Periodisches HF Signal abtasten

#496811
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Hallo!
Ich habe ein periodisches Signal welches sich alle 100ns wiederholt 
(also mit 10MHz).
Dieses sich wiederholende Signal hat eine Länge von ca. 300ps und soll 
nun abgetastet werden.
Dazu möchte ich das Prinzip der Unterabtastung ausnützen.
Ich suche also eine Schaltung welche die gewünschte Zeitverzögerung von 
0 bis 300ps in möglichst geringen Schritten (min 100) erzeugen kann, 
damit ich mit einem s&h ADC genau zum Zeitpunkt (n*100ns) + x abtasten 
kann.
Synchronisierung ist kein Problem da ein mit dem eingangssignal 
synchrones Taktsignal vorhanden ist.
Gast #497087
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@Lukas Slz (luky)


>Die ADC die ich gefunden haben samplen erst 3-5ns nachdem sie das Signal
>dazu bekommen haben. Also müsste ich das Startsignal auf die vorherige

Dir ist hoffentlich klar, dass ein 300ps Puls kein Pappenstil ist. Und 
auch wenn der ADC "langgsam" sein kann, die S/H Stufe kann sich das 
nicht leisten!

MFG
Falk
Gast #497125
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Vielleicht kann Du mit einer Frequent abzutasten, die leicht neben 
deiner Nutzfrequenz liegt. Damit schiebst Du die Frequenz quasi zu 
kleineren Frequnzen (runter mischen) und kannst das Signal dort 
verarbeiten.
Bsp: Du möchtest 10MHz abtasten, dann sollte die Clock von Deinem ADC 
mit z.B. 10,1MHz arbeiten. Das ist dann ähnlich, als ob Du bei jedem 
sample an einer anderen Stellen Deines Signals abtastet.
Da tauchen natürlich Probleme wie aliasing und andere Dinge auf. Ebenso 
brauchst Du einen sehr stabilen Takt für den ACD (Jitter macht die 
S/N-Rate kaputt).
Ich habe das jetzt nicht komplett durchgerechnet (bei Sinus geht das auf 
jeden Fall, bei Rechteck o.ä. müsste ich ausrechnen, ob die 
Oberschwingungen ebenfalls richtig gemischt werden), ob das so geht, 
aber vielleicht ich das als Anregung nützlich...
Gast #497142
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Wieso die vorhergehene Flanke? Jedes schnellere Oszilloskop hat eine 
Verzögerungsleitung für das Signal, damit der Trigger rechtzeitig wirkt 
und sogar ein kleines Stück Vorgeschichte vor dem Triggerpunkt noch 
sichtbar wird.
3ns ist die Gatterlaufzeit eines schnellen TTL-Gatters der 74S 74F oder 
74AC-Familie, oder ca 1 m Laufzeit in Luft, auf Platine wirds kürzer. 
Ein Stück  aufgerolltes Koaxkabel wäre das einfachste.
#497343
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Die Signalform ist eben wichtig oder mindestens der genaue Zeitpunkt des 
Maximums.
Amplitude ist egal.
Das Signal per Oszilloskop anzeigen lassen ist einfach.
Ich muss das empfangene Signal aber per Schaltung + Mikrocontroller 
auswerten.
Die aktuelle Lösung arbeitet mit einem Sampling Phase Detector, welcher 
sehr aufwändig und vor allem empfindlich ist
Gast #497381
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@Lukas Slz

>Ich muss das empfangene Signal aber per Schaltung + Mikrocontroller
>auswerten.

AUSWERTEN ist kein Problem, man muss es aber erstmal 
AUFZEICHNEN/digitalisieren.

>Die aktuelle Lösung arbeitet mit einem Sampling Phase Detector, welcher
>sehr aufwändig und vor allem empfindlich ist

Was auch verständlich ist, dieses Messaufgabe ist alles andere als 
trivial. Das ist mal GANZ sicher nicht mit 50Euro Bauteilen gemacht.

MFG
Falk
Gast #497425
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Ja was soll denn jetzt genau gewandelt werden? Die Amplitude ist 
unwichtig ? Was denn dann? "Signalform" hieße der zeitliche 
Impulsverlauf. Und der Zeitpunkt des Maximums dieses Impulses?

Ich hab mal sowas ähnliches gehabt, ein Scintillationsdetektor, der 
liefert Impulse von etwa 3 usec. Die Amplitudenverteilung wird als 
Histogramm dargestellt, es sollte eben auch der Spitzenwert des Impulses 
sein. Allerdings kommen die Impulse unregelmäßig, da kann man nicht 
samplen.
Gast #497431
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Nimm einen 10MHz VCXO und mische seine Frequenz und die 10MHz z.B. mit 
einem XOR und nachgeschaltetem RC-Tiefpass. Der Ausgang hat eine 
Dreieckspannung mit der Differenzfrequenz. Der VCXO wird jetzt so 
geregelt das die Differenzfrequenz z.B. konstant 100Hz beträgt. Dein ADC 
wird vom VCXO getaktet. Dein periodisches Signal von 100ns ist jetzt 
scheinbar auf 1/100Hz=10ms gedehnt. Das heißt du hast jetzt 
10ms*10MHz=100000 Abtastwerte auf der Periode von 100ns oder eine 
Auflösung von 1ps.
#497454
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Die Impulse werden regelmäßig ausgesendet und wieder empfangen.
Wichtig ist nicht die absolute höhe der Impulse da sowieso normiert 
wird.
Anhand der lokalen Maximas kan man aber interessante Schlüsse ziehen und 
daher müssen diese detektiert werden.
Mir persönlich würde die Idee eines sehr schnellen s&h Gliedes mit 
einstellbarer Verzögerung am Besten gefallen.
Gast #498204
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Bei Analog Devices ist das schnellste S&H der AD783 mit 250 ns, 
Apertur-jitter 20 ps
http://www.analog.com/en/subCat/0,2879,773%255F925%255F0%255F%255F0%255F,00.html

hier gibts ein paar Diagramme zum Thema Radarimpuls-Erfassung, matched 
filter usw, sehen die Impulse auch so ähnlich aus wie hier? Und es geht 
um den Zeitpunkt des Maximums oder was genau?
http://en.wikipedia.org/wiki/Pulse_compression
Gast #498393
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Leute, ihr seid noch eine Grössenodnung weg. Wenn der Puls 300ps lang 
ist, hat er eine Bandbreite von mindestens 3GHz. Wenn er nun nicht Sinus 
ist, sondern noch ein paar Zacken, sprich Oberwellen hat, ist man 
schnell mal bei 20 GHz. Das gemessene Signal ist das Tatsächliche 
gefaltet mit dem Sampling puls.
Der Standardansatz sowas selbst zu bauen (vorausgesetzt man hat eine Uni 
mit etwas Budget hintendran) ist einen Schalter zu bauen, der von einer 
schnellen Photodiode angesteuert wird. Auf diese Photodiode geht man mit 
einem modengelocken Femtosekunden Laser los.

rene
Gast #498593
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Hier ein ADC mit 3GHz Bandbreite

http://www.national.com/pf/DC/ADC083000.html

@rene
Ist bei schnellen seriellen Datenübertragungen die Bitrate nicht doppelt 
so hoch wie die Bandbreite? Theoretisch sollte dann doch für den 300ps 
Puls eine minimale Bandbreite von 1.67GHz reichen. Bei geringeren 
Anforderungen hat der Puls aber eine Länge von ca. 5ns.
Gast #498638
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Ich denke der Ansatz mit Unterabtastung ist vernünftig, es ist ja keine 
direkte digitalisierung notwendig. Die Samplingköpfe von Tektronix + 
Hewlett Packard sind dafür gut geeignet. Schau dir doch diese mal an. 
Sowas wie ein AD6640 (oder jeder andere schnelle ADC) hat nen Aperture 
Jitter <1ps , sollte damit auch reichen. Wie wär es damit:
Das Signal synchron + Verzögerungsleitung oder mit (Signalfrequenz + 
DeltaF) abtasten. Für ne gewisse Zeit dürfte das ausreichend stabil sein 
, um das Signal relativ zu messen (was du ja offensichtlich machen 
willst). Danach ggf. kalibrieren und fettisch....Ich hab den 6640 mal 
bis 1GHz getestet, das ist noch völlig in Ordnung.

Das ganze natürlich unter der Voraussetzung, dass am Schluß irgendwas in 
der Gegend von 8 Bit ausreichend ist. Was darüber hinausgeht ist sehr 
aufwendig. Der Eingangsverstärker dürfte dabei auch nicht so ganz "ohne" 
sein.

Viel Spaß damit
Thomas
Gast #498672
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Der Apperturjitter bezeichnet die zeitliche Genauigkeit des Samples. Das 
genuegt aber nicht, da das Sample nicht zum Zeitpunkt des Triggers 
gezogen wird. Nicht wirklich. Das Sample ist vielmehr ein Fenster einer 
gewissen Länge das nach dem Triggerzeitpunkt offen ist. Alles was in 
diesem zeitlichen Fenster passiert wird integriert. Man möchte dieses 
Fenster unendlich kurz haben, ist es aber nicht. Die Oeffnungszeit 
bezeichnet die Bandbreite.

rene
#900059
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Ich habe am Problem mal weiterüberlegt:
Ich habe 10MHz Sendefrequenz und 10,00irgendwas Abtastfrequenz. Die kann 
man zwar nicht problemlos, aber doch mit vertretbarem Aufwand stabil und 
genau (relativ zueinander, ob die Sendefrequenz 8 oder 12MHz ist stört 
nicht weiter...) generieren.
Ich brauche nun ein S&H Glied welches mit der Abtastfrequenz angesteuert 
wird und die Amplitude des Sendesignales 100ns lang "festhält" damit der 
Wert mit einem 10MSPS ADC gewandelt werden kann.
De Puls hat Frequenkomponenten bis ca. 4GHz. Welches S&H Gleid kan ich 
verwenden?
Oder gibt es noch eine andere Idee?
Mit welchen Teilen arbeiten eigendlich sampling-Oszilloskope?
#900135
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Ich würde einfach eine Diodenbrücke mit 4 schnellen (Schalter) Dioden 
aufbauen. Den Schaltimpuls erzeugst du mit den Dioden D7 und D8.
Diese sind noch während der Sperrverzögerungszeit leitend, und sperren 
dann ganz abrupt... => ein steiler Schaltimpuls für die Diodenbrücke mit 
D1-D4. Die Eingangsspannung muss natürlich unter ca. 1V liegen.
Wenn du dein 10MHz Signal mit einer zweiten ganz leicht verschobenen 
Frequenz abtastest, wird jedes Billig-Skope damit fertig. Die beiden 
180° verschobenen Recheckspannungen kannst du mit einem ECL-Treiber 
machen.
Angehängte Dateien:
#900312
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Lukas Slz wrote:
> Danke für die Schaltung!
> Werde ich mal probieren wenn ich keine "single chip" Lösung finde.
> Mid diskret aufgebauten abtastschaltungen haben wir eher schlechte
> Erfahrungen gemacht da die Dinger einfach nicht reproduzierbar sind und
> sich zeitlich auch stark verändert haben.

Naja, wir reden hier von GHz, glaube nicht, das es da so ohne weiteres 
eine "single chip" Lösung gibt. Es ist wohl klar, das diese Schaltung 
ganz professionel auf Teflon-Platine mit SMD-Bauteilen aufgebaut werden 
sollte.
Sonst sind nicht reproduzierbare Ergebnisse vorprogrammiert.
#901087
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Die Schaltung der Diodenbrücke sieht mir etwas seltsam aus, hab mal nach 
solchen Schaltungen gesucht und das hier gefunden:
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/42411/SEMTECH/EVM710AHF.html
"500 MHz Pin Electronics Driver,Window Comparator, and Load"
Für automatische Bauteiletester, enthält so eine Diodenbrücke
#901693
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Die Schaltung ist in der Tat sehr speziell. Es wird das plötzliche 
Abreißen des Stromes durch die Dioden D7 und D8 beim Umpolen (Träger 
Speicher Effekt) ausgenützt um extrem schnelle Impulse zu erzeugen.

Einen solide durchdachten Aufbau (Wellenwiederstand) vorausgesetzt 
sollten damit jedoch Ergebnisse hart an der Grenze des derzeit überhaupt 
machbaren zu erreichen sein.
#911520
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Lukas Slz wrote:
> Ich suche nun eine Möglichkeit mit möglichst wenig Bauteilen und
> möglichst wenig Kosten eine stabile (5-20MHz) sowie eine nahe
> danebenliegende Frequenz mit 0,00irgendwas MHz Unterschied zu erzeugen.
> Gibts einen fertigen Taktgenerator IC der sowas kann?

Erste Möglichkeit währe ein zwei DDS-IC's von Analog Devices zu 
verwenden.
Gibt's da probleme mit der zeitlichen Abtatstung?

Zweite Möglichkeit währe zwei VCXO zu nehmen und in einer PLL-Schaltung 
die Differenzfrequenz konstant zu halten.

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