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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik funktion einfache schaltungen


Autor: neuling (Gast)
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hallo

kann mir vielleicht jemand kurz die schaltung erklären.

mir ist unklar wieso die led beim aufladen verzögert aufleuchtet. ist es 
nicht so dass der strom durch den schalter fließt durch r2, r3 und 
transistor. somit dürfte die led ja nicht verzögert aufleuchten und der 
elko nur nebenbei aufgeladen werden.

wozu ist eigentlich genau r2. dieser wiederstand sorgt nur für die 
verzögerungszeit vom elko. aber eigentlich könnte man diesen widertand 
weglassen, oder?

danke für die hilfe

mfg

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Ein Schaltbild in dieser "Übergrösse" als Bitmapgrafik (1,3MB) 
anzuhängen ist nicht gerade nett. Im Anhang gibts das Ding also nochmals 
als PNG (22KB mit dem selben Informationsgehalt!).

Gruß,
Magnetus

Autor: Otto (Gast)
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Hallo Neuling,

der Kondensator schließt die Spannung zunächst kurz,
es kann kein Strom in die Basis fließen. Nachdem er
sich über einen gewisssen Wert aufgeladen hat,
schaltet der Transistor durch.

Gruß Otto

Autor: RAY (Gast)
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Wenn ich es richtig sehe:
Ist der Elko entladen, ist er im Einschaltmoment sehr niederohmig, d.h. 
Deine Spannung an R3 hängt in erster Linie vom Ladezustand des Elkos ab. 
Erst wenn C1 über 0,7V geladen is, beginnt Strom in die Basis zu 
fliessen.

>wozu ist eigentlich genau r2. dieser wiederstand sorgt nur für die
>verzögerungszeit vom elko. aber eigentlich könnte man diesen widertand
genau, über r2 und c1 wird eine Zeitkonstante vorgegeben, nach der der 
Transistor anfängt zu leiten.

>weglassen, oder?
dann kannst Du auch gleich C1 weglassen - entweder Du willst eine 
Verzögerung oder nicht, wenn Du R2 weglässt und C1 drin lässt, wird der 
Schalter nicht lange mitmachen.

Autor: neuling (Gast)
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der elko ist am anfang entladen das hast du richtig gedacht

was mir aber unklar ist.

wenn ich jetzt den taster drücke, dann fließt ja strom von der batterie 
über den taster über r2 und dann teilt sich der strom richtung 
transistor und elko.

wenn der taster gedrückt ist dann müßte ja die led über den tranistor 
sofort aufleuchten. das macht sie aber nicht sie leuchtet verzögert auf 
und das versteh ich nicht wieso.

ich dachte nämlich dass wenn der elko entladen ist und ich den taster 
drücke zuerst die led sofort aufleuchtet und der elko sich aufladet. und 
erst dann wenn ich den taster loslasse sich die led verzögert 
ausschaltet und der elko sich entlädt.

Autor: ozo (Gast)
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Ei, hast du den Post von RAY nicht gelesen?
Die Basis-Emitter Strecke des Transistors leitet erst ab 0.7V.

Autor: Otto (Gast)
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> es kann kein Strom in die Basis fließen. NACHDEM er
> sich über einen gewisssen Wert aufgeladen hat,
> schaltet der Transistor durch.

der 1. Widerstand sorgt für das verzögerte Ein-
und der 2. für verzögertes Ausschalten.

Otto

Autor: neuling (Gast)
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könnte es vielleicht sein dass die 9V auf den widerstand und elko wie 
ein spannungsteiler wirken. und da ja der elko immer hochohmiger wird, 
fließt ja auch immer mehr strom durch den transistor. deshalb ist es 
verzögert.

r2 könnte man also weglassen wenn die led beim aufladen gleich 
aufleuchten soll, denn für das entladen sorgt ja r3

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Lies es von seinen Tastendrücken ab:
Durch den Transistor beginnt erst dann Strom zu
laufen, wenn die Spannung an der Basis und damit
die Spannung am Kreuzungspunkt der Widerständen
mit dem Kondensator 0.7 Volt erreicht hat.
Vorher rinnt kein Strom durch R3 in die Basis des
Transistors.
Und es dauert natürlich eine gewisse Zeit, bis
sich der Kondensator auf 0.7 Volt aufgeladen hat.

Autor: neuling (Gast)
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ist jetzt vielleicht der ledzustand abhängig von der spannung am elko 
und nicht vom strom der durch r2 und dann in r3 fließt.

Autor: Elko (Gast)
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Hi

ich versuch mal dir das näher zu erklären
Ausgangsbedingung
Spannung dran, Schalter offen, Kondensator entladen.
Spannung am Kondensator 0 V. Wenn jetzt der Schalter betätigt wird so 
hast du wie du erkannt hast einen Spannungsteiler (R2 C1).
Auch richtig erkannt hast du das ein entladener Kondensator niederohmig 
ist.
Hierdurch ergibt sich eine Spannung am Kondensator von 0V welche mehr 
oder weniger schnell (abhängig von R2) ansteigt. Erreicht nun die 
Kondensaturspannung 0,7V beginnt der Stom über R3 und die Basis zu 
fließen und der Transistor steuert durch. Die LED leuchtet.

Der Kondensator wird mehr oder weniger stark aufgeladen(abhängig von der 
aufteilung  R2 R3)

Wird nun der Schalter ausgeschaltet, so entläd sich der Kondensator über 
die Strecke R3 Q1 und die LED leuchtet solange bis der Kondensator unter 
0,7V entladen ist, dann erlischt die LED.

Am besten du mißt einmal die Spannung am Kondensator bzw. an der Bassis 
in den oben genannten Schaltzuständen um das besser nachvollziehen zu 
können. ggf. kannst du die werte von R2 einmal etwas verändern um zu 
sehen was passiert.
Gruß Elko

Autor: neuling (Gast)
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hallo elko

danke für deine erklärung.
am anfang wars halt für mich bisschen unverständlich da ich dachte dass 
wenn ich den schalter schließe gleich strom durch r2 und r3 fließt und 
der transistor durchschaltet, und der elko nur nebenbei aufgeladen wird. 
somit dachte ich halt dass der elko nur seine wirkung beim ausschalten 
des schalters hat.

dann habe ich aber gesehen dass die led beim einschalten des schalters 
immer heller wird => spannungsteier, aufladen des elkos

was mich noch interessieren würde. wie könnte man diese schaltung 
dimensionieren mit einem bc547 und einem elko 420yF

mfg

Autor: Otto (Gast)
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Hallo Neuling,

> was mich noch interessieren würde. wie könnte man diese schaltung
> dimensionieren mit einem bc547 und einem elko 420yF

in der obigen Schaltung fehlen Angaben über Widerstandswerte
und Spannung. Im weiteren Verlauf steht die Angabe "9V".

Für die Dimensionierung sind folgende Daten wichtig:

1. Zeitkonstante (Tau)
2. Betriebsspannung

Funktionieren wird die Schaltung sicher:

mit R1 = R2 = R3 = 1k

mit R2 = R3 = 4k7 wist Du "T ein" = "T aus" = ca. 2-4 s erreichen

Dies gilt für C = 470µF (420 gibt es nicht)

Gruß

Otto

Autor: neuling (Gast)
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@magnus müller

du hast dich ja beschwert da ich das bild als bmp gesendet habe. wie 
kann ich denn die schaltung als png senden. was ist das eigentlich für 
eine datei


Autor: Dan Is (Gast)
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Öffnest Du Dein Bitmap z.B. mit Paint und wählst bei "Speichern als" 
.png -> fertig!

Autor: Dan Is (Gast)
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"Speichern unter" nicht "Speichern als" um genau zu sein.

Autor: neuling (Gast)
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danke

@otto
wie bist du auf die werte gekommen. was auch die arbeitspunkteinstellung 
betrifft. da ja alle werte fast gleich sind, hast du sie nur ca. 
genommen oder nach einem bestimmten schema berechnet.

was mir bei der neuen schaltung unklar ist. wenn q1 leitet dann leuchtet 
die led2 nicht. ab normalerweise wenn q1 leitet fließt ja strom durch 
diese leitung und somit müßte sich ja auch was zur basis von q2 
abzweigen. aber genau das macht er nicht. wieso?

kennt jemand ein gutes skriptum wo beschrieben ist wieviel spannung am 
transistor abfällt wenn er leitet und sperrt. ebenso mit widerstand.

was ist der unterschied zwischen watt und VA

mfg

Autor: neuling (Gast)
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was mich noch interessieren würde

ich sehe überall den unterschied zwischen einer kollektor und 
emitterschaltung,jedoch kann ich nirgends eine beschreibung finden was 
die vorteile davon sind

Autor: Otto (Gast)
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Hallo Neuling,

die erste Angabe war eine der vielen funktionierenden Möglichkeiten.
Das waren "Erfahrungswerte" mit dem gefährlichen Halbwissen, daß
weder LED noch Transistor bei < 10 mA zerstört werden.

Die zweite Angabe war eine ungefähre Berechnung der zu erwartenden
Zeit, da es 420µF nicht gibt, hättest Du 330 oder 470 nehmen müssen.

Die Zeitkonstante (Tau) = R x C

Wenn zwischen Basis und Emitter eine Spannung >0,7V ist, leitet der
Transistor.

Die Angabe "W" wird im Normalfall für Gleich- und "VA" für Wechsel-
spannung verwendet.

Beides ist im Prinzip das selbe: Leistung  = U[V] x I [A] ist
"Volt mal Ampere" -> "VA" oder eben "W".

Gruß Otto

Autor: Otto (Gast)
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Hallo Neuling,

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0204302.htm

suche auch nach "Kollektorschaltung" oder lies am besten alles...

Gruß Otto

Autor: yalu (Gast)
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In Watt (W) gibt man per Konvention die Wirkleistung, in Voltampere
(VA) die Scheinleistung an. Falls dir diese Begriffe nichts sagen,
frag z. B. Wikipedia.

Autor: Otto (Gast)
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> In Watt (W) gibt man per Konvention die Wirkleistung,
> in Voltampere (VA) die Scheinleistung an.

die Leistung von Trafos wird z. B. in "VA" angegeben...

Otto

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