Hallo liebes Forum,
von einem fahrenden Auto aus möchte ich eine quer zur Fahrbahn liegende
Markierung erkennen und an einen µC melden. Folgende Bedingungen gelten
dabei:
* Geschwindigkeit ca. 50 m/s
* Reaktionszeit max. 100 µs
* Auch bei Nässe und etwas Schmutz
* Am Unterboden, daher nur wenig Restlicht
* Federweg muss erhalten bleiben
Die Markierung muss unauffällig, nicht entfernbar und einigermaßen
haltbar (~200 mal Autoreifen) sein.
Bisher habe ich vor, einfach eine rote SMD-LED (z.B. 1 W) zusammen mit
einem SMD-Fototransistor auf eine kleine Platine löten und das Signal
des Ts mit einem Komparator zu konditionieren.
Auf den Boden würde ich eine weiße Linie malen.
Hat jemand von euch eine bessere Idee? Ist dafür ein Fototransistor oder
eine Fotodiode besser geeignet?
Im voraus vielen Dank,
Bernhard
Hallo,
unabhängig von der weißen Linie:
Die Fotodiode hat eine höhere Grenzfrequenz. Da die Grenzfrequenzen im
Mhz-Bereich liegen ist es bei deiner Anwendung nicht wichtig eine Diode
einzusetzen.
Du solltest aber auf keinen Fall einen Fotowiderstand oder ein
Photoelement benutzen, weil diese sehr träge reagieren.
gruß
Daniel
>Die Markierung muss unauffällig, nicht entfernbar und einigermaßen>haltbar (~200 mal Autoreifen) sein.
Hört sich illegal an. Wem willst du das ans Fahrzeug backen?
>>Die Markierung muss unauffällig, nicht entfernbar und einigermaßen>>haltbar (~200 mal Autoreifen) sein.
Die Markierung soll auf einen Firmenparkplatz. Die Erlaubnis habe ich,
es darf aber nicht stören (also kein Kabel o.ä.).
@ Daniel
Vielen Dank, wieder etwas gelernt.
@ Gast
Fällt dir auch noch etwas konstruktives ein, du Verbrecherjäger?
Mittlerweile ist mir noch (Roboternetz sei Dank) der IS471F über den Weg
gelaufen. Sieht recht interessant aus, findet Ihr einen Haken daran?
diese Reflektorfolie von Scotch-3M dürfte ein ordentlichs Signal in
einer Reflex Lichtschranke machen. Bei einer 100mm breiten Markierung
ist das Signal 2ms lang, das müsste gehen. Aber bei 180 km/h, das hört
sich schon nach öffentlicher Strasse an...
>Hört sich illegal an. Wem willst du das ans Fahrzeug backen?
Ach, hatte was flasch gelesen. Ich dachte du suchst ein Gerät, das du
unauffälig irgendwo installieren kannst, um mitzubekommen wenn ein
fremdes Auto über eine bestimmte Position fährt.
Der Asuro macht gar nichts, das Liniensensormodul vom Asuro ist grausam
und funktioniert nur bei sehr starkem Kontrast, ohne Störungen und
gaaaaanz langsam. 50 m/s? Das ich nich lache...
* Geschwindigkeit ca. 180km/h
* Reaktionszeit max. 100 µs
* Auch bei Nässe und etwas Schmutz
* Am Unterboden, daher nur wenig Restlicht
* Federweg muss erhalten bleiben
Nicht trivial. Der Restlichtpunkt ist getraeumt. Die Sonne kann auch am
Horizont sein. Was ist die Aufgabenstellung und was kann man variieren.
Wenn man 2 Linien in definiertem Abstand (1m oder so) haette, koennte
man mit 2 Sensoren Falschtrigger unterdruecken.
H
> Willst du erkennen >>OB<< irgendein ein auto über diese Positionb> fährt, oder wann das auto X die Position Y überquert ??
Da die Reaktionszeit höchstens 100 µs sein darf, muß wohl der Zeitpunkt
ermittelt werden. Ist schon ein seltsames Projekt. Autos sollen auf
einem Parkplatz mit 180 fahren, und der Zeitpunkt des Überfahrens der
Position soll auf eine 10.000stel Sekunde genau bestimmt werden.
Vielleicht geht es um den Zieleinlauf bei Parkplatz-Rennen?
>Vielleicht geht es um den Zieleinlauf bei Parkplatz-Rennen?
auaa
wenn Du mehrere IR-Dioden + Sensoren(welche auch immer) quer zur
Fahrtrichtung anbringst, dann müssten alle gleichzeitig auslösen, wenn
du genau quer über den Strich fährst.
Solltest Du einen Slide hinlegen, könnte es Extrapunkte im Ziel in der
B-Note geben.
Da es ja sicher dunkel sein wird, stellt Sonnenlicht -denke ich mal-
kein Problem dar.
Wir haben im Geschäft ein Auswuchtgerät der Fa. Schenck. Dabei ist ein
Drehzahlsensor, der auf eine helle Markierung am rotierenden Teil
reagiert. Das Ganze funktioniert bis 40cm Entfernung und einer Drehzahl
von 10000 1/min. zuverlässig. Drin sind 2 superhelle LEDs und 2
Sensoren, also 2 Reflexkoppler. Wenn du das so aufbaust, dass die
Abtastpunkte ca. 10cm hintereinander liegen, dann kannst du über die
Differenz der beiden helle Flächen auf dem Boden erkennen und das
Umgebungslicht hat so gut wie keinen Einfluss mehr. Nur wenn's zu hell
wird funktioniert' nicht mehr so recht. In deinem Fall wohl bei nasser
Fahrbahn und schrägstehender Sonne oder andere PkW-Scheinwerfer. Einen
Versuch wär' vielleicht wert.
Wie wäre es, die Sende-LED zu modulieren? (Was der o.g. Sensor AFAIK ja
auch macht.)
Scheinbar will da jemand die Zeitmaschine von Doc Brown
nachbauen...("Lone Pine Mall"...)
Hallo ihr alle,
vielen Dank für eure zahlreichen und Ideenreichen Antworten. Zuerst mal
muss ich um Entschuldigung wegen der unverständlichen Aufgabenstellung
bitten; es geht um große Modellautos (und später vielleicht Karts) auf
einem Firmenparkplatz. Diese Autos schaffen natürlich keine 50 m/s, ich
wollte bloß (zu) viel Sicherheit einbauen. Mit "unauffällig" war nicht
geheim, sondern nur "nicht störend" gemeint.
@ Sonic, Herm
Vielen Dank für die Tipps mit der Differenzerkennung. Dieses Verfahren
(im Eigenbau) scheint wohl die einzige Lösung zu sein.
Was haltet ihr davon, zwei IS471F und zwei Linien zu verwenden und ein
Signal an einen Interruptpin zu lassen. Damit fange ich mir zwar die
Möglichkeit einer großen CPU-Auslastung durch zu häufige Interrupts ein,
kann aber in der Software Zeit und Abfolge der beiden Signale messen.
Leider ist der IS471 eigentlich zu langsam, aber ich kann
Geschwindigkeit und Verzögerungszeit grob als konstant annehmen und
herausrechnen.
Viele Grüße und nochmals danke,
Bernhard
Kurt wrote:
> Die Sonneneinstrahlung ist egal, da unter dem Auto keine Sonne scheint.> Dort würde ich den Sensor anbringen.
Kuck mal unter ein Auto, da ist es nicht stock-duster!