Hallo!
Ich bin ziemlicher Neuling und habe mir soeben bei Pollin 3 ATtiny2313
gekauft.
Dazu 3 4MHz Quarze-> 2 Füßchen. (Keine Quarzoszillatoren)
Programmieren werde ich mit einem selbstgemachten ISP-Adapter auf den
LPT.
Ich benutze PonyProg und würde nun gerne wissen, welche Fusebits ich
setzen, bzw. löschen muss?!?
Im Datenblatt steht: bei 3-8 MHz muss CKSEL3 = 1; CKSEL2 = 1 und CKSEL1
= 0
sein. Habe bei "crystal oscillator" geschaut.
was muss ich denn jetzt bei CKSEL0 und bei SUTx einstellen?
Ich will nämlich nichts falschmachen...
Vielen DAnk,
mr-unbekannt
PS: ich weiß, dass bei Ponyprog Häkchen setzen 0 bedeutet.
PPS: ICh sehe immer einem Pin bei den Anderen ISP-Adaptern für Vcc, ich
habe aber keine Spannungsversorgung beim programmieren?!?
Mach Deine ersten Schritte lieber ohne Quarz und lass die Fusebits in
Ruhe, solange es geht. Quarz brauchst Du erst für UART, da solltest Du
dann aber einen Baudratenquarz (z.B. 3,6864 MHz) vorziehen, ist einfach
zuverlässiger.
Ansonsten stehen die Fuses und ihre Wirkung ausführlich im Datenblatt.
Das Datenblatt bekommt man kostenlos bei www.atmel.com
...
hallo!
Naja, jetzt habe ich einige Fragen!
1.) Was ist UART (ist das das gleiche wie USART)?
2.) Baudrate?!? Habe ich schon oft gehört aber weiß nicht was das ist.
3.) der FuseCalculator ist ganz gut, aber was bedeutet das:
Start-up time 14CK + 4.1 ms???
4.) DAtenblatt habe ich schon
5.) Danke nochmals ;-)
> 3.) der FuseCalculator ist ganz gut, aber was bedeutet das: Start-up time 14CK +
4.1 ms???
Das ist die Zeit die der Osc. braucht um einzuschwingen.
Baudrate (Geschwindigkeit der seriellen Schnittstelle) USART.
UART = USART, einmal alte Bezeichnung sowie neue. Ebenso ist die USART
etwas anders konstruiert, steht aber im Datenblatt.
@mr-unbekannt
>1.) Was ist UART (ist das das gleiche wie USART)?
Ja. USART ist eine Weiterentwicklung des UART.
>2.) Baudrate?!? Habe ich schon oft gehört aber weiß nicht was das ist.
Das ist deine Übertragungsgeschwindigkeit des UART, angegeben in Bit/s
oder Baud (Zeichen/Sekunde). Beim UART sind beide Angaben identisch.
>3.) der FuseCalculator ist ganz gut, aber was bedeutet das:>Start-up time 14CK + 4.1 ms???
Dass es nach dem Deaktivieren des Resets noch 14 Takte (CK) und 4.1 ms
dauert, ehe dein AVR mit dem Programm loslegt. Nimm lieber 14CK + 65ms,
ist erstmal sicherer.
MFG
Falk
>1.) Was ist UART (ist das das gleiche wie USART)?
Ja, nur dass USART auch noch synchrone Übertragungen ermäglicht.
>2.) Baudrate?!? Habe ich schon oft gehört aber weiß nicht was das ist.http://de.wikipedia.org/wiki/Baudrate>3.) der FuseCalculator ist ganz gut, aber was bedeutet das:>Start-up time 14CK + 4.1 ms???
Nah 4.1ms und 14Clockcycles gilt der Takt als stabil
>4.) DAtenblatt habe ich schon
Schön. Jetzt musst du es dir noch noch angucken (so, dass man die
Schrift lesen kann, und dann am besten von vorne nach hinten...)
>5.) Danke nochmals ;-)
Da nich für!
@Joe
>> 3.) der FuseCalculator ist ganz gut, aber was bedeutet das: Start-up >time 14CK
+ 4.1 ms???
>Das ist die Zeit die der Osc. braucht um einzuschwingen.
Nein, das ist die Zeit, die die Resetschaltung noch wartet, nachdem die
Versorgungsspannung einen gültigen Pegel erreicht hat.
MfG
Falk
mr-unbekannt wrote:
> hallo!>> Naja, jetzt habe ich einige Fragen!>> 1.) Was ist UART (ist das das gleiche wie USART)?
UART ist eine Betriebsart (die asynchrone) des Universellen Asynchron
(oder) Synchron Receiver / Transmitters
Wenn ich die (meistgenutzte) asynchrone Betriebsart meine (RS232),
spreche ich von UART und nicht von USART. Denn ich nutze ja nicht
gleichzeitig asynchron und synchron. ;-)
> 2.) Baudrate?!? Habe ich schon oft gehört aber weiß nicht was das ist.
Gut, da halte ich mich jetzt zurück, ich habe keine Lust auf einen
Meinungsstreit. Falk har recht und ich meine Ruhe. ;-)
Solange Du das nicht brauchst, brauchst Du vermutlich auch keinen Quarz.
Zeitunkritische Dinge gehen auch mit dem internen RC-Oszillator. Also
lass die Finger von den Fuses bis Du etwas mehr Wissen hast. Du wärst
nicht der erste, der sich ausgesperrt hat, bevor das erste Programm im
AVR lief.
> 3.) der FuseCalculator ist ganz gut, aber was bedeutet das:> Start-up time 14CK + 4.1 ms???> 4.) DAtenblatt habe ich schon
Dann solltest Du es lesen und versuchen zu verstehen.
>> 5.) Danke nochmals ;-)
Nix zu danken.
...
@Hannes Lux
>> 2.) Baudrate?!? Habe ich schon oft gehört aber weiß nicht was das ist.>Gut, da halte ich mich jetzt zurück, ich habe keine Lust auf einen>Meinungsstreit. Falk har recht und ich meine Ruhe. ;-)
Wenn das ein Anspielung auf meine Aussage
"Das ist deine Übertragungsgeschwindigkeit des UART, angegeben in Bit/s
oder Baud (Zeichen/Sekunde). Beim UART sind beide Angaben identisch."
sein soll, hast du natürlich Recht, wenn du unter einem ZEICHEN ein Byte
verstehst. Ich hab in dem Moment mehr Richtung Leitungscode (Zeichen =
Bit)gedacht, naja, Kommtechniker halt ;-)
MfG
Falk
also im Klartext, UART ist die Übertragungsweise der RS232
Schnittstelle.
Was ist dann mit der parallelen Schnittstelle, ist das auch UART?
stimmen nun meine Einstellungen für einen Quarz mit 4 MHz?
@mr-unbekannt
>also im Klartext, UART ist die Übertragungsweise der RS232>Schnittstelle.
Ja.
>Was ist dann mit der parallelen Schnittstelle, ist das auch UART?
Nein. Das ist schlicht die parallele Schnittstelle. Die könntest du auch
mit deinem AVR verbinden, allerdings gibts dazu kein spezielles Modul im
AVR, du musst alles selber per Software machen.
>stimmen nun meine Einstellungen für einen Quarz mit 4 MHz?
Ja.
MfG
Falk
ich habe mir den parallelen Adapter von der bekannten Seite
http://s-huehn.de/elektronik/avr-prog/avr-prog.htm nachgebaut.
Der dürfte doch ohne weiteren Aufwand funktionieren?!? oder?
@ Falk "Die könntest du auch
mit deinem AVR verbinden, allerdings gibts dazu kein spezielles Modul im
AVR, du musst alles selber per Software machen."
Was ist damit gemeint?
mfg
UART ist zusammen mit seinen Baudraten eine Standard-Schnittstelle (Wenn
man auch noch den Pegel dazunimmt, ist bei bei einer RS232 oder RS422
bei den Vollduplx-Schnittstellen und RS485 bei den halbduplexen).
Parallele Schnisttellen sind nicht drart vereinbar. (GPIB ist auch eine
parallele Schnittstelle...)
mr-unbekannt wrote:
> @ Falk "Die könntest du auch> mit deinem AVR verbinden, allerdings gibts dazu kein spezielles Modul im> AVR, du musst alles selber per Software machen.">> Was ist damit gemeint?
Das eine UART ein Hardware Modul in deinem Tiny ist:
Du frägst ab, ob das MOdul bereit ist. Wenn ja stopfst
du das zu übertragende Byte in das MOdul hinein und das
Modul sorgt dafür, dass die Daten auf die Reise gehen.
Bei parallel musst du selbst ran: Du darfst dir selbst
ausdenken, wie die Kommunikation laufen soll: In welcher
Reihenfolge sind welche Pins auf High oder Low zu ziehen um
bestimmte Zustände anzuzeigen.
Hallo,
nette Diskussion. ;)
UART und USART bezeichnen schon seit ewigen Zeiten die Hardware eines
Schnittstellenbausteins, genauso wie PIO (Parallel-Input-Output) oder
SIO oder CTC.
Ich zumindest denke, dabei sollte es auch besser bleiben.
Wenn ich sehe, daß ein bestimmter AVR einen UART hat, weiß ich, daß der
in Hardware nur asyncron kann, hat er einen USART kann er eben auch
syncron.
Ob ich das benutze, steht doch auf einem völlig anderen Blatt.
Denke ich zumindest. Schon seit Z80/6800/6510 Zeiten.
Gruß aus Berlin
Michael
Falk wrote:
> @Hannes Lux>>>> 2.) Baudrate?!? Habe ich schon oft gehört aber weiß nicht was das ist.>>Gut, da halte ich mich jetzt zurück, ich habe keine Lust auf einen>>Meinungsstreit. Falk har recht und ich meine Ruhe. ;-)>> Wenn das ein Anspielung auf meine Aussage>> "Das ist deine Übertragungsgeschwindigkeit des UART, angegeben in Bit/s> oder Baud (Zeichen/Sekunde). Beim UART sind beide Angaben identisch."
Nein, auf diese:
> Idiotensicherer vielleicht, aber kaum zuverlässiger.> Nichtbaudratenfreqeunzquarze sind nicht böse ;-)
Ist aber Geschichte, ich werde wohl zukünftig in diesem Forum Niemanden
mehr zu baudratentauglichen Quarzen raten.
Beste Grüße,
Hannes
@Hannes Lux
>> Idiotensicherer vielleicht, aber kaum zuverlässiger.>> Nichtbaudratenfreqeunzquarze sind nicht böse ;-)>Ist aber Geschichte, ich werde wohl zukünftig in diesem Forum Niemanden>mehr zu baudratentauglichen Quarzen raten.
Endlich erleuchtet? ;-)
SCNR
Falk
>Ist aber Geschichte, ich werde wohl zukünftig in diesem Forum Niemanden>mehr zu baudratentauglichen Quarzen raten.
Würde mich mal jetzt interessieren:
Kann man bei einem AVR aus jeder beliebigen Quarzfrequenz jede Baudrate
erzeugen?
Beim 8051 geht das leider nicht.
Beim AVR mal mit 0.2%, mal mit 3.4% Fehler, also bei den 10 bit eines
Bytes unerheblich. Im Datenblatt steht die Berechnung von UBRRL.
UBRRL = (Fosc/(16*Baudrate))-1
Glaub' ich jedenfalls.
> Kann man bei einem AVR aus jeder beliebigen Quarzfrequenz jede Baudrate> erzeugen?
Im Datenblatt eines jeden AVR sind Tabellen für die Standard-Baudraten
mit den üblichen Quarzen. Schau einfach da nach. Einen Baudratenquarz
benötigt man i.d.R. nur dann, wenn man darauf angewiesen ist, lückenlos
eine große Bandbreite der Standard-Baudraten einstellen zu können. Für
den Betrieb mit einer festen Baudrate genügt meist ein Standard-Quarz,
der eben diese Baudrate mit weniger als etwa 2 % erzeugen kann. Mit
einem 8 MHz-Quarz lassen sich z.B. schon mal alle Baudraten bis einschl.
38,4 kBd, die 76,8 kBd und die High-Speed-Raten (250 und 500 kBd) mit
weniger als 1 % Abweichung einstellen. Das reicht für die meisten
Sachen.
@Jack Braun
>Würde mich mal jetzt interessieren:>Kann man bei einem AVR aus jeder beliebigen Quarzfrequenz jede Baudrate>erzeugen?
Nein.
>Beim AVR mal mit 0.2%, mal mit 3.4% Fehler, also bei den 10 bit eines>Bytes unerheblich.
Kaum. Theoretisch sind 3% gerade noch so akzeptabel, wenn die
Gegenstelle (meist der PC) mit 0% Fehler arbeitet. Praktisch sollte man
sich auf Werte <= 1% beschränken.
http://pdfserv.maxim-ic.com/en/an/AN2141.pdf
MfG
Falk