die Transistor-Basis wird dann einmal die Eingangswechselspannung 
(das zu versrärkende Signal)angelegt und dazu kommt noch ein Anteil der 
Gleichspannung. Der Strom der dann auf die Basis fliesst ist entweder 
etwas höher als der Arbeitspunkt oder liegt etwas unter dem 
Arbeitspunkt.
Ich stelle es mir dann so vor, das einer an einem Poti dreht, wobei die 
Mitte genau die Null Linie (also die X Achse darstellt) und wenn das 
Poti auf einen kleinen Widerstandswert gedreht wird, die Positive 
Spannung steigt und direkt wieder runter auf eine Negative Spannung, 
sodass die Halbwelle sich im negativen Bereich befindet.

Bis dahin habe ich keinerlei Probleme das zu verstehen.
Am Transistor Ausgang liegt dann bei einem Null Signal vom Eingang die 
Spannung von 6 Volt an.
Wenn der Eingang eine Negative Spannung hat, fällt die Ausgangsspannung 
auf z.b. -3 Volt. Wenn die Spannung am Eingang steigt, steigt die 
Spannung über 6 Volt (die Nulllinie) auf z.B. 9 Volt.

Da am Eingang immer nur ein Sinus Förmiges Signal ankommt kann folglich 
auch das Ausgangssignal direkt hinter dem Transistor auch nur Sinus 
förmig sein.

Das was mich nun dabei stört, ist das der Ausgang beim Null Signal immer 
6 Volt liefert. Dies soll ja dann 0 Volt sein, genauso wie beim Eingang, 
wo ja auch bei einem nicht vorhandenen Eingangssignal 0 Volt anliegen.

Nun ist ja am Ausgang der Schaltung noch ein Kondensator vorgeschaltet 
der den Gleichspannungsanteil nicht durchlässt sondern nur 
Wechselspannung durchlässt.
Mein Lehrer sagt, das wir dann am Ende hinter dem Kondensator einen 
Sinus herausbekommen, bei dem die Nullinie auch wirklich auf Null, der 
X-Achse liegt.

Diesen zwischenschritt von Sinusförmiger Gleichspannung auf echte 
Sinusspannung die auch im Negativen Bereich liegt, verstehe ich 
irgendwie nicht.


Währe nett wenn mir erstmal einer meinen Gedankengang bestätigt und 
erklärt, wie der Kondensator am Ende den kompletten Graphen nach unten 
verschiebt.



Vielen Dank.

Autor: Otto (Gast)
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Hallo Oliver,

es ist,

a) wie Du sagst: Ausgang hat ohne Ansteuerung "die Mitte von 12V" also 
6V

es ist,

b) wie Dein Lehrer sagt: der Kondensator lässt nur die Wechselspannung 
durch

Der Gleichspannungsanteil wird dadurch eliminiert, dass nur während des 
Ladevorganges ein Strom durch den Kondensator fliessen kann, der einen 
Spannungsabfall am Lastwiderstand (Meßgerät) erzeugt.

Gruss Otto

Autor: Arno H. (Gast)
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Hallo,
der Transistor in Emitterschaltung invertiert. Wenn die Eingangsspannung 
steigt, sinkt die Ausgangsspannung.
Arno

Autor: Dennis (Gast)
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Ein Kondensator besteht aus zwei gegeneinander isolierten(!) Platten. 
Der Stromkreis ist damit sozusagen unterbrochen, und durch einen 
unterbrochenen Stromkreis kann kein (Gleich)Strom fließen. Warum fließt 
aber trotzem ein Wechselstrom? Wenn der Kondensator entladen ist, können 
Elektronen auf eine Platte fließen, von der anderen können sie 
abfließen. Das passiert auch bei Gleichstrom, nur wird dann irgendwann 
ein stationärer Endwert der Spannung erreicht, der Strom geht 
kontinuierlich gegen 0. (ganz 0 wird er aufgrund von Leckströmen nicht). 
Bei Wechselspannung hingegen wechselt ja die ganze Zeit die Polarität, 
d.h. es fließen die ganze Zeit Elektronen auf die Platte, dann wechselt 
die Polarität, Elektronen fließen wieder von der Platte weg usw. usw. 
Das ist der Grund, warum ein Kondensator "durchlässig" ist für 
Wechselstrom.

Autor: Dennis (Gast)
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>>Das was mich nun dabei stört, ist das der Ausgang beim Null Signal immer
>>6 Volt liefert. Dies soll ja dann 0 Volt sein, genauso wie beim Eingang,
>>wo ja auch bei einem nicht vorhandenen Eingangssignal 0 Volt anliegen.

Das braucht Dich nicht zu stören, das ist nun mal so. Geht nicht anders, 
da der Transistor nach beiden Seiten ausgesteuert werden soll und auch 
in einem gewissen Arbeitspunkt eingestellt werden muss, damit er richtig 
funktioniert. Das funktioniert nicht, wenn der Ausgang bei einem 
Eingangssignal von 0V auch 0V ist.


Autor: Geniesser (Gast)
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@Oliver

Otto hat das schon richtig erklärt, wenn das Eingangssignal einen 
Spannungsanstieg am Kondensator bewirkt, lädt sich dieser auf. Es fließt 
ein (positiver) Strom in den Kondensator hinein und über den 
Lastwiderstand ab (-> positive Spannung am Lastwiderstand). Wenn das 
Eingangssignal einen Spannungsabfall bewirkt (d.h. Spannung sinkt am 
Kondensator), dann fließt ein Strom aus dem (geladenen) Kondensator 
heraus und über den Kollektor das Transistors ab und der negative 
Stromfluss bewirkt einen negativen Spannungsabfall an der Last. usw.

Wenn kein Eingangssignal anliegt, ist der Kondensator in Ruhe (+ 6 V). 
Er bekommt weder Ladung zugeführt noch gibt er Ladung ab (-> kein 
Ausgangssignal bzw. 0 V).

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