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Forum: Platinen Lötstation notwendig


Autor: Stefan H. (Gast)
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Guten Tag!

Wegen der kleinen Spitze will ich mir einen SMD-Lötkolben zulegen. Muss 
es wirklich gleich eine ausgewachsene Lötstation sein, oder reicht für 
die Praxis auch eine simple Lötnadel wie diese hier?

Artikel-Nr.: 830283 - 62
http://www1.at.conrad.com/scripts/wgate/zcop_at/?~...

Einsatzzwecke: Lochrasterplatinen und später mal SMD löten.


Danke für die Hilfe,
- Stefan

Autor: Franko Phil (sgssn)
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Hallo Stefan

mit 8 Watt ist das Dingens wirklich etwas schwächlich. Im Grunde hat man 
beim Löten von SMD-bauteilen erst mal ne Masse zum erwärmen. Ein 
25Watt-Lötkolben erledigt das schneller als ein 8 Watt Lötkolben. 
Vorallem weil die "Lötnadel" auch eine kleine Lötspitze hat. Aus 
Erfahrung würd ich nen größeren Lötkolben nehmen. In der Arbeit hab ich 
eine einfache Weller-Lötstation WEL51 (oder so ähnlich) mit nem 25 Watt 
Lötkolben für SMD und einen 50Watt Lötkolben für (größere) bedrahtete 
Bauteile. SMD-Bauteile haben eine geringere Masse und sind daher 
leichter zu erwärmen, aber die Wäremabfuhr über die Platine ist nicht zu 
unterschätzen. Also ich halte nix von so kleinen Lötkolben.

gerhard

Autor: Frank (Gast)
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Der Link oben funktioniert zwar nicht aber der Nachteil den ich an den 
Lötnadeln feststellen konnte waren die Lötspitzen. Von der Leitsung her 
würde so ein Ding schon reichen um bequem SMD zu löten aber da die 
Spitzen keine Beschichtung haben sind Die auch schnell hinüber. Ich hab 
auch mal versucht so eine Lötnadel an einer langsamen PWM zu betreiben 
damit das Ding nicht immer auf voller Leistung läuft aber die Spitze war 
genauso schnell hinüber. Dann lieber einmal etwas mehr ausgeben und ne 
richtige Station kaufen für Die man auch Long-Life-Spitzen bekommt, dann 
hat man auch lange Spass am löten.

bye

Frank

Autor: Stefan H. (Gast)
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>> Vorallem weil die "Lötnadel" auch eine kleine Lötspitze hat.
>> Aus Erfahrung würd ich nen größeren Lötkolben nehmen.

Naja, die Sache ist eben die, dass mir mein bestehender Lötkolben zu 
groß ist. In meinem jugendlichen Übermut habe ich mir erst vor kurzem 
eine Stannol Industa 300 (30W) gekauft. Beim Löten einer 
selbstaufgebauten Schaltung auf ner Lochrasterplatine habe ich dann 
gemerkt, dass es irgendwie arg umständlich ist. Die Lötspitze (ca. 
2x1mm) erwärmt gleich zig Lötpunkte auf einmal; und auch meine Hand ist 
für meinen Geschmack viel zu weit von der Platine entfernt.

Eigentlich gehts mir nur darum, dass ich eine feinere Lötspitze habe, 
und daher auch genauer arbeiten kann.
... Und nicht gleich wieder a) viel Geld für ne große pompöse raushaun 
will, b) einen Fehlkauf tätigen will.

Da hab ich mir gedacht, dass es so eine Lötnadel auch tut.

Warum ich SMD-löten will, wo ich doch augenscheinlich noch ein blutiger 
Anfänger bin?
Einige Bauteile für mein kommendes Projekt gibts nur in SMD. :/

Autor: Justus ... (justusjonas)
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Kannst Du nicht besser eine neue Lötspitze für deine Lötstation kaufen?

Autor: Stefan H. (Gast)
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Mir wurde beim Conrad gesagt dass sie für diesen Lötkolben
a) keine anderen haben,
b) das teurer käme als so eine kleine Lötnadel (10€)

Außerdem, und das ist für mich der Hauptgrund:
Auch mit ner kleineren Spitze wär meine Hand -- für meinen Geschmack -- 
immer noch viel zu weit von der Platine entfernt. Der Schaft des Kolbens 
ist circa 10cm lang. Wenn ich mit der Hand nur leicht zittere, löte ich 
mir aus Versehen gleich den ganzen IC aus.

Außerdem ist mir der Durchmesser des Griffstückes zu groß.

Was haltet ihr von Artikel-Nr.: 810258 - 62 (Conrad)?
Kostet 22€, ist von Weller und hat 15W.

Entschuldigung dass ich hier so nen Stress mache, aber ich will wenns 
geht heute noch einkaufen fahren. Habe nur am Wochenende für mein Hobby 
Zeit. :/

Autor: Winfried (Gast)
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Der Weller ist schon besser, aber auch da wirst du dir eine Lötspitze 
zurechthämmern müssen, die dann nicht sonderlich lange hält. Ist alles 
nur Kompromiss-Lösung, aber für den Anfang reicht es. Lötnadel würde ich 
nicht empfehlen, hatte ich vor vielen Jahren mal, war Murks. Da wird bei 
etwas größeren Löststellen nicht mehr genug Wärme nachgeführt.

Gute Lötstationen von Weller bekommst du bei Ebay schon ab 40-50 Euro. 
Da hast du dann auch eine große Auswahlmöglichkeit an Spitzen. Und vor 
allem Temperaturregelung.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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Woher kommt bloss die irrige Annahme dass fürs SMD Löten alles klein und 
schwach sein muss?

Die Grösse des Kolbens richtet sich doch nach der Grösse der Hand und 
die wird nunmal nicht kleiner wenn man SMD lötet. Kleiner wird doch nur 
die Spitze!
Wenn der Griff fürs SMD löten zu klobig ist, dann ist er dies auch 
meistens schon für bedrahtet Bauteile.

Und wenn die SMD Bauteile verbrutzeln, löst man das Problem doch nicht 
dadurch dass man einen Schwachbrüstige Heizung nimmt sondern dadurch 
dass die Kolben Heizung die eingestellte Temperatur auf +-3°C genau 
hält.
Nicht die Watt Bruzeln, sondern die Temperatur!

Und wenn die Temperaturregelung schnell genug ist dann ist es sogar 
besser wenn der Kolben statt 20Watt, 50-80Watt hat. Gerade bei 
Bleifreilot ist das Temperaturfenster wesentlich kleiner und nur eine 
hohe Heizleistung (+schnelle Regelung) garantieren reproduzierbare 
Ergebnisse.

Und wenn die Hand zittert, dann liegt das oft daran dass man ohne 
Handauflage arbeitet. Einfach je nach Platinenhalter eine kleine Auflage 
konstruieren so dass Ballen & Kleiner Finger flächig aufliegen während 
die Spitze in 45° Winkel auf die Platine zeigt und schon ist Ruh.

Autor: Frank (Gast)
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Genau so ist es. Spitze lieber größer, weil damit schneller Wärme 
übertragen werden kann. Ist schonender für das Bauteil und einfacher zu 
löten.
Wenn ich heute die Qual der wahl hätte, würde ich eine dieser kleineren 
Weller oder Ersa Lötstationen kaufen. Nie und nimmer so eine 
schwachbrüstige und nicht geregelte Nadel.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Ich benutze gelegentlich eine Lötnadel an einem regelbaren 
Labornetzgerät.

Vorteil des kleinen Teils ist, daß es trotz der geringen Leistung sehr 
schnell auf Temperatur ist.

Zum löten bei Fädeltechnik ist das Ding nicht übel. Allerdings taugen 
die Spitzen in der Tat nicht viel und wenn man sich dazu versteigt, 
damit an bleifreiem Lot rumzubruzeln, kann man zugucken, wie sich die 
Spitze darin auflöst.

Autor: Peter (Gast)
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Hallo,
ich denke auch das man mit großen Lötkolben gut löten kann. Ich 
persönlich löte auch mit ner WS51 und wenn man sich den Lötkolben mal 
anschaut ist der schon ziemlich klobig. DIP zeug ist überhaut kein 
Problem auch mit ner 2mm breiten Meiselspitze nicht. SMD kann man mit 
dem auch durchaus löten allerdings sollte es dann eine etwas kleiner 
Spitze sein und vorallem dünnes Lötzinn damit man besser dosieren kann. 
Das schöne bei den Teilen ist das der Spitzenwechsel absulut Problemlos 
ist. Innerhalb von einer Minute hat man wieder ne neue heiße Spitze drin 
und muss net groß an schrauben oder sonst was rumackern.
Peter

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