Gast
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,470973,00.html ".. Dem Gutachten zufolge hielten Stromkonzerne Kraftwerksleistungen bewusst zurück oder speisten sie zu überhöhten Preisen ein. Es gebe erhebliche Anzeichen für unzureichenden Wettbewerb im Bereich Erzeugung und Großhandel auf dem deutschen Elektrizitätsmarkt. .." Da haben wir wieder das alte Problem von zuviel Marktmacht in den Händen Weniger! Während man die Bevölkerung immer noch schön abgelenkt im dummen über die Ökosteuer schimpfen lässt, sitzen die wahren Absahner gut gesichert durch bestehende Gesetze, teilen sich den Markt auf und überziehen D-Land mit ungerechtfertigt hohen Strompreisen. Die Stromkonzerne sind die "Apothekenbesitzer" im Energiesektor. Sie sitzen wie die Made im Speck und erfreuen sich über ihren guten Einfluss auf große Volksparteien mit konservativer Prägung, dank einerseits deren politischer Ausrichtung und andererseits intensiver Lobbyarbeit bis in die Ausschüsse unserer Parteien, wo über Gesetzesvorlagen die sie anschließend selbst betreffen entschieden wird. In den Konzernzentralen von RWE, E.on, Vattenfall und EnBW (sie kontrollieren 90 PROZENT des Strommarktes bei uns) klingen vermutlich gerade laut die Sektgläser der Konzernchefs, kann man so doch der kaum informierten Bevölkerung die "CO-2 freundlichen" Atomkraftwerke im Fahrwasser der aktuellen Klimahysterie neu als Allheilmittel unterschieben, nach dem Motto "wir haben die Technologie, wir machen das für Sie, Sie brauchen gar nix tun!" und somit schön die Diskussion über zuviel Marktmacht, Strom-Monopole/überhöhte Strompreise und völliges Umdenken in der Energieversorgung locker beiseite wischen. Am besten noch unterschwellig jegliche Alternativen Konzepte als "spinnerte Grüne Ideologie" bezeichnen und immer schön warnen von dem "Zusammenbrauch der Netze". Nebenbei auch nicht vergessen, eine Stange lukrativer Jobs freizuhalten für vom Wähler abgewatschte konservative Spitzenpolitiker (die Hinterbänkler bleiben eh außen vor, deren Einfluss ist praktisch Null). Diese Herren sichern dann mit ihren vorhandenen Netzwerken und Kontakten zu ihren Parteifreunden und Abgeordneten den Status Quo bzw. dass alles so bleibt, wie es ist und dass auch morgen noch .. .. "Ihr großer Stromkonzern genau für SIE - ja, Sie sind gemeint!" - zuständig ist und nicht durchgeknallte Einzelpersonen oder ganze Kommunen auf sonderbare Ideen wie etwa Selbstversorgung kommen. Eine Richtlinie oder ein zu hoher Preis wird solches "rotzfreche" Bürgerbegehren schon rechtzeitig im Keim zu ersticken wissen und falls nicht .. die geschulten Jungs und ihre Helfer aus der Politprominenz werden schon die Gesetze und Verordnungen rechtzeitig anpassen und nebenbei bei Christiansen, Maischberger und Maybrit Illner mindestens in jedem dritten Satz im Talk über Strompreise das Wort "Ökosteuer" widerholen, bis auch der letzte bundesdeutsche Dödel gefressen hat, dass er sein Strompreisproblem ausschließlich der Atom-feindlichen alt 68er Generation zu verdanken hat und keinesfalls einem der Monopol-Stromkonzerne. Es ist ja sooo einfach!