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Forum: Platinen 2-lagige Platinen herstellen


Autor: Joachim (Gast)
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Hallo,

ich wollte mal fragen, wie man bei der Herstellung 2-lagiger Platinen 
vorgeht.

Ich hätte mir gedacht, zuerst eine Seite belichten ohne sie anschließend 
zu entwickeln. Danach den Belichtungsvorgang für die 2. Seite 
wiederholen und wenn das fertig ist, die Platine ins Entwicklerbad.

Um sicherzugehen, dass Vorder- und Rückseite übereinanderliegen, 2 
Löcker bohren, an denen man sich dann orientieren kann.

Die Durchkontaktierung am einfachsten mit einem 0,8mm Draht auf beiden 
Seiten verlöten.

So stelle ich mir das vor, aber vielleicht hat ja jemand schon 
Erfahrungen damit gemacht.

MFG

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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Ich drucke mir immer beide Folien, für Ober- und Unterseite, aus und 
lege sie richtig übereinander. Dann klebe ich die folien an den Rändern 
zusammen, bis auf eine Seite. So bildet sich dann eine Tasche, in die 
man die Platine legen kann. Dann wird die Platine mit nem kleinen stück 
Klebeband in der Tasche befestigt und gut dann von beiden Seiten 
belichtet (erst die eine Seite dann die andere). Dann wird entwickelt 
und geätzt. Durchkontaktierungen mach ich mit kleinen Drahtstücken, 
jedoch versuche ich vias zu vermeiden und alles an den Bauteilen 
durchzuführen.

Autor: Sonic (Gast)
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Hi,
ich habe den Vorteil eines doppelseitigen Belichtungsgerätes. Das mit 
den Bohrungen zur Orientierung ist gut, am Besten diagonal, so weit wie 
möglich auseinanderliegend. Durchkontaktierungen (Nieten) gibt's in 
verschiedenen Größen zu kaufen, auch eine Presse zum montieren 
(Reichelt). Manchmal müssen auch Bauteile 'rein, die nicht auf der 
Bestückungsseite verlötet erden können (z.B. radial-Elkos). Die Nieten 
müssen aber auf jeden Fall auch auf beiden Seiten verlötet werden!
Mehr is' nich, hat bis jetzt immer prima funktioniert, ist halt eine 
Mordsarbeit mit den Durchkontaktierungen (je weniger desto besser!).
Bei richtig aufwändigen Teilen leiste ich mir den Service von PCB-Pool, 
top-Qualität.

Autor: Joachim (Gast)
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Das mit den "Taschen" hört sich gut an !

Werde das mal ausprobieren.

Danke für die Hilfe !

Autor: JojoS (Gast)
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eine Seite der Vorlagen noch spiegelverkehrt drucken damit immer die 
Druckseite auf der Platine liegt.
Für die Durchkontaktierungen gibt es auch Hohlnieten die mit einem 
Automatikkörner zusammengepresst werden (und zusätzlich verlötet werden 
sollen). Ist etwas teurer aber geht schneller.
Beim Taschen-Kleben kriege ich immer die Kriese... Etwas besser ist 
einen Winkel aus Platinenmaterial zu sägen und die Folien daran zu 
kleben. Die Genauigkeiten hängen aber sehr von Tagesform und Übung ab... 
Ich habe mir jetzt eine Justierhilfe gebaut mit einer Kunstoffplatte mit 
Passstifften und 3 Blechstreifen. Die Platte ist 1,6mm tief abgefräst 
damit der erste Streifen bündig mit der Oberfläche ist. Die eine Folie 
wird dann an den ersten Streifen geklebt. Dann lege ich die zweite Folie 
darauf mit Klebestreifen noch oben. Die Folien können jetzt genau 
übereinander geschoben werden. Wenn es passt kommt der zweite 
Blechstreifen auf die Passstiffte und pappt an den Klebestreifen. Jetzt 
kann den Streifen mit der Folie wieder rausnehmen und den mittleren 
Blechstreifen als Abstandshalter einlegen. Die Obere Folie wieder drauf 
und die 3 Blechstreifen werden zusammengeschraubt. Damit sind die exakt 
ausgerichtet, mit dieser Tasche kann ich auch mehrere Platinen belichten 
ohne immer wieder neu auszurichten.

Autor: tom (Gast)
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Wie geht ihr bei der Belichtung der zweiten Seite vor? Klebt ihr die 
erste, schon belichtete Seite wieder ab?
Da ich in meinem Selbstbaubelichter hellgraues Schaumgummi als 
"Andruckmaterial" verwende, befürchte ich, dass das Licht bei der 
zweiten Belichtung an der Platine vorbei in den Schaumstoff leuchtet und 
auf die schon belichtete Oberseite zurückreflektiert.

Gruß

Thomas

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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Ich lege zum beschweren einfach nen Reichelt katalog drauf ;)

Autor: Matthias (Gast)
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...Ich lege zum beschweren einfach nen Reichelt katalog drauf ;)...

Der Conrad ist aber schwerer...

Autor: Matthias (Gast)
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und der Digikey erst ;)

Autor: Rahul, der Trollige (Gast)
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RS hat gleich 2 Kataloge...

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Schlag nach bei Duden - schlag zu mit Diercke
( Diercke-Weltatlas, wer den noch nicht kennt)

Autor: Markus _neu (markush)
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Ich mach's auch mit der Bohrmethode. Ein Layout drauf legen, zwei 
diagonale Löcher bohren. Schutzfolie runte rund jetzt 1. Seite 
belichten, umdrehen und 2. Seite. Danach geht's ab zum entwickeln. 
Klappt eigentlich ganz gut. Ab und zu leichter Versatz. Kann aber auch 
vom Zittern beim Bohren kommen :)

Markus

Autor: Siegfried Saueressig (dieleena)
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Hallo
habe eine Info für alle. @Hauke Radtki beschreibt das Taschenformat mit 
den Folie und Klebeband. Ich hatte immer für das "zusammenkleben" 
Doppelseitiges Spiegelband benutzt. Hat mehrere Vorteile.
die Arbeitsschritte:
1. Untergrund weis (Schreibvorlage)
2. erste Folie mit Tesa an allen vier Ecken und oberen Rand auf der
   Vorlage befestigen
3. zweite Folie paßgenau wie erste befestigen
4. Ich gehe davon aus, das die Platteumrisse mit ausgedruckt sind. Nun
   das Spiegelband ca 4 cm länger als untere Plattenlänge abschneiden.
   Dies dann zwischen den beiden auf die untere Folie an der  Platteum-
   risslinie aufkleben. Schutzfolie noch nicht abziehen !!! Dasgleiche
   mit einem ca 5cm Stück auf der linken seite.
5. Danach die obere Folie leicht anheben, Spiegelklebeband Schutzfolie
   entfernen, oberer Folie leicht anspannen und festdrücken.
6. Somit hat man eine Tasche, in der die Platiene auf Anschlag leicht
   eingelegt werden kann.

Gruß Siegfried

Autor: Michael (Gast)
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Moin moin,

in einem Buch las ich den Tipp, die beiden Folien einfach mit einem
Hefter zusammen zu heften. Das würde ja sehr schnell gehen, und Heft-
klammern sind extrem billig....

Gruß Michael

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Würde ich nicht tun.
Die Löcher, die die Heftklammern stanzen, werden schnell
größer -> Passt dann nicht mehr exakt.

Ich nehm einen Tropfen Superkleber für Kunststoffe.
Die Folien lassen sich dann noch eine zeitlang verschieben.
Wenn ich mit der Passgenauigkeit zufrieden bin: Mit
Aktivator für den Superkleber kurz auf die Klebefuge
sprühen -> Hält bombenfest.

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