Brauch ich hier nen Kondensator ?

Gast #506943
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Hallo ,

ich benutze mehrere STP16C596 von ST um LED's über SPI zu schalten. 
Alles funktioniert einwandfrei. Ich konnte im Datenblatt nicht finden ob 
ein Kondensator zwischen VDD und GND gebraucht/empfohlen wird. 
Normalerweise steht das ja im Datenblatt. Oder sollte ich einfach zur 
Sicherheit 100nf zwischen VDD und GND einplanen? Spannungsquelle ist 5V 
von USB.

Und noch ne andere Frage: Im Datenblatt zu meinem PIC steht, das ein 
Kondensator zwischen VUSB und GND keine besonderen Anforderungen 
erfüllen muß, er sollte nur einen möglichst kleinen "voltage drop" 
haben. Welcher Typ wäre da am besten geeignet (220nF-470nF) ?
Gast #507221
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Es ist sinnvoll bei fast allen ic (allen uc) zwischen vcc und gnd einen 
kondensator zu hängen, wobei man vom layout darauf achten muss, das 
diesr möglichst nahe bei den pins ist...
weiter sollte ein keramikkondensator verwendet werden (kann ganz kurze 
spannungsspitzen am besten vernichten... andere sind teils zu träge...)
von der grösse würd ich die üblichen 100nF empfehlen, denn je grösser 
desto träger...
Gast #507348
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desto kleiner das package desto kleiner die Induktivität, am besten 0805 
oder 0603 verwenden, Groundplane is natürlich auch ganz wichtig, sofern 
du Frequenzen benutzt um das 1MHz... bei uC kanns natürlich nie schaden 
obwohl ich schon die lustigstens FlyByWire Schaltungen gesehen habe die 
auch mit 24MHz funktioniert haben ...

sonst knallst du einfach einen 0.1 ~ 1uF Tantal hinein und fertig ( und 
die Klugscheisser die mir vorwerfen ein Tantal hat zuviel Induktivität 
denen erkläre ich gerne meine meinung zu PIC's )

PS.: bei Supply Cap's gehts nicht darum Spannungsspitzen aufzufangen 
sondern Spannungseinbrücke abzufangen ... wegen den 
LeitungsInduktivitäten...
Gast #507523
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>sonst knallst du einfach einen 0.1 ~ 1uF Tantal hinein und fertig ( und
>die Klugscheisser die mir vorwerfen ein Tantal hat zuviel Induktivität
>denen erkläre ich gerne meine meinung zu PIC's )
Meine frage bezog sich aber auf den ST IC. Aber trotzdem mal nachgefragt 
wieso ist deiner Meinung nach nen Tental besser als nen Keramik bei nem 
Pic.

Mal in der Praxis: Mein USB Test Layout, hatt 10uF Elekrolyt in der nähe 
vom USB Stecker, 2x100nf Keramik nahe am Pic und ein 220nF Keramik für 
VUSB. Gehts besser ?

Übriegens der STP16C596 funktioniert ohne Kondensator 1a, werde aber 
trotzdem 100nf einlöten, kost ja nix.
Gast #507544
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Hallo,

es funktioniert oft auch ohne Kondensator, die Stromspitzen aktueller 
ICs sind vermutlich auch nicht mehr so ausgeprägt wie in einem TTL-Grab.

Was nervt ist aber, daß es eben durch eine unwesentlich erscheinende 
Änderung plötzlich nicht mehr oder nur noch manchmal oder manchmal nicht 
geht und man wegen ein paar gesparter 100n tagelang Fehler suchen 
geht...

Aus dieser Sicht plane ich auch heute noch bei meinen Hobbyprojekten 
lieber ein paar mehr ein, als am Ende evtl. wirklich bestückt werden.
Wenn man sich Industrie-Leitrplatten anschaut, findet man sehr oft die 
gleiche Methode.

Die Cs hinterher ranzufummeln, wenn sie nicht eingeplant waren, sieht 
unschön aus und macht nur Probleme.

Gruß aus Berlin
Michael
#507675
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Dirk wrote:
> Bei hoeheren Freq. schaltet man zum 100nF noch ein 10nF parallel.

...das ist eine grosse Unsitte und grober Unfug! Auch wenn es in 
etlichen Datenblättern so drinsteht wird's dadurch nicht besser.

Zur Begründung:
Man schaue sich einfach mal die Impedanzverläufe der beiden 
Kondensatoren über die Frequenz an. Einer der beiden wird um einiges 
früher als der andere induktiv und dann hat man einen schönen 
Parallelschwingkreis, auch SPERRkreis genannt - der dämpft dann nicht 
mehr viel!

Als wenn schon parallel schalten, dann immer GLEICHE Kondensatoren, nur 
so wird über den gesamten Frequenzbereich die Impedanz verringert.

Gruß aus Berlin-Tempelhof,
Stefan
Gast #507870
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@Stefan Wimmer

>> Bei hoeheren Freq. schaltet man zum 100nF noch ein 10nF parallel.

>...das ist eine grosse Unsitte und grober Unfug! Auch wenn es in
>etlichen Datenblättern so drinsteht wird's dadurch nicht besser.

>Zur Begründung:
>Man schaue sich einfach mal die Impedanzverläufe der beiden
>Kondensatoren über die Frequenz an. Einer der beiden wird um einiges
>früher als der andere induktiv und dann hat man einen schönen
>Parallelschwingkreis, auch SPERRkreis genannt - der dämpft dann nicht
>mehr viel!

Jain.

Das Problem ist eher, dass in der Vergangenheit die kleinen Cs 
technologisch bedingt kleinere Induktivitäten hatten. Heute gibt es 
nahezu keinen Unterscheid mehr zwischen einem 100nF oder 1nF, da beide 
in 0402 oder wasauchimmer verfügbar sind.

http://www.signalintegrity.com/pubsIndex.htm#power%20system
http://www.signalintegrity.com/Pubs/news/1_17.htm

MfG
Falk
Gast #508423
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> 0402 kann aber kein Mensch mehr Löten

Das ist wohl wahr aber inzwischen gibts auch noch 0201 und 01005.

Ich hab mir schon angewöhnt, das Mikrozeug nicht mehr als Hühner- 
sondern als Fischfutter zu bezeichnen.

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