Bitbreite bei A/D-Wandlern von Oszilloskopen

Gast #497688
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Moin,

hat jemand eine Idee, warum die meisten Oszis nur 8-Bit breite 
A/D-Wandler verwenden?
Das ist doch eigentlich richtig schlecht. Ein ideal-standard digitales 
Messgerät hat mag vielleicht 3 bis 4 Stellen haben, da kommen die 256 
Werte ja nicht im entferntesten mit. Trotzdem muss ich sehen, dass es 
richtig teure Oszilloskope (LeCroy 200MHz/4CH um 3500 Euros) gibt, die 
auch nur 8-Bit A/D-Wandler haben. Kann mir jemand erklären, warum das 
reicht?
Gast #497691
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> hat jemand eine Idee, warum die meisten Oszis nur 8-Bit breite
> A/D-Wandler verwenden?

Weil ein Oszi kein Voltmeter ist, es kommt nur auf einen genauen 
zeitlichen Verlauf an. Außerdem sind schnelle Wandler mit hoher 
Bitbreite sehr viel teurer.

Naja und abgesehen davon hast du einen Schirm von vielleicht 10 cm Höhe 
und somit eh nur eine begrenzte Ablesegenauigkeit.
Gast #497708
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Gut. Ich sehe ein, dass man für einen Oszilloskop-Schirm mit 180 Pixeln 
Höhe nicht mehr Genauigkeit zur Darstellung braucht. Zoomen, kann ich 
dann aber nicht mehr. Und die Daten auf einen Rechner schieben bringt 
mir in Punkto besseres Bild durch höhere Bildschirmauflösung auch 
nichts.

Und preislich:
http://217.207.106.180/dr-prod3.cfm/subsecid/10134/secid/8/groupId/12591.htm
Dort soll ein ZT410PCI, das sage und schreibe 500MS/sekunde, 250MHz, 2CH 
und 14Bit Auflösung hat ca. 4000 englische Pfund kosten (etwa 6000 
Euro). Das finde ich jetzt nicht so extrem teuer.
#497715
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Naja, 500MS/sek ist allerdings auch ziemlich wenig... Wenn es SCHNELL 
samplen soll, was gute und teure Oszis können, dann wird es wirklich 
teuer (Stichwort Flash-Wandler, ein Komparator pro Stufe, also 256 Stück 
für 8 Bit, oder eben 16'000 für 14 Bit...)

Und wegen dem Zoomen - ja, stimmt schon, samplen und danach zoomen ist 
nicht ideal. Aber wie gesagt - ein Oszi ist einfach kein Voltmetet. Das 
kann man nicht vergleichen.

Oder anders gesagt: Ist Dir die Möglichkeit, mit dem Oszi die Spannung 
durch Zoomen sehr genau ablesen zu können, eine - sagen wir mal 
Verzehnfachung des Oszipreises wert?
Gast #497720
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Der Oszipreis steigt rapide mit der Abtastrate und der Spechertiefe. Die 
vertikale Auflösung spielt, wie schon erwähnt eine völlig untergeordnete 
Rolle.
für ein 5GS-Oszi ist man dann schon bei ca. 20 000 EURO und das hat auch 
nur 8 Bit vertikale Auflösung.
Gast #497757
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So ganz stimmt das nicht: Die Tektronix Scopes z.B. aus der 3000er Serie
(3032B, 3054B ...) haben 9 Bit Auflösung - und das bei bis zu 5GS
je Kanal. Die Auflösung macht auch Sinn, da die Geräte ein VGA Display
haben.

Kosten übrigens bei weitem nicht 20.000 EUR sondern 3-8.000 je nach
Bandbreite und Anzahl der Kanäle (2/4).

Gruß, Marcus
#497833
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Ich denke nicht, dass die vertikale Auflösung eine so untergeordnete 
Rolle spielt. Schliesslich betrifft schlussendlich den gesamten 
Messpfad.
Bei so schnellen Wandlern ist der Aufwand extrem stark mit der Messtiefe 
gekoppelt.
8-Bit, 9-Bit.... eben - da reden wir von einem zusätzlichen Bit... Aber 
wenn man dann auf 12 oder 14 Bit gehen will, dann macht das schon was 
aus (übrigens ja auch in der Speichertiefe).

Ja, die Dinger sind günstiger geworden! "Mein" LeCroy Xi mit 600MHz, 4 
Kanälen und 10GS/s hat ca. 11'000 Euros gekostet.


(allerdings immer noch erstaunlich, wenn ich bedenke, dass mein Auto 
auch nicht mehr gekostet hat :-) )

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