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Forum: Offtopic Wann kommt die Mini-Stromversorgung?


Autor: mr.chip (Gast)
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Hallo

Heute mal wieder beim Computerhändler vorbeigeschaut, um das 
Heimnetzwerk ein bisschen aufzumotzen - Switch und WLAN-Accesspoint 
gekauft. Ich staunte einmal mehr, wie klein diese Dinger mittlerweile 
sind: Der AP nicht grösser als 3 gestapelte CD-Hüllen, der Switch 
kleiner als 2 gestapelte DVD-Hüllen. Die Netzteile aber sind grosse, 
klobige Kisten wie seit eh und je.

Warum tut sich hier nichts? Warum werden die nicht fest in das Gerät 
eingebaut? (Die Geräte würden zwar ein klein wenig grösser, aber ich 
würde mir lieber die enorm klobige Steckerleiste unter jedem Pult 
sparen...) Und warum gibt es noch keine Steckerleisten, welche über ein 
internes Netzteil direkt die immer wieder benötigten 12 V liefern 
können? Wo bleibt da bloss die Kreativität der Ingenieure?

Gruss

Michael

Autor: Snake (Gast)
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Weil es für den normalen Menschen,der nunmal keine Ahnung von Elektronik 
hat viel einfacher ist, den Stecker in die Schuko dose zu stecken, aus 
der immer die richtige Spannung kommt, als noch aufpassen zu müssen, 
dass auch die richtige Spannung aus dem coolen platzspaarkästchen kommt.

Aber toll wäre es auf jeden fall...

Autor: DKM (Gast)
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Vor einiger Zeiz hab ich mal (glaube es war sogar hier) eine gute Idee 
gelesen:

ein Universal-Netzteil für alle Geräte

Über eine standardisierte Steckverbindung teilt das Gerät dem Netzteil 
mit, welche Spannung / Strom es braucht , und das Netzteil liefert dann 
das entsprechende.

Das könnte man auch gut mehrkanalig machen, so dass jedes Gerät nur eine 
dünne Anschlussleitung benötigt.

Aber leider kocht hier jeder Hersteller seine eigene Suppe..

Autor: Horst (Gast)
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Oh ja gepriesen sei diese Idee.
Daran können sich auch gleich alle Standby Geräte laben, die keine 
Benutzereinstellung stromunabhängig speicher können.

Von den 6 Steckdosen nebeneinander kann ich nur 3 belegen, so groß sind 
die Netzteile und alle fressen mir fleißig die Watt vom Kopf.

Autor: mr.chip (Gast)
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> Daran können sich auch gleich alle Standby Geräte laben, die keine
> Benutzereinstellung stromunabhängig speicher können.

Gewisse Hersteller scheinen noch nichts von EEPROM gehört zu haben...


> Über eine standardisierte Steckverbindung teilt das Gerät dem Netzteil
> mit, welche Spannung / Strom es braucht , und das Netzteil liefert dann
> das entsprechende

Hmm...würde wohl von keinem Gerät unterstützt.

Aber wie sieht es aus, hier und heute, wäre eine Eigenbau-Lösung 
realistisch? Ich sehe eigentlich 2 Probleme:

- Stromversorgung: Da müsste bereits ein professionelles Netzteil her, 
ich habe keine Lust, einen Eigenbau permanent auf 230 V zu haben - da 
kann zu viel schief gehen, und Gesetze und Versicherungen haben da wohl 
auch noch ein Wörtchen mitzureden.

- Kabel zu den Geräten: Die Stecker sind alle ähnlich, aber nicht 
gleich. Ob es wohl passende Kabel mit diesen runden 7/9/12 V-Steckern 
gibt?

Gruss

Michael

Autor: Horst (Gast)
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> Warum tut sich hier nichts? Warum werden die nicht fest in das Gerät
> eingebaut?

Weil die Netzteile von extern dazu gekauft werden und der Hersteller des 
APs hat so die Möglichkeit, stets das billigste zu kaufen. Zusammen mit 
der Tatsache, dass der AP mit eingebautem Netzteil minimal größer würde, 
ergibt sich so die billigste Fertigungsmöglichkeit. Selbst wenn es nur 
0,1 Cent pro Gerät sind, aber darauf kommt es an.

Fazit: technisch trivial, wirtschaftlich unmöglich.

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Weil die Netzteile von extern dazu gekauft werden und der Hersteller
> des APs hat so die Möglichkeit, stets das billigste zu kaufen.

Nicht nur das. Der Hersteller der Geräte kann die juristische 
Verantwortung für die Netzteile wieder auf den Netzteilhersteller 
abwälzen.

Technisch könnte man viel machen, wirtschaftlich und juristisch aus 
Sicht des Herstellers ist das aber oft schlechter als die derzeitige 
Lösung.

Auf der anderen Seite kann der Markt der externen Netzteile auch dazu 
führen, dass die extern Netzteile immer ähnlicher werden und sich eine 
Art Industrienorm entwickelt.

Autor: adpat (Gast)
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Manchmal ist es notwendig, den Adaptertrafo wegen elektrischer 
Wechselwirkungen nicht zu nah an dem Gerät zu haben. Schiebe ich meine 
Lautsprecherbox zum Beispiel zu nah an ihren eigenen Adapter brummt sie. 
Hinzu kommt die bessere Wärmeableitung außerhalb des Gerätes.

Autor: rene (Gast)
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Dass die Netzteile extern sind hat einen einfachen rechtlichen Grund. 
Die Vorschriften sind anders. Ein Geraet, das am Netz haengt muss 
Netzvorschriften einhalten. Die Pruefungen sind auch nicht 
vernachlaessigbar guenstig. Die ganzen Vorschriften sind abgehackt, wenn 
man ein standardisietes geprueftes Netzteil verwendet.

R

Autor: mr.chip (Gast)
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> Ein Geraet, das am Netz haengt muss Netzvorschriften einhalten.

Dann frage ich mich aber immer noch, warum es auf dem Markt keine 
12/9/7-V-Steckerleisten gibt. Eingebauter Trafo und Netzanschluss, ein 
paar Anschlüsse für jede Spannung sowie ein paar mitgelieferte Kabel mit 
den passenden Steckern. Das Ding wäre kaum grösser als ein 
traditionelles Steckernetzteil und hätte IMHO auch bei einem gewissen 
Preis sehr gute Absatzchancen. (Ich möchte ja nicht wissen, wie man im 
professionellen Bereich diese Steckernetzteil-Schlacht sieht, z.B. in 
einem Serverraum...)

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Wer verbietet dir eigentlich, die klobigen Netzteile durch kleine, 
elegante, passende Schaltnetzteile auszutauschen? Gut, die kosten 
natürlich einiges mehr, aber es gibt eine riesige Palette und da findet 
sich sicherlich etwas passendes für jedes deiner Geräte.

Autor: mr.chip (Gast)
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> Wer verbietet dir eigentlich, die klobigen Netzteile durch kleine,
> elegante, passende Schaltnetzteile auszutauschen? Gut, die kosten
> natürlich einiges mehr, aber es gibt eine riesige Palette und da findet
> sich sicherlich etwas passendes für jedes deiner Geräte.

Das wäre schonmal was. Aber der "tiefere Sinn" hinter der Idee wäre ja 
eben gerade, dass man nicht unzählige Netzteile hat. Warum bekommt 
jedes Gerät seine Spannung separat von 230 V, wenn es doch nur 12 V 
braucht? Im PC drin wird ja schliesslich auch mit einer gemeinsamen 
Quelle gearbeitet und es braucht nicht jede Festplatte einen 230 V 
Anschluss :-)

Autor: Matthias S. (da_user)
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wär doch ne schöne Geschäftslücke....

Autor: Dieter Werner (Gast)
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> wär doch ne schöne Geschäftslücke....

Im Prinzip ja, aaaaber ...

Die dabei entstehenden Verkopplungen über Erd / Masseschleifen kann die 
EMV-Maßnahmen (zum Teil) unwirksam machen.

Es gibt Geräte mit 5V, 6V, 7,5V, 9V, 12V usw. Bei gleicher Spannung 
werden unterschiedliche Stecker und bei gleichen Steckern 
unterschiedliche Spannungen verwendet. Das ist das Gerätesterben 
vorprogrammiert.

Autor: Utop (Gast)
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Ich frage mich, wenn die zentrale Niederspannungsversorgung kommt:

Ein Netzteil pro Wohnung das alles zwischen 3.3 V und 230 V zu bieten 
hat. Im Leerlauf liegen z. B. 10 V an jeder Steckdose. Wenn ein Gerät 
eingesteckt wird, meldet es die benötigte Spannung digital zum zentralen 
Netzteil. Dann liegt diese Spannung an.

Das würde neben vielen Netzteilen auch noch Unfälle und Brände 
verhindern!

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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... und Du müsstest erstaunliche Mengen Kupfer in den Wänden verbuddeln. 
Bedenke, daß wenn 50 Watt bei 5V Spannung transportiert werden sollen, 
dafür bereits 10 A fließen müssen, bei 220V Spannung aber nur knapp 230 
mA.

Eine zentrale Niederspannungsversorgung ist daher Unfug.

Autor: Thomas (Gast)
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>wenn 50 Watt bei 5V Spannung transportiert werden sollen, dafür bereits >10 A 
fließen müssen

Genau das ist der Punkt. Dazu kommt noch, dass bei 5 V ein 
Spannungsabfall von einem Volt ehrheblich mehr schmerzt als bei 230 V.

Autor: Stefan Helmert (Gast)
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Hallo,

>Ein Netzteil pro Wohnung das alles zwischen 3.3 V und 230 V zu bieten
>hat. Im Leerlauf liegen z. B. 10 V an jeder Steckdose. Wenn ein Gerät
>eingesteckt wird, meldet es die benötigte Spannung digital zum zentralen
>Netzteil. Dann liegt diese Spannung an.

ja das klingt ganz net, aber das bringt nix, denn in den meisten geräten 
werden mehrere Spannungen benötig. Es müsste wieder ein Netzteil rein 
oder es wären 20 Anschlüsse an einer Steckdose mit 20 Netzteilen 
erforderlich und das für jede Steckdose! Die dann auch noch einstellbar 
bei max. Wirkungsgrad, also müssten alles schaltnetzteile sein. Eine 
3-Fach-Verteilerdose ginge gar nicht, denn jedes Gerät hätte wieder die 
gleiche Spannung. Dann wäre es schon eher sinnvoll feste Spannungen zu 
verwenden, z. B. 12V, 9V und 5V zusätzlich an jeder Steckdose. Käme das 
von einem Netzteil für jede Dose, wäre keine galvanische Trennung 
vorhanden. Außerdem wäre das Netzteil immer an, auch wenn nichts 
eingesteckt wäre!
Die Netzteile auf den Bildern im Anhang sind nicht schlecht.

Autor: Dennis (Gast)
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>>Die Netzteile auf den Bildern im Anhang sind nicht schlecht.

Was meinst Du mit "nicht schlecht"? Billig?

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